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	<title>Der Bildungswirt &#187; Bildungsstandards</title>
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		<title>Jugend debattiert in Hessen auch 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 20:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wiesbaden/Frankfurt. Jugend debattiert startet in Hessen in eine neue Projektphase. Am 20. Oktober haben dazu die Gemeinn&#252;tzige Hertie-Stiftung und das Hessische Kultusministerium eine Kooperationsvereinbarung f&#252;r die Projektlaufzeit 2009 – 2012 von Jugend debattiert unterzeichnet. „Mittlerweile haben wir rund 13.000 Sch&#252;ler, 480 Lehrkr&#228;fte und 75 Schulen f&#252;r dieses wichtige Projekt gewonnen. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wiesbaden/Frankfurt. <strong><em>Jugend debattiert </em></strong>startet in Hessen in eine neue Projektphase. Am 20. Oktober haben dazu die Gemeinn&#252;tzige Hertie-Stiftung und das Hessische Kultusministerium eine Kooperationsvereinbarung f&#252;r die Projektlaufzeit 2009 – 2012 von Jugend debattiert unterzeichnet. „Mittlerweile haben wir rund 13.000 Sch&#252;ler, 480 Lehrkr&#228;fte und 75 Schulen f&#252;r dieses wichtige Projekt gewonnen. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, das es weiter auszubauen gilt“, sagte Kultusministerin Dorothea Henzler in Wiesbaden.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8v6pfSNzVfs&amp;rel=0&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/8v6pfSNzVfs&amp;rel=0&amp;fs=1" wmode="transparent" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>(Ein Eindruck aus dem letzten Bundesfinale 2009 &#8211; eine Castingshow?)</p>
<p>„Das Projekt verkn&#252;pft Wettbewerb und Training. Jugendliche lernen so das faire und geregelte Debattieren“, betonte die Ministerin. Jugend debattiert f&#246;rdert die sprachliche und politische Bildung, die Meinungsbildung und Pers&#246;nlichkeitsentwicklung sowie die Schulentwicklung. Teilnehmen k&#246;nnen allgemeinbildende und berufsbildende Schulen ab Klasse 8. Voraussetzung ist die Fortbildung mindestens zweier Lehrkr&#228;fte zur Projektlehrkraft pro Schule.<br />
Jugend debattiert startet nun die dritte Projektphase: Als Pilotprojekt 2001 in Frankfurt am Main gestartet, standen in den Jahren 2002 – 2005 die Implementierung und der Ausbau des Bundeswettbewerbs im Vordergrund. Auch von 2005 – 2009 konnten die Teilnehmerzahlen kontinuierlich gesteigert werden (2001: 350 Sch&#252;ler, 70 Lehrkr&#228;fte, 18 Schulen; 2005: 8.000 Sch&#252;ler, 210 Lehrkr&#228;fte, 55 Schulen; 2009: 13.000 Sch&#252;ler, 480 Lehrkr&#228;fte, 75 Schulen).</p>
<p>Das Ziel der neuen Projektphase 2009 – 2012 wird sein, ein fl&#228;chendeckendes Angebot f&#252;r Jugend debattiert in Hessen zu schaffen. Jede Region (Landkreis oder Schulamtsbezirk) soll durch einen Regionalverbund abgedeckt werden. Bis zum Ende des Schuljahres 2011/12 soll dieser Neustrukturierungs- und Ausdehnungsprozess abgeschlossen sein.</p>
<p>Leider erf&#228;hrt man &#252;ber den konkreten Inhalt der Kooperationsvereinbarung nichts: materiellen Ressourcen, Finanzetat, Zusch&#252;sse durch Stiftungen, Entlastungen der Lehrerinnen und Lehrer, Verpflichtungen der Partner.<br />
An Themen 2010/2011 schlagen wir vor:<br />
<strong>1. Sollen &#214;ffentlichkeit und Transparenz in der Demokratie weiter ausgebaut werden?<br />
2. Freier Internetzugang f&#252;r alle &#8211; Bildung f&#252;r alle?<br />
3. Ist der Verkauf von Abituraufgaben durch die hessische Landesregierung sinnvoll?<br />
4. Open Access in den Wissenschaften?<br />
5. 12 Wochen verbindliche Projektphasen in der Oberstufe? – Jugendliche gestalten ihren Unterricht aktiv.</strong></p>
<p>Interessierte Schulen k&#246;nnen sich unter<a href="http://www.jugend-debattiert.de "> www.jugend-debattiert.de </a>informieren.</p>
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		<title>Relaxed in education &amp; mission</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 19:28:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ferien sind unterrichtsfreie Zeit, Besinnungszeit, Metareflexion, was wie warum erreicht wurde oder auch misslang. Ferien bedeuten auch Seele baumeln lassen, relaxed im Liegestuhl, B&#252;cher st&#246;bern, Unterrichtseinheiten und Filme sichten, Schreibtisch ordnen, Musik h&#246;ren&#8230;. Die gute Lehrerin, der gute Lehrer versucht geistigen Raum zu schaffen, immer wieder auch mal hinter dem Beat -lay back &#8211; in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ferien sind unterrichtsfreie Zeit, Besinnungszeit, Metareflexion, was wie warum erreicht wurde oder auch misslang. Ferien bedeuten auch Seele baumeln lassen, relaxed im Liegestuhl, B&#252;cher st&#246;bern, Unterrichtseinheiten und Filme sichten, Schreibtisch ordnen, Musik h&#246;ren&#8230;.</p>
