Der Bildungswirt

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Kreative Pause beim Bildungswirt

23. Dezember 2008 · von Miller · Keine Kommentare

Kreative Pause beim Bildungswirt

Der Bildungswirt (Michael Miller, Frankmackay und Leo) zieht sich für eine kreative Pause zurück – 24. Dezember bis 04. Januar 2009 — In-die- Sonne-blinzeln, Saxophon spielen, plauschen, wirklich interessante Bücher schmökern, im Liegestuhl faulenzen, neuen Ideen und dem Kaffeegeschmack nachspüren …

Ab dem 05.Januar geht’s mit Elan wieder in die Blogosphäre, Themen im Überfluss!
Wie verhält sich der freundlich unkalkulierbare Hesse am 18. Januar ? Koch gegen Schäfer-Gümbel? Winkt doch noch Jamaika? Gibt es einen Aufbruch in der Bildungspolitik? Der gute Lehrer und gefragte Vorbilder – Dauerthemen? Abitur verkauft, hoffentlich nur ein vorübergehender bildungspolitischer Fehltritt? G8/G9-Debatte im Kompromiss beerdigt? Der nationale Bildungsgipfel als Rohrkrepierer? Bildungsstandards – worin besteht die Crux? Die Geist-Gehirn-Debatten als Konstruktionen im Kopf und Vorfreude im Leib? Und last but not least: die Wirtschaft – Finanzwirtschaft, Realwirtschaft, Gastwirtschaft, dazu die TV-Wirtschaft und die Medienkrise einer freiwilligen Eintönigkeit im mainstream? Themen, soweit das Auge reicht. Um im Meer der unendlichen Phänomene nicht unterzugehen bedarf es einer geschulten Aperspektivität (Jean Gebser). Dazu nächstes Jahr mehr mit zusätzlichen Mitarbeitern/ Autoren/ Kommentatoren/ kritischen Lesern – und alles natürlich auch in der weiblichen Form, der neuen bloggenden Frauenpower.

Macht’s gut, frohe Weihnacht, erholsame Tage, Prosit Neujahr, don’t worry be happy …
Euer Bildungswirt

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Gymnasium abschaffen? Das deutsche Gymnasium – ein Fels in der Brandung

17. Dezember 2008 · von Miller · 5 Kommentare

Gymnasium abschaffen? Das deutsche Gymnasium – ein Fels in der Brandung

„Wer das Gymnasium abschaffen will, wird abgewählt“, sagt der Bildungsforscher Wilfried Bos im aktuellen Spiegelinterview.
Bos: (…) Außerdem haben wir in Deutschland eine ständestaatliche Tradition mit einer Schulform, die ziemlich gut funktioniert und die niemand abschaffen können wird: das Gymnasium.
SPIEGEL ONLINE: Und weil das Gymnasium sakrosankt ist, wird sich nie grundlegend etwas ändern?
Bos: Jedenfalls nicht am Gymnasium. Alle Eltern, die etwas zu sagen haben, die kampagnenfähig sind, schicken ihre Kinder aufs Gymnasium – die werden den Teufel tun, diese Schulform abzuschaffen. Die Diskussion ist schlicht müßig.
SPIEGEL ONLINE: Also resignieren Sie?
(…)

Nur wer will in Deutschland die beste Schulform ernsthaft abschaffen? Das Gymnasium ist die moderne Volksschule des 21. Jahrhundert! Bis zum Jahr 2020 brauchen wir eine 75%-Abiturientenquote pro Jahrgang. Das ist möglich, wenn ein ernsthafter neuer bildungspolitischer und pädagogischer Aufbruch nicht behindert sondern gefördert wird. Das ist „Dienst“ am Individuum und seinem Recht auf Bildung. Gleichzeitig ist es „Dienst“ für Deutschland in einer globalisierten Welt. Das Gymnasium ist effizient, wandlungsfähig, potenziell integrationsfähig und zukunftsorientiert. Wer will hier guten Gewissens widersprechen? Frohlocken nicht nur unterm Weihnachtsbaum.

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Abitur verkauft – 8. Nachlese

1. November 2008 · von Miller · Keine Kommentare

Abitur verkauft – 8. Nachlese

Die Antwort des geschäftsführenden Kultusministers, Jürgen Banzer (CDU), auf die parlamentarische Anfrage der Grünen „Zugänglichkeit aller zentralen Prüfungsaufgaben“ liegt endlich vor. Sie steht allen Internetnutzern im Landtagsinformationssystem in vollem Wortlaut, DRS/17/2/00522.pdf, kostenfrei zur Verfügung.

