- Alles Jahre wieder muss das Rad nicht neu erfunden werden….
> Was ist guter Unterricht?
> Was sind reflektierte Aufgabentypen?
> Was ist ein guter Lehrer?
> Selbstreflexionen eines guten Lehrers?
Lehrerrollen zwischen Erwartungen und Visionen
Der gute Lehrer beherrscht mehrere professionelle Rollen: Er ist immer mal wieder Moderator und Entertainer, der angenehme Atmosphären schafft. Einfaches Kriterium: Wenn es in einem Unterricht über längere Zeit nichts zu lachen gibt, läuft etwas total falsch! Die dicke Luft ist dann buchstäblich zu riechen. Vergessen wird in der Schule all zu oft: Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkrüppel. Der gute Lehrer ist jedoch kein beliebig vielfältiger Rollenträger, sozusagen der pädagogische Super-Klon, nein, auch er ist ein emotionales Wesen, das sich vorwiegend authentisch zeigt …mehr dazu hier:
Das Vergnügen mit der pädagogisch-gastronomischen Vernunft
Es ist ein Vergnügen, dieses Büchlein zu lesen. Sprachlich auf hohem Niveau und dennoch gut verständlich beschäftigt sich Lob der pädagogisch-gastronomischen Vernunft mit den „heißen Eisen“ der Bildungspolitik und lässt nichts aus: Schüler, Lehrer, neue Lernkulturen, Schulreform, Bürokratie und buntes Stimmengewirr. Aber nicht nur Kritisches wird geliefert, auch Alternativen bis hin zu praktischen Tipps werden formuliert. Besonders amüsant ist der ständige Szenenwechsel, vom Bildungsgeschehen zur Kneipe als eine der bedeutendsten sozialen und kulturellen Institutionen des gesellschaftlichen Lebens und zurück. Kneipe als Ort, von dem Schule lernen kann, verblüffend und doch immer nachvollziehbar.
Michael Miller, Lehrer, Erwachsenenbildner, Kneipenbesitzer, Musiker, Blogger, IQ-Mitarbeiter und Schulbuchautor gibt mit dieser 185 Seiten zählenden Schrift den Lesenden Mehrfaches: vergnügliches Lesen und zum Nachdenken Anregendes, Kritik und Lösungsansätze und letztlich – zumindest mir – einen etwas anderen Zugang zum Bildungsgeschehen. ISBN 978-3-837-05476-7. (DS),
Drei Gitarrenzauberer sind am 20. und 21. November in Frankfurt zu Gast. Sie nennen sich Trio Balkan Strings.
Hier zwei Kostproben:
Das Trio, Zoran Starcevic & Söhne: Nikola und Zeljko, die Gitarrenfamilie aus Belgrad, spielt eine eigenständige und unverwechselbare Instrumental-Musik, eine Fusion vieler Balkan-Elemente: Serbisch, Gypsy, Mazedonisch, Rumänisch, Moldauisch, Bulgarisch, Ungarisch, Mittelmeer, Griechisch, Oriental … darunter auch Jazz-Improvisationen und klassischer Elemente. Das Ergebnis ist eine originelle und unkonventionelle, frische und spontane Musik, die voller Energie und Freude am Spiel vorgetragen wird.
Das Trio hat an zahlreichen Festivals und Konzerte in den USA (Boston, New York, Chicago, Portland, Washington, Charlotte, Greensboro …), in Kanada (Toronto, Vancouver …), Italien, Polen, Ungarn, der Türkei, Russland, Moldawien, Slowenien, Serbien, Montenegro, Bosnien eine grosse Fangemeinde gewonnen. .Sie gaben Meisterkurse und Lehrkonzerte für klassische und Jazz-Gitarre für Studenten in Europa und in den USA.
Das international bekannte Trio ist LIVE im Odyssee zu sehen und zu hören – das kulturelle Highlight im Frankfurter Nordend! Kultur geht mit gehobener Gastronomie Hand in Hand. Dem Odyssee-Team ist dieser ausgewöhnliche Wurf gelungen.
Samstag, 20. November ab 20 Uhr
Sonntag, 21.November, ab 20 Uhr - Zusatzkonzert
Weberstraße 77
Tel. 069-90500995
Karten kosten 15 Euro. Reservierung dringend empfohlen, da jetzt schon zahlreiche Buchungen vorliegen.
oder von Yogis lernen – schon vor 70 Jahren gefilmt!