<p><strong>Die gute Lehrerin, der gute Lehrer versucht geistigen Raum zu schaffen</strong>, immer wieder auch mal hinter dem Beat -lay back &#8211; in den Arbeitsprozess, in die Improvisation einzusteigen, d.h. zuh&#246;ren und sp&#252;ren, wohin die Reise im Unterricht geht. Zwischendurch vielleicht einmal f&#252;r den eigenen Groove Grover Washington h&#246;ren?</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/DSZzvTQiy4w&amp;rel=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/DSZzvTQiy4w&amp;rel=0&amp;fs=1" /></object></p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/uZVwolQvv_c&amp;rel=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/uZVwolQvv_c&amp;rel=0&amp;fs=1" /></object></p>
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		<title>Der 2008er – ein   Innovativer Qualit&#228;tswein ?</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 13:17:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinrich Siebziger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Kommentar des Bildungswirts vom 16.03.2009 zu meinem Artikel Plug &#38; Play vom 13.03.2009 wurde ich gebeten „ knackig und pointiert nachzulegen“. Dies will ich gerne tun. Ob „knackig und pointiert“ m&#246;chte ich dem Leser &#252;berlassen. Ich hingegen will versuchen, mich informativ wie auch provokativ zu &#228;u&#223;ern. Worin liegt der Unterschied im Hinblick auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Kommentar des Bildungswirts vom 16.03.2009 zu meinem Artikel<a title="H.Siebziger, 13.03.2009" href="http://www.bildungswirt.de/2009/03/13/948"> Plug &amp; Play vom 13.03.2009 </a>wurde ich gebeten „ knackig und pointiert nachzulegen“. Dies will ich gerne tun. Ob „knackig und pointiert“ m&#246;chte ich dem Leser &#252;berlassen. Ich hingegen will versuchen, mich informativ wie auch provokativ zu &#228;u&#223;ern.</p>
<p>Worin liegt der Unterschied im Hinblick auf Auftrag und Inhalt zwischen dem Institut f&#252;r Bildungsplanung und Schulentwicklung (HIBS) des vergangenen Jahrhunderts und dem Institut f&#252;r Qualit&#228;tsentwicklung (IQ) des neuen Jahrhunderts?<br />
Vordergr&#252;ndig erkenne ich im IQ lediglich eine Neuauflage des HIBS, eine sinnvolle, weil aktualisierende Weiterf&#252;hrung einer vor 40 Jahren begonnenen Bildungsplanung. Man muss allerdings feststellen, dass der urspr&#252;nglich positive Ansatz einer didaktischen Neuorientierung in den vergangenen Jahrzehnten etwas erm&#252;dete, vielleicht auch verdr&#228;ngt wurde und der sog. „Schubladenp&#228;dagogik“ (siehe mein Beitrag „Plug &amp; Play) wieder mehr Raum bot, nicht zuletzt durch die immer st&#228;rker zunehmenden physischen und psychischen Belastungen der P&#228;dagogen.</p>
<p>Was unterscheidet Qualit&#228;tsentwicklung von Bildungsplanung?<br />
Ich meine, Qualit&#228;tsentwicklung kann nur auf der Basis standardisierter Unterrichtsziele, wie sie der Rahmen p&#228;dagogischer Planung in den RRL bereits beschrieben hat und vorgibt, angesiedelt sein und auf dieser Grundlage zielorientiert und effizient arbeiten.<br />
Da die Bildungsstandards die Grundlage f&#252;r Unterrichtsplanung und Lernerfolgskontrolle werden sollen, lohnt es sich, die Neuorientierung hessischer Bildungspolitik der 70er Jahre vergleichend heranzuziehen, um &#220;bereinstimmendes, &#196;hnliches, Unterschiedliches oder gar Gegens&#228;tzliches aufzuzeigen, um Damaliges und Heutiges in Frage zu stellen, zu variieren, zu best&#228;tigen oder gar verzichtbar zu machen.</p>
<p>Maxime hessischer Bildungsplanung der 70er Jahre waren Allgemeine und Fachdidaktische Lernzielbeschreibungen mit nachrangiger inhaltlicher, stoffbezogener Unterrichtsplanung.</p>
<p>Allgemeine Lernziele lie&#223;en sich definieren durch<br />
-	den Erwerb von Kenntnissen<br />
-	die Aneignung von Fertigkeiten<br />
-	die Ausbildung von F&#228;higkeiten<br />
-	den Nachweis einer Bef&#228;higung<br />
-	die Qualifizierung zu Transferleistungen unter f&#228;cher&#252;bergreifenden Aspekten.<br />
Die Lernprozesse wurden beg&#252;nstigt durch F&#246;rderung von Kreativit&#228;t, Spontaneit&#228;t und Offenheit im Rahmen der sich entwickelnden Emanzipation wie auch durch Schaffung bzw. Nutzung und Steigerung von Motivation.</p>
<p>Fachbezogene Lernzielbeschreibungen finden sich in den RRL der jeweiligen Unterrichtsf&#228;cher und bilden dort zugleich die Grundlagen f&#252;r die jeweiligen Lernerfolgskontrollen.<br />
