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Selbständige Schule – nichts ist unmöglich!

21. Juni 2010 · von Miller · 2 Kommentare

Selbständige Schule – nichts ist unmöglich!

Herausforderungen annehmen – auf allen Ebenen –  heißt es in den Werbebroschüren der Bildungspolitik. Ressourcen effizient einsetzen, Synergieeffekte erzielen, Unterricht verbessern. „Bildung geht weiter“.
Machen wir es uns aber nicht vorzeitig zu gemütlich. Lernen wir von Yogis und Hai-Fischern…

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Keine Angst vor der politischen Rede

16. Juni 2010 · von Miller · Keine Kommentare

Keine Angst vor der politischen Rede

„Wir pfeifen nicht nach ihrer Tanze“ …Politik ist Entertainement, wenn es gerade nicht um Lobbyismus und Interessensdurchsetzungen geht.Vernunft ist in der Welt, selten herrscht sie.
Sprache ist Manipulations- und Befreiungsinstrument zugleich. Sprache ist Spiegel der Welt. Sprache ist geronnene Erfahrung.
Die Sprache der Politik, ihre besondere Rhetorik ist immer eine Beschäftigung wert.

10 goldene Regeln für den professionellen Sprecher

Der neue Bericht  „Bildung in Deutschland 2010″, morgen mit Inbrust der neuen Erkenntnis im Auftrag der Bundesregierung vorgetragen, wird übermorgen die Zeitungen füllen, mal als Neuheit, mal als Kalauer.

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Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (3)

31. März 2010 · von frankmackay · 2 Kommentare

Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (3)

Manchmal sind die Dinge einfach und werden unnötig verkompliziert.
Was fehlt den politisch Verantwortlichen im Kultus- und Finanzministerium?
Die Antwort: der Blues; sie sind beim Gänsemarsch stehengeblieben. Das führt wiederum zu rhythmisch ungelenken Bewegungen, einer Reihe von Fehleinschätzungen und drübt weiter den Blick, denn viele fahren „auf  Sicht“, versteht sich,  stochern im Nebel oder verrenken sich Hals und Bein.

Zur Lockerung erst einmal etwas Gary Moore, Larry Carlton und Robben Ford:

Bildungsgipfel schmilzen dann schnell zu Bildungflachländern und enden in großen Bildungslöchern. Gestern erfuhr die Öffentlichkeit, dass Finanzminister Weimar (CDU) 45 Millionen im Schuletat und 30 Millionen im Hochschuletat streichen will. Bildungsinsider wissen das seit Wochen, strengste Geheimhaltung, versteht sich.

Keiner hat offensichtlich Herrn Weimar und Frau Henzler(FDP) bisher  gesagt, dass allein „Sitzenbleiben“ den Steuerzahler in Hessen jedes Jahr etwa 60 Millionen Euro kostet. Steckt darin nicht ein noch unausgeschöpftes Sparpotenzial?
Zusätzliche Steuerfahnder bringen etwa 200 Millionen mehr in die Kassen, insbesondere bei Steuerhinterziehung in großem Stil. Weimar und seine engsten Verbündeten hingegen bevorzugen  es lieber, die besten Mitarbeiter systematisch zu demotivieren oder sie gleich für „verrückt“ erklären zu lassen. Man will Steuerbetrug und Steuerflucht nicht aufklären, sondern aussitzen: man habe mal wieder nichts gewusst. Allein die Selbstanzeige eines hessichen Superreichen bringt 10 Millionen als erste Anzahlung in die Kasse. Der Mann hatte wohl kalte Füße bekommen.

Ohne Auszeit, Pause für Politiker, ohne einen Grundkurs Blues wird das nichts. Wer einen 12/8-Takt über vier Minuten spielen kann, wird sicher auch für einen Leistungskurs zugelassen. Ein Kursziel heißt: Keine Kürzungen in der Lehrerfortbildung – im Gegenteil – neue Lehrer und neue Lernkulturen braucht das Land. Spiel mir den Blues, Baby.

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Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (1)

9. März 2010 · von Miller · Keine Kommentare

Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (1)

Seit vielen Jahren wird über die Selbständige Schule geredet. Frei nach  Didi Hallervorden könnte man fragen: Ja, wo ist sie denn, wo laufen sie denn, die Selbständigen? Wo sind die Bordmittel, hat jemand mal ein Fernglas? Bildungspolitiker aller Fraktionen – seid ihr noch da?

