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	<title>Der Bildungswirt &#187; Grundschule/Kindergarten</title>
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		<title>Selbst&#228;ndige Schule &#8211; neue Lernkulturen?</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 00:05:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit 15 Jahren wird &#252;ber die Gro&#223;baustelle &#8220;Selbstst&#228;ndige Schule&#8221; oder auch &#8220;Eigenverantwortliche Schule&#8221; in Deutschland diskutiert. Richtig vorangekommen ist man selten, (von ein paar Vorzeige-Modellversuchen abgesehen) zu Unterschiedliches wird darunter verstanden. Da zeigen sich technokratisch-autorit&#228;re Modelle wie demokratische unter dem gleichen Label. Was man in Hessen wirklich will, steht noch in den Sternen. Wohl offizielles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 15 Jahren wird &#252;ber die Gro&#223;baustelle &#8220;Selbstst&#228;ndige Schule&#8221; oder auch &#8220;Eigenverantwortliche Schule&#8221; in Deutschland diskutiert. Richtig vorangekommen ist man selten, (von ein paar Vorzeige-Modellversuchen abgesehen) zu Unterschiedliches wird darunter verstanden. Da zeigen sich technokratisch-autorit&#228;re Modelle wie demokratische unter dem gleichen Label. Was man in Hessen wirklich will, steht noch in den Sternen. Wohl offizielles Regierungsprogramm von CDU/FDP &#8211; aber was hei&#223;t das schon praktisch gewendet?</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zSLCT5YK6MU&amp;rel=0&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/zSLCT5YK6MU&amp;rel=0&amp;fs=1" wmode="transparent" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Sind wirklich neue Lernkulturen, demokratische Beteiligung der Sch&#252;ler und Eltern gemeint? Gibt es eine grundlegende Reform des Pr&#252;fungswesens, weg vom Bulimielernen, hin zur Lernnachhaltigkeit? Ist der Schulleiter Teil des Kollegiums und vornehmlich p&#228;dagogischer Motor? Wie gestalten sich die Reformspielr&#228;ume f&#252;r ein Kollegium, wie wird das finanziert? Lernerrollen f&#252;r Lehrer &#8211; systematische und zeitintensive Lehrerfortbildung? Fragen &#252;ber Fragen &#8211; was kommt 2010 aus Wiesbaden?</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/hMqJzq8O6jI&amp;rel=0&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/hMqJzq8O6jI&amp;rel=0&amp;fs=1" wmode="transparent" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Kontroverse Schuldebatte 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 16:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im neuen linksorientierten Medienprojekt &#8220;der Freitag&#8221; (Verleger J. Augstein) schlagen zurzeit die Wellen zur Schulpolitik hoch. Der taz-Redakteur Christian F&#252;ller er&#246;ffnete mit &#8220;Lasst die Schulen los&#8221; und erzeugte eine gro&#223;e Debatte. Der Bildungswirt erweiterte um die p&#228;dagogische Dimension &#8220;Der gute Lehrer &#8211; ein Phantom?&#8221; Alle Bilder sind durch anklicken zu vergr&#246;&#223;ern! Die Themenliste ist lang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im neuen linksorientierten Medienprojekt &#8220;der Freitag&#8221; (Verleger J. Augstein) schlagen zurzeit die Wellen zur Schulpolitik hoch. Der taz-Redakteur Christian F&#252;ller er&#246;ffnete mit <a href="http://www.freitag.de/positionen/0935-landtagswahl-bildung-bildungswesen"> &#8220;Lasst die Schulen los&#8221; </a>und erzeugte eine gro&#223;e Debatte. Der Bildungswirt erweiterte um die p&#228;dagogische Dimension <a title="Freitag 9/2009" href="http://www.freitag.de/community/blogs/bildungswirt/der-gute-lehrer--ein-phantom-1">&#8220;Der gute Lehrer &#8211; ein Phantom?&#8221;</a></p>
<p>Alle Bilder sind durch anklicken zu vergr&#246;&#223;ern!</p>
<p><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/A00HYCuylL9pP7-YK-zdwA?feat=embedwebsite"><img src="http://lh5.ggpht.com/_4AjfAo0SOJA/SqZts51bcLI/AAAAAAAAANA/veMEMOo9btc/s400/Bildungswirt-beim-freitag.JPG" alt="" /></a></p>
<p><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/3bvKEnghBqupn92phMLPcw?feat=embedwebsite"><img src="http://lh5.ggpht.com/_4AjfAo0SOJA/SqZtx6xHcUI/AAAAAAAAANE/oRMCw4Qj0FQ/s400/Bildungswirt-beim-freitag-fueller.JPG" alt="" /></a></p>
<p><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/PWJKLs7T-Bu6PwAl49iXPw?feat=embedwebsite"><img src="http://lh4.ggpht.com/_4AjfAo0SOJA/SqZt5RGg5iI/AAAAAAAAANI/GmFYJsDtjBQ/s400/Bildungswirt-beim-freitag-positionen.JPG" alt="" /></a></p>
<p>Die Themenliste ist lang und kann beliebig verl&#228;ngert werden: u.a.</p>
<p>Bildungstheorien, Hintergrundtheorien, Bildungsphilosophien, Bildungspolitiken, Machtpolitiken, F&#246;deralismusgestr&#252;pp, nationale Bildungsstiftung, Finanzierungsmodelle, Bildungsbudget, Organisationsentwicklung, Lehreraus- und -fortbildung, Didaktik, Methodik, Berufsbeamtentum, Schulrecht, zentrale Pr&#252;fungen, Vergleichsarbeiten, Bildungsstandards, Kompetenzmodelle, Schulinspektion (Schul-T&#220;V),PISA, TIMSS, Demokratie in der Schule &#8211; Erwartungen, Visionen, empirische Resultate, &#8220;Starke Schulleiter&#8221; &#8211; zwischen Notwendigkeit und Ideologie, Elternbeteiligung &#8211; eine M&#228;r?, Arbeitsweisen der Kultusb&#252;rokratie konkret? Bedeutung der KMK? Landesabitur in den einzelnen Bundesl&#228;ndern, Zentralabitur f&#252;r ganz Deutschland?</p>
<p>Wir reden &#252;ber eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen &#252;berhaupt: Ca. 12 Millionen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler (9,2 Millionen in allgemeinbildenden Schulen und 2,8 Millionen im beruflichen Schulwesen) und etwa 700.000 Lehrerinnen und Lehrer sind Beteiligte, Betroffene, manchmal Leidgeplagte, auch Millionen Eltern. Es zeugt von Interesse und Sensibilit&#228;t, dass hier im FREITAG die Wogen h&#246;her schlagen.</p>
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		<title>Bildungsstreik 2009 &#8211; f&#252;r eine bessere Bildung in Deutschland</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 07:05:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankmackay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[100 Milliarden f&#252;r eine bessere Bildung &#8211; vom Kindergarten bis zur Universit&#228;t. &#8220;Rettungsschirm Bildung&#8221;, heute soll es verst&#228;rkt los gehen. Was ist dagegen schon die Hypo Real Estate? &#196;hnliche Artikel28. Februar 2009 -- Kinder, Kreativit&#228;t und Kneipengespr&#228;che18. Februar 2009 -- Von der kindlichen Neugier &#8211; was die Schule verstehen sollte (1)5. November 2008 -- Computerspiele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>100 Milliarden f&#252;r eine bessere Bildung &#8211; vom Kindergarten bis zur Universit&#228;t. &#8220;Rettungsschirm Bildung&#8221;, heute soll es verst&#228;rkt los gehen. Was ist dagegen schon die Hypo Real Estate?<br />
</strong></p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/L1RIFbTAct0&amp;rel=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/L1RIFbTAct0&amp;rel=0&amp;fs=1" /></object><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/q3Pj0zLFZmw&amp;rel=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/q3Pj0zLFZmw&amp;rel=0&amp;fs=1" /></object></p>
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		<title>Negative Aspekte von Computerspielen</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 08:08:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Bevc</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 1: Machen Computerspiele s&#252;chtig? Einer der Einw&#228;nde gegen Computerspiele, der m. E. sehr schwer wiegt, ist wohl ihr Suchtpotential. Dieses Suchtpotential haben aufgrund der sozialen Komponente vor allem die MMORPGs, in geringerem Ma&#223;e aber auch Einzelspielerspielen. Ob die Computerspielsucht tats&#228;chlich als Sucht im medizinischen Sinne gelten kann, dar&#252;ber streiten Experten. Der Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Teil 1: Machen Computerspiele s&#252;chtig?</strong></p>
<p>Einer der Einw&#228;nde gegen Computerspiele, der m. E. sehr schwer wiegt, ist wohl ihr Suchtpotential. Dieses Suchtpotential haben aufgrund der sozialen Komponente vor allem die MMORPGs, in geringerem Ma&#223;e aber auch Einzelspielerspielen. Ob die Computerspielsucht tats&#228;chlich als Sucht im medizinischen Sinne gelten kann, dar&#252;ber streiten <a href="http://pressetext.de/news/070627036/computerspiele-sucht-als-psychische-erkrankung/">Experten</a>.</p>
<p>Der Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann ist der Auffassung, dass Computerspieler s&#252;chtig werden k&#246;nnen und nennt daf&#252;r in seinem mit Gerald H&#252;ther geschriebenen Buch „<a href="http://www.buecher-wiki.de/index.php/BuecherWiki/Computers%FCchtig">Computers&#252;chtig</a>“  eine Reihe von Gr&#252;nden: die M&#246;glichkeit Anerkennung zu finden, Kontakt zu Gleichgesinnten zu haben oder aber Abenteuer zu erleben, wird als derma&#223;en attraktiv empfunden, dass das Spielen zur Sucht werden kann. Denn Computerspiele seien Bed&#252;rfnisbefriedigungsmaschinen.</p>
<p>In einem <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/7746471.stm">Beitrag </a>der BBC wird hingegen das Argument stark gemacht, dass viele der Spieler, die zu viel spielen, nicht als S&#252;chtige zu bezeichnen sind, sondern als „compulsive Players“, also als Gewohnheitsspieler bzw. als zwanghafte Spieler.  Solche Spieler ben&#246;tigten eine andere Therapie als f&#252;r S&#252;chtige. Dennoch, darin sind sich die Experten einig, geht eine nicht zu untersch&#228;tzende Anziehungskraft von Computerspielen aus, die gerade Jungen gef&#228;hrdet.<br />
Spricht man mit Lehrern (das ist nun nicht repr&#228;sentativ!) h&#246;rt man oft die Klage, dass die Sch&#252;ler (nota bene: die m&#228;nnlichen Sch&#252;ler) eigentlich nur noch ein Thema haben: Computerspiele. Und, dass sie den Eindruck haben, dass viele ihrer Sch&#252;ler nur noch Computerspiele spielen in ihrer Freizeit.<br />
Lassen wir einmal die Zahlen sprechen: laut <a href="http://www.bildungswirt.de//www.mpfs.de/index.php?id=129">JIM Studie 2008</a> liegt die durchschnittliche t&#228;gliche Spielzeit am Computer bei den Jungen wochentags bei 91 Minuten und am Wochenende bei 2 Stunden. Dazu kommt die Zeit, die diese Spieler verwenden, um entsprechende Zeitschriften zu lesen, einschl&#228;gige Internetseiten zu besuchen und eventuell selbst tatkr&#228;ftig in Foren und Wikis aktiv zu sein. Also in der Tat ein zeitintensives Hobby.</p>
<p>Selbst wenn Computerspiele also nicht s&#252;chtig machen, rauben sie – so die Kritiker &#8211; also viel Zeit, die auf andere Weise vielleicht sinnvoller zu nutzen w&#228;re: Schulaufgaben machen, Musizieren, Sport treiben etc. (dieses Argument wird vor allem von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Pfeiffer">Prof. Pfeiffer</a> angef&#252;hrt). Aber wer bestimmt eigentlich, was sinnvoll(er) ist?</p>
<p>Die entscheidende Frage ist daher m.E.: <strong><br />
Was macht das reale Leben so unattraktiv, dass man sich derart intensiv ins Virtuelle st&#252;rzen muss?</strong> Vielleicht kommt man der Antwort auch auf die Spur, indem man andersherum fragt: Was macht Computerspiele so attraktiv? Der Versuch, darauf Antworten zu geben, folgt in Teil 3. Das n&#228;chste Mal geht es erst einmal um einige weitere negative Aspekte von Computerspielen.</p>
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		<title>Positive Aspekte von Computerspielen</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 09:10:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Bevc</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 2 der Artikelserie &#8220;Computerspiele&#8221;: Um den negativen Schlagzeilen, die die Berichterstattung &#252;ber die Wirkung von Computerspielen dominieren, etwas entgegenzusetzen, werde ich heute &#252;ber die positiven Aspekte schreiben, die die Nutzung von Computerspielen zeitigen k&#246;nnen. Zun&#228;chst einmal sind folgende Punkte zentral f&#252;r die positive Bewertung von Computerspielen: Sie machen Spa&#223;, und zwar sowohl M&#228;dchen als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Teil 2 der Artikelserie &#8220;Computerspiele&#8221;:</strong><br />
Um den negativen Schlagzeilen, die die Berichterstattung &#252;ber die Wirkung von Computerspielen dominieren, etwas entgegenzusetzen, werde ich heute &#252;ber die positiven Aspekte schreiben, die die Nutzung von Computerspielen zeitigen k&#246;nnen.</p>
<p>Zun&#228;chst einmal sind folgende Punkte zentral f&#252;r die positive Bewertung von Computerspielen:<br />
<strong>Sie machen Spa&#223;, und zwar sowohl M&#228;dchen als auch Jungen, und sie sind in allen Bildungsschichten beliebt</strong>. Hierbei ist zu bemerken, dass es zwischen den Geschlechtern Unterschiede in den bevorzugt gespielten Genres gibt (Details hierzu wieder die Kim und Jim-Studien). Der Spa&#223; eine intrinsische Motivation zur Folge, sich mit diesem Medium auseinanderzusetzen – d. h. alle weiteren positiven Aspekte werden daher freiwillig und frohgemut aufgenommen.</p>