An dieser Stelle will ich versuchen, drei Ziele, die f&#252;r mehrere F&#228;cher Geltungsanspruch erheben, exemplarisch darzustellen und sie fach&#252;bergreifend zu formulieren. Fachbezogene Lernzielbeschreibungen lassen sich jeweils von dort ableiten.</p>
<p>Lernziele waren zum Beispiel:<br />
-	das Bewusstsein f&#252;r kommerzielle Angebote sch&#228;rfen und Fertigkeiten zur konstruktiven Kritik entwickeln k&#246;nnen (Bezugsf&#228;cher u.a.: GL, D, Ku, Mu,).<br />
-	Verfahren zum analytischen Umgang mit sprachlich-literarischen bzw.<br />
k&#252;nstlerisch-literarischen Angebote entwickeln und qualifiziert damit umgehen<br />
k&#246;nnen. (Bezugsf&#228;cher: D, Fremdsprachen, Mu, Ku,).<br />
-	Fachspezifische Qualifikationen erwerben, um sich mit Problemen der technisierten Welt auseinandersetzen zu k&#246;nnen. (Bezugsf&#228;cher u.a.: Ph, M, Mu,).</p>
<p>Nach einer Vorlaufphase gingen die RRL–Entw&#252;rfe der Sekundarstufe I zur Erprobung an die Schulen. Die Rahmenrichtlinien wurden auf Fachkonferenzen, auf Lehrg&#228;ngen diskutiert und den verschiedenen Gremien, wie Landeselternbeirat, den Verb&#228;nden und den politischen Parteien, vorgestellt.<br />
In &#246;ffentlichen Diskussionen, Podiumsdiskussionen, TV-Sendungen und Talkshows ging es zum Teil heftig zur Sache. Besonders die F&#228;cher Deutsch und Gesellschaftslehre gerieten in den Focus der &#214;ffentlichkeit.<br />
Selbst exotische F&#228;cher wie Musik blieben in den oft ideologisch gef&#252;hrten Diskussionen und Stellungnahmen nicht verschont. So tauchte &#252;berraschenderweise eines Tages im Leitartikel der FAZ der Titel „Mut zum Singen“ auf. Darin wurde behauptet, dass Singen im Musikunterricht nach den RRL Musik &#8211; Sekundarstufe I nicht mehr vorgesehen sei. Der Chefredakteur der FAZ musste allerdings in einer Diskussionsrunde gestehen, dass er die RRL Musik nicht gelesen habe und einer Fehlinformation aufgesessen war. Der Leitartikel wurde in einer sp&#228;teren Ausgabe der FAZ relativiert. Der kritischen Einlassung des Hessischen S&#228;ngerbundes konnte vom HKM dadurch begegnet werden, dass der Vorsitzende der Fachgruppe Musik  f&#252;r die Erstellung der Rahmenrichtlinien Musik – Sekundarstufe I ein langj&#228;hriger Chorleiter und Tr&#228;ger der Silbernen Ehrennadel des Hessischen S&#228;ngerbundes sei. Jeder musste inzwischen erkannt haben, dass aus dem Fach „Singen“ im „Singsaal“ bereits in den 20er Jahren das Fach „Musik“ entstand und seither im „Musikraum“ stattfindet.<br />
Der Umgang mit Musik wird auf den drei Ebenen „Instrumentale, Vokale und Mediale Musikaus&#252;bung“ sowohl produktiv-kreativ als auch reproduktiv praktiziert. Die Auseinandersetzung mit allen Erscheinungsformen und Wirkungsweisen von Musik vollzieht sich durch Rezeption wie durch Reflexion.</p>
<p>Zur Umsetzung fachspezifischer Lernziele wurden vom  HIBS f&#252;r die konkrete Unterrichtsvorbereitung Unterrichtsmaterialien entwickelt und zur Verf&#252;gung gestellt, die exemplarisch zu verstehen und austauschbar waren. Die Materialien waren sch&#252;ler- und handlungsorientiert angelegt und zogen den Unterrichtenden selbst in den Lernprozess ein. Fachdidaktische und methodische Entscheidungen mussten somit situationsbedingt und fachkompetent getroffen werden, Entscheidungen, die &#252;ber das in den Unterrichtmaterialen exemplarisch Angebotene hinausgehen konnten oder auch mussten.</p>
<p>Die heutigen Mitarbeiter in Gremien ministerieller Auftraggeber zur Entwicklung von Bildungsstandards sollten pr&#252;fen,<br />
-	ob sich Bildungsstandards und Rahmenrichtlinien &#252;berhaupt vergleichen lassen,<br />
-	ob sich Bildungsstandards und RRL durchgehend oder punktuell vergleichen lassen oder sich doch in entscheidenden Punkten von einander absetzen<br />
-	ob beide Ans&#228;tze deckungsgleich sind<br />
-	ob Bildungsstandards aus den RRL Nutzen ziehen k&#246;nnen</p>
<p>Hier die Frage des Heinrich Siebziger:<br />
Bringen die Bildungsstandards etwas Neues, oder sind sie<br />
„Alter Wein in neuen Schl&#228;uchen“ und werden als<br />
Innovativer  Qualit&#228;tswein<br />
angeboten?</p>
<p>Ich muss bekennen:<br />
Die Frage des „Heinrich 70er“ impliziert die Absicht, aus der Sicht der Siebzigergeneration die Diskussion unter den „2009ern“ &#252;ber die Bildungsstandard zu beleben, die heutige Generation zu motivieren, sachbezogen und konstruktiv kritisch, aber auch ideologiefrei zu diskutieren, die Bildungsstandards voranzubringen und f&#252;r die Schulen umsetzbar zu machen.</p>
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		<title>Bildungsstandards in der gymnasialen Oberstufe – ein erstes Gesamtkonzept</title>
