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PISA und Bildungsgipfel 2008

18. November 2008 · von Miller · Keine Kommentare

PISA und Bildungsgipfel 2008

Vom nationalen Bildungsgipfel blieb der Wipfel und dann die himmlische Ruh‘. War da was?

Von PISA? Ach ja, früher mal etwas Aufregung, heute Routine, ein paar garantierte Arbeitsplätze für empirisch arbeitende Wisenschaftler , Lebensstellungen mit kleinem Medienecho, echo, echo, ech, e, äääh – war da was? Ach ja, Sachsen, der diesjährige Sieger mit kleinen Klassen und zweigliedrigem Schulsystem. Interessiert das in Bayern? Wer sich als Chronist versteht, kann ja ein bißchen im Blätterwald lesen oder sich alternativ ein Video zu ‚dancing and fun‘ junger Leute anschauen.

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Bildungsgipfel: Über allen Wipfeln ist Ruh‘

22. Oktober 2008 · von Miller · 1 Kommentar

Bildungsgipfel: Über allen Wipfeln ist Ruh‘

Der Bildungsgipfel zerfließt…

Bildungsgipfel-Bildungsgipf-Bildung-Bild-Bi-B. War da was?

PS. Aus dem Off schallt’s noch durchs Web: Merkel nicht vergessen, in Gipfeln und Wipfeln…

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22.Okt.:Nationale Bildungsgipfler und Gedächtnis

22. Oktober 2008 · von Miller · Keine Kommentare

22.Okt.:Nationale Bildungsgipfler und Gedächtnis

Altbundeskanzler Helmut Kohl meinte schon 1997:

“Die reaktionärste Einrichtung der Bundesrepublik ist die Kultusministerkonferenz; im Vergleich dazu ist der Vatikan noch weltoffen.”

Wer hat inzwischen Helmut Kohl widerlegt? Der ‚Dicke‘ mit dem leicht buddhistischen Lächeln wurde desöfteren schon unterschätzt und hatte zum Schluss Recht behalten. Denn zum Schluss ist entscheidend, „was hinten rauskommt.“(H.Kohl)

Wer ständig das Förderalismusprinzip in Deutschland betont und die “Zuständigkeitsfrage” anmahnt, soll auch endlich mit dem Wettbewerb der Länder um die beste Bildungspolitik beginnen (und eben keine Gremiendeals einer privilegienvergebenden Hinterzimmerpolitik fördern). Die Länder müssen aus den Startlöchern. Wo ist die Prioritätenliste der finanziell neu anzuschiebenden länderspezifischen Projekte? Wo ist die Prioritätenliste der kostenneutralen Reformvorhaben? Welche KMK-Zöpfe werden abgeschnitten? Welche Abiturschrullen verschwinden? Wo ist der Aufbruch in die „selbstverantwortliche Schule“? Welche dezidierte Position hat z.B. Hessen?

Erinnern sollte man sich bisweilen an den österreichischen Querdenker Gerhard Amanshauser (vom kleinen Nachbarn lernen?):

„Wer dem Prokrustesbett nicht angemessen ist, dem müssen Glieder entweder abgehackt oder auseinandergezerrt werden. So muss jede primitive, mit maßlosen Ansprüchen verbundene Messung verstümmelnd wirken. Heute sind primitive Messungen so weit verbreitet und so sehr in den Alttag abgesunken, dass meist auch jene Geisteswissenschaftler, die ihre Reservate vor Mathematik schüzen wollen, im alltäglichen Leben ganz naiv auf solche Messungen hereinfallen. Die geistigen Reservate sind eben Chimären, und ihre Verteidiger taumeln längst als Verstümmelte durch den Alltag.“

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Alternativer Bildungsgipfel – Wo sind die Alternativen?

16. Oktober 2008 · von frankmackay · Keine Kommentare

Alternativer Bildungsgipfel – Wo sind die Alternativen?

Die Veranstalter fordern von der Bundesregierung und den Länderparlamenten:

1. den kostenfreien Besuch aller Bildungsinstitutionen – die sofortige Abschaffung von Kitagebühren, der (Zu)zahlung für Schulbücher und Verpflegung an Schulen sowie von Studiengebühren, Studienkonten und anderer Entgelte, Beiträge oder Gebühren für Aus- und Weiterbildung.