<p>Die freiwillige Auseinandersetzung mit den Strukturen und Inhalten von Computerspielen (wohlgemerkt: bei reinen Unterhaltungsspielen!) k&#246;nnen also durchaus positive „Nebenwirkungen“ haben, wie in der Forschung immer wieder hervorgehoben wird. Dazu muss man nicht in die angels&#228;chsischen L&#228;nder gehen (z.B. James Paul Gee, um einmal den bekanntesten zu nennen. Ein exemplarischer Text von ihm: <a href="http://www.academiccolab.org/resources/documents/Good_Learning.pdf">„Good Video Games and Good Learning“</a>. Auch hierzulande gibt es durchaus einige Vertreter, die aus (medien-)p&#228;dagogischer Perspektive den Computerspielen Positives abgewinnen k&#246;nnen. Mit einer Forschergruppe des <a href="http://www.jff.de">JFF</a> kann man feststellen, dass Computerspiele durchaus kompetenzf&#246;rderliche Potentiale haben (<a href="http://www.jff.de/dateien/Kurzfassung_computerspiele.pdf">Kurzfassung</a>, <a href="http://www.abwf.de/content/main/publik/report/2005/report-92b.pdf">Langfassung</a>). So werden dort zum Beispiel Adaptivit&#228;t, Motivationsf&#246;rderung und die M&#246;glichkeit des Probehandelns positiv hervorgehoben. Johannes Fromme von der Universit&#228;t Magdeburg betont zun&#228;chst, dass f&#252;r Computerspiele dasselbe gilt wie f&#252;r andere Medien: Im Umgang mit ihnen (also in der Mediensozialisation) erwerben die Spieler auf die Medien selbst bezogene Kompetenzen. Insofern, so Fromme und Biermann in ihrem Aufsatz „Identit&#228;tsbildung und politische Sozialisation“ (<a href="http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867640510&amp;WKorbUID=774420&amp;TITZIF=2126&amp;be=&amp;uBe=">in Druck</a>), erwirbt man durch das Spielen von Computerspielen „computer literacy“ (wobei, wie die Autoren anmerken, es noch diskussionsw&#252;rdig ist, ob man hier von einer allgemeinen Computer-Literarit&#228;t sprechen kann, oder nur von einer „Computerspiel-Literarit&#228;t“). Diese lasse sich von der durch die Printmedien gepr&#228;gten Literarit&#228;t dadurch unterscheiden, dass sie eher „visuell-r&#228;umlich“ als „verbal-symbolisch“ gepr&#228;gt sei. Dem m&#246;chte ich nur hinzuf&#252;gen, dass sie vor allem auch noch „visuell-symbolisch“ gepr&#228;gt ist, wie auch schon die anderen visuellen Medien wie TV und Film. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine triviale Literarit&#228;t, sondern um eine, die in der heutigen Welt – in der nun mal vorrangig visuell kommuniziert wird – durchaus entscheidend.</p>
<p>Wenn man gro&#223;z&#252;gig sein m&#246;chte, dann kann man also sagen, dass die „computer literacy“, die durch Computerspiele gef&#246;rdert wird, durchaus als Medienkompetenz firmieren kann. Denn – selbst wenn man die „computer literacy“ nur als Computerspiel-Literarit&#228;t“ auffasst – die Spieler tummeln sich heutzutage in einem Kosmos, der alle Medien umfasst, vielleicht abgesehen von den ganz traditionellen Printmedien. Sie lesen Foren, Wikis und Blogs, sind mitunter aktiv daran beteiligt, schauen sich Videos auf YouTube an oder ver&#246;ffentlichen gar selbst welche , verfassen/lesen „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Walkthrough">Walkthroughs</a>“, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cheat">„Cheats“</a> und Tipps – kurz, um die meisten Spiele finden sich im Internet ganze Universen an „Sekund&#228;rliteratur/-filmen“ die voraussetzen, dass man alle M&#246;glichkeiten von Computer und Internet ausnutzt.</p>
<p>Hier l&#228;sst sich gleich der n&#228;chste Punkt ankn&#252;pfen: viele der Seiten sind auf Englisch. Nun will ich nicht behaupten, dass Computerspieler durch das Spielen ihrer Spiele und den Besuch der damit zusammenh&#228;ngenden Internetseiten lupenreines Schulenglisch lernen, doch immerhin so viel, um sich zu informieren und manchmal auch genug, um zu kommunizieren. Immerhin ist es in den meisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massively_Multiplayer_Online_Role-Playing_Game">MMORPGs</a> wie <a href="http://www.wow-europe.com/de/index.xml">„World of Warcraft“</a> oder <a href="http://www.eveonline.com/">„Eve-Online“</a> unumg&#228;nglich mit anderen Spielern sich abzusprechen. Zugegeben, es gibt bei vielen MMORPGs auch deutschsprachige Server, doch gibt es auch rein englischsprachige.</p>
<p>Die Bereitschaft, sich mit englischsprachigen Spielen auseinanderzusetzen, h&#228;ngt sicherlich auch vom je schon vorhandenen Schulenglisch ab und von der Motivation des jeweiligen Individuums … wissenschaftliche Untersuchungen kenne ich hierzu leider keine – es w&#228;re gut, wenn das mal einer unter die Lupe nehmen w&#252;rde.</p>
<p>Hier zeigt sich aber m. E. sehr sch&#246;n, dass ein hinreichendes Ma&#223; an intrinsischem Interesse erstaunliche Lernbereitschaft zu Tage f&#246;rdern kann.</p>
<p>Aber auch in anderen Spielen, wie z.B. dem Browserspiel <a href="http://www.powerofpolitics.com">„Power of Politics“</a> wird jedem ernsthaft interessierten Spieler schnell klar, dass er Erfolge und einen Aufstieg in der parteiinternen Hierarchie nur erreichen kann, wenn er sich sinnvoll und mit guten Argumenten im Forum pr&#228;sentiert. Analphabeten mit primitiven Rumgeprole werden dort – wenn nicht gemobbt, so doch mit Verachtung gestraft. Neue Spieler erkennen das relativ schnell und bem&#252;hen sich daraufhin, gut strukturiert und nachvollziehbar zu argumentieren. Freiwillig! Selbst auf die Rechtschreibung wird auf einmal geachtet. Hier hilft es zu wissen, dass man seinen Forumsbeitrag erst in Word schreiben und mit der Rechtschreibhilfe korrigieren lassen kann, um ihn dann mit Copy &amp; Paste ins Forum zu stellen! Gerade auch f&#252;r englische Beitr&#228;ge liefert Word geradezu umwerfende Ergebnisse … und wenn man es oft genug getan hat, wird man merken, dass man als halbwegs aufmerksamer Verfolger der Word-Korrekturen, die Wordhilfe immer weniger ben&#246;tigt. Sp&#228;testens hier ergibt sich eine Schnittmenge von „Computerspiel-“ und „Computer-Literarit&#228;t“.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus loben Fromme/Biermann Spiele wie Civilization f&#252;r ihre ungeheure Komplexit&#228;t hinsichtlich des politischen Handelns, das in diesen Spielen dann auch je nach Art und Weise des Handelns unterschiedlichen Konsequenzen nach sich ziehe. Dies k&#246;nne sowohl zu einem verst&#228;rkten Interesse an Politik f&#252;hren und als auch das Verst&#228;ndnis f&#252;r ihre Komplexit&#228;t wecken. Vor allem heben die Autoren mit Gee hervor, dass Computerspiele systemisches Denken und die Ber&#252;cksichtigung von Wechselwirkungen verschiedener Teilbereiche von den Spielern verlangen und dieses Denken bei den Spielern f&#246;rdern.</p>
<p>Gee betont, dass dieses Denken von nahezu allen Computerspielen gefordert wird unabh&#228;ngig von den spezifischen Inhalten.</p>
<p>Insofern kann man bis hierher zusammenfassend festhalten, dass die positiven Eigenschaften von Computerspielen in einem Kompetenzerwerb jenseits spezifischer Inhalte liegen (also kein positives Wissen produzieren). Sie f&#246;rdern Techniken der Kommunikation, des Sozialverhaltens und Denkweisen, die in der heutigen Gesellschaft unabdingbar sind.</p>
<p>Allerdings, um die positiven Seiten nicht &#252;berzustrapazieren: Oft gibt es in den angef&#252;hrten Foren, Wikis und Chats nat&#252;rlich auch sogenannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flame">Flame Wars</a>, die deutlich zeigen, dass es mit dem Sozialverhalten oft genug nicht weit her ist. Dass es mit der Rechtschreibung und Grammatik oft nicht wirklich klappt, zeigt sich auch deutlich in vielen der Seiten mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/User_Generated_Content">„User-Generated Content“</a>. Insofern denke ich, dass die intrinsische Motivation, die ja gerade anfangs dieses Artikels betont wurde, durchaus von der Unterweisung einer Lehrkraft profitieren kann. Au&#223;erdem, zu guter letzt: Eine Studie &#252;ber das <a href="http://www.jff.de/dateien/Kurzzusammenfassung_medienhandeln_in_haupschulmilieus.pdf">„Medienhandeln in Hauptschulmilieus“</a> hat in Bezug auf Computerspiele deutlich gezeigt, dass viele Hauptsch&#252;ler mit den komplexen Zusammenh&#228;ngen in vielen Computerspielen deutlich &#252;berfordert sind. Dies f&#252;hrt jedoch, so die Studie, nicht unbedingt zu einem Spielabbruch, sondern zu individuellen Umgangsweisen mit dem jeweiligen Spiel. Meist besteht diese individuelle Umgangsweise in drastischer Komplexit&#228;tsreduzierung. Insofern scheint eine gewisse Skepsis angebracht, was die oben beschriebenen positiven Eigenschaften von Computerspielen, auf die Gesamtheit aller Spieler bezogen, angeht.</p>
<p><strong>Dazu mehr in Teil 3!</strong></p>
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		<title>Textanalyse &#8211; notwendiges Handwerkszeug f&#252;r intelligentes Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 19:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sobald wir sprechen oder schreiben, produzieren wir Texte. Wie versuchen uns zu verst&#228;ndigen; wir wollen mit Worten, S&#228;tzen und Lauten in der Regel Sinn entfallen. T&#228;glich nutzen wir Texte &#8211; in der Schule, im Beruf, in der Freizeit, in der &#214;ffentlichkeit. Das lateinische Wort textus bedeutet Gewebe, Geflecht. Wir texten oder &#8220;weben&#8221;, stellen Verkn&#252;fungen her, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sobald wir sprechen oder schreiben, produzieren wir Texte. Wie versuchen uns zu verst&#228;ndigen; wir wollen mit Worten, S&#228;tzen und Lauten in der Regel <strong><em>Sinn</em></strong> entfallen. <strong>T&#228;glich nutzen wir Texte &#8211; in der Schule, im Beruf, in der Freizeit, in der &#214;ffentlichkeit. </strong>Das lateinische Wort <em>textus </em>bedeutet <em>Gewebe, Geflecht</em>. Wir texten oder &#8220;weben&#8221;, stellen Verkn&#252;fungen her, kombinieren, gehen einer Sache auf den Grund, erforschen Ursache und Wirkung, stellen Funktionszusammenh&#228;nge her etc.</p>
<p><strong>Die Textanalyse soll kl&#228;ren, was der Text beansprucht, bezweckt oder beim Leser bewirken will (Inhaltsanalyse) und wie diese Inhalte/Gedanken sprachlich gestaltet sind (Sprachana­lyse).</strong><br />
Inhalt und Sprachform k&#246;nnen analytisch getrennt werden; tats&#228;chlich handelt es sich aber um eine festgef&#252;gte Einheit: Durch eine bestimmte Sprachform (u. a. Wahl der Textsorte, des Sprachstils) erh&#228;lt der Inhalt seinen Ausdruck. Ausgangspunkt f&#252;r eine Textanalyse kann sowohl der &#8220;Inhalt&#8221; als auch die verwendete &#8220;sprachliche Gestaltung&#8221; sein.<img class="aligncenter size-full wp-image-940" title="Textanalyse Sachanalayse Sprachanalyse" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/03/text-inhalts-sachanalyse.png" alt="Textanalyse Sachanalayse Sprachanalyse" width="334" height="200" /><span style="color: #0000ff;"><strong>Inhaltsanalyse</strong></span></p>
<p>Grunds&#228;tzliche Gesichtspunkte sind:</p>
<ul>
<li> <strong>Welche Ziele und Absichten lassen sich aus dem Textinhalt und dem Textaufbau erkennen?</strong></li>
<li><strong> Welche Wirkungen sollen beim Leser erreicht werden?</strong></li>
<li><strong> Welche Wirkungen werden wahrscheinlich tats&#228;chlich erzielt?</strong></li>
</ul>
<p>Im Einzelnen kann genauer gefragt werden nach:</p>
<ol>
<li> Welche Bedeutung hat die &#220;berschrift? Welche Erwartungen sollen geweckt werden?</li>
<li> Passen Textinhalt und Textsorte zueinander? Welche Beziehung oder Diskrepanz kann fest­gestellt werden?</li>
<li> In welcher Absicht werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt? Wie ist die Informationswahl gestaltet? Werden die Absichten und Hintergr&#252;nde einer bestimmten Auswahl vom Autor explizit genannt oder bleiben diese verschleiert? Wo ist der Text ausf&#252;hrlich oder knapp, konkret oder abstrakt, genau oder vage gehalten?</li>
<li> Ist die Darstellung der Sachverhalte oder der Sachlage korrekt? Liegt eine bewusste Irre­f&#252;hrung des Lesers vor?</li>
<li> Liegt eine klare Textgliederung vor? Welche Wirkung soll durch eine bestimmte Anord­nung des Textes erreicht werden?</li>
<li> Ist der Text sachlogisch weitgehend einwandfrei? Z. B. der Zusammenhang von These &#8211; Begr&#252;ndung, angef&#252;hrte Argumente &#8211; Schlussfolgerung. Sind die angef&#252;hrten &#8220;Begr&#252;ndungen&#8221; auch tats&#228;chlich nachvollziehbare &#8220;Gr&#252;nde&#8221;?</li>
<li> Welche Rolle spielen Vergleiche, Beispiele, Bezug und Verweis auf &#8220;Autorit&#228;ten&#8221;?</li>
<li> Ist der Text zielgruppenbezogen formuliert?</li>
<li> Gibt es einen Unterschied zwischen Autorenintention und Textintention? Nicht immer stimmt das, was der Autor sagen wollte, mit dem &#252;berein, was er tats&#228;chlich gesagt hat.</li>
</ol>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Sprachanalyse </strong></span></p>
<p>Grunds&#228;tzliche Gesichtspunkte sind:</p>
<ul>
<li> <strong>Welche Textsorte liegt vor? Welches &#8220;Sprachmaterial&#8221; wird verwendet um die Inhalte, Gedanken und Absichten umzusetzen?</strong></li>
<li><strong> Welche Wirkung soll durch eine bestimmte sprachliche Gestaltung erreicht werden? Welche sprachlich-rhetorischen Mittel sind erkennbar?</strong></li>
</ul>
<p>Im Einzelnen kann gefragt werden nach:</p>
<ol>
<li> Welcher Kommunikationszusammenhang, welcher Kontext liegt vor? Dasselbe Wort kann in verschiedenen Kontexten sehr Unterschiedliches bedeuten. Immer sind die Textteile und die sprachlichen Mittel auf das Textganze zu beziehen.</li>
<li> Welche Sprache wird verwendet: Fachsprache &#8211; Gruppensprache &#8211; Sondersprache? Um­gangssprache &#8211; Standardsprache (Hochdeutsch)? Amtsdeutsch? Werbesprache?</li>
<li>Lassen sich Stilbr&#252;che erkennen? Wortschatz, Wortwahl, Modew&#246;rter, Fremdw&#246;rter, Wort­neusch&#246;pfungen? Leerformeln, Phrasen, &#8220;Plastikw&#246;rter&#8221;?</li>
<li>Welche Absicht ist mit einem bestimmten Sprachstil verbunden? Welche Bedeutung haben zentrale Begriffe, Definitionen, rhetorische Mittel?</li>
<li> Welche rhetorischen Mittel werden eingesetzt, z. B. Metapher, Vergleich, &#220;bertreibung, Umschreibung, Besch&#246;nigung, Appell, Anspielung, Steigerung, Gegensatz, Nachdruck, Beispiel, Zitat, Wortspiel, Ausruf, Scheinwiderspruch, Scheinfrage, &#8230;</li>
<li> Welche Satzarten &#8211; Aussagesatz, Fragesatz, Befehlssatz &#8211; werden verwendet? Kurze/ lange S&#228;tze? Haupt-/Glieds&#228;tze, verschachtelte S&#228;tze?</li>
<li> Welcher Satzbau liegt vor? Abweichungen von der Norm? Verwendung von Indikativ, Kon­junktiv und Imperativ?</li>
<li> Liegt eine monologische oder dialogische Sprechweise vor? Wie ist der Leserbezug gestal­tet? Welche Funktion haben das &#8220;ich&#8221;, das &#8220;du&#8221;, das gemeinsame &#8220;wir&#8221; oder das unpers&#246;nliche &#8220;man&#8221; und &#8220;es&#8221;?</li>