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		<category><![CDATA[Gymnasiale Oberstufe]]></category>
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		<description><![CDATA[Und manchmal gibt es doch unerwartet Bewegung: Ein in sich schl&#252;ssiger Entwurf von Bildungsstandards in der gymnasialen Oberstufe liegt in Hessen im 2. Bildungsweg vor und k&#246;nnte als bundesweite Blaupause auch f&#252;r den 1. Bildungsweg orientierend wirken. Der Entwurf f&#252;r 14 F&#228;cher (!) und f&#252;r f&#228;cher&#252;bergreifende Projekte in einem &#252;berschaubaren Heft (98 Seiten) fand im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Und manchmal gibt es doch unerwartet Bewegung: </strong></p>
<p><strong>Ein in sich <a title="Bildungsstandards Schulen f&#252;r Erwachsene 2008" href="http://download.bildung.hessen.de/schule/sfe/b_stand/Bildungsstandards_SfE_Entwurf_neue_Ueberarbeitung_02_04_2008.pdf">schl&#252;ssiger Entwurf von Bildungsstandards in der gymnasialen Oberstufe</a> liegt in Hessen im 2. Bildungsweg vor und k&#246;nnte als bundesweite Blaupause auch f&#252;r den 1. Bildungsweg orientierend wirken. </strong>Der Entwurf f&#252;r 14 F&#228;cher (!) und f&#252;r f&#228;cher&#252;bergreifende Projekte in einem &#252;berschaubaren Heft (98 Seiten) fand im rechtlichen Beteiligungsverfahren die Zustimmung des mitbestimmungspflichtigen Landesstudierendenrats und k&#246;nnte jetzt in Hessen gelten. Eine dreij&#228;hrige Entwicklungszeit, unter starker Beteiligung der Praktiker vor Ort, k&#228;me so zum Abschluss und Initiativen vielf&#228;ltiger Ausgestaltung einer verbesserten Unterrichtsqualit&#228;t k&#246;nnten richtungsgebend arbeiten. Insgesamt lassen sich die einzelnen Funktionen und Wirkungen von verbindlichen Bildungsstandards folgenderma&#223;en zusammenfassen:</p>
<ul>
<li> Standards als Ansto&#223; f&#252;r Unterrichtsverbesserung und Schulqualit&#228;t</li>
<li> Standards als Ausgangspunkt fachlicher und fach&#252;bergreifender Kommunikation</li>
<li> Standards als Motor kollegialer Kooperation und weiterer Professionalisierung</li>
<li> Standards als diagnostische Bezugsgr&#246;&#223;e f&#252;r individuellen F&#246;rderbedarf</li>
<li> Standards als Referenzsystem zur Vergleichbarkeit von Leistungen der Schulen, des jeweiligen Lernstandes und der entsprechenden Abschl&#252;sse.</li>
</ul>
<p><strong>Bisher hatte das Ministerium das Ergebnis unter Verschluss gehalten, jetzt stehen die Bildungsstandards f&#252;r die &#214;ffentlichkeit im Netz,</strong> dazu noch ein <a title="Begleitbrief – „Bildungsstandards, Kompetenzen und neue Lernkulturen“ " href="http://sfe.schule.hessen.de/news/news_item_1236696255.html">Begleitbrief – „Bildungsstandards, Kompetenzen und neue Lernkulturen“ </a>- der die Hintergr&#252;nde der Debatte und Fragen aus Schulen, Wissenschaft und Verb&#228;nden beantwortet. Im Begleitbrief hei&#223;t es pointiert:<br />
„Die Lehrenden sind die entscheidenden Tr&#228;ger dieser Bildungsreform insofern, dass sie diesen Transformationsprozess hin zu einer Subjektorientierung/ Lernerzentrierung st&#252;tzen. „Die Verantwortung f&#252;r die Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen bis hin zur Ausarbeitung eines Schulcurriculums wird st&#228;rker an die Schulen zur&#252;ckgegeben, aber nicht unbedingt an den einzelnen Lehrer, sondern beispielsweise an Fachteams. (…) Die Lehrkr&#228;fte sollten eine klare Vorstellung dar&#252;ber entwickeln k&#246;nnen, welche Chancen auf k&#252;rzere und auf lange Sicht mit der St&#228;rkung ihrer professionellen Rolle in der Arbeit mit Bildungsstandards verbunden sind. Vor allem aber m&#252;ssen ihnen Handlungsger&#252;ste angeboten werden, die Sicherheit vermitteln und eine erfolgreiche Nutzung von Standards gew&#228;hrleisten.“ (<a title="„Klieme –Gutachten“" href="http://www.bmbf.de/pub/zur_entwicklung_nationaler_bildungsstandards.pdf">„Klieme –Gutachten“</a>, 2003, S.51).<strong><br />
Lernende sind in der Lage, selbst&#228;ndig zu denken.</strong> In dieser Verantwortung eingebettet k&#246;nnen Bildungsstandards einen sinnvollen Beitrag zur Qualit&#228;tsverbesserung des Unterrichts leisten. Daran misst sich die Alltagstauglichkeit f&#252;r die Lernenden in besonderem Ma&#223;e.“</p>
<p><strong>Der Entwurf gliedert sich in drei Teile, besticht in seiner Diktion und Pr&#228;gnanz:</strong></p>
<p><strong>In Teil I</strong> werden f&#252;nf f&#228;cher&#252;bergreifende Kompetenzen und zugeordnete Standards in Korrespondenz mit der klassischen Leitidee einer umfassenden Bildung entwickelt. Tradition und Innovation sind durchaus vereinbar.</p>