2. eine bedarfsgerechte und von den Eltern unabhängige Finanzierung von Studium, Schulbesuch und Ausbildung.

3. bundesweit allgemein verbindliche tarifliche sowie personalvertretungsrechtliche Beschäftigungsstandards

4. das Recht auf paritätische Mitbestimmung und eine freie Meinungsäußerung ohne Angst vor Zensur, Kriminalisierung oder Kündigung.

Reclaim your Brain – für öffentliche und (kosten-)freie Bildung

Gemeinsam den Gipfel gestalten – Bildet euch und bildet andere !

Link: http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index.php/Alternativer_bildungsgipfel_2008

Alles prima Klima. Nur wo bleiben die konkreten Vorschläge zur Finanzierung und zu zukunftsweisenden Lernkulturen? Was heißt „bedarfsgerecht“? Welche konkrete Qualität haben die „Beschäftigungsstandards“? „Freie Meinungsäußerung“ – längst gesichert, Art.5 Grundgesetz; der Rest ist Kampf um Durchsetzung, Kampf um Definitionsmacht, da wird einem auch in der Demokratie nichts geschenkt. Angst ist da ein schlechter Ratgeber. „Kostenfreie Bildung“? Welche Qualität, welche Prüfkriterien, welcher Bildungsbegriff? Fragen über Fragen, wo bleiben die Antworten?

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Nationaler Bildungsgipfel – Milliardenforderungen!

26. August 2008 · von Miller · 1 Kommentar

Nationaler Bildungsgipfel – Milliardenforderungen!

Der Berliner Tagesspiegel freut sich über eine griffige Headline:
„ Zöllner will zehn Milliarden mehr für Bildung“
Die Akteure des nationalen Bildungsgipfels am 22. Oktober positionieren sich, stecken ihr Terrain ab und tragen z.B. als Kultusminister eines Bundeslands Milliarden-Forderungen an den Bund ran.
Der Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner versucht als einer der ersten im “Tagesspiegel” Klartext zu sprechen. Ich will das kommentierend etwas systematisieren:

1. “Der Bildungsgipfel ist der Glaubwürdigkeitstest für die Bundeskanzlerin”, meint Zöllner. Recht hat er; nur vergisst er, dass dies für die Landesfürsten ebenso gilt. ”Sonntagsreden sind genug gehalten”, meint er. Stimmt, aber auch von vielen Ministerpräsidenten und Kultusministern. Nur mal locker in die Runde „5 bis 10 Milliarden“ (Zöllner) zu fordern ohne konkrete Anbindung an exakt ausgewiesene Inhalte / Forderungen ist allerdings unprofessionell (wo bleibt ein nachprüfbarer Finanzierungs- und Zeitplan für konkrete Projekte wie z.B. frühkindliche Musikförderung, Spracherziehung, Sportförderung, Medieninitiative in der Realschule, neue Lehrerausbildung, Ausbau der Ganztagsschulen, sukzessive Steigerung der Abiturientenquote auf 75% bis 2020, Reduktion der studentischen Abbrecherquote an Unis und Fachhochschulen um 50% bis 2013 etc.). Die Forderung, 5 bis 10 Milliarden so mal unreflektiert in den öffentlichen Raum gestellt, grenzt an rhetorisches Blendwerk; als ob 5 Milliarden Differenz in der Bildungspolitik nicht Welten bewegen könnten. Stellen wir uns nur vor, dass der Bildungsgipfel tatsächlich 5 Milliarden ausschließlich für ein ehrgeiziges Großprojekt 2009-2013 beschlösse: „20% ige Steigerung der hermeneutischen Kompetenz in Verbindung mit Internetkompetenz“ für die Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klasse aller Schulformen. Dazu ein Eliteprojekt mit 5000 Oberstufenschülerinnen und –schülern, das als Referenzprojekt und Meilenstein zukünftig für alle Schüler Richtlinie sein könnte. Bund und Länder ziehen an einem Strang. Zu schön, um wahr zu sein. Oder stellen wir uns vor: Bundesweit 50.000 neue Bewegungsassistenten verändern den Schulsport (täglich mindestens 1 Std. Bewegung und nicht 1 x pro Woche 2 Std.). Sie rücken der bedrohlich wachsenden Fettleibigkeit und der falschen Ernährung auf den Leib, motivieren Schüler ganz praktisch zur Übernahme von Selbstsorge, animieren zur Arbeit am eigenen SELBST! Sie kreieren zusammen mit den Schülern ein neues Bewegungsgefühl, eine neue Bewusstheit durch Bewegung!

