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Einträge gespeichert als 'Unterricht'

Schule & Hochschule: Pädagogische Essenzen (1)

11. November 2011 · von Miller · Keine Kommentare

Schule & Hochschule: Pädagogische Essenzen (1)

 – Alles Jahre wieder muss das Rad nicht neu erfunden werden….

> Was ist guter Unterricht? 

> Was sind reflektierte Aufgabentypen? 

> Was ist ein guter Lehrer? 

> Selbstreflexionen eines guten Lehrers?

Lehrerrollen  zwischen Erwartungen und Visionen

Der gute Lehrer beherrscht mehrere professionelle Rollen: Er ist immer mal wieder Moderator und Entertainer, der angenehme Atmosphären schafft. Einfaches Kriterium: Wenn es in einem Unterricht über längere Zeit nichts zu lachen gibt, läuft etwas total falsch! Die dicke Luft ist dann buchstäblich zu riechen. Vergessen wird in der Schule all zu oft: Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkrüppel. Der gute Lehrer ist jedoch kein beliebig vielfältiger Rollenträger, sozusagen der pädagogische Super-Klon, nein, auch er ist ein emotionales Wesen, das sich vorwiegend authentisch zeigt …mehr dazu hier:

www.bildungswirt.de/2008/09/18/zehn-prufsteine-fur-einen-guten-unterricht-eine-alternative-zu-spickmich/

www.bildungswirt.de/2008/11/25/guter-unterricht-und-reflektierte-aufgabentypen/

www.freitag.de/community/blogs/bildungswirt/der-gute-lehrer–ein-phantom-1

www.freitag.de/community/blogs/bildungswirt/selbstreflexionen-eines-lehrers

 

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Selbständige Schule – nichts ist unmöglich!

21. Juni 2010 · von Miller · 2 Kommentare

Selbständige Schule – nichts ist unmöglich!

Herausforderungen annehmen – auf allen Ebenen –  heißt es in den Werbebroschüren der Bildungspolitik. Ressourcen effizient einsetzen, Synergieeffekte erzielen, Unterricht verbessern. „Bildung geht weiter“.
Machen wir es uns aber nicht vorzeitig zu gemütlich. Lernen wir von Yogis und Hai-Fischern…

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Tags: Bewusstsein · Bildung · Bildungsgipfel · Unterricht

Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (5)

3. Juni 2010 · von Miller · Keine Kommentare

Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (5)

Zündende Ideen, Konzepte, Voodoo, Motivationsstrategien & Praxis-Power
Musikalisch gewendet etwa so:

Dagegen ist die hessische Bildungspolitik eher auf dem Niveau von Hänsel & Gretel, Fuchs & Has‘ oder Heino und seiner schwarzbrauen Haselnuss.
Die auserkorenen, von der Regierung selbst ernannten zwei Vorzeigeprojekte „Selbständige Schule“ und neue Wege der Unterrichtsverbesserung durch moderne  „Bildungsstandards“ und neue Lehrerbildung dümpeln vor sich hin, werden im pädagogischen Feld inzwischen eher milde belächelt. Einem fundierten didaktischen Diskurs stellen sich die Verantwortlichen erst gar nicht. Die neuen Bildungsstandards mit sog. Kerncurricula (Primarsatufe und Sekundarstufe I, für Sek.II liegt noch nichts vor) werden keinen spürbar erfolgreichen Beitrag zur Unterrichtsverbesserung leisten. Gut gemeint und doch daneben. 50 Seiten und mehr pro Fach, überschwengliche Wolkenformulierungen, kaum neue didaktisch-methodische Erkenntnisse. Schmuckstücke in Schulordnern, abgeheftet unter „unbestimmte Wiedervorlage“.

Insgesamt: Man verwechselt didaktische Kommunikation mit Anordnung, verkennt den Kern von Bildung als Angebot. Man bläht zudem die umstrittene Schulinspektion systematisch auf und schmilzt die Lehrerfortbildung weiter ab bzw. verkauft halbtägige sog. Info- und Jubelveranstaltungen als Lehrerfortbildung.