<p><strong>In Teil II</strong> werden im Rahmen der  vierzehn angebotenen F&#228;cher vor allem  fachbezogene Kompetenzen und Standards formuliert. Diese tragen den besonderen Anforderungen der jeweiligen Fachgebiete Rechnung und zeigen zus&#228;tzlich f&#228;cher- bzw. fachbereichs&#252;bergreifende Vernetzungsm&#246;glichkeiten auf, z. B. argumentativ-kommunikative  Kompetenzen, interkulturelle bzw. interdisziplin&#228;re Kompetenzen.<br />
Die unterschiedliche Tiefe in der stofflich-inhaltlichen Darlegung innerhalb der Kompetenzbereiche ber&#252;cksichtigt die  jeweilige Spezifik eines Fachs. So sind klare inhaltliche Festlegungen auch im Rahmen eines Kompetenzkonzepts unverzichtbar: in den Gesellschaftswissenschaften  im Sinne gesellschaftlich weit gehend konsensualer Hintergrundannahmen, in den Naturwissenschaften bzw. Mathematik im Sinne eines gesicherten Forschungsstandes. Hingegen kann im Bereich der Sprachen st&#228;rker auf inhaltliche Festlegungen verzichtet werden, da der kompetente Spracherwerb und Sprachgebrauch selbst Inhalt und Medium zugleich darstellt. Im Rahmen des Kompetenzkonzepts gilt als Richtschnur  f&#252;r alle F&#228;cher exemplarisches Arbeiten.</p>
<p><strong>In Teil III</strong> werden <a title="Aufgabentypen, Operatoren" href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/25/478">Aufgabentypen, Operatoren</a> und Beurteilungsmodule als Ausdruck von Bildungsstandards im Unterricht festgelegt, um f&#252;r die Studierenden /Oberstufensch&#252;ler mehr Unterrichtstransparenz und Orientierung zu garantieren. Die  Bildungsstandards ersetzen in ihrer Leitfunktion die bisher existierenden Rahmenpl&#228;ne/ Lehrpl&#228;ne. Die Alltagstauglichkeit f&#252;r Studierende/ Lernende zeigt sich vor allem im souver&#228;nen Umgang mit unterschiedlichen Aufgabentypen und  deren Wandlung  in konkrete Aufgaben. Die Lernenden sind Mitgestalter des Unterrichts  und k&#246;nnen mithilfe des Operatorenrads selbst&#228;ndig sinnvolle Aufgaben generieren. Selbstverst&#228;ndlich sollen erwachsene Studierende (und im Prinzip auch jeder Oberstufensch&#252;ler im Gymnasium) Bildungsstandards lesen; sie sind nicht so geheimnisvoll, dass Sch&#252;ler sie  nicht verstehen k&#246;nnten.<br />
<strong>3 bis 4 Seiten pro Fach gen&#252;gen zur Orientierung.</strong> Hieraus entwickeln sich <a title="Neugier- und Arbeitspl&#228;ne" href="http://www.bildungswirt.de/2008/12/18/87">Neugier- und Arbeitspl&#228;ne</a>, die an den Schulen, im konkreten Unterricht unter allen Beteiligten diskutiert und ausgehandelt werden. Die Freiheit des forschenden Geistes, auch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die notwendige Arbeitshaltung und Selbstdisziplin sind  eben nicht durch „Zwangsbegl&#252;ckungen“ in Form kleinkarierter Detailvorschriften bzw. verordneter Leselisten  zu erreichen. <a title="Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkr&#252;ppel." href="http://www.bildungswirt.de/2008/10/01/208">Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkr&#252;ppel.</a></p>
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		<title>Textanalyse &#8211; notwendiges Handwerkszeug f&#252;r intelligentes Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 19:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sobald wir sprechen oder schreiben, produzieren wir Texte. Wie versuchen uns zu verst&#228;ndigen; wir wollen mit Worten, S&#228;tzen und Lauten in der Regel Sinn entfallen. T&#228;glich nutzen wir Texte &#8211; in der Schule, im Beruf, in der Freizeit, in der &#214;ffentlichkeit. Das lateinische Wort textus bedeutet Gewebe, Geflecht. Wir texten oder &#8220;weben&#8221;, stellen Verkn&#252;fungen her, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sobald wir sprechen oder schreiben, produzieren wir Texte. Wie versuchen uns zu verst&#228;ndigen; wir wollen mit Worten, S&#228;tzen und Lauten in der Regel <strong><em>Sinn</em></strong> entfallen. <strong>T&#228;glich nutzen wir Texte &#8211; in der Schule, im Beruf, in der Freizeit, in der &#214;ffentlichkeit. </strong>Das lateinische Wort <em>textus </em>bedeutet <em>Gewebe, Geflecht</em>. Wir texten oder &#8220;weben&#8221;, stellen Verkn&#252;fungen her, kombinieren, gehen einer Sache auf den Grund, erforschen Ursache und Wirkung, stellen Funktionszusammenh&#228;nge her etc.</p>
<p><strong>Die Textanalyse soll kl&#228;ren, was der Text beansprucht, bezweckt oder beim Leser bewirken will (Inhaltsanalyse) und wie diese Inhalte/Gedanken sprachlich gestaltet sind (Sprachana­lyse).</strong><br />
