- Alles Jahre wieder muss das Rad nicht neu erfunden werden….
> Was ist guter Unterricht?
> Was sind reflektierte Aufgabentypen?
> Was ist ein guter Lehrer?
> Selbstreflexionen eines guten Lehrers?
Lehrerrollen zwischen Erwartungen und Visionen
Der gute Lehrer beherrscht mehrere professionelle Rollen: Er ist immer mal wieder Moderator und Entertainer, der angenehme Atmosphären schafft. Einfaches Kriterium: Wenn es in einem Unterricht über längere Zeit nichts zu lachen gibt, läuft etwas total falsch! Die dicke Luft ist dann buchstäblich zu riechen. Vergessen wird in der Schule all zu oft: Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkrüppel. Der gute Lehrer ist jedoch kein beliebig vielfältiger Rollenträger, sozusagen der pädagogische Super-Klon, nein, auch er ist ein emotionales Wesen, das sich vorwiegend authentisch zeigt …mehr dazu hier:
“Liebe Frauen”, göttliche Wesen? Ein Thema in der Oberstufe?
Pause. Schulferien. Wohlverdiente Ruhe vor einem neuen Anfang. Fakt ist: das nächste Schuljahr kommt bestimmt – neue Lerngegenstände, Methoden, Sozialformen, vielleicht neue Verhaltensweisen von Seiten der LehrerInnen und SchülerInnen?
Wie wär’s mit diesem Video als EINE Unterrichtsgrundlage?
Ein neues Männerbild, neue Sichtweisen auf die Frau als göttliches Wesen? Wieviel Feminines braucht der Mann?
DAS FEMININE ALS GESCHENK? Diskussionsstoff mitten aus dem Geschlechterleben…
Bei der Suche nach dem passenden Fernstudium führt ein Weg zur “Arbeitsgemeinschaft lebenslanges Lernen durch Fernstudium“, kurz: AGLL Fernstudium. Dort engagieren sich ehemalige Studierende für die Förderung von Bildungsmöglichkeiten und dies ehrenamtlich. Die Erkenntnis eines komplexer werdenden Arbeitsmarkt ist nicht neu, jedoch möchte man brauchbare Antworten bei zunehmend schwieriger werdenden Wegen für eine berufliche Entwicklung finden. Der Bildungswirt unterstützt, durch Einbau eines Suchformulars der AGLL Fernstudium, die zielgerichtete Orientierung auf einen Platz im Fernstudium.
“Wir pfeifen nicht nach ihrer Tanze” …Politik ist Entertainement, wenn es gerade nicht um Lobbyismus und Interessensdurchsetzungen geht.Vernunft ist in der Welt, selten herrscht sie.
Sprache ist Manipulations- und Befreiungsinstrument zugleich. Sprache ist Spiegel der Welt. Sprache ist geronnene Erfahrung.
Die Sprache der Politik, ihre besondere Rhetorik ist immer eine Beschäftigung wert.
10 goldene Regeln für den professionellen Sprecher
Der neue Bericht “Bildung in Deutschland 2010″, morgen mit Inbrust der neuen Erkenntnis im Auftrag der Bundesregierung vorgetragen, wird übermorgen die Zeitungen füllen, mal als Neuheit, mal als Kalauer.
Manchmal sind die Dinge einfach und werden unnötig verkompliziert.
Was fehlt den politisch Verantwortlichen im Kultus- und Finanzministerium? Die Antwort: der Blues; sie sind beim Gänsemarsch stehengeblieben. Das führt wiederum zu rhythmisch ungelenken Bewegungen, einer Reihe von Fehleinschätzungen und drübt weiter den Blick, denn viele fahren “auf Sicht”, versteht sich, stochern im Nebel oder verrenken sich Hals und Bein.
Zur Lockerung erst einmal etwas Gary Moore, Larry Carlton und Robben Ford:
Keiner hat offensichtlich Herrn Weimar und Frau Henzler(FDP) bisher gesagt, dass allein “Sitzenbleiben” den Steuerzahler in Hessen jedes Jahr etwa 60 Millionen Euro kostet. Steckt darin nicht ein noch unausgeschöpftes Sparpotenzial?