Erinnern wir uns noch einmal, worum es in der Sache „Skandal: Abitur verkauft“ ging und immer noch geht:

„Für alle hessischen Schülerinnen und Schüler wird gewährleistet:
Kostenfreier Zugang zu allen zentralen Prüfungsaufgaben (mit Lösungshinweisen!) via Internet. Dies gilt für die gymnasiale Oberstufe genauso wie für den Haupt- und Realschulbereich.“ …

„Herr Banzer, korrigieren Sie diese dicken Fehler im HKM. Hessen als „Bildungsland Nr.1″ ist kein Kiosk, der Prüfungssonderangebote an privat verscherbelt. Schüler, Eltern und Lehrer werden Ihnen die notwendige Korrektur danken.“ (vgl. die gesamte Artikel-Serie „Abitur verkauft“ 2008 im Bildungswirt)

Die generelle Antwort der Landesregierung lässt sich im Sinne der angeblichen Komplexität der markerschütternden Herausforderung (Landesprüfungen veröffentlichen!) und der „drohenden Gefahren“ etwa so zusammenfassen:

Wir – die Landesregierung, der Kultusminister – würden ja gern, aber das UrheberGesetz §53 ff verbietet uns jede Veröffentlichung, ja wir stehen in der Gefahr (wie die Video-Piraten und die entsprechenden Spots, die wir angsteinflößend aus dem Kino kennen) „eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren“ (§106 UrhG) zu riskieren. Man sieht förmlich schon den Kultusminister und Spitzenbeamte des HKM hinter schwedischen Gardinen und auch die fragenden Landtagsabgeordneten zucken zusammen, ob der Tragweite des Ersuchens nach einer Veröffentlichung von Landesprüfungen im Internet. „Zustimmungen zu Internetveröffentlichungen sind nur sehr schwierig zu erreichen“, behauptet der Minister,  und „angesichts der sehr hohen Zahl von Aufgaben sowie angesichts des erforderlichen personellen uns sächlichen Aufwandes“ (sprich: das kann alles nicht vom HKM geleistet werden, 43 Fächer und über 300 Aufgaben) gibt es stattdessen 2 CDs pro Schule. Na, wenn das mal kein Service für die interessierte Öffentlichkeit darstellt. Diese CDs unterliegen selbstverständlich dem „Kopierschutz“, aber für „unterrichtliche Zwecke“ dürfen von Lehrern „Aufgaben in Textform kostenfrei vervielfältigt werden.“ (Hoffentlich stimmt das Arbeitsklima und der Kopieretat der Schule, damit auch bei den Lernern etwas ankommt. Versuchen Sie doch mal als Eltern an die Aufgaben für ihren Nachwuchs ranzukommen! Im 1. Bildungsweg liegen für 2008 noch keine CDs vor; im 2. Bildungsweg gibt es 15 CDs pro Schule seit Mitte Oktober).

Das Land Hessen gibt etwa 2 bis 2,5 Millionen Euro pro Jahr für zentrale Prüfungen aus. Da man sich nicht in der Lage sieht, im Internet kostenfrei zu veröffentlichen, verkauft man an verschiedene Verlage und „erhält für die Bereitstellung der verwendeten Abituraufgaben eines Jahres eine Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 100 Euro pro Aufgabenset (3 Aufgaben).“  Das Land hat aus dem Verkauf im Jahr 2007 4.400 Euro und Jahr 2008 5.700.-Euro eingenommen. Vergleicht man die Einnahmen mit den geschätzten Kosten, so kann jedermann sofort erkennen, dass hier wirklich Profis am Werk sind; sozusagen aktive Beiträge zur Haushaltskonsolidierung und Bürgerservice in einem!

„Die Verlage erhalten (aber) nur die Aufgabenstellungen, keine Lösungs- und Bewertungshinweise.“ (Da fragt man sich: warum eigentlich? Wenn man die Abituraufgaben an die Verlage de facto verschenkt, die Schüler dann  einzelne Aufgabensets privat kaufen sollen/können, wäre es doch sinnvoll, gleich die Lösungen mitzuliefern. Oder getraut man sich das nicht? Sind diese nicht veröffentlichungsfähig? Warum den Verlagen die Arbeit unnötig schwer machen? Warum Häppchen und nicht das ganze Mahl?)

Letztlich verschanzt sich das Kultusministerium hinter der anscheinend unüberwindbaren Mauer des Urheberrechts und der Fülle des zu bearbeitenden Materials.

Der Bildungswirt wird in einem weiteren Beitrag konkret zeigen, dass dieses „windige Mäuerchen“ leicht zu überspringen wäre, wenn man denn wollte. Der Bildungswirt wird richtungsweisenden Handlungsschritte aus solidarischem Bürger-Engagement für die junge Generation und deren Lernbedingungen unterbreiten. Er verzichtet vorab auf jedes Beratungshonarar, was ihm normalerweise das HKM zahlen müßte. Die „Abiturfrage“ ist insgesamt zu wichtig und bedarf einer sinnvollen Lösung.