Inhalt und Sprachform k&#246;nnen analytisch getrennt werden; tats&#228;chlich handelt es sich aber um eine festgef&#252;gte Einheit: Durch eine bestimmte Sprachform (u. a. Wahl der Textsorte, des Sprachstils) erh&#228;lt der Inhalt seinen Ausdruck. Ausgangspunkt f&#252;r eine Textanalyse kann sowohl der &#8220;Inhalt&#8221; als auch die verwendete &#8220;sprachliche Gestaltung&#8221; sein.<img class="aligncenter size-full wp-image-940" title="Textanalyse Sachanalayse Sprachanalyse" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/03/text-inhalts-sachanalyse.png" alt="Textanalyse Sachanalayse Sprachanalyse" width="334" height="200" /><span style="color: #0000ff;"><strong>Inhaltsanalyse</strong></span></p>
<p>Grunds&#228;tzliche Gesichtspunkte sind:</p>
<ul>
<li> <strong>Welche Ziele und Absichten lassen sich aus dem Textinhalt und dem Textaufbau erkennen?</strong></li>
<li><strong> Welche Wirkungen sollen beim Leser erreicht werden?</strong></li>
<li><strong> Welche Wirkungen werden wahrscheinlich tats&#228;chlich erzielt?</strong></li>
</ul>
<p>Im Einzelnen kann genauer gefragt werden nach:</p>
<ol>
<li> Welche Bedeutung hat die &#220;berschrift? Welche Erwartungen sollen geweckt werden?</li>
<li> Passen Textinhalt und Textsorte zueinander? Welche Beziehung oder Diskrepanz kann fest­gestellt werden?</li>
<li> In welcher Absicht werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt? Wie ist die Informationswahl gestaltet? Werden die Absichten und Hintergr&#252;nde einer bestimmten Auswahl vom Autor explizit genannt oder bleiben diese verschleiert? Wo ist der Text ausf&#252;hrlich oder knapp, konkret oder abstrakt, genau oder vage gehalten?</li>
<li> Ist die Darstellung der Sachverhalte oder der Sachlage korrekt? Liegt eine bewusste Irre­f&#252;hrung des Lesers vor?</li>
<li> Liegt eine klare Textgliederung vor? Welche Wirkung soll durch eine bestimmte Anord­nung des Textes erreicht werden?</li>
<li> Ist der Text sachlogisch weitgehend einwandfrei? Z. B. der Zusammenhang von These &#8211; Begr&#252;ndung, angef&#252;hrte Argumente &#8211; Schlussfolgerung. Sind die angef&#252;hrten &#8220;Begr&#252;ndungen&#8221; auch tats&#228;chlich nachvollziehbare &#8220;Gr&#252;nde&#8221;?</li>
<li> Welche Rolle spielen Vergleiche, Beispiele, Bezug und Verweis auf &#8220;Autorit&#228;ten&#8221;?</li>
<li> Ist der Text zielgruppenbezogen formuliert?</li>
<li> Gibt es einen Unterschied zwischen Autorenintention und Textintention? Nicht immer stimmt das, was der Autor sagen wollte, mit dem &#252;berein, was er tats&#228;chlich gesagt hat.</li>
</ol>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Sprachanalyse </strong></span></p>
<p>Grunds&#228;tzliche Gesichtspunkte sind:</p>
<ul>
<li> <strong>Welche Textsorte liegt vor? Welches &#8220;Sprachmaterial&#8221; wird verwendet um die Inhalte, Gedanken und Absichten umzusetzen?</strong></li>
<li><strong> Welche Wirkung soll durch eine bestimmte sprachliche Gestaltung erreicht werden? Welche sprachlich-rhetorischen Mittel sind erkennbar?</strong></li>
</ul>
<p>Im Einzelnen kann gefragt werden nach:</p>
<ol>
<li> Welcher Kommunikationszusammenhang, welcher Kontext liegt vor? Dasselbe Wort kann in verschiedenen Kontexten sehr Unterschiedliches bedeuten. Immer sind die Textteile und die sprachlichen Mittel auf das Textganze zu beziehen.</li>
<li> Welche Sprache wird verwendet: Fachsprache &#8211; Gruppensprache &#8211; Sondersprache? Um­gangssprache &#8211; Standardsprache (Hochdeutsch)? Amtsdeutsch? Werbesprache?</li>
<li>Lassen sich Stilbr&#252;che erkennen? Wortschatz, Wortwahl, Modew&#246;rter, Fremdw&#246;rter, Wort­neusch&#246;pfungen? Leerformeln, Phrasen, &#8220;Plastikw&#246;rter&#8221;?</li>
<li>Welche Absicht ist mit einem bestimmten Sprachstil verbunden? Welche Bedeutung haben zentrale Begriffe, Definitionen, rhetorische Mittel?</li>
<li> Welche rhetorischen Mittel werden eingesetzt, z. B. Metapher, Vergleich, &#220;bertreibung, Umschreibung, Besch&#246;nigung, Appell, Anspielung, Steigerung, Gegensatz, Nachdruck, Beispiel, Zitat, Wortspiel, Ausruf, Scheinwiderspruch, Scheinfrage, &#8230;</li>
<li> Welche Satzarten &#8211; Aussagesatz, Fragesatz, Befehlssatz &#8211; werden verwendet? Kurze/ lange S&#228;tze? Haupt-/Glieds&#228;tze, verschachtelte S&#228;tze?</li>
<li> Welcher Satzbau liegt vor? Abweichungen von der Norm? Verwendung von Indikativ, Kon­junktiv und Imperativ?</li>
<li> Liegt eine monologische oder dialogische Sprechweise vor? Wie ist der Leserbezug gestal­tet? Welche Funktion haben das &#8220;ich&#8221;, das &#8220;du&#8221;, das gemeinsame &#8220;wir&#8221; oder das unpers&#246;nliche &#8220;man&#8221; und &#8220;es&#8221;?</li>
</ol>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>S</strong><strong>chematischer Aufbau einer Textanalyse</strong></span></p>