Zusätzliche Steuerfahnder bringen etwa 200 Millionen mehr in die Kassen, insbesondere bei Steuerhinterziehung in großem Stil. Weimar und seine engsten Verbündeten hingegen bevorzugen es lieber, die besten Mitarbeiter systematisch zu demotivieren oder sie gleich für “verrückt” erklären zu lassen. Man will Steuerbetrug und Steuerflucht nicht aufklären, sondern aussitzen: man habe mal wieder nichts gewusst. Allein die Selbstanzeige eines hessichen Superreichen bringt 10 Millionen als erste Anzahlung in die Kasse. Der Mann hatte wohl kalte Füße bekommen.
Ohne Auszeit, Pause für Politiker, ohne einen Grundkurs Blues wird das nichts. Wer einen 12/8-Takt über vier Minuten spielen kann, wird sicher auch für einen Leistungskurs zugelassen. Ein Kursziel heißt: Keine Kürzungen in der Lehrerfortbildung – im Gegenteil – neue Lehrer und neue Lernkulturen braucht das Land. Spiel mir den Blues, Baby.
Unistreik: “Sachbeschädigung” und “12 Fakten und Irrtümer über den Protest”
Kurzbesuch in der J.W.Goethe-Universität:
Eine beeindruckend schöne Uni, fleißige, zielstrebige, teils lachende Studierende warten in den Fluren auf die nächste Veranstaltung, sitzen in der Mensa oder in der Vorlesung, organisieren Alternativveranstaltungen oder eilen über den Campus. Wenig Spannung in der Luft. Dann der Blick auf die sog. “Sachbeschädigungen”, gar “Vandalismusschäden” im Casino? Nach Medienberichten mindestens 200.000 Euro?
Wie immer hängt vieles vom Blickwinkel ab. Vorher war nichts – jetzt ist etwas.
Vorher kahle weiße Wände – jetzt Farbe, Botschaften, Graffitis, studentische Suchprozesse nach Ausdruck. Z.B. dies: “Es gibt kein richtiges Leben im falschen Raum”. Da ist zweifellos was dran, würde auch lächelnd Adorno zugeben. Oder : “Denken geht auch ohne Geld” - wer kann da ernsthaft widersprechen? Dazu Graffitis in Kunstnähe – warum nicht?
Folgende Assoziation kommen auf:
a) Sachbeschädigung? Gut, wer das so sieht: Studierende richten ein Spendenkonto ein, um die Schäden unter fachmännischer Aufsicht eines geprüften Malermeisters selbst zu beseitigen. Geschätzte Kosten: ca. 20.- 30.000 Euro, etwa 10-15% der offiziellen Summe in den Medienberichten
b) Man sieht das als Bereicherung und Lebendigkeit im Casino: Studierende und Unibeschäftigte stimmen ab. Ergibt sich eine klare Mehrheit, dass alles bleiben soll, wird zusätzlich eine “Optimierungsgruppe Unikunst” installiert. Ziel: Die Uni lebt, nicht die Uni brennt. Studierende und Unipräsident Müller-Esterl sind zur Aussöhnung bereit.
Charmante Studierende reichen heute Flugblätter: 12 Fakten und Irrtümer über den Protest”
Irrtum 1:
Der Asta lenkt den Protest und ist verantwortlicher Ansprechpartner für alle im Rahmen des Protests durchgeführte Aktionen.
Die Protestbewegung hat eine basisdemokratische Struktur. Entscheidungen werden im Rahmen der für jeden zugänglichen Plena getroffen. Die Stimme eines ASTA-Mitglieds zählt dabei genauso viel, wie die eines jeden anderen in der Protestbewegung.
Irrtum 2:
Die Räumung des Casinos verlief friedlich und ohne Polizeigewalt.
Es liegt eine Fülle an Material in Form von Videos, Fotos, Augenzeugenberichten und dokumentierte Krankenhauseinlieferungen mit Attesten vor, die das Gegenteil beweisen.