Sommerpause – Kreativzeit!
Ohne Entspannung - keine Anspannung, ohne Erholung - keine Kraft, ohne Ruhe - keine Bewegung.
Auch die französische Revolution (14. Juli 1789) kam nicht über Nacht! Und auf den Tag nach 221 Jahren erscheint einiges in anderem Licht. Sommerpause – Reflexionszeit!
Herausforderungen annehmen – auf allen Ebenen - heißt es in den Werbebroschüren der Bildungspolitik. Ressourcen effizient einsetzen, Synergieeffekte erzielen, Unterricht verbessern. “Bildung geht weiter”.
Machen wir es uns aber nicht vorzeitig zu gemütlich. Lernen wir von Yogis und Hai-Fischern…
Bildung heißt im Kern eigene Urteilsfähigkeit entwickeln.
Und das in der Schule? In der gymnasialen Oberstufe, in der Berufsschule, in der Gesamtschule?
Prüfe selbst die drei Videos:
Was ist die Botschaft? Erkennbare Thesen, Argumente? Welcher Ideologiebegriff wird verwendet? Gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Marxschen Ideen und der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise?
Zündende Ideen, Konzepte, Voodoo, Motivationsstrategien & Praxis-Power
Musikalisch gewendet etwa so:
Dagegen ist die hessische Bildungspolitik eher auf dem Niveau von Hänsel & Gretel, Fuchs & Has’ oder Heino und seiner schwarzbrauen Haselnuss.
Die auserkorenen, von der Regierung selbst ernannten zwei Vorzeigeprojekte “Selbständige Schule” und neue Wege der Unterrichtsverbesserung durch moderne “Bildungsstandards” und neue Lehrerbildung dümpeln vor sich hin, werden im pädagogischen Feld inzwischen eher milde belächelt. Einem fundierten didaktischen Diskurs stellen sich die Verantwortlichen erst gar nicht. Die neuen Bildungsstandards mit sog. Kerncurricula (Primarsatufe und Sekundarstufe I, für Sek.II liegt noch nichts vor) werden keinen spürbar erfolgreichen Beitrag zur Unterrichtsverbesserung leisten. Gut gemeint und doch daneben. 50 Seiten und mehr pro Fach, überschwengliche Wolkenformulierungen, kaum neue didaktisch-methodische Erkenntnisse. Schmuckstücke in Schulordnern, abgeheftet unter “unbestimmte Wiedervorlage”.
Insgesamt: Man verwechselt didaktische Kommunikation mit Anordnung, verkennt den Kern von Bildung als Angebot. Man bläht zudem die umstrittene Schulinspektion systematisch auf und schmilzt die Lehrerfortbildung weiter ab bzw. verkauft halbtägige sog. Info- und Jubelveranstaltungen als Lehrerfortbildung.
Die Selbständige Schule ist in der jetzigen Form ein unbeholfener Werbegag. Von “Freiheit und Verantwortung” (eine gern strapazierte Formel) für die Akteure vor Ort kann ernsthaft nicht die Rede sein. Nennenswert größere Protestformen gegen diese “Reformprojekte” blieben bisher aus. Das wird von der Regierung fälschlicherweise als halbe, im Überschwang als ganze Zustimmung gedeutet. Ein fataler Irrtum. Rückzug aus verstärktem Engagement, Resignation und innere Emigration sind deutlich verbreiteter als direkt sichtbar.
Vor lauter Dokumentation, Evaluation und Inspektion geht jegliche Lernfreude, Improvisation und Kreativität in der Schule verloren. Improvisationskurse für Ministerialbeamte könnten vielleicht Abhilfe schaffen – obwohl, wenn ich mir’s so recht überlege …
Genießen Sie besser den Song von Heinrich von Kalnein.
(Meine erste Saxophonstunde hatte ich bei ihm im Garten einer liebenswerten Freundin.
Zum Glück wird diese subjektive Mitteilung nicht in statistischem Datenmüll erfasst, obwohl, wenn ich mir’s so recht überlege… Die Befürworter der Vorratsdatenspeicherung mit dem neurotischen Kontrollwahn sitzen in vielen bürokratischen Sesseln, selbst geblendet von der Herrschaft der Zahlen, immer gierig nach neuem Rastern und Tabellen)