Die Selbständige Schule ist in der jetzigen Form ein unbeholfener Werbegag. Von „Freiheit und Verantwortung“ (eine gern strapazierte Formel) für die Akteure vor Ort kann ernsthaft nicht die Rede sein. Nennenswert größere Protestformen gegen diese „Reformprojekte“ blieben bisher aus. Das wird von der Regierung fälschlicherweise als halbe, im Überschwang als ganze Zustimmung gedeutet. Ein fataler Irrtum. Rückzug aus verstärktem Engagement, Resignation und innere Emigration sind deutlich verbreiteter als direkt sichtbar.

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Schulbesuch im Shopping-Center?

26. Mai 2010 · von frankmackay · Keine Kommentare

Schulbesuch im Shopping-Center?

Würdest du mit einer Klasse die aktuelle Ausstellung eines Einkaufszentrums besuchen?
Das eine Shopping-Mall als außerschulischer Lernort, mal abgesehen von wirtschaftsgeographischen Betrachtungen, als potenzieller Raum für 2 Schulstunden infrage kommt, dürfte neu sein. Jedoch versuchen immer mehr Einkaufscentren, wenn diese nicht gleich als Urban Entertainment Center auftreten mit Ausstellungen [z.B.: Donau Einkaufszentrum Regensburg] ihre Kunden zu locken. Ausstellungen binden Käuferinnen und Käufer (womöglich) auf unterhaltsame Weise an den Raum des Centers, sie verweilen in der Wohlfühlatmosphäre aus leichter Musik und ausgewogen Temperaturen. Eine der größten deutschen Shopping-Center Ketten die ECE hat nun mit den Ausstellungsmachern von Kunstraum (Hamburg) das Wetter als Thema für sich entdeckt: „Unser Wetter – und wie es funktioniert“. Das Ausstellungsdesign wurde auch beim Klimahaus Bremerhaven – ein Science-Center – verwendet. Bis 2011 wird die Ausstellung in verschiedenen Centern der ECE zu besichtigen sein, auch mit kostenlosen Führungen durch geschultes Personal von etwa einer Stunde für bis zu 20 Personen. Für den Bildungswirt nun ein paar Eindrücke der Ausstellung im Gesundbrunnen Center Berlin:

Die Ausstellung verteilt sich mit ihren einzelnen unterschiedlich eingefärbten Stationen, die an Experimentierstuben erinnern, unaufdringlich über die Gänge der Mall. Die meisten Stationen gehen von einem bestimmten Wetterereignis, an einem bestimmten Tag aus. Zum Beispiel der Tornado von Micheln am 23.4.2004. Jede Station lebt von naturwissenschaftlichen Mitmach-Experimenten und Touchscreens mit Filmen und Dokumentationen – Edutainment live. Dabei kommt auch der Klimawandel in vier fiktiven, aber emotional aufwühlenden Geschichten aus Kindersicht zur Geltung. An einigen Stationen hilft das Ausstellungspersonal freundlich weiter. Die Kundschaft des Centers kann (aus diversen Fast-Food Restaurants heraus) dabei beobachtet werden, wie sie regelrecht in die einzelnen Stationen stolpert, mal hier und dort klickt, mal einen Text ließt, dann die anderen Kunden betrachtet, wie diese ein Experiment durchführen, um dann weiter einzukaufen. Gezielte Besucher einer Ausstellung bewegen sich anders und dies könnte eine Schulklasse sein. Klar, eine Station ist zu klein für mehr als 5 bis 8 Schüler, dann also Gruppen einteilen und los?!? Ein Schmankerl der Ausstellung ist die Station zur eigenen Wettervorhersage:

1. Schritt: Eingabe einer eigenen Wettervorhersage per Lückentext, Wetterdaten (Wetterstation auf dem Shoppingcenter) und Wetterkarten (Deutscher Wetterdienst) sind auf dem Touchscreen PC abrufbar.
2. Schritt: Vorhersagetext wird in einem einseitig offenen Aufnahmestudio [Achtung: Shoppingbesucher glotzen] per Bildschirm eingeblendet und eine zuvor gewählte Wetterkarte erscheint auf einem zweiten Bildschirm zur Linken des „Wettersprechers“.
3. Nun eine Probesprechrunde von einer Minute in die Kamera über den Bildschirm mit dem Vorhersagetext – die aktuelle Wetterkarte taucht während des Films im Hintergrund des „Wettersprechers“ auf.
4. „Echte“ Wettervorhersage – leider bleibt das Bild, vor dem der „Wettersprecher“ steht gleich, aber der Vorhersagetext beschreibt neben dem aktuellen Tag und auch den Folgetag.
5. Die Vorhersage wird auf dem Monitor angesehen und kann per Mail versendet werden.