2. Sprachförderung und Integrationspolitik: „Soll der Bund doch zeigen, was er kann!“, sagte Zöllner. Stimmt schon wieder. Dann müssen die Länder aber auch die Effizienz ihrer Bildungspolitik und die Ausgestaltung ihrer Reformvorschläge auf den Prüfstand stellen, z.B. auch die Effizienz ihres “Vermittlerorgans”, die KMK. Altbundeskanzler Helmut Kohl meinte schon 1997: “Die reaktionärste Einrichtung der Bundesrepublik ist die Kultusministerkonferenz; im Vergleich dazu ist der Vatikan noch weltoffen.” Wer ständig das Förderalismusprinzip in Deutschland betont und die “Zuständigkeitsfrage” anmahnt, soll auch endlich mit dem Wettbewerb der Länder um die beste Bildungspolitik beginnen (und eben keine Gremiendeals einer privilegienvergebenden Hinterzimmerpolitik fördern).

3. Zöllner fordert den Bund zu mehr Engagement auf: „Wo sind die Weiterbildungs-Konzepte des Bundes?“ Recht hat er, der Bund hat eher etwas von einem lahmen Esel als von einem kreativen Innovationszentrum (Wären Google und Microsoft so vorgegangen, würden sie immer noch in der Garage sitzen und Bedenken prüfen). Fakt ist, dass entgegen der Weiterbildungsrhetorik und der ständigen Betonung der Wichtigkeit, die realen Ausgaben in den letzten 10 Jahren gesunken sind. Das gilt sowohl für die öffentlich geförderte als auch für die private Weiterbildung. (Hier sollten die Akteure den jüngst vorgelegten Bildungsbericht 2008 genau lesen! Die Faktenlage ist eindeutig!)

4. Zöllner fordert des Weiteren einen „Bildungs-TÜV“, indem jedes Gesetz und jede staatliche Investition überprüft werden, ob sie dem Ziel einer Bildungsreform genügen. Hört sich oberflächlich gut an ; der alte Lenin winkt aus dem Grab: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Und das Krebsgeschwür der Bürokratie freut sich, die Aktendeckel wachsen….Ob das der richtige Weg ist? Sollte nicht endlich Geld und Zuständigkeit unbürokratisch an die seit 10 Jahren vielbeschworene „Selbstverantwortliche Schule“ fließen? Kein Brosamen, sondern tatsächlich verfügbare zweckgebundene Finanzmittel, die die Schule für ihren pädagogischen Gestaltungsprozess einsetzen können. Eine Vertrauenskultur entwickeln heißt hier auch Entscheidungen der Schulen vor Ort zu akzeptieren, die nicht unbedingt jedem Ministerialbeamten passen. Zusätzlich bedarf es der Schaffung von Konkurrenzinstituten der schulischen Qualitätsentwicklung, die mit den Schulen zusammenarbeiten. Ein Landesinstitut pro Bundesland, bestückt mit Landesbeamten, ist zu schwach und nicht kreativ genug wirklich neue Lernwelten zu entwickeln, um den komplexen internationalen Anforderungen zu genügen.

5. Last but not least: Die Bereitschaft zu einer Grundgesetzänderung (Artikel 115 GG) kann zum Lackmustest für das Gelingen einer Bildungsreform werden. Da hat Zöllner einfach Recht! Neue Verschuldungskriterien sind zu definieren, damit Bildungspolitik nicht gegen Straßenbau ausgespielt werden kann. Freuen wir uns auf den nationalen Bildungsgipfel am 22.10. und hören gespannt darauf, “was hinten raus kommt” (Helmut Kohl).