<ul>
<li> Nennung von Autor, Titel, Erscheinungsort und -jahr, Bezugsrahmen der Untersuchung</li>
<li> Kurze Zusammenfassung des Inhalts, zentrale Aussagen</li>
<li> Erste Einsch&#228;tzung der Textintention, der zentralen Absicht des Textes</li>
<li> Analyse einzelner Textteile und Bezug auf das Textganze hinsichtlich Inhalt und verwendeter Sprache</li>
<li> Auswertung der Analyse &#8211; Bewertung der Ergebnisse</li>
<li> ggf. Darlegung des eigenen Bewertungsma&#223;stabes</li>
<li> ggf. L&#246;sungsvorschl&#228;ge, Alternativen</li>
</ul>
<p>aus:<a title="Miller Texte formulieren lernen" href="http://www.amazon.de/Texte-formulieren-lernen-Michael-Miller/dp/3441037715"> Michael Miller, Texte formulieren lernen</a></p>
<p>WICHTIG:<strong> Die Textanalyse bereitet meist eine tiefergehende Textinterpretation vor. Oft genug flie&#223;en beide im praktischen Vollzug ineinander.</strong></p>
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		<title>Sprachmittlung im Fremdsprachenunterricht</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 16:17:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An vielen Schulen und in zahlreichen Abschlusspr&#252;fungen – vor allem im Fach Englisch, zum Teil auch in Franz&#246;sisch und Spanisch – wird eine alte, sehr sinnvolle Aufgabenform neu entdeckt: die Sprachmittlung. Sinn einer Sprachmittlung ist es, jemandem wesentliche Aspekte aus einem gesprochenen oder geschriebenen Text zu vermitteln, dessen Sprache er nicht versteht; d.h., den wesentlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>An vielen Schulen und in zahlreichen Abschlusspr&#252;fungen</strong> – vor allem im Fach Englisch, zum Teil auch in Franz&#246;sisch und Spanisch – wird eine alte, sehr sinnvolle Aufgabenform neu entdeckt: die Sprachmittlung. Sinn einer Sprachmittlung ist es, jemandem wesentliche Aspekte aus einem gesprochenen oder geschriebenen Text zu vermitteln, dessen Sprache er nicht versteht; d.h., den wesentlichen Inhalt, das Wichtige oder f&#252;r den anderen Interessante aus einem deutschen Text sinngem&#228;&#223; – also in der Regel nicht w&#246;rtlich &#252;bersetzt – in Englisch wiederzugeben. Oder auch umgekehrt: Wesentliches aus einem englischen Text sinngem&#228;&#223; auf Deutsch zusammenzufassen.</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/lZNr3ISdFTs&amp;rel=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/lZNr3ISdFTs&amp;rel=0&amp;fs=1" /></object></p>
<p><strong>Konkretes Beispiel gef&#228;llig?</strong></p>
<p>Welchen konkreten Anwendungsbezug Sprachmittlung haben kann, soll im Folgenden eine Sprachmittlungsaufgabe verdeutlichen, die sich auf den Zornausbruch des damaligen Trainers von Bayern M&#252;nchen, <strong>Giovanni Trapattoni</strong>, auf der ber&#252;hmten Pressekonferenz am 10. M&#228;rz 1998 bezieht. Auch hier gilt es aus einer – allerdings nicht eindeutig zu bestimmbaren – Fremdsprache in sinnvolles Deutsch zu vermitteln:</p>
<p><strong>Aufgabe: Fassen Sie zusammen, was Trapattoni sagt und was er eigentlich meint.</strong></p>
<p>Giovanni Trapattonis Rede:<br />
&#8220;Sind Sie bereit?<br />
Stellen mir die Fragen, wenn h&#246;ren o verstehen schlecht meine W&#246;rter, bitte. Es gibt im Moment in diese Mannschaft, oh, einige Spieler vergessen ihnen Profi was sie sind. Ich lese nicht sehr viele Zeitung, aber ich habe geh&#246;rt viele Situationen.</p>
<p>Erstens. Wir haben nicht offensiv gespielt. Es gibt keine deutsche Mannschaft spiel offensiv und die Name offensiv wie Bayern. Letzte Spiel hatten wir in Platz drei Spitzen: Elber, Jancka und dann Zickler. Wir mussen nicht vergessen Zickler. Zickler ist eine Spitzen mehr, Mehmet e mehr Basler. Ist klar diese W&#246;rter, ist m&#246;glich verstehen, was ich hab&#8217; gesagt? Dann. Offensiv, offensiv ist wie machen in Platz.</p>
<p>Zweite. Ich habe erkl&#228;rt mit diese zwei Spieler: Nach Dortmund brauche vielleicht Halbzeit Pause. Ich habe auch andere Mannschaft gesehen in Europa nach diese Mittwoch. Ich habe gesehen auch zwei Tage de Training.</p>
<p>Ein Trainer ist nicht ein Idiot! Ein Trainer sei &#8230; sehen was passieren in Platz. In diese Spiel es waren zwei, drei oder vier Spieler, die waren schwach wie eine Flasche leer! (&#8230;)&#8221; (<em>ohne Gew&#228;hr</em>)<br />
(<em>Den Rest bitte selbst raush&#246;ren und sprachmitteln &#8230; viel Spa&#223;</em>)</p>