Bleibt die Frage – besuche ich die Ausstellung mit einer Klasse? Sie kostet keinen Eintritt im Gegensatz zu den Science Centern, SchülerInnen sind in ihrem „Revier“, wir brauchen uns nicht auf das „Outdoor“ Wetter einstellen (Wetter wird aber auch „Draußen“ zum Beispiel auf dem Meteowanderweg Schweiz, im Wetterpark Offenbach, Klimanopoly Ronneburg, Wetterlehrpfad Wiesengrund, Wetterlehrpfad Nordhessen oder dem Wetterlehrpfad Hollenthon in Österreich thematisiert).

Gegenargumente: Schreckliche Einkaufsmusik und keine Ruhe; Schüler schauen Schaufenster, statt Stationen; schlechte Luft – wobei dies wieder ein Thema wäre…
Wer mag kann seine Erfahrungen als Kommentar kundtun, hier ein Mind-Map, als kleiner didaktischer Appetithappen.

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Tags: Unterricht

Griechenland im Würgegriff 2010-2011

29. April 2010 · von Miller · Keine Kommentare

Griechenland im Würgegriff 2010-2011

Eine nahezu ausweglose Situation: Hochverschuldet, durch internationale Spekulation weiter verschärft. Wirtschaftskrise, Stagnation bei gleichzeitig hartem Sparprogramm. Der Kollaps steht bevor. Die Rettungspakete von 45 Milliarden Euro ab 19.Mai durch die EU und den Internationalen Währungsfond verschaffen nur kurzfristig Luft.

VGl. meinen aktuellen Kommentar zum internationalen Casino der Spekulation:

Ein Lehrstück für jeden Wirtschafts- und Politikunterricht.

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Finanzmärkte 2010 – etwas aus der Krise gelernt?

13. April 2010 · von Miller · 2 Kommentare

Finanzmärkte 2010 – etwas aus der Krise gelernt?

18 Monate nach der Lehmann-Pleite und dem drohenden internationalen Kollaps der Finanzmärkte stellt sich die Frage: Was wurde daraus gelernt? Grundlegendes oder Oberflächenschminke? Regulierung und Kontrolle der Märkte oder rhetorisch-politisches  Geschwätz zur Volksberuhigung? Selbstherrlichkeit der Finanzmanager, Nieten in Nadelstreifen, auf Kosten öffentlicher Verschuldung, um die Krise abzudämpfen? Politik im Zugzwang?

Anregungen für den Wirtschafts- und Politikunterricht:

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Berlin – ein geistiges Zentrum?

6. April 2010 · von Miller · Keine Kommentare

Berlin – ein geistiges Zentrum?

Kleiner Rückblick aus der Literatenbrille des großen Gottfried Benn – ein Fundstück, ein Zeitdokument.

Eine Anregung für den Deutsch- und Politikunterricht.

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Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (2)

12. März 2010 · von Miller · Keine Kommentare

Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (2)

Aufwachen, hören – solide didaktisch-pädagogische Forschungsergebnisse wahrnehmen und verstehen

Den Kindern und Jugendlichen eine faire Chance — neue Lernkulturen, den Groove spüren!

Behindernde Bürokratie abbauen, Mut zum Experiment

Die Zeit ideologischer Betonköpfe sollte endgültig vorbei sein, sonst wird die Idee der Selbständigen Schule ein kompletter Rohrkrepierer.

Übrigens: Heute ist der erste Prüfungstag im hessischen Landesabitur, traditionell erfolgt die Eröffnung mit dem Fach Deutsch. Den Abiturgestressten, insbesondere den Schülerinnen und Schülern wünscht der Bildungswirt gute Nerven, kluge Ideen und Erfolg. Verbrauchte Abiturprüfungen sollten selbstverständlich kostenfrei im Internet veröffentlicht werden. Die nächste Abiturientengeneration steht schon in den Startlöchern und freut sich auf leicht zugängliches Lernmaterial. Das könnte doch auch in einen Kultusministerium begriffen werden, dazu braucht man nicht einmal Abitur.

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