</ol>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>S</strong><strong>chematischer Aufbau einer Textanalyse</strong></span></p>
<ul>
<li> Nennung von Autor, Titel, Erscheinungsort und -jahr, Bezugsrahmen der Untersuchung</li>
<li> Kurze Zusammenfassung des Inhalts, zentrale Aussagen</li>
<li> Erste Einsch&#228;tzung der Textintention, der zentralen Absicht des Textes</li>
<li> Analyse einzelner Textteile und Bezug auf das Textganze hinsichtlich Inhalt und verwendeter Sprache</li>
<li> Auswertung der Analyse &#8211; Bewertung der Ergebnisse</li>
<li> ggf. Darlegung des eigenen Bewertungsma&#223;stabes</li>
<li> ggf. L&#246;sungsvorschl&#228;ge, Alternativen</li>
</ul>
<p>aus:<a title="Miller Texte formulieren lernen" href="http://www.amazon.de/Texte-formulieren-lernen-Michael-Miller/dp/3441037715"> Michael Miller, Texte formulieren lernen</a></p>
<p>WICHTIG:<strong> Die Textanalyse bereitet meist eine tiefergehende Textinterpretation vor. Oft genug flie&#223;en beide im praktischen Vollzug ineinander.</strong></p>
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		<title>Kinder, Kreativit&#228;t und Kneipengespr&#228;che</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 23:20:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In - &#8220;Von der kindlichen Neugier und was die Schule verstehen sollte (1 und 2)&#8221; &#8211; hatte ich das nahezu unersch&#246;pfliche Kreativit&#228;tspotenzial von Kindern n&#228;her beleuchtet. Die Essenz des dargestellten kindlichen Entdeckergeistes, die Phantasie im &#220;berschwang wird in vielf&#228;ltigen Gespr&#228;chen in der Kneipe geteilt; Eltern schildern immer neue Varianten von Spielen, Einf&#228;llen und Kombinationen ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In <a href="http://www.bildungswirt.de/2009/02/18/865">- &#8220;Von der kindlichen Neugier und was die Schule verstehen sollte (1 und 2)&#8221;</a> &#8211; hatte ich das nahezu unersch&#246;pfliche Kreativit&#228;tspotenzial von Kindern n&#228;her beleuchtet. Die Essenz des dargestellten kindlichen Entdeckergeistes, die<br />
Phantasie im &#220;berschwang wird in vielf&#228;ltigen Gespr&#228;chen in der Kneipe geteilt; Eltern schildern immer neue Varianten von Spielen, Einf&#228;llen und Kombinationen ihrer Kinder. Fast alle sind sich einig, dass ihre Kleinen st&#228;ndige Neusch&#246;pfer sind (von der Nachahmung zur Innovation), sie schon deshalb geliebt werden sollten, aber dass auch alles soooooo anstrengend ist und man sich immer wieder von der ganzen Belastung &#252;berfordert f&#252;hlt. Doch das gemeinsame Liebesgrundgef&#252;hl verkraftet eben eine ganze Menge, die schon ersch&#246;pfte Mutter bzw. der genervte Vater w&#228;chst dann regelm&#228;&#223;ig &#252;ber sich hinaus und bringt neue harmonische Energie ein.</p>
<p>Aber man sieht als st&#228;ndiger Beobachter vereinzelt an den Kneipentischen, im Verhalten der Kinder, im Blick, in der Geste Anzeichen des »Dramas des begabten Kindes« (A. Miller). <strong>Angegriffene Kinderseelen, ver&#228;ngstigte Augen, aggressives Verhalten, schon bevor sie in die Grundschule kommen.</strong> &#220;berforderte Eltern, die aus Scham (»was k&#246;nnte der Nachbar von uns denken?«) ihre &#220;berforderung mit suggestiven Spr&#252;chen der St&#228;rke &#252;bert&#252;nchen und nicht zum notwendigen Ruf nach einer ›organisierten Elternschule‹ ansetzen. Pers&#246;nliche Kraft und Einsicht reichen nicht zum Aufbruch. Einige erstarren in Stummheit, blicken mit geballter Leere ins Bierglas, w&#228;hrend das Kind, schon unruhig, auf dem Stuhl hin und her rutschend, vor dem leeren Glas Cola sitzt und nerv&#246;s wartet, was weiter passiert.</p>
<p><strong>Kindesmi&#223;handlungen als Tabuthema</strong></p>
<p>Manchmal kommt bei Stammg&#228;sten sogar ein Tabuthema auf den Tisch, man kennt es zumindest vom H&#246;rensagen: Hunderttausende Kinder in Deutschland (oder doch 2 Millionen mit ungekl&#228;rter Dunkelziffer?) sind verwahrlost, sexuell missbraucht, gr&#252;n und blau geschlagen, psychisch gest&#246;rt, systematisch vernachl&#228;ssigt – der allt&#228;gliche Terror in der Kleinfamilie. Viele Eltern sind &#252;berfordert, kommen mit ihrem eigenen Leben nicht (mehr) zurecht. Hilflosigkeit schl&#228;gt um in blinde Aggression. Auch sadistische Verhaltensweisen finden ihr Bet&#228;tigungsfeld: systematischer Liebesentzug, Nahrungsentzug, Isolationshaft und vielf&#228;ltige Foltermethoden. Da wird mal die brennende Zigarette auf der Kinderstirn ausgedr&#252;ckt, da wird mal das Kind halb totgeschlagen, zu Tode ›gesch&#252;ttelt‹ oder einfach gleich in den W&#228;schetrockner gesteckt, am besten im M&#252;lleimer entsorgt. Wer’s &#252;berlebt, sich als Kind durchk&#228;mpft, sich geschickt anpasst, auf den wartet oft ein kollektives Schicksal: rasant wachsende Kinderarmut in Deutschland als einem der reichsten L&#228;nder der Welt!</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/fKEioJyokUg&amp;rel=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/fKEioJyokUg&amp;rel=0&amp;fs=1" /></object></p>
<p><strong>Chronisch unterversorgte Jugend&#228;mter sind zu oft machtlos</strong> – zu wenig Personal, zu wenig alternative Kinderh&#228;user zur Regeneration der Gesch&#228;digten, zu wenig finanzielle Spielr&#228;ume. Verantwortliche Politiker schauen weg, retten sich in schw&#252;lstige Reformrhetorik voller Folgenlosigkeit. Dann kommen diese gepeinigten Sechsj&#228;hrigen in die Grundschule, und alles soll besser werden? Schule in der bisherigen Form ist mit diesen komplexen Problemen strukturell &#252;berfordert und der einzelne Lehrer allemal. Auch die ganz besonders engagierte und erfahrene Vorzeigelehrerin kann die Sch&#228;rfe der Probleme nur etwas mildern, l&#246;sen kann sie diese nicht.</p>
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		<title>Von der kindlichen Neugier &#8211; was die Schule verstehen sollte (2)</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 10:09:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der erste Schultag, endlich ein Schulkind, die Schult&#252;te, der Schulranzen, viele Geschenke, es geht los, die Eltern sind dabei. Mit den gro&#223;en Kindern &#252;ber den Schulhof laufen, springen, h&#252;pfen, staunend mit offenem Mund und gro&#223;en Augen schauen, was alles so passiert. Und die neue Klassenlehrerin ist auch ganz nett. Ja, die ganz gro&#223;e Mehrheit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der erste Schultag, endlich ein Schulkind,</strong> die Schult&#252;te, der Schulranzen, viele Geschenke, es geht los, die Eltern sind dabei. Mit den gro&#223;en Kindern &#252;ber den Schulhof laufen, springen, h&#252;pfen, staunend mit offenem Mund und gro&#223;en Augen schauen, was alles so passiert. Und die neue Klassenlehrerin ist auch ganz nett. <strong>Ja, die ganz gro&#223;e Mehrheit der Kinder ist neugierig und freut sich auf die Schule.</strong> Das eine Kind ist etwas forscher, kann auch schon ein bisschen schreiben und z&#228;hlen bis 100, das andere, etwas zur&#252;ckhaltender, ist &#252;berrascht &#252;ber den L&#228;rmpegel, muss sich erst orientieren. Rechnen, lesen, schreiben, reden, malen, spielen, ab und zu toben stehen kurzweilig auf dem Programm.<br />
Jedes Kind soll individuell gef&#246;rdert werden. Sogar Lernen mit allen Sinnen ist nichts Exotisches; Sachkundeunterricht zum Anfassen, Riechen, Schmecken, Experimentieren und Querbeet-Kommunizieren, und dazwischen immer wieder: soziale Regeln und Umgangsformen lernen und praktizieren, den anderen ausreden<br />
lassen, Beschimpfungen und ›b&#246;se W&#246;rter‹ meiden; hauen, treten und spucken – verboten! Die ›Gro&#223;en‹ arbeiten mit eigenen Wochenpl&#228;nen, entscheiden selbst, wann sie welche Arbeit erledigen. Ein unterschiedliches Lerntempo wird akzeptiert. Auch bei einer internationalen Grundschule-Lese-Untersuchung (IGLU, 2003) k&#246;nnen die deutschen Grundschulen im Schnitt mit guten Ergebnissen aufwarten. Das Sinn verstehende Lesen, das Erfassen und Interpretieren von Texten, das Selbstschreiben von pfiffigen Aufs&#228;tzen – all das l&#228;sst sich vorzeigen. 90% aller<br />
Sch&#252;ler haben Lust auf Lesestoff, die Lernmotivation ist noch ungebrochen.</p>
<p>Machen wir’s kurz: Der &#252;berwiegende Teil der Grundschullehrerinnen hat in den letzten 20 bis 30 Jahren aktiv an einer Reform der Grundschule teilgenommen und die Hauptlektionen selbst gelernt. Es g&#228;be – wie immer – noch viel zu tun: Professionelles Englisch ab der 1. Klasse, Spanisch ab der 3. Klasse, zus&#228;tzliche Deutschstunden f&#252;r Migrantenkinder, der Computer als universales Werkzeug f&#252;r alle, jeden Tag eine Sportstunde, musikalisch- k&#252;nstlerische Erziehung und gezielte F&#246;rderung etc., etc.<br />
W&#252;rden die einzelnen Grundschullehrerinnen statt der derzeitig 30 Stunden Unterrichtsverpflichtung pro Woche nur 25 (!) unterrichten und w&#252;rde gleichzeitig mehr Personal eingesetzt werden, k&#246;nnten sicher noch mehr Kinder individuell gef&#246;rdert und das gesamte Schulleben attraktiver gestaltet werden. Bei allen berechtigten Einzelkritiken, die Richtung des eingeschlagenen Reformweges stimmt.</p>
<p><strong>Nach der vierten Klasse beginnt die gro&#223;e Selektion, die Lebenschancen werden vorprogrammiert,</strong> die ›Lernbehinderten‹ abgeschoben, jetzt soll keiner mehr mitgeschleppt werden! Die Sonderschule – im Volksmund das Brettergymnasium – wird mit der neuen Bezeichnung »F&#246;rderschule« als besondere p&#228;dagogische Errungenschaft f&#252;r ›Verhaltensauff&#228;llige‹ verkauft, die objektiv gesellschaftliche Stigmatisierung gleichzeitig tabuisiert. Noch<br />
aber darf die &#252;berwiegende Mehrheit der Sch&#252;ler auf Gesamtschulen und Gymnasien.<br />
Immerhin: In den Gro&#223;st&#228;dten besuchen zu Anfang noch ca. 40 bis 50% der Sch&#252;ler das Gymnasium, doch in dieser Schulform ist Schluss mit lustig, jetzt wird richtig gelernt: voller Stundenplan, schwerer Schulranzen, gro&#223;e Geb&#228;ude und zeitaufwendige Hausaufgaben von Anfang an. Die ›Spielwiesen‹ und Wochenpl&#228;ne der Grundschule sind fast &#252;berall abgeschafft, jetzt schl&#228;gt ein anderer Takt. Die angeblich ineffektive »Kuschelp&#228;dagogik« (ehrlich gesagt, ich habe nie verstanden, was die vielen Gymnasiallehrer und besonders leistungsbetonten Eltern gegen kuscheln haben, einer der elementarsten Bed&#252;rfnisse und z&#228;rtlichen T&#228;tigkeiten des Menschen) wird ersetzt durch die angeblich effektive »Instruktionsp&#228;dagogik«. Hauptsache der Lehrer wei&#223;, wo es langgeht und redet und redet und redet.<br />
<strong>»Alle sitzen, einer steht und spricht, das nennt man in Deutschland Unterricht!«</strong> – so k&#246;nnte man die Situation zugespitzt zusammenfassen. Der Taktgeber steht vorn, alle anderen im Raum folgen im geistig verordneten G&#228;nsemarsch. Erste Orientierungsschw&#228;chen von Kindern und Versuche, gegen den vorgegebenen Rhythmus zu schlagen, werden anfangs noch milde hingenommen, doch dann geht schnell die Geduld zur Neige. Schule als systematisch organisierte Dauerbeschallungsmaschine, Tag f&#252;r Tag, Woche f&#252;r Woche, 1200 Stunden das Jahr, h&#228;lt keiner so leicht aus. Sollte das Kind nicht mitkommen, das Stoffpensum nicht bew&#228;ltigen, so ist es eben nur bedingt geeignet und braucht bezahlte Nachhilfe oder muss doch in eine niedrigere Schulform wechseln. &#220;ber 50% der Gymnasiasten bekommen mehr oder minder regelm&#228;&#223;ig bezahlte Nachhilfe – f&#252;r private Anbieter ein lukratives Gesch&#228;ft, ein umk&#228;mpfter Milliardenmarkt. Das Gymnasium ist davon &#252;berzeugt, dass man nur leistungshomogene Lerngruppen effektiv unterrichten kann. Der gleiche Stoff, die gleichen Rituale, das gleiche Lerntempo, zur selben Zeit f&#252;r alle, so lautet die Spielregel. Alle gehen freiwillig oder gezwungen ins »Prokrustesbett «, das vorgegebene Standardma&#223;. Wer zu kurz ist, wird lang gezogen, wer zu lang ist, abgeschnitten. Wer gar nicht passt, hat eben Pech gehabt und muss gehen. F&#252;r die anderen gilt: Friss dich durch die Berge toten Wissens, sie enden nie, immer neue Stoffmengen kommen hinzu. <strong></strong></p>
<p><strong>Fang endlich an, du hast eh keine Chance. Neue F&#228;cher, neue Lehrer, neue Berge. </strong>Frag nicht nach dem Sinn, andere haben festgestellt, dass es gut f&#252;r dich ist. Die Leselust der Sch&#252;ler f&#228;llt rapide, die meisten »Pflichtlekt&#252;ren« leisten noch Vorschub, erh&#246;hen die Passivit&#228;tsspirale nach unten. Mit den gleichen Pflichtlekt&#252;ren wurden schon die Lehrer als Sch&#252;ler selbst drangsaliert, damit die Banausen endlich lernen, was die traditionsreichen Lichtgestalten abendl&#228;ndischer Bildung sind. Die Hausaufgaben werden immer l&#228;nger, jeder Lehrer h&#228;lt sein Fach selbstverst&#228;ndlich f&#252;r das wichtigste. Zur &#220;berlebensstrategie der Sch&#252;ler geh&#246;rt: Schreib ab, wo es nur geht, lass dich aber nicht erwischen, Hauptsache, du erf&#252;llst das geforderte Pensum. Die Mehrheit der Sch&#252;ler hat Angst vor schlechten Noten, im schlimmsten Fall vor dem »Sitzenbleiben«. Sie versp&#252;ren am eigenen Leib den Leistungsdruck mit vielf&#228;ltigen nerv&#246;sen St&#246;rungen. Langsam, ganz langsam, aber todsicher breitet sich <strong>das schulische Krebsgeschw&#252;r aus: Demotivation, mangelndes Interesse an der Sache, g&#228;hnende Langeweile!</strong></p>