Dies ist alles unabhängig davon, wer in Wiesbaden regiert. Der Appell geht deshalb vor der Ypsilanti-Koch-Abstimmung am 04. November an alle fünf Parteien im hessischen Landtag, sich endlich im Interesse der Schüler, Eltern und Lehrer zu engagieren. Auch in Wiesbaden zieht bald wieder mehr Ruhe und Gelassenheit ein, damit wieder etwas für die Bürgerinnen und Bürger gearbeitet werden kann. Zudem wäre es wünschenswert, wenn sich in Hessen die großen Medien wie FAZ, FR und HR dieser Abiturproblematik annehmen würden. Die Hoffnung bleibt …

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Generation Praxisschock – Lehrerbeobachtungen

1. November 2008 · von Leo · Keine Kommentare

Generation Praxisschock – Lehrerbeobachtungen

In der FR vom 27.10.08 beklagt ein gerade pensionierter Lehrer den in neuerer Zeit zunehmend schwelenden Generationenkonflikt innerhalb der Lehrerschaft.
In der Tat werden Junglehrer/innen zunehmend komplexer, theoretischer und damit wirklichkeitsferner ausgebildet. Dies wiederum befördert alle Varianten des vielzitierten Praxisschocks. Nicht mehr das ja schon während der Ausbildung immer wieder trainierte „Auftreten vor der Klasse“ macht Neulingen zunehmend zu schaffen, sondern der Wegfall eines bisher sorgsam gehegten Schonraumes gerade innerhalb einer latent missgünstigen Kollegenschaft.
Während die bis zum 2. Examen allenfalls vorsichtig geäußerte Kritik an diesem oder jenem neuen, wirklich unfähigen Referendar oft gar nicht bei dem Betreffenden ankam, prasselt bei der ersten richtigen Arbeitsstelle nunmehr der geballte Zorn der Platzhirsche auf die Neulinge nieder: autoritär im Unterricht, konservativ-unpolitisch, obrigkeitshörig. Wichtigtuer, Schaumschläger, Egomanen, Menschenverachter und was die Junglehrerschelte so alles sonst noch mit sich bringen mag.
Dabei ist alles viel einfacher: Nicht weil sie angeblich faul sind oder zu viel Freizeit haben, gelten ältere Lehrer inzwischen zunehmend als gesellschaftlich inkompatibel. Nein, das ideologische, autistische und wenig alltagstaugliche Gehabe einer womöglich 1977 und/oder 1990 auch noch schwer traumatisierten Generation von Berufsbeamten ist es, was den meisten Nicht-Lehrern seit langem auf alle guten Geister geht. Diese unsere Abneigung überträgt sich sodann schnell auch auf alle möglichen Neulinge, die sich partout keine mitgebrachten Hörnchen abstoßen wollen.. Ja, liebe „Generation Hornochsen“, auch bei euch glänzt nicht alles, was goldig sein soll: BauchBartGlatze statt BauchBeinePo, damit geht s doch schon los. Die Rotweinflasche bei Sonnenaufgang, Kettenraucher auf dem Schulgelände, Klamotten aus der Altkleidersammlung, der ewige Volvo-Diesel-Stinker oder das Uralt-Wohnmobil mit 15l Durchschnittsverbrauch auf dem Lehrerparkplatz – tolle Vorbilder für unsere lieben Kleinen. Der Lederwesten-Opa hat euch alle gleich lieb, bis zuletzt, das ist wohl wahr.
Nun, die nachrückenden Junglehrer danken also pflichtschuldigst namens sämtlicher Bildungsstudien und sämtlicher Steuerzahler (auch der inzwischen pensionierten) für die erbrachte, nur ganz leicht schieftürmige Dienstleistung der seit den Siebzigern erfolgreich implementierten Bildungsbürokratie – DANKE, DANKE, DANKE.

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Profi-Englisch für Kinder – kostenfrei!

31. Oktober 2008 · von Miller · Keine Kommentare

Profi-Englisch für Kinder – kostenfrei!

Man könnte auch sagen: Just for fun and play and learn.

Wo gibt es so etwas? Selbstverständlich im Internet.

Die Profis von British Council (British Council is the United Kingdom’s international organisation for educational opportunities and cultural relations) bieten ein differenziertes Panorama an Möglichkeiten die englische Sprache zu lernen. Von Kinderliedern zum Anhören und Ausdrucken bis hin zu einer Palette von Online-Spielen, Animationen, Quiz und einem großen Themenspektrum mit interessanten Fragestellungen. Keine Abzocke, sondern einfach guten und kostenfreien Service.