Was entscheidend fehlt: Mut, Sachkenntnis und GROOVE. Ohne Begeisterung, ohne Leidenschaft –  keine Bildungsreform, die diesen Namen auch verdient.

Kleine, kostenfreie Nachhilfe durch Barbara T.:

Indes, ein neuer Bürokratentypus folgt gerne der erfolgreichen Leitlinie: hohe verbale Offenheit bei gleichzeitig ausgeprägter Handlungsstarre.

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Bildungsplanung, Datentäuscher und absurdes Theater

16. Dezember 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Bildungsplanung, Datentäuscher und absurdes Theater

oder der aktuelle Bildungsgipfel 2009
Seit der Bankenpleite schwirrt dem Bürger der Kopf, täglich mit neuen Meldungen aus dem Zocker-Casino. Da purzeln die Millionen, gar Milliarden, eben auch mal Billionen Euro nur so durch die Medien. Virtuelle Welt, reale Welt – keiner weiß es mehr so ganz genau im gigantischen Datensalat. Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast, ist inzwischen Gemeinplatz. Warum nicht auch in anderen politischen Handlungsfeldern? Ja, die Ausgaben für Bildung sollen steigen, meinen alle, auch die Parteien und heute sowieso! Neue Steuerpolitik? –  nein danke, wir wollen doch alle entlasten, den Haushalt sanieren und Rekordverschuldung generieren;  aber das spielt im Prinzip alles keine Rolle. Es geht voran im Land. Zahlen eben die Kinder der Kinder oder eben nicht. Politik ist Seiltänzerei, bei Absturz wird für Politiker der inzwischen bekannte Banken-Schirm aufgespannt. Man fällt weich.

Im Jahr 2008 hatten Bund und Länder vereinbart, bis 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Wert aller Waren und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft in Euro) in Bildung und Forschung zu investieren. Als grobe Prognose etwa 3 Billionen BIP, d.h. etwa 300 Milliarden für Bildung und Forschung. Keiner weiß, woher das Geld kommen soll, die Kassen sind leer. Im Jahr 2011 könnte man z.B. meinen: wir haben neu gerechnet und beraten und sind jetzt klüger geworden. Alles April, April oder: „Was kümmert uns unser Geschwätz von gestern“. Wir erfinden einfach die Datenbezugsgröße neu und lassen mal einige Kalkulationsprogramme heiß laufen, z.B. werden 4000 Millionen Pensionslasten für Beamte mal als Bildungsausgabe gebucht. Warum nicht? Oder wie wär’s mit mit fiktiven Unterbringungskosten für Hochschulen, Schulen und Kitas? Schätzen wir einfach einmal 10.000 Millionen. Könnte aber bei Bedarf nochmal um 3457 Millionen nach oben korrigert werden. Interessant wären doch auch die Einrechnung von Steuerentlastungen für Bildungsspenden – warum nicht? Fünf parallele Bund-Länder-Datentäuscher-Kommissionen werden weitere Bildungs-Kreativ-Vorschläge sammeln, analysieren, die Worte auf der Zunge prüfen und ins Medienmeer zur Erquickung des Volkes senden. Was sollte daran absurd sein? Alles wird „brutalstmöglichst“ aufgeklärt.

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Bildungsstreik – Bulimielernen – eine kleine Nachlese zum 17.11.2009

19. November 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Bildungsstreik – Bulimielernen – eine kleine Nachlese zum 17.11.2009

Demo-Stimmen und Statements:

Willkommen in der Bildungsfabrik

Bildung zu teuer? Was kostet Dummheit?

Wir brauchen dringend kleinere Klassen

Wir sehen unsere Freunde leiden. Die pauken jeden Tag bis abends und sind kaum noch zu sehen

Jeder Lehrer meint, sein Thema sei das Wichtigste

Bildung statt Burnout

Lebst du noch oder studierst du schon?

10 Jahre Bologna – Bolognese für alle!

Seit Bologna leiden wir unter dem Bulimielernen und Knockout-Prüfungen

Betreten der Uni verboten! Eltern zahlen für ihre Kinder!