<p>Der Lehrer will den Sch&#252;ler aufs Leben zielgerichtet vorbereiten, ihn qualifizieren (deshalb der ganze Aufwand und Stress f&#252;r alle Beteiligten), er will nat&#252;rlich selbstredend nur das Beste, das Allerbeste. Nur genau das bekommt der Lehrer nicht! Das Beste wird mit den Freunden geteilt oder f&#252;r sich behalten; in der Schule will der Sch&#252;ler die Langeweile &#252;berstehen, die eigene Anstrengung wird dabei auf ein kalkuliertes Minimum herabgek&#252;hlt. Man ist erfinderisch, man wird zum Aufsp&#252;ren immer neuer Nischen der Arbeitsentlastung geradezu gezwungen. Je nach Lehrer wechselt das Interesse, das Engagement, die Fassade, die Art des Mitspielens, das geistige Ausklinken bei einigerma&#223;en regelm&#228;&#223;iger k&#246;rperlicher Anwesenheit. Mindestens 40% der Stunden werden sinnlos abgesessen, auf die lange Dauer der Schulzeit wird man als Sch&#252;ler wie ein Profiboxer »hart im Nehmen«. (Sollten Sie Zweifel an der angegebenen Prozentzahl haben, fragen Sie zuerst Ihre Kinder! Dann fragen Sie Lehrer in entspannter Atmosph&#228;re, z.B. in der Kneipe, nach der Zahl der fehlgeschlagenen Unterrichtsstunden! Sollten Sie immer noch Zweifel haben, so besorgen Sie sich neueste wissenschaftliche Studien zur Unwirksamkeit des Unterrichts, z.B. im Fach Mathematik.<br />
Bedenken Sie zus&#228;tzlich, dass sich empirisch forschende Wissenschaftler ungern festlegen, alles immer hochkomplex sei, heterogen, un&#252;bersichtlich, nicht nach allen Seiten abgesichert und deshalb unbedingt weiter geforscht werden m&#252;sste. Auf die dann doch ver&#246;ffentlichten Ergebnisse k&#246;nnen Sie in aller Ruhe und Gelassenheit noch mal 10% draufschlagen!).</p>
<p><strong>Was viele Lehrer als &#220;berforderung der Kinder durch hochqualifizierten Unterricht deuten und entsprechend bei Versagen mit schlechten Noten quittieren, ist in Wahrheit strukturelle Unterforderung durch verordnete Passivit&#228;t des Gehirns.</strong> <strong>Unser Gehirn ist daf&#252;r nicht geschaffen, die Sch&#252;ler schalten auf Sparflamme.<br />
Die lineare Verk&#252;ndungsp&#228;dagogik schafft in besonderem Ma&#223;e die geistige Unterforderung und affektive Unterk&#252;hlung und steht im offenen Widerspruch zur Evolutionsgeschichte des Menschen als hocheffizientes, aktives, spielendes und emotionsgeladenes Wesen.</strong></p>
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		<title>Von der kindlichen Neugier &#8211; was die Schule verstehen sollte (1)</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 06:49:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Kinder sind geballte Kreativit&#228;tsb&#252;ndel, fast immer zur Aktion bereit. Nichts ist vor ihnen sicher – das gilt f&#252;r die elegante Tischdecke, die teure Blumenvase, Papas Lieblings-CDs, die geordneten B&#252;cher in den untersten Regalbrettern genauso wie f&#252;r spontane Ideen, allt&#228;gliche Handlungen, eingefleischte Gewohnheiten von Erwachsenen – ihr Entdeckergeist kennt erst mal keine Grenzen. Wenn das ›erwachsene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kinder sind geballte Kreativit&#228;tsb&#252;ndel, fast immer zur Aktion bereit.</strong> Nichts ist vor ihnen sicher – das gilt f&#252;r die elegante Tischdecke, die teure Blumenvase, Papas Lieblings-CDs, die geordneten B&#252;cher in den untersten Regalbrettern genauso wie f&#252;r spontane Ideen, allt&#228;gliche Handlungen, eingefleischte Gewohnheiten von Erwachsenen – ihr Entdeckergeist kennt erst mal keine Grenzen. Wenn das ›erwachsene Nein‹ sparsam eingesetzt wird, sprudelt die Quelle ›Originalit&#228;t und Phantasie‹ unersch&#246;pflich.</p>
<p><strong>Kinder sind Sprachsch&#246;pfer, Wortspieler, ja Wortakrobaten,</strong> schwingen sich auf zu neuen Wahrnehmungsf&#228;higkeiten, wechseln die Rollen, schreiben sich selbst&#228;ndig neue Rollen nach Belieben zu, sprengen ihre Welt und fragen schon fr&#252;hzeitig nach dem, »was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt.« Ihr faustscher Drang will hoch hinaus, will erforschen, ergr&#252;nden, wissen. Die Warum-Frage will selbst kurz vor dem Schlafengehen nicht enden. Erst wenn die Augen buchst&#228;blich zufallen, erholt sich kurzfristig das Kind (und die Eltern). Und am n&#228;chsten Morgen geht es weiter.<br />
Die Kreativit&#228;t meiner Kinder, ihre Ideen und unkonventionellen Illustrationen haben aktiv dazu beigetragen, dass ich Ausdehnung und Tiefe des Sprachuniversums einigerma&#223;en verstanden habe und nicht nur »sprachphilosophischen Untersuchungen« (Wittgenstein) gefolgt bin. Dieses Sowohl-als-auch, die zahlreichen Variationen, Modulationen, Metamorphosen, dieses Nichts-bleibt-wie-es-ist, haben Kinder intuitiv begriffen. Erst die st&#228;ndige Ja-Nein-Konstellation von Erwachsenen zwingt ihren Geist in spanische Stiefel – meist viel zu fr&#252;h. Nicht aus Unkenntnis, sondern aus Lust und Tollerei kann der rote Elefant fliegen, schleudert die schlaue Maus das b&#246;se Krokodil durch die Luft, ist die liebe Emma die einzige Lokomotive, die fast alle Hindernisse auch ohne Schienen &#252;berwinden kann. Nat&#252;rlich ist der rote Elefant im wirklichen Leben gr&#252;n, kann sich ganz klein machen, wenn er denn will, f&#228;hrt Auto, tr&#228;umt sich nach Afrika, kennt auch die grauen ›Ganz Gro&#223;en‹ mit den ganz ganz gro&#223;en Ohren und nat&#252;rlich die Arbeitselefanten in Indien und Colonel Hathi, den Chef der Elefantenkompanie aus dem Dschungelbuch. M&#252;helos kann das Kind hin und her switchen, mannigfaltige Wirklichkeiten existieren nebeneinander, mal so, mal anders. Es kann sich auch nach dem Elefantenspiel in einen Flugdinosaurier verwandeln, der als lachender Delphin wieder auftaucht und sprechen kann. Sprechen k&#246;nnen dann fast alle Tiere, und lustig, traurig, b&#246;se, gut k&#246;nnen sie sein. Wenn das Kind will, kann es sehr treffsicher unterscheiden, kann die Szene und die Sprache wechseln. Wenn der Faden des Spiels mal rei&#223;en sollte, wird irgendwann sp&#228;ter wieder problemlos angekn&#252;pft. Sollte die Lust in Frust umschlagen – manchmal reichen eben die F&#228;higkeiten noch nicht aus – so ist das ein vor&#252;bergehendes Ph&#228;nomen. Frust muss dann leidvoll ertragen werden, Tr&#228;nen und vielf&#228;ltige Gef&#252;hlsausbr&#252;che geh&#246;ren kurzfristig dazu. Handeln, F&#252;hlen, Denken sind eine untrennbare Einheit, die Erlebnisf&#228;higkeit eine Ganzheit. Diese kleinen Subjekte sind in den ersten Jahren ihrer Pers&#246;nlichkeitsentwicklung (bis weit in die Grundschule hinein) im Prinzip quirlige Musiker, sie haben den Jazz im Blut – vorausgesetzt, man l&#228;sst ihnen gro&#223;e Spielr&#228;ume und unterbreitet gleichzeitig gezielte Angebote.</p>
<p><strong>Was hei&#223;t hier ›den Jazz im Blut‹?</strong> Im Kern ist es die hohe Kunst der Improvisation, die gelungene Art, Geschichten zu erz&#228;hlen, Bilder, Figuren, Farben, Empfindungen in vielf&#228;ltigen Formen und Formationen zur Welt zu bringen. Der Trompeter Chet Baker (oder Miles Davis) kann uns mit seinen Ton-Geschichten zu Tr&#228;nen r&#252;hren, emotionale Ger&#252;ste ersch&#252;ttern oder auf Wolke sieben schweben lassen. Der Kopf, die Ohren, das Herz m&#252;ssen aber bewusst ge&#246;ffnet werden, eben keine Berieselungsmusik im Hintergrund.</p>
<p><strong>Das quirlige Kind l&#228;sst,</strong> wie bereits erw&#228;hnt, den roten Elefanten fliegen, ist in Stimmung (»in the mood«) und wechselt abrupt den Erz&#228;hlkurs, wechselt die Tonart, modelliert, variiert, bringt neue rhythmische Ideen, Phrasen, Verzierungen, Akzentuierungen &#8230; und pl&#246;tzlich trifft der rote Elefant den lieben Gott und fragt nach dem Sinn des Todes: »Warum m&#252;ssen wir alle sterben?« »Sehe ich Opa im Himmel wieder?« &#8230; und kommt dann doch zum Ende seiner Improvisation, kommt vielleicht zur&#252;ck zum Grundthema: Der Elefant in Afrika oder im Zoo. Erwachsene (Lehrer und Eltern) sollten den Kindern mehr zuh&#246;ren, sie in ihren Improvisationen und Interpretationen der Welt<br />
f&#246;rdern und sie weniger belehren wollen.</p>
<p><strong>Wie geht z.B. ein Jazzer vor?</strong> Er h&#246;rt ein brillantes, aber schwieriges Solo auf einer CD und will es transkribieren – also abh&#246;ren, notieren, analysieren. Er springt hin und her, notiert Anfang und Endpunkt einer Phrase, vielleicht die T&#246;ne auf dem beat und sucht nach wiedererkennbaren Skalen oder Arpeggien. Vielleicht beginnt er auch mit dem, was ihm pers&#246;nlich leicht von der Hand geht, er l&#228;sst sich vom groove tragen, er zerlegt das St&#252;ck (eine l&#228;ngere Phrase, einen Melodiebogen) in abgegrenzte Einheiten, erfasst die vorgezogenen Noten, die off-beats; erst anschlie&#223;end besch&#228;ftigt er sich mit den exakten T&#246;nen und Tonh&#246;hen. Der Musiker beginnt die Melodieb&#246;gen und die grooves zu singen, zu summen, zu klatschen – greift sich sein Instrument und spielt, trifft bewusst das Original oder variiert, geht seinen eigenen Weg. Der Musiker imitiert, assimiliert, experimentiert mit dem gegebenen Material und schafft m&#246;glicherweise bahnbrechende Innovationen. &#196;hnlich gehen im Prinzip Kinder vor. Die Begeisterung f&#252;r Geschichten, f&#252;r spannende B&#252;cher schl&#228;gt schnell um in Selbstwollen, selbst lesen, selbst ausprobieren, selbst schreiben, selbst rechnen. Symbolische Darstellungen wie Noten, Buchstaben, Zahlen, Grafiken, Bilder werden von den Kindern schnell begriffen, wenn begeisternd der Funke, der Nutzen, der Zusammenhang ersichtlich bleiben.</p>
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		<title>KIM-Studie 2008:Kinder und Medien, Computer und Internet</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 14:02:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Basisuntersuchung zum Medienumgang 6- bis 13-J&#228;hriger in Deutschland Herausgeber: Medienp&#228;dagogischer Forschungsverbund S&#252;dwest, Febr. 2009 Die repr&#228;sentative KIM-Studie erfasst den gesamten Medienumgang von Kindern, also Fernsehen, Radio, MP3, Lesen, Computer, Internet und Handy. Weiter werden Themeninteressen, Freizeitverhalten, Medienbindung und Vorbilder erfragt. Die Besonderheit der KIM-Studie ist, dass auch die Haupterzieher, in der Regel die M&#252;tter, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Basisuntersuchung zum Medienumgang 6- bis 13-J&#228;hriger in Deutschland<br />
</strong> Herausgeber: <a title="Der Medienp&#228;dagogische Forschungsverbund S&#252;dwest ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Landesanstalt f&#252;r Kommunikation Baden-W&#252;rttemberg und der Landeszentrale f&#252;r Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz. Bei den Studienreihen JIM und KIM kooperiert der mpfs mit der SWR Medienforschung." href="http://www.mpfs.de/index.php?id=133http://www.mpfs.de/index.php?id=133" target="_blank">Medienp&#228;dagogischer Forschungsverbund</a> S&#252;dwest, Febr. 2009</p>
<p>Die repr&#228;sentative KIM-Studie erfasst den gesamten Medienumgang von Kindern, also Fernsehen, Radio, MP3, Lesen, Computer, Internet und Handy. Weiter werden Themeninteressen, Freizeitverhalten, Medienbindung und Vorbilder erfragt. Die Besonderheit der KIM-Studie ist, dass auch die Haupterzieher, in der Regel die M&#252;tter, mit einem schriftlichen Fragebogen einbezogen werden. Somit k&#246;nnen erg&#228;nzend zu den Angaben der Kinder Informationen zur Mediennutzung der Haupterzieher, zu deren Einstellungen und zum Medienverhalten in der Familie erfasst werden.</p>
<div id="attachment_847" class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a href="http://www.mpfs.de/index.php?id=136"><img class="size-full wp-image-847" title="kim-studie-2008-themeninteressen" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/02/kim-studie-2008-themeninteressen.jpg" alt="Medienp&#228;dagogischer Forschungsverbund S&#252;dwest / KIM-Studie 2008 / www.mpfs.de" width="500" height="486" /></a><p class="wp-caption-text">Medienp&#228;dagogischer Forschungsverbund S&#252;dwest / KIM-Studie 2008 / www.mpfs.de</p></div>
<p><a title="Themeninteressen 2008 - KIM Studie" href="http://www.mpfs.de/fileadmin/KIM-pdf08/KIM08_1.pdf" target="_blank">Link</a> zur Orginal pdf-Datei.</p>
<p>Mit zunehmendem Alter &#228;ndern sich die Interessen der Kinder. Vor allem die Medienthemen „Computer“, „Computerspiele“, „Handy“ und „Kino/Filme“ werden vermehrt interessant, auch „Kleidung/Mode“, „Musik“ und „Musikstars/Bands“ werden wichtiger. Am deutlichsten verlieren bei &#228;lteren Kindern die Themen „Schule“ und „Tiere“.Im Vergleich zur KIM-Studie 2006 zeigen Kinder 2008 weniger Interesse f&#252;r Kino und Filme, Stars aus Musik, Film und Fernsehen sowie f&#252;r die Themen „Technik“, „fremde L&#228;nder“ und „Autos“. Dagegen begeistert das Thema „Internet“ zunehmend mehr Kinder.</p>
<p>Kinder kommen heute ganz selbstverst&#228;ndlich mit Computern in Kontakt. In 88 Prozent der Haushalte, in denen 6- bis 13-J&#228;hrige leben, gibt es mindestens einen Computer oder Laptop. Ein Viertel der Kinder hat ein eigenes Ger&#228;t zur Verf&#252;gung, sei es in Form eines speziellen Kindercomputers (12 %) oder in Form eines gew&#246;hnlichen Computers, wie ihn auch Erwachsene benutzen (15 %). Entsprechend weisen mehr als drei Viertel (78 %) der Kinder Erfahrungen im Umgang auf (Nutzung zumindest selten). M&#228;dchen (76 %) z&#228;hlen zu einem etwas geringeren Anteil als Jungen (80 %) zu den Nutzern. Und w&#228;hrend bei den 6- bis 7-J&#228;hrigen jedes zweite Kind zumindest selten einen Computer nutzt, geh&#246;rt der Computer bei nahezu allen 12- bis 13-J&#228;hrigen zum Alltag (95 %). Im Vergleich zu 2006 stagniert der Anteil der Kinder mit Computererfahrung. Die Bef&#252;rchtung, dass schon die J&#252;ngsten in immer st&#228;rkerem Ma&#223;e mit dieser Technologie in Ber&#252;hrung kommen, scheint also unbegr&#252;ndet. Da es selbst f&#252;r den spielerischen Umgang gewisser kognitiver und motorischer Fertigkeiten bedarf, scheint hier eine mehr oder weniger nat&#252;rliche Grenze gesetzt zu sein.</p>
<p>Wenn Computer in der Schule genutzt werden, dann ist dies bei 46 Prozent der Kinder im Fach Deutsch, 43 Prozent best&#228;tigen dies f&#252;r den Mathematikunterricht. Mit Abstand folgen Fremdsprachen (35 %), Sachkunde (23 %), Erdkunde (19 %), Biologie (17 %) und Informatik (16 %). Interessanterweise geben Jungen in Mathematik (47 %, M&#228;dchen:38 %), Sachkunde (26 %, M&#228;dchen: 19 %) und Erdkunde (24 %, M&#228;dchen: 15 %) eine intensivere Nutzung an, in den restlichen F&#228;chern liegen die Geschlechter gleichauf.<br />