Zur Illustration eine kleine Auswahl:

1. Are you ready for the dinosaur challenge?

2. Insect world: 90% of the world’s animals are insects. You can find them everywhere – in your garden, in ponds, in rainforests, and even in the desert.

3. How much do you know about music? Try a quiz and see how well the animal band plays!

4. Print and do: Harry Potter or Winnie the Witch? Try this quiz about famous witches and wizards.

5. How many Olympic sports do you know?

6. The bookworm is really hungry. He needs to eat some letters.

Näheres unter:

http://www.britishcouncil.org/kids-games-fun.htm

Sehr zu empfehlen für Kinder von 5 bis 12 Jahren; selbstverständlich für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher. Frage: Schöpft z.B. die Schule solche professionellen Angebote aus? Ein Austausch von Erfahrungsberichten aus Schulen und Kindergärten wäre sinnvoll, meint der Bildungswirt.

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Wladimir Kaminer – Autorschaft & Vaterschaft

10. Oktober 2008 · von frankmackay · Keine Kommentare

Wladimir Kaminer – Autorschaft & Vaterschaft

In „Salve Papa“ geht es in vielen Geschichten um die Schule. Wie finden Sie das deutsche Schulsystem?

Wladimir: Die Geschichten sind auf der einen Seite natürlich komisch, auf der anderen Seite war es für mich eine ernsthafte Entdeckung. Nicole hat ihr erstes Schuljahr auf dem Gymnasium mit einem Anti-Mobbing-Projekt begonnen. Ich habe ihren Lehrer gefragt, wieso, die kennen sich doch alle untereinander noch gar nicht. Das helfe später, sagt er, wenn sie sich kennenlernen. Ein Anti-Mobbing-Projekt mit einander Fremden, das ist im Grunde genommen eine visionäre Art zu unterrichten, die ich sehr unterstütze.

aus FAZ – 4.10.2008 – Papa schreibt das so oder so auf

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Bildungswirt zelebrierte ein öffentliche Lesung im Odyssee Kult: „Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkrüppel“

1. Oktober 2008 · von frankmackay · Keine Kommentare

Bildungswirt zelebrierte ein öffentliche Lesung im Odyssee Kult: „Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkrüppel“

In der gut besuchten Kneipe im Frankfurter Nordend stellte der Bildungswirt – alias Dr. Michael Miller – am Samstagabend sein bildungspolitisches Buch vor:Lob der pädagogisch-gastronomischen Vernunft. Alle reden von Schule – was ist zu tun? Ansichten eines Kneipenbesitzers.
Zum Einstieg entfachte er ein buntes Feuerwerk aus Helmut Kohl, der Matrix-Trilogie (blaue und rote Pille), Goethe, Schiller und Medea, bevor er dann in mehr geordneten Bahnen zur Analyse des schulpolitischen Waterloo kam: „rasender Stillstand bei eingebildeter Beweglichkeit“.

Neben Leseproben sprach Miller immer wieder frei, bildreich erläuternd zu „von der kindlichen Neugier zum gelangweilten Schüler“, vom „Lernen als Konstruktionen im Kopf und Vorfreude im Leib“ bis hin zur Notwendigkeit von „Bildungsstandards für Lehrer“. Das Personal in der Schule sei der entscheidende Faktor, um qualitativ hochwertige Lernprozesse zu initiieren und Lernerfolge zu garantieren. Er schrieb den Lehrern ins Stammbuch, „dass der Mensch ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkrüppel sei“ und dass mit der „Individualität eines jeden Schülers“ behutsam umgegangen werden muss. „Wichtigen Bildungsfragen nachspüren“ heißt bei ihm auch, „das Ohr am Puls der Kneipenkommunikation zu haben.“ Der gehobene Stammtisch sei besser als sein Ruf und „politische Entscheidungen werden oft genug im kleinen Kreis in der Kneipe gefällt“. Er geißelte die ineffiziente Instruktionspädagogik, die Mythen und Legenden der Unterrichtsoptimierung und rief zu vielfältigen Lernkulturen auf. Das Prüfungswesen, z.B. das Landesabitur mit angestrebt hochwertigem Kompetenzprofil müsste neu bedacht werden. Das Publikum hatte genügend zu lachen und zu schmunzeln, insbesondere als die hohe Kunst des Bedenkentragens der Bürokraten plastisch zur Sprache kam. Insgesamt ein kurzweiliger, runder Abend und das bei einem eher trockenen Thema wie Schulpolitik. Abschließend zitierte Miller die weise Meinung von Jean Paul: „Was alles Böses gegen das Bier bei Philosophen gesagt wird, gilt nicht bei mir.“ Kleine Grüppchen diskutierten noch bis Mitternacht.

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