Wir fordern die substanzielle Anerkennung der Arbeit der Lehrkräfte, mehr gut ausgebildete Lehrkräfte und eine Entlastung hier und heute. Vorgesehenen Langzeitarbeitskonten sind ein Hohn. Wer, wie CDU und FDP im Bund, auf 24 Milliarden Euro Steuereinnahmen verzichte, der dürfe im Land nicht sagen, es ist kein Geld da. (Jochen Nagel, GEW-Vorsitzender Hessen)

Wir arbeiten an einer stetigen Verbesserung der Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund habe ich kein Verständnis für den Lehrerstreik .Für das Schuljahr 2009/2010 seien 1000 Lehrerstellen zusätzlich geschaffen, die Eingangsklassen deutlich verkleinert und Ganztagsangebote ausgebaut worden. Eine Verringerung der Lehrverpflichtung sei angesichts der wirtschaftlichen und finanziellen Situation schlichtweg nicht zu finanzieren. (Hessische Kultusministerin Dorothea Henzler, FDP)

Sagt der eine Esel zum anderen: Hast du aber lange Ohren.
Studenten bräuchten klare Signale, dass es die verabredeten Korrekturen bei der neuen Studienstruktur gebe. Viele bildungspolitische Reden machten noch nicht gute Bildungs- und Wissenschaftspolitik. (Bundesbildungsministerin Annette Schavan, CDU)

Die Vorlesungssäle sind überfüllt, und das Geld wird in Marmorböden statt in Bibliotheken gesteckt.

Gegen Leistungsterror und Lernfabriken

Wir jagen von einer Veranstaltung zur nächsten, hier die Anwesenheitspflicht erfüllen, dort noch ein paar Leistungspunkte abgreifen. Immer an der Grenze zur Überdosis Stoff, immer ohne Zeit, sich ernsthaft mit etwas zu beschäftigen.

Statt Freiheit der Lehre gibt es an den Hochschulen vor allem Leistungsdruck, überquellende Lehrpläne und unübersichtliche Prüfungsordnungen.

Freiheit auch für Lernkaninchen

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Opium und Champagner für alle

17. Mai 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Opium und Champagner für alle

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Friedrich Schiller suchte den beglückenden Rausch. „Ich kann mich nicht mit mir selbst versöhnen“, stellte er fest und gab sich den Drogen hin, auch der ständigen Arbeitsdroge der Dichtung. Nicht nur die Ode an die Freude, auch Das Lied von der Glocke rauscht noch heute durch die Gassen. Oder ist doch schon alles verstummt?

Lutz Görner, der große Rezitator, die lyrische Stimme Deutschlands, bringt Schiller hautnah zum Klingen, entlockt ihm neue, bisher weitgehend unbekannte Seiten.
„Ich denke, es lohnt sich für Sie, denn wir müssen uns heutzutage noch einmal auf neue Weise diesem Schiller nähern, der anders als Goethe immer wieder missbraucht wurde und der diesen Missbrauch auf Grund seiner Werke teilweise auch zuließ.“ (Lutz Görner)
Ab 03. September beginnt in Jena seine große „Schillerreise“. Am 31.10.2009 ist er in Frankfurt. Weitere Auftritte hier

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Bildungsgipfel und Bildungsleere

16. März 2009 · von Miller · 5 Kommentare

Bildungsgipfel und Bildungsleere

Manchmal erinnert man sich gerne an alte Zeiten. Manche Artgenossen, sagen wir gutgläubige Menschen, meinen gar, dass man aus der Geschichte lernen könnte – die Bildung also voranschreite, es sogar zur Weiter-Bildung komme. Die weniger Gutgläubigen meinen eher: Es geht nicht um Bildung, sondern um  WEITER und WEITER oder die galoppierende Bildungsleere. Bei BildungspolitikerInnen weiß man noch nicht so genau, wohin sie gehören, was sie denn selbst ohne ihre Berater meinen.

Erinnern wir uns doch gemeinsam:

„Unerlaubtes Fehlen in der Schule sei  nicht erlaubt. “ (Sprecher eines Kultusministeriums 2008). Da springt einem doch die geballte Geisteskraft ins Auge….mehr dazu im Video:

Und als Blogger-Übung für Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen: Schreib‘ doch deinen Kommentar in den Blog oder dreh dein eigenes Video für die Blogosphäre.

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