Betrachtet man den Computereinsatz nach Altersgruppen, werden die Unterschiede zwischen Grundsch&#252;lern und Sch&#252;lern weiterf&#252;hrender Schulen und der damit verbundene erweiterte F&#228;cherkanon deutlich. Computereinsatz im Mathematikunterricht spielt besonders f&#252;r die Schulanf&#228;nger eine Rolle, bei den Sprachen und den naturwissenschaftlichen F&#228;chern kommt er verst&#228;rkt bei den ab-10-J&#228;hrigen zum Einsatz. <strong>Im Deutschunterricht geht der Computereinsatz nach der Grundschule dagegen deutlich zur&#252;ck.</strong></p>
<p>Jenseits des Fachbezugs stellt sich die Frage, welche konkreten Anwendungen mit dem Computer in der Schule im Mittelpunkt stehen. Betrachtet man hier die T&#228;tigkeiten, die mindestens einmal pro Woche von den Kindern in der Schule ausge&#252;bt werden, dann steht die Nutzung von Lernprogrammen an der Spitze (66 %). Recherchen im Internet (58 %) stehen ebenso h&#228;ufig auf dem Programm wie das Schreiben von Texten (55 %). Weniger verbreitet ist das konkrete Lernen einer Software wie Word oder Powerpoint (36 %) oder die Durchf&#252;hrung von Berechnungen mittels des Computers (33 %). 16 Prozent erstellen einmal pro Woche oder h&#228;ufiger eine Pr&#228;sentation oder ein Referat.</p>
<p><em>Anmerkung: Die Computernutzung in der Schule ist nach F&#228;chern und Intensit&#228;t noch sehr unterschiedlich entwickelt. Trotz einiger Fortschritte besteht noch erheblicher Handlungsbedarf. Nicht eindeutig ist aus der Studie die tats&#228;chlich Intensit&#228;t nachgewiesen. Eine Nutzung von mindestens einmal in der Woche w&#252;rde bedeuten, dass die Schule faktisch den Computer und das Internet als Lernmedien ignoriert. Einfache Modellrechnung: 30-35 Std. Unterricht pro Woche  &#8211; unterstellte Computernutzung 1-2 Std. w&#252;rde eine ca. 5% Nutzungsdauer ergeben. Ein Armutszeugnis.</em></p>
<p>Kostenfreier Download der KIM-Studie 2008 unter : <a title="Studie als pdf" href="http://www.mpfs.de/fileadmin/KIM-pdf08/KIM08.pdf" target="_blank">www.mpfs.de</a></p>
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		<title>Bildung und Gastronomie (2)</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 00:43:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[oder Eltern, Sch&#252;ler, Lehrer und Schuldzuschreibungen In der Kneipe gibt es manchmal pers&#246;nlich w&#252;tend vorgetragene Ausf&#228;lle gegen Lehrer, derbe Sprache einer kochenden Volksseele. Gerhard Schr&#246;ders Wort von den Lehrern als »faule S&#228;cke« klingt dagegen eher harmlos. Insgesamt m&#252;ndet diese zugespitzte Kritik schnell in ein allgemeines Lamento: »H&#246;r mir auf mit Schule, da kann man eh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>oder Eltern, Sch&#252;ler, Lehrer und Schuldzuschreibungen</strong></p>
<p>In der Kneipe gibt es manchmal pers&#246;nlich w&#252;tend vorgetragene Ausf&#228;lle gegen Lehrer, derbe Sprache einer kochenden Volksseele. Gerhard Schr&#246;ders Wort von den Lehrern als »faule S&#228;cke« klingt dagegen eher harmlos. Insgesamt m&#252;ndet diese zugespitzte Kritik schnell in ein allgemeines Lamento: »H&#246;r mir auf mit Schule, da kann man eh nichts machen, da m&#252;ssen meine Kinder eben durch, die Lehrer sitzen am l&#228;ngeren Hebel.«<br />
Schulfrust schl&#228;gt um in kurzatmige Wut und verharrt dann in ratloser L&#228;hmung. Nach &#252;bereinstimmender Meinung ist das schulische Sorgenkind Nr. 1 Mathematik. Angstbesetzt scheuen die Sch&#252;ler Mathematik wie der Teufel das Weihwasser. Die reinste Geisteswissenschaft, die Zwillingsschwester der Logik, verkommt durch unf&#228;hige Mathelehrer zum Horrorfach. Jede andere Berufsgruppe w&#252;rde sich sch&#228;men angesichts solcher systematischen Misserfolge.</p>
<p>Und umgekehrt zeigt sich bei manchen Lehrern  in der Kneipe folgende Grundstimmung: »Alles, den ganzen Bullshit, womit die Eltern nicht mehr zurechtkommen, wo die Gesellschaft insgesamt gefragt w&#228;re, kriegen wir vor die T&#252;r gekippt. Die Elternh&#228;user versagen, schicken uns ihre fernsehs&#252;chtigen, durchgeknallten B&#228;lger und stellen noch Anspr&#252;che. Oft komme ich mir vor wie der Dompteur in der Zirkusmanege. Der L&#228;rmpegel in der Schule geht richtig an die Nerven, oft habe ich Kopfschmerzen, wenn ich nach sechs Stunden Schule nach Hause komme.«<br />
Vertreter solcher gegenl&#228;ufigen Ansichten reden nicht miteinander, ignorieren sich, sofern sie &#252;berhaupt voneinander wissen. Niemand will sich in der Kneipe seinen eigenen guten Ort der Kommunikation und Entspannung selbst kaputtmachen. Die Antennen f&#252;r potenziell massive St&#246;rungen sind bei allen feinf&#252;hlig justiert.<br />
Ja, was tun? Vielleicht den Elternf&#252;hrerschein f&#252;r alle? Lernort Kneipe?</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/ANAB-KTFAfQ&amp;rel=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ANAB-KTFAfQ&amp;rel=0&amp;fs=1" /></object></p>
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		<title>Selbstreflexionen eines Lehrers (1)</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 10:57:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Kein Lehrer kann angesichts der deutschen Bildungskrise seine H&#228;nde in Unschuld waschen und behaupten, er habe damit nichts zu tun. Eine ausf&#252;hrliche biografische Selbstreflexion des Lehrers – von der bewussten Berufswahl bis zur t&#228;glichen Unterrichtsgestaltung – steht deshalb unabweisbar auf der Tagesordnung. Im Rahmen einer professionellen Selbstreflexion sollten mindestens die folgenden 16 Fragen zur Diskussion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kein Lehrer kann angesichts der deutschen Bildungskrise seine H&#228;nde in Unschuld waschen</strong> und behaupten, er habe damit nichts zu tun. Eine ausf&#252;hrliche biografische Selbstreflexion des Lehrers – von der bewussten Berufswahl bis zur t&#228;glichen Unterrichtsgestaltung – steht deshalb unabweisbar auf der Tagesordnung. Im Rahmen einer professionellen Selbstreflexion sollten mindestens die folgenden <strong>16 Fragen zur Diskussion </strong>stehen:</p>
<p>1. Warum bin ich &#252;berhaupt Lehrer geworden?<br />
2. Wie bereite ich Unterricht vor?<br />
3. Wie gehe ich mit sogenannten Planungsfehlern im Unterricht um?<br />
4. Von welchen Alltagstheorien und wissenschaftlichen Konzepten bin ich beeinflusst?<br />
5. Wie gehe ich mit sogenannten schwierigen Sch&#252;lern um?<br />
6. Welche Fragetechniken und Methoden bevorzuge ich?<br />
7. Wie lange halte ich Stille im Unterricht aus?<br />
8. Welche Reaktionsmuster bis hin zu leiblichen Lust- und Unlust- oder auch Bedrohungsgef&#252;hlen sp&#252;re ich bei mir   selbst?<br />
9. Vor was schrecke ich zur&#252;ck?<br />
10. Wie komme ich mit chaotischen Zust&#228;nden zurecht?<br />
11. Von wem f&#252;hle ich mich wann provoziert?<br />
12. Wo liegen bei mir tiefe, vielleicht auch diffuse &#196;ngste?<br />
13. Wie gehe ich mit Spontaneit&#228;t im Unterricht um?<br />
14. Leide ich unter Konkurrenzangst im Kollegium?<br />
15. Habe ich Angst, den Lehrplan, die Bildungsstandards nicht zu erf&#252;llen?<br />
16. Schotte ich mich ab gegen&#252;ber Fremdem und Neuem (z.B. »alles alte H&#252;te, soll wieder das Rad neu erfunden werden?«)</p>
<p><strong>Nehmen wir uns </strong><strong>z.B. Frage Nr. 6 vor: »Welche Fragetechniken und Methoden bevorzuge ich?« </strong>Wie k&#246;nnte vertiefend eine biografische Selbstreflexion des Lehrers (und zum Selbsttest der Eltern in modifizierter Form) aussehen? Zuerst: Welche Art von W-Fragen (wer, was, wann, warum, wozu, wie) stelle ich den Sch&#252;lern in bestimmten Situationen, vor welchem Hintergrund? Handelt es sich um eine bewusste/ unbewusste (?) Fragetechnik oder um eine grunds&#228;tzliche geistige Haltung zu unbekannten Sachverhalten und Annahmen? Bin ich selbst mitlernendes Wesen in komplexen Problemstellungen, oder stelle ich im Wesentlichen Schein-Fragen und will wissen, ob es noch jemand wei&#223;? Daf&#252;r gibt es dann Belohnungen – Noten, Gummib&#228;rchen, Flei&#223;bildchen, Fassadenl&#228;cheln, die richtige<br />
Antwort vorausgesetzt! Der Lehrer wei&#223; nat&#252;rlich wie immer die richtige Antwort. <strong>Es wird nicht wirklich gefragt, sondern abgefragt! Nur, brauchen Sch&#252;ler diese weitverbreitete schultypische Fragerei?</strong> Ich will eine kurze Antwort wagen: Sch&#252;ler brauchen grunds&#228;tzlich keine p&#228;dagogisch kleingehackte Kost, sie brauchen keinen vorgekauten Brei f&#252;r Minderbemittelte. So ist Schule oft genug systematische Unterforderung, p&#228;dagogische Weichsp&#252;lung von real sperrigen Bildungsg&#252;tern. Dies gilt f&#252;r die ›Kleinen‹ der Grundschule genauso wie f&#252;r die ›Gro&#223;en‹ des Gymnasiums. Lernende brauchen die tats&#228;chliche Herausforderung, das sperrige Gut, den Aufbruch ins Ungewisse. Sie entscheiden, wohin die Reise geht; kein Kapit&#228;n des Lernens kann ihnen diese Entscheidung inklusive der Irrungen und Wirrungen abnehmen. Schon Herr Keuner (der Denkende), die ber&#252;hmte Kunstfigur bei Brecht, antwortet auf die Frage: »An was arbeiten Sie?« – »Ich bereite meinen n&#228;chsten Irrtum vor.« Und doch gibt es immer wieder die berechtigte Hoffnung, aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen. Ein guter Lehrer stellt sich diese Fragen der Selbstreflexion – ohne narzisstische Kr&#228;nkungen – und fragt weiter und weiter. Er versucht im Unterricht intelligent und kreativ zu handeln. Er ist Profi in Sachen Bildung.</p>
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		<title>Hessische Bildungspolitik: DIE LINKE antwortet dem Bildungswirt</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 22:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bildungswirt stellt hessischen Bildungspolitikern sieben Fragen vor der Landtagswahl am 18.01.2009. Hier die Antworten von der Partei Die Linke. Miller: 1. Was hat f&#252;r Ihre Partei oberste bildungspolitische Priorit&#228;t? Die Linke: F&#252;r DIE LINKE hat absolute Priorit&#228;t, die soziale Ausgrenzung im Bildungssystem in Deutschland zu beenden und gute Bildung f&#252;r alle zu gew&#228;hrleisten. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Bildungswirt stellt hessischen Bildungspolitikern sieben Fragen vor der Landtagswahl am 18.01.2009. Hier die Antworten von der Partei<em> Die Linke.<br />
</em> </strong><br />
<strong>Miller:</strong> 1. Was hat f&#252;r Ihre Partei oberste bildungspolitische Priorit&#228;t?</p>
<p><strong>Die Linke:</strong> F&#252;r DIE LINKE hat absolute Priorit&#228;t, die soziale Ausgrenzung im Bildungssystem in Deutschland zu beenden und gute Bildung f&#252;r alle zu gew&#228;hrleisten. In keinem anderen Industrieland bestimmt der Geldbeutel der Eltern so sehr die Bildungschancen eines Kindes. Arbeiterkinder kommen derzeit meist auf die Hauptschule, Akademikerkinder aufs Gymnasium. DIE LINKE tritt f&#252;r ein Recht auf Bildung f&#252;r alle ein.<br />
DIE LINKE macht sich deshalb stark f&#252;r die Gemeinschaftsschule, d.h. „eine Schule f&#252;r alle“. In gut ausgestatteten Gemeinschaftsschulen k&#246;nnten alle Kinder und Jugendlichen besser gef&#246;rdert werden. Das geht nur mit viel mehr Geld im Bildungssystem: mit viel kleineren Klassen, mit mehr Lehrerinnen und Lehrern, mit mehr Erzieherinnen und Erziehern in den Kindertagesst&#228;tten und mehr Dozentinnen und Dozenten und Professorinnen und Professoren an den Hochschulen.</p>
<p><strong>Miller: </strong> 2. Sehen Sie einen Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung? Wenn ja, welche Konsequenzen ergeben sich daraus?</p>
<p><strong>Die Linke:</strong> Bildung ist ein Menschenrecht. Bildung ist mehr als die Ausbildung f&#252;r einen bestimmten Beruf. Bildung wird immer mehr auf f&#252;r die Unternehmen am Arbeitsmarkt verwertbare Ausbildung reduziert.<br />
DIE LINKE tritt deshalb f&#252;r Bildung jenseits von wirtschaftlichen Verwertungskriterien ein. Jede und jeder muss sich umfassend bilden k&#246;nnen, um sich individuell entwickeln und an der Gesellschaft teilhaben zu k&#246;nnen.<br />
Aber auch eine gute Berufsausbildung ist wichtig. Zehntausende von Jugendlichen bekommen jedes Jahr keinen Ausbildungsplatz. DIE LINKE setzt sich deshalb f&#252;r ein Recht auf Ausbildung f&#252;r alle ein.</p>
<p><strong>Miller:</strong> 3. Soll Unterricht und Studium f&#252;r die Lernenden auch in Zukunft kostenfrei sein, d.h. durch Steuermittel finanziert werden?</p>
<p><strong>Die Linke</strong> tritt ein f&#252;r geb&#252;hrenfreie Bildung f&#252;r alle &#8211; von der Kindertagesst&#228;tte &#252;ber die Schule und Hochschule bis zur Weiterbildung. DIE LINKE ist gegen Bildungsgeb&#252;hren, z. B. gegen die Abschaffung der Lernmittelfreiheit f&#252;r B&#252;cher und gegen Kita- und Studiengeb&#252;hren. Geb&#252;hren versch&#228;rfen die soziale Auslese und machen Bildung zur Ware. Bildung ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Sie muss &#246;ffentlich durch gerechte Steuern finanziert werden und durch ungerechte Geb&#252;hren von den Lernenden.</p>
<p><strong>Miller:</strong> 4. Was halten Sie von den beiden Thesen:<br />
a) Das Gymnasium ist die moderne Volksschule des 21.Jahrhunderts und<br />
b) Wir brauchen in Zukunft eine signifikant h&#246;here Abiturientenquote.</p>