Irrtum 3:
Die mit dem Protest verbundene Besetzung hat hauptsächlich Lehrveranstaltungen blockiert.
Das Lehrprogramm wurde mit über 70 Workshops bereichert, die zum Teil gemeinsam mit Dozenten_innen gestaltet wurden. Was blockiert wurde, war die sonst übliche kommenzielle Vermietung der Räume an Wirtschaftsunternehmen, wie z.B. in der letzten Woche die Commerzbank.
(…)
Irrtum Nr. 5:
Der Präsident sucht den Dialog.
Herr Müller-Esterl versucht vielmehr jegliche Kritik zu ersticken. Die angeblichen Kommunikationsversuche sind nichts als geschickt inszenierte Aufführungen für die Öffentlichkeit. Unliebsame Studierende werden durch Polizeimaßnahmen und Exmatrikulationsdrohungen erpresst. Ein Dialog mit dem Messer am Hals ist kein Dialog.
(…)
Näheres erfährt man sicher über Twitter, StudiVz und Facebook.
Bildungsstreik – Bulimielernen – eine kleine Nachlese zum 17.11.2009
Demo-Stimmen und Statements:
Willkommen in der Bildungsfabrik
Bildung zu teuer? Was kostet Dummheit?
Wir brauchen dringend kleinere Klassen
Wir sehen unsere Freunde leiden. Die pauken jeden Tag bis abends und sind kaum noch zu sehen
Jeder Lehrer meint, sein Thema sei das Wichtigste
Bildung statt Burnout
Lebst du noch oder studierst du schon?
10 Jahre Bologna – Bolognese für alle!
Seit Bologna leiden wir unter dem Bulimielernen und Knockout-Prüfungen
Betreten der Uni verboten! Eltern zahlen für ihre Kinder!
Wir fordern die substanzielle Anerkennung der Arbeit der Lehrkräfte, mehr gut ausgebildete Lehrkräfte und eine Entlastung hier und heute. Vorgesehenen Langzeitarbeitskonten sind ein Hohn. Wer, wie CDU und FDP im Bund, auf 24 Milliarden Euro Steuereinnahmen verzichte, der dürfe im Land nicht sagen, es ist kein Geld da. (Jochen Nagel, GEW-Vorsitzender Hessen)
Wir arbeiten an einer stetigen Verbesserung der Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund habe ich kein Verständnis für den Lehrerstreik .Für das Schuljahr 2009/2010 seien 1000 Lehrerstellen zusätzlich geschaffen, die Eingangsklassen deutlich verkleinert und Ganztagsangebote ausgebaut worden. Eine Verringerung der Lehrverpflichtung sei angesichts der wirtschaftlichen und finanziellen Situation schlichtweg nicht zu finanzieren. (Hessische Kultusministerin Dorothea Henzler, FDP)
Sagt der eine Esel zum anderen: Hast du aber lange Ohren.
Studenten bräuchten klare Signale, dass es die verabredeten Korrekturen bei der neuen Studienstruktur gebe. Viele bildungspolitische Reden machten noch nicht gute Bildungs- und Wissenschaftspolitik. (Bundesbildungsministerin Annette Schavan, CDU)
Die Vorlesungssäle sind überfüllt, und das Geld wird in Marmorböden statt in Bibliotheken gesteckt.
Gegen Leistungsterror und Lernfabriken
Wir jagen von einer Veranstaltung zur nächsten, hier die Anwesenheitspflicht erfüllen, dort noch ein paar Leistungspunkte abgreifen. Immer an der Grenze zur Überdosis Stoff, immer ohne Zeit, sich ernsthaft mit etwas zu beschäftigen.
Statt Freiheit der Lehre gibt es an den Hochschulen vor allem Leistungsdruck, überquellende Lehrpläne und unübersichtliche Prüfungsordnungen.
Bildungsstreik 2009 – für eine bessere Bildung in Deutschland
100 Milliarden für eine bessere Bildung – vom Kindergarten bis zur Universität. “Rettungsschirm Bildung”, heute soll es verstärkt los gehen. Was ist dagegen schon die Hypo Real Estate?