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Bundeskanzlerin:Aus der Tiefe des Erkenntnis-Raums (3)

16. August 2008 · von Miller · Keine Kommentare

Bundeskanzlerin:Aus der Tiefe des Erkenntnis-Raums (3)

Die Bundeskanzlerin verbreitet einfach grenzenlosen Fortschritt:

"Liebe Vertreter der Wirtschaft, achten Sie darauf, dass auch an der Spitze die Spielregeln des Gemeinwesens eingehalten werden. Achten Sie untereinander streng darauf. Sehen Sie sich auf die Finger. Jeder verantwortungslose Kollege aus Ihren Kreisen gefährdet die Grundlage unseres freiheitlichen Gemeinwesens. Jeder verantwortungsbewusste Kollege aus Ihren Kreisen stärkt die Grundlage unseres freiheitlichen Gemeinwesens und macht damit deutlich, dass es sich für die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihrer Betriebe lohnt, an einen entscheidenden Grundsatz zu glauben: Soziale Marktwirtschaft – das ist niemals das Bündnis der Schwächeren gegen die Starken, wie es manche Diskussion heute glauben machen will; es ist immer das Bündnis der Starken mit den Schwächeren. So ist es das Bündnis gelebter Werte.

Meine Damen und Herren, nur aus Werten entstehen langfristig neue Werte. Wir haben heute 1,6 Millionen Arbeitslose weniger als vor drei Jahren. Wir haben die höchste Beschäftigtenzahl seit der Wiedervereinigung. Und wir sind wieder Exportweltmeister geworden, zum Beispiel bei Umwelttechnologien, im Maschinenbau und in der Automobilindustrie. Unser Land, die Menschen in Deutschland – sie verkörpern eine der erfolgreichsten und stabilsten Volkswirtschaften und Demokratien der Erde. Wir dürfen uns ruhig einmal alle gemeinsam daran erfreuen.

Ludwig Erhard sagte selbst in schwerster Zeit – ich zitiere: "Es wird besser. Es wird von Tag zu Tag immer besser." Das scheint mir auch heute ungewöhnlich aktuell zu sein. Dabei hat sich gezeigt: Anstrengungen lohnen sich, auch wenn Veränderungen zuerst unpopulär sind. Aus mehr Beschäftigung sind für uns alle mehr Spielräume erwachsen – für Abgabensenkung ebenso wie für den Abbau von Schulden, für den Weg zu einem Wirtschaften also, das nicht mehr auf Kosten kommender Generationen lebt." (…)

(Rede von Bundeskanzlerin Merkel auf der Festveranstaltung „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft“
Do, 12.06.2008, gehalten in Berlin – Auszug)

Freuen wir uns ruhig einmal, erinnern wir mit der Bundekanzlerin die verantwortunglosen Kollegen an ihre Verpflichtungen, erklären wir den Dumpfbacken die soziale Marktwirtschaft und leben wir die demokratischen Werte. Es wird von Tag zu Tag immer besser. Aufgeklärt erklimmen wir so den Bildungsgipfel … – der 22. Oktober in Berlin winkt uns optimistisch zu.

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Pädagogen auf Leitbildsuche? – HR2 aktuell

6. August 2008 · von Miller · Keine Kommentare

Pädagogen auf Leitbildsuche? – HR2 aktuell

Lehrer als Führungskräfte?
Der Hessische Rundfunk greift eine alte/neue Debatte zum Selbstverständnis des Lehrerberufs auf, verdeutlicht kontroverse Meinungen, Einschätzungen und strategische Ausrichtungen.

HR2 - Homepage vom 5.8.20008

MP3-Download beim Hessischen Rundfunk hier… (Dauer: 14:20 min., Autorin: Birgitta M. Schulte, Datum: 05.08.2008 – die Sendung lohnt sich!).Radio:
Lehrer als Führungskräfte? Pädagogen auf Leitbildsuche

Zu Wort kommen in der Podcast-Sendung Schüler, Lehrer, Schulleitungen und hessische Qualitätsentwickler. Der Bildungswirt ist mit von der Partie.