<p><strong>Die Linke:</strong> a) Das Gymnasium ist nicht die moderne Volksschule des 21. Jahrhunderts. Nur 40 Prozent eines Jahrgangs machen derzeit Abitur. Das mehrgliedrige Schulsystem grenzt behinderte Kinder, Migrantenkinder und Arbeiterkinder, systematisch aus. DIE LINKE tritt f&#252;r eine Gemeinschaftsschule ein und gegen die soziale Auslese in F&#246;rderschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Die Schule des 21. Jahrhunderts ist eine allgemeinbildende Schule, in der das polytechnische Prinzip einen modernen praxisnahen Unterricht erm&#246;glicht. Die Gemeinschaftsschule gew&#228;hrleistet eine umfassende Allgemeinbildung f&#252;r alle Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler. Allgemeinbildung in der Gemeinschaftsschule wie wir sie verstehen, umfasst deshalb alle Bereiche des menschlichen Lebens – Natur, Arbeitswelt, Wirtschaft, Politik, Kommunikation, Wissenschaft und Kunst, soziale und ethische Beziehungen, Freizeit und Familie. Die Gemeinschaftsschule ist im besten Sinne eine Schule gemeinschaftlicher Bildungsarbeit. Hier wollen wir an positive Erfahrungen aus den skandinavischen L&#228;ndern ankn&#252;pfen. Unterricht, weiterf&#252;hrende Angebote im Wahlpflichtbereich und in zus&#228;tzlichen attraktiven Arbeitsgemeinschaften, Schulsozialarbeit und schulpsychologische Angebote sollen den Rahmen f&#252;r erfolgreiches Lernen schaffen. Die Gemeinschaftsschule ist eine sozial engagierte Schule. Sie schaut nicht weg, wenn Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler in ihrem pers&#246;nlichen und h&#228;uslichen Umfeld Probleme haben. Sie entwickelt Solidarit&#228;t untereinander und bietet sozialp&#228;dagogische und sozialpsychologische Hilfen. In der Gemeinschaftsschule soll ein vollwertiges kostenloses Mittagessen f&#252;r alle Kinder angeboten werden. Ein Abschieben von Lernenden in andere Schulformen soll es in Hessen ebenso wenig geben, wie das „Sitzenbleiben“.</p>
<p>b) <strong>DIE LINKE</strong> meint: Mit funktionierenden Gemeinschaftsschulen k&#246;nnten mehr Menschen Abitur machen und studieren. Das w&#228;re gut. Gleichzeitig m&#252;ssen wir dringend verhindern, dass jeder zehnte Jugendliche die Schule ohne Abschluss verl&#228;sst. Wir brauchen also eine h&#246;here Abiturientenquote und eine niedrigere Schulabbrecherquote. DIE LINKE ist zudem daf&#252;r, dass Menschen ohne Abitur und mit Berufsausbildung studieren d&#252;rfen.</p>
<p><strong>Miller:</strong> 5. Zahlreiche Analysen und Gutachten zur unzureichenden Lehrerbildung (Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung) sind seit Jahren bekannt. Was soll in den n&#228;chsten Jahren ge&#228;ndert werden?</p>
<p><strong>Die Linke:</strong> Dringend m&#252;ssen mehr Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet werden. Jahrelang haben die Bundesl&#228;nder an Studienpl&#228;tzen und Hochschulen gespart, um sich nun gegenseitig studierte Lehrkr&#228;fte abzuwerben. DIE LINKE setzt sich f&#252;r mehr Studienpl&#228;tze und f&#252;r eine bessere Bezahlung der Lehrerinnen und Lehrer ein.</p>
<p>DIE LINKE h&#228;lt es f&#252;r erforderlich, die p&#228;dagogische Ausbildung zu reformieren. Es kann nicht l&#228;nger sein, dass angehende Lehrerinnen und Lehrer w&#228;hrend ihres Studiums kaum Praxiskontakte haben. Die Aufteilung in Fachausbildung auf der einen Seite und p&#228;dagogischer Praxis auf der anderen Seite, die zudem noch haupts&#228;chlich in die zweite Phase der Lehrerausbildung verschoben wird, wird dem Anspruch an den Lehrerinnen- und Lehrerberuf nicht gerecht. Wir fordern eine Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung, von Fachwissenschaft und P&#228;dagogik, Didaktik und Methodik &#252;ber die gesamte Dauer der Ausbildung. Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer brauchen ebenso solide psychologische und sozialp&#228;dagogische Kenntnisse wie diagnostische F&#228;higkeiten und Grundkenntnisse &#252;ber sonderp&#228;dagogische Arbeit. Eine Gemeinschaftsschule ben&#246;tigt keine »Zwei-Klassengesellschaft« im Lehrerinnen- und Lehrerberuf, sondern eine gemeinsame Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern mit einer Spezialisierung f&#252;r unterschiedliche Schulstufen, f&#252;r die Primar- und die Sekundarstufen. Wer die erste Staatspr&#252;fung erfolgreich absolviert hat, muss einen Rechtsanspruch auf die zweite Phase der Lehrerausbildung haben. Diese soll sich zeitnah an das Studium anschlie&#223;en. DIE LINKE fordert, dass das Land Hessen wieder in die Tarifgemeinschaft der L&#228;nder eintritt und das Tarifdumping in Hessen aufh&#246;rt. Au&#223;erdem muss die Arbeitszeitverl&#228;ngerung f&#252;r Lehrkr&#228;fte zur&#252;ckgenommen werden. Lehrerinnen und Lehrer m&#252;ssen ein Recht auf Fort- und Weiterbildung haben. Daf&#252;r muss genug Personal zur Verf&#252;gung stehen.</p>
<p><strong>Miller:</strong> 6. Das Konzept der &#8220;Selbstverantwortlichen Schule&#8221; &#8211; eigene Rechtsf&#228;higkeit, Budget- und Personalhoheit, p&#228;dagogische Gestaltungsspielr&#228;ume &#8211; wird in Hessen seit Jahren diskutiert. Besonders gro&#223;e Berufsschulen und Gymnasien sind daran interessiert.<br />
a) Soll dieses Konzept zeitnah in der Fl&#228;che umgesetzt werden?<br />
b) Erfolgt eine Vollfinanzierung durch den Staat?</p>
<p><strong>DIE LINKE </strong> ist a) f&#252;r mehr p&#228;dagogische Gestaltungsspielr&#228;ume der Schulen. Allerdings bef&#252;rchten wir Bildungsk&#252;rzungen und Privatisierung unter dem Deckmantel der „Selbstverantwortlichen Schule“.<br />
Modellversuche wie z.B. die Eigenverantwortliche Schule nach dem Modell der Bertelsmannstiftung in NRW beg&#252;nstigen eine Art von Selbstst&#228;ndigkeit in Schulen, die von wirtschaftlichen Interessen geleitet werden. Sie versch&#228;rft die Konkurrenz zwischen den Schulen und schiebt die Verantwortung f&#252;r die desolate finanzielle Situation auf die Schulen selbst ab. Durch den Anpassungsdruck werden Schulen gegeneinander ausgespielt und die Unabh&#228;ngigkeit staatlicher Schulen wird ausgehebelt: Diese scheinbaren Reformprojekte bedienen sich der Schlagworte wie Leistungsf&#228;higkeit und Qualit&#228;tssicherung, um die Schulen miteinander in Konkurrenz zu setzen. Deshalb lehnen wir das Konzept ab. Eine wirkliche Autonomie im Schulbereich erfordert ausreichendes und qualifiziertes Personal f&#252;r die Unterrichtsversorgung, f&#252;r die Sozialarbeit, f&#252;r den Ganztagsbetrieb und f&#252;r erfolgreiches Lernen. Eine nachhaltige Unterst&#252;tzung f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, Lehrerinnen und Lehrer und Schulleitungen muss durch den Staat gew&#228;hrleistet werden. Die Rechte der Lehrkr&#228;fte-, Eltern- und Sch&#252;lervertretungen sind sehr eingeschr&#228;nkt. In einer wirklich eigenverantwortlichen Schule aber treffen sie alle wesentlichen schulischen Entscheidungen.</p>
<p>b) <strong>DIE LINKE </strong> bef&#252;rchtet, dass das Land Hessen das Konzept nicht ausfinanziert, sondern f&#252;r K&#252;rzungen benutzt. Die Schulen m&#252;ssten bei Budgethoheit K&#252;rzungen des Landes selbst umsetzen. Sie werden immer weiter in die Enge getrieben, so dass sie auch privatwirtschaftliche Gelder einholen, um bestehen zu k&#246;nnen. Dies sind die schlechten Erfahrungen von der „Autonomie der Hochschulen“. Bildung ist eine &#246;ffentliche Aufgabe und liegt in der Verantwortung des Landes. Sie darf nicht von Sponsoren abh&#228;ngig sein.Schulen d&#252;rfen keine betriebswirtschaftlich handelnden Unternehmen werden! Lehrerinnen und Lehrer und weitere Besch&#228;ftigte der Schulen w&#228;ren nicht mehr Besch&#228;ftigte des &#246;ffentlichen Dienstes des Landes Hessen, sondern der einzelnen Schule. Die Schulen k&#246;nnten die Arbeitsbedingungen verschlechtern und die K&#252;rzungen auf dem R&#252;cken der Besch&#228;ftigten austragen. Diese h&#228;tten weniger M&#246;glichkeiten, sich gemeinsam dagegen zu wehren.</p>
<p><strong>Miller: </strong> 7. Das Landesabitur wird j&#228;hrlich mit ca. zwei Millionen Entwicklungskosten (&#246;ffentliche Steuergelder) von Lehrerkommissionen erstellt. Die verbrauchten Pr&#252;fungsaufgaben wurden 2007 und 2008 an private Verlage verkauft und ca. zehntausend Euro Einnahmen erzielt. Soll diese Regelung beibehalten werden oder besteht Aussicht darauf, dass die verbrauchten Pr&#252;fungsaufgaben mit L&#246;sungen f&#252;r jedermann kostenfrei im Internet 2009 einsehbar sind?</p>
<p><strong>DIE LINKE </strong> ist gegen die Privatisierung von Bildung, also auch gegen das Verkaufen von Abitursaufgaben an private Verlage. Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler k&#246;nnten sich besser auf das Abitur vorbereiten, wenn die Aufgaben im Internet oder anderweitig ver&#246;ffentlicht w&#228;ren.</p>
<p>Vielen Dank f&#252;r das Interview.</p>
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		<title>Friedeburg – jung, leidenschaftlich, wissend – sprach zur Bildungspolitik 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 20:36:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die IG-Metall lud unter dem Titel: „Gute Bildung f&#252;r alle. Warum tritt die Bildungspolitik auf der Stelle? Perspektiven f&#252;r die Zukunft“ zum „gesellschaftspolitischen Salon“ gestern nach Frankfurt ein. Hauptredner war Prof. Ludwig von Friedeburg, hessischer Kultusminister von 1969-1974, Direktor des Instituts f&#252;r Sozialforschung 1966 – 2001. Vor Friedeburg er&#246;ffneten Prof. Heinz S&#252;nker (Wuppertal) und Martin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die IG-Metall lud unter dem Titel: <strong>„Gute Bildung f&#252;r alle. Warum tritt die Bildungspolitik auf der Stelle? Perspektiven f&#252;r die Zukunft“</strong> zum „gesellschaftspolitischen Salon“  gestern nach Frankfurt ein. Hauptredner war <a title="Prof. Ludwig von Friedeburg" href="http://www.wirtschaftsverbrechen.de/doc/Ludwig-von-Friedeburg.pdf">Prof. Ludwig von Friedeburg</a>, hessischer Kultusminister von 1969-1974, Direktor des Instituts f&#252;r Sozialforschung 1966 – 2001.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-692" title="ludwig_von_friedeburg_2009_ig_metall-veranstaltung_frankfurt" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/01/ludwig_von_friedeburg_2009_ig_metall-veranstaltung_frankfurt.jpg" alt="ludwig_von_friedeburg_2009_ig_metall-veranstaltung_frankfurt" width="500" height="435" /></p>
<p>Vor Friedeburg er&#246;ffneten Prof. <a title="Heinz S&#252;nker" href="http://www2.uni-wuppertal.de/FB3/paedagogik/sozialpaedagogik/forschung.html" target="_self">Heinz S&#252;nker</a> (Wuppertal) und <a title="Bildung braucht Beteiligung... ... aber wovon reden wir, wenn wir von „Bildung“ sprechen? Was hei&#223;t denn Beteiligung?" href="http://www2.igmetall.de/homepages/br-netzwerk-ba-wue/file_uploads/gewerkschaftlichevorstellung.pdf" target="_self">Martin Allespach</a>, Vorstandsbereich Gesellschaftspolitik der IG-Metall, die Debatte um „Bildungsarmut in Deutschland“. S&#252;nkers sprach gar von „Bildungsapartheid in Deutschland“, von „Klassenkampf von oben“, und „Kinder von Gewerkschaftsmitgliedern werden um ihre Zukunft betrogen“. Man h&#246;rte bei der Beschreibung der aktuellen Zust&#228;nde durch die linke Brille geradezu die alten bildungspolitischen Schriften der Studentenbewegung heraus: „Wider die Untertanenfabrik“ oder „Unwissen als Ohnmacht“ und „Bildung f&#252;r alle“. Allespach betonte die Notwendigkeit einer „guten Bildung f&#252;r alle“, anders formuliert: „Wohlstand k&#246;nne sich keine Bildungsarmut leisten“. Die Gewerkschaften orientierten sich an einem „freiheitsorientierten Gerechtigkeitsbegriff“, der essenziell mit der Benachteiligung durch soziale Herkunft breche.</p>
<p><strong>Dann kam Friedeburg. </strong>Ein alten Mann mit fester Stimme, schlauen Augen, klarer Gestik und spielte sich warm. Zum Einstieg lobte er dezent den amtierenden Kultusminister Banzer, den ehemaligen Landrat mit dem pragmatischen H&#228;ndchen, „im Vergleich zur abenteuerlichen Politik einer Frau Wolff“. Das &#228;ndere aber alles nichts an der „Mittelm&#228;&#223;igkeit unseres Schulsystems“, an den „sch&#246;nen Reden zur Verschleierung der tats&#228;chlichen Misere“. Er zog das Ockhamsche Rasiermesser und sezierte mit K&#246;nnerhand die alte und neue deutsche „Bildungskatastrophe“. Im gro&#223;en Ritt durch 400 Jahre deutsche Bildungsgeschichte legte er bis heute wirkende Standesinteressen, gymnasiale Abschottungspolitik durch die „Formel der Homogenit&#228;t“ offen, erl&#228;uterte die Aufbruchstimmung f&#252;r die Gesamtschule, schulform&#252;bergreifende F&#246;rderstufen, neue Lehrpl&#228;ne Deutsch / Gesellschaftslehre und f&#252;r mehr Bildungsgerechtigkeit Anfang der 70er Jahre. Selbst die FDP war mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Hamm-Br%C3%BCcher" target="_blank">Hildegard Hamm-Br&#252;cher</a> in vorderster Front der Gesamt- und Ganztagsschule, selbst die CDU war f&#252;r die F&#246;rderstufe. Er redete &#252;ber objektiv schwierige Rahmenbedingungen (Reformtempo, fehlende Lehrer, fehlende Schulgeb&#228;ude trotz schnell vorangetriebenen Neubauten) und massive politische Widerst&#228;nde gegen seine Bildungspolitik in der CDU als auch zunehmend in den Reihen der eigenen SPD. Er sprang zur&#252;ck zu Comenius Bildungsvorstellungen (Gro&#223;e Didaktik &#8211; allen alles ganz) mit Gleichheitsgrundsatz f&#252;r alle Sch&#252;ler, zitierte aktuell Baumert und Tenorth, dass sie wenigstens das „politische und p&#228;dagogische Versagen“ der Ausgrenzungspolitik, „des Skandals, der nicht publiziert werden soll“ offenlegten.<br />
Die ganze angef&#252;hrte Palette einer Bildungspolitik der Ausgrenzung kann jeder Interessierte zusammenfassend <strong>hier</strong> aus dem offiziellen <a title="Bildungsbericht 2008“ " href="http://www.bildungswirt.de/2008/07/01/80">Bildungsbericht 2008“ </a>nachlesen.</p>
<p>Friedeburg war energiegeladen, alle 10 Minuten wurde er j&#252;nger und j&#252;nger, leidenschaftlicher Vordenker und K&#228;mpfer f&#252;r eine neue gerechte Bildungspolitik, f&#252;r eine Verantwortungsethik der Lehrerinnen und Lehrer, f&#252;r individuelle F&#246;rderung aller Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler. Aus dem &#228;u&#223;erlich alten Gesicht leuchtete zunehmend jugendliche Vitalit&#228;t und Aufbruchstimmung. Fast h&#228;tte man meinen k&#246;nnen, er w&#228;re der Herausforderer von Koch oder Banzer. W&#252;rde er so als NEUER in eine deutsche Schule kommen und Lehrer und Sch&#252;ler zu p&#228;dagogischen H&#246;chstleistungen motivieren, k&#246;nnten die etwas ergrauten 68er (oder auch die neuen jungen p&#228;dagogischen Modulrealisierer) nur staunen. In reflektierender Haltung vielleicht sogar ausrufen: Welch ein Gl&#252;ck, wir haben einen neuen Kollegen, der f&#252;r Bildungsgerechtigkeit und „Leistung aus Leidenschaft“ eintritt. (Das Motto hat die Deutsche Bank doch bei P&#228;dagogen geklaut oder?).</p>
<p>PS. Kleine Anregung f&#252;r die IG-Metall: Sollen solche Veranstaltungen wirklich ernsthaft &#8220;gesellschaftspolitischer Salon&#8221; hei&#223;en? Klingt eher etwas spie&#223;ig und adelsantiquiert. Eine Traditionsanbindung an sog. Salons des 18. und 19.Jahrhunderts scheint mir f&#252;r eine Gewerkschaft neben der Sache; dann lieber Kneipen-Forum. Es gibt bestimmt einen pfiffigeren Titel.</p>
<p><strong>Nachtrag, 14.Jan: </strong>In der <a title="FR, 14.01.2009" href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/1659122_Abschied-von-der-Gesamtschule-fuer-alle.html" target="_blank">Frankfurter Rundschau von heute</a> schreibt Peter Hanack zur Veranstaltung: &#8220;Ludwig von Friedeburg: Abschied von der Gesamtschule f&#252;r alle.&#8221; Ja, das stimmt, das hat Friedeburg in einem Nebensatz auch gesagt und gleichzeitig die Idee der Gesamtschule ausf&#252;hrlich verteidigt. Aufgrund der erheblichen politischen Langzeitwiderst&#228;nde h&#228;lt er es jedoch f&#252;r unrealistisch, dass es in den n&#228;chsten Jahren dazu kommen kann. Deshalb pl&#228;diert er f&#252;r das Gymnasium und eine weitere Schulform f&#252;r alle (nennen wir sie mal &#8216;Neue Schule&#8217; B.W.) Oder was der Bildungswirt auf der Veranstaltung meinte: <strong>Das Gymnasium ist die moderne Volksschule des 21. Jahrhunderts</strong>. Die Gewerkschaften sollten ernsthaft &#252;ber einen Kurswechsel nachdenken.</p>
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		<title>Hessische Bildungspolitik: SPD im Interview beim Bildungswirt</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 22:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bildungswirt stellt hessischen Bildungspolitikern sieben Fragen vor der Landtagswahl am 18.01.2009. Als erste antwortet Heike Habermann (SPD) Foto: Homepage von H. Habermann Miller: Was hat f&#252;r Ihre Partei oberste bildungspolitische Priorit&#228;t? Habermann: Oberste Priorit&#228;t hat die Herstellung von Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung – von der Kita bis zum lebenslangen Lernen. In Hessen ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Bildungswirt stellt hessischen Bildungspolitikern sieben Fragen vor der Landtagswahl am 18.01.2009. Als erste antwortet Heike Habermann (SPD)</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-673" title="heike_habermann_spd_logo-hp" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/01/heike_habermann_spd_logo-hp.jpg" alt="heike_habermann_spd_logo-hp" width="499" height="180" /><br />
Foto: Homepage von H. Habermann</p>
<p><strong>Miller:</strong> Was hat f&#252;r Ihre Partei oberste bildungspolitische Priorit&#228;t?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Oberste Priorit&#228;t hat die Herstellung von Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung – von der Kita bis zum lebenslangen Lernen. In Hessen ist der Bildungserfolg durch verst&#228;rkte Selektion weiterhin abh&#228;ngig von der Herkunft und vom Geldbeutel der Eltern. Mit Investitionen in fr&#252;hkindliche Bildung, einer Lehrerzuweisung, die an einem Sozialindex orientiert ist, durch die Einrichtung von Ganztagsschulen und durch die F&#246;rderung l&#228;ngeren gemeinsamen Lernens in kleineren Klassen wollen wir dieses Ziel erreichen.</p>
<p><strong>Miller:</strong> Sehen Sie einen Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung? Wenn ja, welche Konsequenzen ergeben sich daraus?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Ausbildung umfasst die Vorbereitung auf einen Beruf und/oder eine berufliche Perspektive. Jeder junge Mensch muss nicht nur die Chance auf einen m&#246;glichst guten Bildungsabschluss sondern auch das Recht auf eine Ausbildung erhalten. Neben dem dualen System muss deshalb ein System von Ausbildungsm&#246;glichkeiten vom Land ausgebaut und finanziert werden – auch unter Beteiligung der Arbeitgeber.</p>
<p><strong>Miller: </strong>Soll Unterricht und Studium f&#252;r die Lernende auch in Zukunft kostenfrei sein, d.h. durch Steuermittel finanziert werden?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Ja, auf jeden Fall. Die Hessische SPD hat die Studiengeb&#252;hren abgeschafft und wird daran festhalten. Unser Ziel ist eine h&#246;here Quote von Hochschulabsolventen, da wir qualifizierte Kr&#228;fte f&#252;r die Zukunft brauchen. Niemand darf durch Geb&#252;hren von Bildungsabschl&#252;ssen oder Studium abgehalten werden.</p>
<p><strong>Miller:</strong> Was halten Sie von den beiden Thesen: a) Das Gymnasium ist die moderne Volksschule des 21.Jahrhunderts und b) Wir brauchen in Zukunft eine signifikant h&#246;here Abiturientenquote.</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Das Gymnasium entwickelt sich bei von den Eltern gew&#252;nschten &#220;bergangsquoten zwischen 40 und 70 Prozent schon heute zur Gesamtschule. Deshalb muss auch das Gymnasium seiner Aufgabe gerecht werden, m&#246;glichst viele junge Menschen zu dem gew&#252;nschten Bildungsabschluss zu f&#252;hren und die Verantwortung f&#252;r ihren Bildungsweg zu &#252;bernehmen. Deutschland hat im internationalen Vergleich eine geringere Abiturientenquote. Zu fr&#252;he Selektion verhindert zuverl&#228;ssige Bildungsprognosen f&#252;r das einzelne Kind und verschenkt wertvolle Begabungen und Potenziale. Wir brauchen definitiv mehr Abiturienten und m&#252;ssen alle Schulen in die Lage versetzen, jedes Kind so weit als m&#246;glich auf seinem individuellen Bildungsweg zu f&#246;rdern.</p>
<p><strong>Miller:</strong> Zahlreiche Analysen und Gutachten zur unzureichenden Lehrerbildung (Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung) sind seit Jahren bekannt. Was soll in den n&#228;chsten Jahren ge&#228;ndert werden?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Neben kurzfristigen Ma&#223;nahmen zur Verbesserung des bestehenden Lehrerbildungsgesetzes, insbesondere in der zweiten Ausbildungsphase,  will die Hessische SPD eine Reform der Lehrerbildung, die die Gleichwertigkeit der Lehr&#228;mter herstellt. In der ersten Ausbildungsphase sollten alle zuk&#252;nftigen Lehrkr&#228;fte auf ihre eigentliche Aufgabe – die Arbeit mit den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern – vorbereitet werden. H&#246;here Praxisanteile, P&#228;dagogik, Diagnostik und Didaktik stehen im Vordergrund. Der Lehrer der Zukunft moderiert Lernprozesse und ist nicht in erster Linie Fachwissenschaftler. Das Fort- und Weiterbildungssystem muss in der Bildungsregion und an den einzelnen Schulen verankert werden, um Lernprozesse im gesamten Kollegium anzusto&#223;en.</p>
<p><strong>Miller:</strong> Das Konzept der &#8220;Selbstverantwortlichen Schule&#8221;  &#8211; eigene Rechtsf&#228;higkeit,<br />
Budget- und Personalhoheit, p&#228;dagogische Gestaltungsspielr&#228;ume   &#8211; wird in Hessen seit Jahren diskutiert. Besonders gro&#223;e Berufsschulen und Gymnasien sind daran interessiert.<br />
a) Soll dieses Konzept zeitnah in der Fl&#228;che umgesetzt werden?<br />
b) Erfolgt eine Vollfinanzierung durch den Staat?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Unser Ziel ist die eigenverantwortliche Schule, die weitgehend &#252;ber inhaltliche und organisatorische Fragen selbst entscheidet. Gemeinsam mit dem Schultr&#228;ger muss ein Gesamtbudget festgelegt werden, das die Schulen unter Mitwirkung von Eltern, Schultr&#228;ger, Kollegium und Sch&#252;lerschaft verwalten. Die eigenverantwortliche Schule soll in die Fl&#228;che umgesetzt, demokratisch verfasst und voll durch den Staat finanziert sein.</p>
<p><strong>Miller:</strong> Das Landesabitur wird j&#228;hrlich mit ca. zwei Millionen Entwicklungskosten (&#246;ffentliche Steuergelder) von Lehrerkommissionen erstellt. Die verbrauchten Pr&#252;fungsaufgaben wurden 2007 und 2008 an private Verlage verkauft und ca. zehntausend Euro Einnahmen erzielt. Soll diese Regelung beibehalten werden oder besteht Aussicht darauf, dass die verbrauchten Pr&#252;fungsaufgaben mit L&#246;sungen f&#252;r jedermann kostenfrei im Internet 2009 einsehbar sind?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Das Landesabitur muss evaluiert und in seiner zuk&#252;nftigen Struktur hinterfragt werden. Pr&#252;fungsaufgaben vergangener Jahre m&#252;ssen auf jeden Fall frei zug&#228;nglich sein.</p>
<p>Bildungswirt: Frau Habermann, besten Dank f&#252;r das Interview.</p>
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		<title>Das Banzer-Wagner-Duell der hessischen Bildungspolitik</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 13:26:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer hat die besseren Konzepte f&#252;r die Schule von Morgen? – so das Veranstaltungsthema. von links: Mathias Wagner (Gr&#252;ne), Marcus Bocklet (Gr&#252;ne, Moderation), J&#252;rgen Banzer (CDU) Foto: Bildungswirt Was hatten die Duellanten – Kultusminister J&#252;rgen Banzer (CDU) und Mathias Wagner (Gr&#252;ne, bildungspolitischer Sprecher) &#8211; gestern vor 100 Zuh&#246;rern in Frankfurt, in der gr&#252;nen Hochburg, mitten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer hat die besseren Konzepte f&#252;r die Schule von Morgen? </strong>– so das Veranstaltungsthema.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-665" title="von links: Mathias Wagner (Gr&#252;ne), Markus Bocklet (Gr&#252;ne, Moderation), J&#252;rgen Banzer (CDU) -diskussion-ffm-09.01.2009" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/01/gruene-wagner-banzer-diskussion-ffm-09012009-19-19-27.jpg" alt="gruene-wagner-banzer-diskussion-ffm-09012009-19-19-27" width="490" height="382" /></p>
<p>von links: Mathias Wagner (Gr&#252;ne), Marcus Bocklet (Gr&#252;ne, Moderation), J&#252;rgen Banzer (CDU) Foto: Bildungswirt</p>
<p>Was hatten die Duellanten – Kultusminister <a title="Banzer - Homepage zum Thema Bildung" href="http://www.juergen-banzer.de/index.php/bildung.html" target="_blank">J&#252;rgen Banzer</a> (CDU) und <a title="Homepage - Wagner" href="http://www.mathiaswagner.de/cms/bildung/dok/264/264127.das_duell_banzer_und_wagner_diskutieren.html" target="_blank">Mathias Wagner</a> (Gr&#252;ne, bildungspolitischer Sprecher) &#8211; gestern vor 100 Zuh&#246;rern in Frankfurt, in der gr&#252;nen Hochburg, mitten im hessischen Wahlkampf zu bieten?<br />
Zun&#228;chst bescheinigten sie sich wechselseitig, dass man einen „neuen Politikstil der Offenheit“ wolle und sich f&#252;r „dialogf&#228;hig“ halte. Banzer l&#246;ste dies insofern vorab ein, dass er den Gr&#252;nen-Moderator Bocklet ohne Vorbehalte akzeptierte und sich der gr&#252;n dominierten Zuh&#246;rerschaft stellte. Man war auf dem Podium h&#246;flich, man kennt sich seit vielen Jahren, mischte Anekdotisches bei.<br />
Im Eingangsstatement betonte Banzer drei Punkte zuk&#252;nftiger Schulpolitik: <strong>mehr Selbst&#228;ndigkeit der Schulen (1), mehr Qualit&#228;t und Unterrichtsverbesserung (2), mehr Ressourcen (3)</strong>. Er will Schulen auf freiwilliger Basis in „K&#246;rperschaften des &#214;ffentliche Rechts“ verwandeln, ihnen Budget- und Personalhoheit geben. P&#228;dagogische Selbst&#228;ndigkeit wird den Schulen gew&#228;hrleistet, damit sie sich optimal um die Kompetenzen jedes einzelnen Sch&#252;lers k&#252;mmern k&#246;nnen. Zentrale Landespr&#252;fungen und Bildungsstandards gen&#252;gen weitgehend als staatliche Vorgaben.</p>
<p>Wagner betonte in seinem Eingangsstatement folgende drei Punkte: <strong>mehr Zeit (1), mehr Freiheit (2), mehr Unterst&#252;tzung/F&#246;rderung (3)</strong>. Zuerst m&#252;sse „Stress und Hektik aus der Schule weg“ und eine „bessere Lehrerversorgung &#8211; 105% Zuweisung her“; des weiteren eine Ausweitung der Ganztagsschulen auf freiwilliger Basis. Er setze auf „p&#228;dagogische und organisatorische Freiheiten“, eine „andere Lehreraus- und Lehrerfortbildung“ und will mehr Integration von Behinderten in der Regelklasse. Grunds&#228;tzlich stehe man zur G8 –Verk&#252;rzung im Gymnasium, wolle aber die Beibehaltung der 6-j&#228;hrigen Mittelstufe und daf&#252;r die 2-j&#228;hrigen Oberstufe. Wagner und Banzer waren sich einig, dass G9 f&#252;r die kooperative Gesamtschulen gilt und dass es bei G8 noch enormen Diskussionsbedarf (Organisationsoptimierungen, Stoffentfrachtungen) unter Einbeziehung der Schulen gebe. Auch bei der Ganztagsschule gab es Ann&#228;herung (im Grundsatz sind alle daf&#252;r), lediglich bei der konkreten Ausgestaltung und beim Tempo der Realisierung waren Differenzen erkennbar.</p>
<div id="attachment_666" class="wp-caption alignleft" style="width: 238px"><img class="size-full wp-image-666" title="gruene-wagner-banzer-diskussion-ffm-09012009-20-22-05" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/01/gruene-wagner-banzer-diskussion-ffm-09012009-20-22-05.jpg" alt="Plakat zur Veranstaltung" width="228" height="221" /><p class="wp-caption-text">Plakat zur Veranstaltung</p></div>