Ausgangspunkt der Debatte ist eine von den Arbeitgeberverbänden (BDA und BDI) entwickelte Position aus dem Jahre 2001: „Wir brauchen ein Lehrerleitbild, das in neuer Weise die Lehrer als Führungskräfte in der Schule sieht, auf die Optimierung von Teamarbeit, Kommunikation und Beratung im Lehrerkollegium zielt, die Lehrer als mitverantwortliche Träger der Schulentwicklung, Qualitätssicherung und –verbesserung sieht und sie vom weisungsgebundenen ‚Untergebenen‘ zum aktiven Teilhaber am ‚Unternehmen’ Schule macht.“

Zu fragen ist, ob sich eine neue „Führungs-Debatte“ – die „Führungskraft Lehrer 2015″ – mit den Zielen und Praxis einer modernen Pädagogik verträgt oder konfliktschwer zur Semantik von Mündigkeit, Mitbestimmung, Freiheit, Toleranz und Demokratie steht.

Bereits am 11. August 2007 fragte der HR: „Welche Lehrer braucht das Land?
Verbirgt sich dahinter die Frage nach überfälligen Bildungsstandards für Lehrer?
Spannende Diskussionen stehen uns ins Haus und weisen den Weg zum nationalen Bildungsgipfel. „Ich bin dann mal weg.“ Auf dem Jakobsweg zur Besinnung, zum Bildungsgipfel!

Morgen: Was der Bildungswirt im HR-Interview noch sagte …

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Aus der Tiefe des Erkenntnis-Raums (2)

5. Juli 2008 · von Miller · Keine Kommentare

Aus der Tiefe des Erkenntnis-Raums (2)

Die Bundeskanzlerin erkennt die Zeichen der Zeit:

" Aus allen Talenten, die wir haben, müssen wir etwas machen.
Und so führen uns diese Überlegungen zu dem für Einstieg und Aufstieg aus meiner Sicht entscheidenden, dem zentralen Stichwort unserer Zeit: Bildung. Ich sage es in einem Satz: Wir müssen die Bildungsrepublik Deutschland werden . Das ist es, was unsere Zukunft für die nächsten Jahrzehnte sichert.

Jedes Kind braucht die beste Förderung. Lehrer ist einer der wichtigsten Berufe in der Gesellschaft. Wir müssen die Leistung der Lehrer ganz anders anerkennen. Eltern müssen die Zeit haben und auch dazu befähigt sein, ihre Kinder zu erziehen. Die Älteren haben viel weiterzugeben und die Jüngeren können davon reichlich profitieren. Unsere Hochschulen müssen Weltklasse sein und sie sind es zum Teil auch. Wir sind das Land der Ideen. Wir wollen das Land der Ideen bleiben und wir wollen, dass immer mehr Menschen mit exzellenten Ideen dazu beitragen können.

Ludwig Erhards große Verheißung in schwierigsten Zeiten hieß: Wohlstand für alle. Dabei wusste er, dass Wohlstand umfassend zu verstehen ist, also nicht nur als materieller Zustand. Denn unsere Zufriedenheit hängt von vielen anderen Dingen ab, die sich nicht in Euro und Cent beziffern lassen. Unseren so umfassend verstandenen Wohlstand weiter sichern zu wollen – den materiellen wie den immateriellen –, das heißt heute: Bildung für alle. Oder noch klarer: Wohlstand für alle heißt heute Bildung für alle." (…)

Die Bundeskanzlerin will ein Bad in der Menge nehmen und sich auf Bildungs-Pilgerfahrt begeben:

"Meine Damen und Herren, Wohlstand für alle heißt heute und morgen: Bildung für alle. Unser Land muss sich darauf in allen Bereichen vorbereiten. Ich selbst werde mich auch ganz persönlich dieser Sache annehmen, unter anderem mit einer Bildungsreise durch die Bildungsrepublik Deutschland – vom Kindergarten bis zur Seniorenfakultät, von der Berufsschule bis zu privaten Elterninitiativen, in Gesprächen mit Experten und Bürgern. Dies wird münden in einen nationalen Bildungsgipfel, den wir zusammen mit den Bundesländern im Oktober dieses Jahres durchführen wollen." (…)

(Rede von Bundeskanzlerin Merkel auf der Festveranstaltung „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft“
Do, 12.06.2008, gehalten in Berlin – Auszug)

Aufgeklärt erklimmen wir so den nationalen Bildungsgipfel …
Wer hätte das gedacht?

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