<p>Zwischendurch fragte sich der geneigte Zuh&#246;rer, worin &#252;berhaupt die wirkliche Differenz bestehe? Im Grundsatz meinte man &#196;hnliches und schm&#252;ckte dies mit geschm&#228;cklerisch, aufgebauschten Varianten einer Klientel-Rhetorik. <strong>Ein Duell der Pistolen war das sicher nicht, eher eines der weichen Gummi-Schwerter unter Verwandten zweiten Grades</strong>. Sollte es ganz knapp doch nicht f&#252;r Schwarz-Gelb am 18. Januar reichen– und beim <a title="freundlich unkalkulierbaren Hessen wei&#223; man nie " href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/07/423">freundlich unkalkulierbaren Hessen wei&#223; man nie </a>– so war der Geruch von Jamaika (Schwarz-Gelb-Gr&#252;n) f&#246;rmlich in der Luft. Es soll auf jeden Fall 1000 Lehrerstellen mehr geben und 1,2 Milliarden Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes. Die Investitionen sollen vor allem in die Schulgeb&#228;udesanierung flie&#223;en. Der ernsthafte Dialog, der „runde Tisch“ mit den Schultr&#228;gern sei zwingend n&#246;tig, so Wagner und Banzer unisono. Beide Duellanten begaben sich auch in der kurzen Publikumsdiskussion nirgends aufs Glatteis; Banzer hatte offensichtlich noch einmal seinen <a title="Wikipedia - Stuart Mill" href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Stuart_Mill" target="_blank">John Stuart Mill</a> gelesen, argumentierte flexibel, immer auf individuelle Freiheit und „Freiwilligkeit“ bedacht. Schulen wolle man nichts „&#252;berst&#252;lpen“ und k&#246;nne Schulreform nur mit den Beteiligten auf freiwilliger Basis erreichen, so auch Wagner.</p>
<p><strong>Die beiden Duellanten, besser Feldspieler im politischen Raum, trennten sich 3:3 unentschieden, trotz gr&#252;nem Platzvorteil.</strong></p>
<p>PS. Es war ein bisschen wie bei der Frankfurter Eintracht im Waldstadion. Super vorbereitet, hoch motiviert, eigenes Publikum, Schiri wohlgesonnen und doch reichte es mal wieder nur zu einem zittrigen Unentschieden. Es fehlte doch einiges an Neuerungen und Leidenschaft  a la Klinsmann. Auf das politische Feld &#252;bertragen: Es fehlt den Gr&#252;nen etwas von einer guten Tugend: kritische Metareflexion und kreative Phantasie, die sich direkt, situativ, im Strategiespiel zeigt. Die CDU hat jedenfalls mit der F&#252;hrungsfigur Banzer, nach der letzten hessischen Wahlschlappe, erheblich strategisch und taktisch dazu gelernt.</p>
<p>Links: <a href="http://www.kandidatenwatch.de/mathias_wagner-316-19552--f157840.html#frage157840" target="_self">M. Wagner bei Kandidatenwatch</a>; <a href="http://www.kandidatenwatch.de/juergen_banzer-316-19809.html" target="_self">J. Banzer bei Kandidatenwatch</a>;</p>
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		<title>Fotokopieren an Schulen neu geregelt</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 21:40:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bonn, 28.11.2008: Das Fotokopieren an Schulen ist auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt worden. Ein neuer Vertrag zwischen den L&#228;ndern der Bundesrepublik Deutschland und den Verwertungsgesellschaften VG Wort, VG Bild-Kunst, VG Musikedition sowie den Schulbuchverlagen, vertreten durch die Vereinigung der Schulbuch- und Bildungsmedienverlage (VdS Bildungsmedien), legt fest, in welchem Rahmen Kopien f&#252;r Unterrichtszwecke konkret hergestellt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bonn, 28.11.2008: Das Fotokopieren an Schulen ist auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt worden. Ein neuer Vertrag zwischen den L&#228;ndern der Bundesrepublik Deutschland und den Verwertungsgesellschaften <strong>VG Wort, VG Bild-Kunst, VG Musikedition sowie den Schulbuchverlagen</strong>, vertreten durch die Vereinigung der Schulbuch- und Bildungsmedienverlage (VdS Bildungsmedien), legt fest, in welchem Rahmen Kopien f&#252;r Unterrichtszwecke konkret hergestellt werden d&#252;rfen. Damit wird den Schulen mehr Rechtssicherheit gegeben.</p>
<p>Die neue Vereinbarung gestattet den Lehrkr&#228;ften bundesweit, Kopien in Klassensatzst&#228;rke f&#252;r den Unterrichtsgebrauch herzustellen &#8211; und zwar auch aus Schulb&#252;chern und sonstigen Unterrichtsmaterialien. Die Kopien sollen dabei weder Schulb&#252;cher noch andere Werke ersetzen. Daher gelten hierf&#252;r die folgenden Grunds&#228;tze:<br />
<strong>Kopiert werden d&#252;rfen an Schulen:</strong><br />
1. <strong>bis zu 12 % eines jeden urheberrechtlich gesch&#252;tzten Werkes, jedoch h&#246;chstens 20 Seiten. Dies gilt insbesondere auch f&#252;r Schulb&#252;cher, Arbeitshefte, Sach- und Musikb&#252;cher</strong></p>
<p>2.soweit es sich nicht um Schulb&#252;cher oder sonstige Unterrichtsmaterialien handelt, <strong>ausnahmsweise sogar ganze Werke, wenn diese nur von geringem Umfang sind</strong> und zwar<br />
* Musikeditionen mit maximal 6 Seiten<br />
* sonstige Druckwerke (au&#223;er Schulb&#252;chern oder Unterrichtsmaterialien) mit maximal 25 Seiten sowie   * Bilder, Fotos und sonstige Abbildungen.<br />
Somit kann z.B. ein f&#252;nfseitiger Zeitungsartikel oder ein 20-seitiger Comic komplett kopiert werden. Aus einem 20-seitigen-Arbeitsheft k&#246;nnen dagegen nur knapp 2,5 Seiten vervielf&#228;ltigt werden, da Arbeitshefte zu den Unterrichtsmaterialien z&#228;hlen. <a title="KMK, Pressemitteilung vom 28.11.2008" href="http://www.kmk.org/aktuell/home1.htm" target="_blank">mehr &#8230;</a></p>
<p><strong>Kommentar:</strong><br />
Und die Kultusministerkonferenz (KMK) bewegt sich doch, da sage in Zukunft keiner mehr sp&#246;ttisch -  KMK, die &#8220;griechische Landschildkr&#246;te&#8221;. Der abgeschlossene Vertrag l&#228;uft r&#252;ckwirkend vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2010. Die L&#228;nder &#252;bernehmen stellvertretend f&#252;r die Sachaufwandstr&#228;ger die Zahlung der Lizenzverg&#252;tung.<br />
Jetzt ist es nur noch ein kleiner, aber mutiger Schritt, um sinnvoll die <strong>Ver&#246;ffentlichung von verbrauchten Abitur-Pr&#252;fungsaufgaben im Internet</strong> zu regeln. Endlich hat man sich intensiver mit der Copyrightfrage besch&#228;ftigt. Geht doch! Wer will, der findet angemessene L&#246;sungen.</p>
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		<title>Computerspiele und Gewaltt&#228;tigkeit bei Kindern</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 22:05:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[«Je h&#228;ufiger Sch&#252;ler w&#228;hrend der Kindheit (6–10 Jahre) Horror- und Gewaltfilme anschauen und je mehr sie sich mit gewalthaltigen elektronischen Spielen in der beginnenden Adoleszenz besch&#228;ftigen, um so h&#246;her sind ihre Gewaltt&#228;tigkeit in der Schule und ihre Gewaltkriminalit&#228;t im Alter von 14 Jahren.» «Die psychischen und sozialen Sch&#228;den durch Mediengewaltkonsum bei vielen Kindern und Jugendlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>«Je h&#228;ufiger Sch&#252;ler w&#228;hrend der Kindheit (6–10 Jahre) Horror- und Gewaltfilme anschauen und je mehr sie sich mit gewalthaltigen elektronischen Spielen in der beginnenden Adoleszenz besch&#228;ftigen, um so h&#246;her sind ihre Gewaltt&#228;tigkeit in der Schule und ihre Gewaltkriminalit&#228;t im Alter von 14 Jahren.»</strong></p>
<p><strong>«Die psychischen und sozialen Sch&#228;den durch Mediengewaltkonsum bei vielen Kindern und Jugendlichen sind eine hohe Gefahr f&#252;r die Gesellschaft.»</strong><em>(Hopf, Huber und Weiss, die in der renommierten Fachzeitschrift «Journal of Media Psychology, 2008)<br />
</em></p>
<p>Am 20. November findet an der M&#252;nchner Hochschule f&#252;r Angewandte Wissenschaften in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen ein internationaler Kongress zum Thema «Computerspiele und Gewalt» statt. Medienforscher aus Deutschland und den USA pr&#228;sentieren vier neue Langzeitstudien, die den Gewaltkonsum durch Computerspiele als Ursache f&#252;r Ver&#228;nderungen der Pers&#246;nlichkeit und reale Gewaltt&#228;tigkeit belegen. Die Forscher wollen der gezielten Desinformation und Relativierungsstrategie von Lobbyisten aus der Medienindustrie neue Ergebnisse der Medienwirkungsforschung entgegensetzen sowie politische und p&#228;dagogische Konsequenzen daraus ableiten.<br />
Der Medienkongress »Computerspiele und Gewalt«  richtet sich an Eltern, Lehrkr&#228;fte, Studierende, Wissenschaftler und Politiker. <a title="Hopf, Huber, Weiss 2008: Neueste Medienwirkungsforschung" href="http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr44-vom-27102008/das-spielen-mit-gewalthaltigen-elektronischen-spielen-ist-staerkster-risikofaktor-fuer-gewaltkriminalitaet/">Mehr&#8230;</a></p>
<p>W&#228;hrend etwa 30–40% der Familien in Deutschland sich verantwortungsvoll verhielten, so die Wissenschaftler, indem sie den Medienkonsum ihrer Kinder regulieren und reduzieren, geschehe keinerlei Medienerziehung in etwa 40–60% der Familien.</p>
<p>Mit reinen Appellen und ein paar &#8220;Aufkl&#228;rungskampagnen&#8221;, so erfolglos wie in den letzten Jahren, wird es nicht mehr getan sein. Um ein Verbot von &#8220;Killerspielen&#8221; wird man nicht vorbeikommen. Desweiteren m&#252;ssen die Spielehersteller in eine &#8220;gesellschaftliche Verantwortung&#8221; mit klarem Medienkonzept einbezogen werden. Politik muss gestalten und nicht unt&#228;tig dem &#8220;gr&#246;&#223;ten Dreck&#8221; zusehen.</p>
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		<title>Profi-Englisch f&#252;r Kinder – kostenfrei!</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 22:07:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Man k&#246;nnte auch sagen: Just for fun and play and learn. Wo gibt es so etwas? Selbstverst&#228;ndlich im Internet. Die Profis von British Council (British Council is the United Kingdom&#8217;s international organisation for educational opportunities and cultural relations) bieten ein differenziertes Panorama an M&#246;glichkeiten die englische Sprache zu lernen. Von Kinderliedern zum Anh&#246;ren und Ausdrucken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man k&#246;nnte auch sagen: <strong>Just for fun and play and learn. </strong></p>
<p>Wo gibt es so etwas? Selbstverst&#228;ndlich im Internet.</p>
<p>Die Profis von <strong>British Council</strong> (British Council is the United Kingdom&#8217;s international organisation for educational opportunities and cultural relations) bieten ein differenziertes Panorama an M&#246;glichkeiten die englische Sprache zu lernen. Von Kinderliedern zum Anh&#246;ren und Ausdrucken bis hin zu einer Palette von Online-Spielen, Animationen, Quiz und einem gro&#223;en Themenspektrum mit interessanten Fragestellungen. Keine Abzocke, sondern einfach guten und kostenfreien Service.</p>
<p>Zur Illustration eine kleine Auswahl:</p>
<p>1. Are you ready for the dinosaur challenge?</p>
<p>2. Insect world: 90% of the world&#8217;s animals are insects. You can find them everywhere &#8211; in your garden, in ponds, in rainforests, and even in the desert.</p>
<p>3. How much do you know about music? Try a quiz and see how well the animal band plays!</p>
<p>4. Print and do: Harry Potter or Winnie the Witch? Try this quiz about famous witches and wizards.</p>
<p>5. How many Olympic sports do you know?</p>
<p>6. The bookworm is really hungry. He needs to eat some letters.</p>
<p>N&#228;heres unter:</p>
<p><a href="http://www.britishcouncil.org/kids-games-fun.htm">http://www.britishcouncil.org/kids-games-fun.htm</a></p>
<p>Sehr zu empfehlen f&#252;r Kinder von 5 bis 12 Jahren; selbstverst&#228;ndlich f&#252;r Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher.  Frage: Sch&#246;pft z.B. die Schule solche professionellen Angebote aus? Ein Austausch von Erfahrungsberichten aus Schulen und Kinderg&#228;rten w&#228;re sinnvoll, meint der Bildungswirt.</p>
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		<title>22.Okt.:Nationale Bildungsgipfler und Ged&#228;chtnis</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 22:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Altbundeskanzler Helmut Kohl meinte schon 1997: “Die reaktion&#228;rste Einrichtung der Bundesrepublik ist die Kultusministerkonferenz; im Vergleich dazu ist der Vatikan noch weltoffen.” Wer hat inzwischen Helmut Kohl widerlegt? Der &#8216;Dicke&#8217; mit dem leicht buddhistischen L&#228;cheln wurde des&#246;fteren schon untersch&#228;tzt und hatte zum Schluss Recht behalten. Denn zum Schluss ist entscheidend, &#8220;was hinten rauskommt.&#8221;(H.Kohl) Wer st&#228;ndig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Altbundeskanzler Helmut Kohl meinte schon 1997:</p>
<blockquote><p><strong>“Die reaktion&#228;rste Einrichtung der Bundesrepublik ist die Kultusministerkonferenz; im Vergleich dazu ist der Vatikan noch weltoffen.”</strong></p></blockquote>
<p>Wer hat inzwischen Helmut Kohl widerlegt? Der &#8216;Dicke&#8217; mit dem leicht buddhistischen L&#228;cheln wurde des&#246;fteren schon untersch&#228;tzt und hatte zum Schluss Recht behalten. Denn zum Schluss ist entscheidend, &#8220;was hinten rauskommt.&#8221;(H.Kohl)</p>
<p>Wer st&#228;ndig das F&#246;rderalismusprinzip in Deutschland betont und die “Zust&#228;ndigkeitsfrage” anmahnt, soll auch endlich mit dem Wettbewerb der L&#228;nder um die beste Bildungspolitik beginnen (und eben keine Gremiendeals einer privilegienvergebenden Hinterzimmerpolitik f&#246;rdern). Die L&#228;nder m&#252;ssen aus den Startl&#246;chern. Wo ist die Priorit&#228;tenliste der finanziell neu anzuschiebenden l&#228;nderspezifischen Projekte? Wo ist die Priorit&#228;tenliste der kostenneutralen Reformvorhaben? Welche KMK-Z&#246;pfe werden abgeschnitten? Welche Abiturschrullen verschwinden? Wo ist der Aufbruch in die &#8220;selbstverantwortliche Schule&#8221;? Welche dezidierte Position hat z.B. Hessen?</p>
<p>Erinnern sollte man sich bisweilen an den &#246;sterreichischen Querdenker Gerhard Amanshauser (vom kleinen Nachbarn lernen?):</p>
<blockquote><p>&#8220;Wer dem Prokrustesbett nicht angemessen ist, dem m&#252;ssen Glieder entweder abgehackt oder auseinandergezerrt werden. So muss jede primitive, mit ma&#223;losen Anspr&#252;chen verbundene Messung verst&#252;mmelnd wirken. Heute sind primitive Messungen so weit verbreitet und so sehr in den Alttag abgesunken, dass meist auch jene <em>Geisteswissenschaftler,</em> die ihre Reservate vor Mathematik sch&#252;zen wollen, im allt&#228;glichen Leben ganz naiv auf solche Messungen hereinfallen. Die geistigen Reservate sind eben Chim&#228;ren, und ihre Verteidiger taumeln l&#228;ngst als Verst&#252;mmelte durch den Alltag.&#8221;</p></blockquote>
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