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		<title>Bildungsstandards konkret (1): Fach Englisch Gymnasiale Oberstufe</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 16:16:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Orientierungsrahmen f&#252;r konkrete, knapp gefasste Bildungsstandards bildet die Artikelserie Die Crux der Bildungsstandards (1 bis 6) im Bildungswirt. In Crux (1) wurden Bildungsstandards als flexible Voodooformeln mit gro&#223;em Beliebtheitswert im historischen R&#252;ckblick erkl&#228;rt und der Zielkorridor f&#252;r eine ernsthafte Debatte ausgeleuchtet. Crux (2) diskutierte die Sinnhaftigkeit und Plausibilit&#228;t des Kompetenz- und Standardbegriffs. In Crux [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Orientierungsrahmen f&#252;r konkrete, knapp gefasste Bildungsstandards bildet die Artikelserie<strong> Die Crux der <a title="Alle Beitr&#228;ge zum Thema Bildungsstandards im Bildungswirt" href="http://www.bildungswirt.de/category/bildungsstandards">Bildungsstandards (1 bis 6) im Bildungswirt</a>.</strong> In <a title="Die Crux mit den Bildungsstandards (1)" href="http://www.bildungswirt.de/2008/06/18/47">Crux (1)</a> wurden Bildungsstandards als flexible Voodooformeln mit gro&#223;em Beliebtheitswert im historischen R&#252;ckblick erkl&#228;rt und der Zielkorridor f&#252;r eine ernsthafte Debatte ausgeleuchtet. <a title="Die Crux mit den Bildungsstandards (2)" href="http://www.bildungswirt.de/2008/08/05/55">Crux (2)</a> diskutierte die Sinnhaftigkeit und Plausibilit&#228;t des Kompetenz- und Standardbegriffs. In <a title="Bildungsstandards, Kompetenzen - Crux (3)" href="http://www.bildungswirt.de/2008/09/15/86">Crux (3)</a> und <a title="Bildungsstandards, Kompetenzen - Crux (4)" href="http://www.bildungswirt.de/2008/09/16/132">Crux (4)</a> fragten wir nach Leistungen von Bildungsstandards, nach unterschiedlichen Wissensarten und f&#228;cher&#252;bergreifenden Kompetenzbereichen. In <a title="Bildungsstandards, Kompetenzen - Crux (5)" href="http://www.bildungswirt.de/2008/12/15/131">Crux (5)</a> wurden &#8211; in einer grafischer Darstellung &#8211; die drei Felder von fachspezifische Standards durch alle drei Fachbereiche, z.B. der gymnasialen Oberstufe angeboten. <a title="Die Crux mit den Bildungsstandards (6) - Innovationen jetzt!" href="http://www.bildungswirt.de/2008/12/18/87">Crux(6)</a> thematisierte die Notwendigkeit konkreter Umsetzungen von knapp gefassten Bildungsstandards (3-bis 5 Seiten pro Fach!) vor Ort.</p>
<p><strong>Hier der </strong><strong>bundesweit erste Entwurf von knapp gefassten Standards f&#252;r die gymnasiale Oberstufe.</strong> Der Entwurf ist kompatibel mit den bundesweit einheitlichen Pr&#252;fungsanforderungen f&#252;r das Abitur <strong>(EPA) </strong>und mit dem <strong>Europ&#228;ischen Referenzrahmen Sprachen</strong>. Die KMK will ihre &#220;berlegungen bis 2010/2011 vorlegen. Soll man aber wirklich so lang warten und zum Schluss wieder unverr&#252;ckbare 50 Seiten pro Fach (!) pr&#228;sentiert bzw. verordnet bekommen?</p>
<p>Zur Vergr&#246;&#223;erung einfach ins Bild klicken!</p>
<div id="attachment_765" class="wp-caption alignnone" style="width: 473px"><a href="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/09/sprachlich-kommunikative-kompetenzen-bildungsstandards.pdf" target="_blank"><img class="size-full wp-image-765" title="1-sprachlich-kommunikative-kompetenzen" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/01/sprachlich-kommunikative-kompetenzen.jpg" alt="Bildungsstandards konkret: Englisch (gymnasiale Oberstufe)" width="463" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">Bildungsstandards konkret: Englisch (gymnasiale Oberstufe)</p></div>
<div id="attachment_766" class="wp-caption alignnone" style="width: 475px"><a href="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/09/sprachlich-instrumentelle-kompetenzen-bildungsstandards.pdf" target="_blank"><img class="size-full wp-image-766" title="2-sprachlich-instrumentelle-kompetenzen" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/01/sprachlich-instrumentelle-kompetenzen.jpg" alt="Bildungsstandards konkret: Englisch (gymnasiale Oberstufe)" width="465" height="148" /></a><p class="wp-caption-text">Bildungsstandards konkret: Englisch (gymnasiale Oberstufe)</p></div>
<div id="attachment_767" class="wp-caption alignnone" style="width: 454px"><a href="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/09/interkulturelle-kompetenzen-bildungsstandards.pdf" target="_blank"><img class="size-full wp-image-767" title="3-interkulturelle-kompetenzen" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/01/interkulturelle-kompetenzen.jpg" alt="Bildungsstandards konkret: Englisch (gymnasiale Oberstufe)" width="444" height="130" /></a><p class="wp-caption-text">Bildungsstandards konkret: Englisch (gymnasiale Oberstufe)</p></div>
<p>Englischlehrerinnen und -lehrer, was meint ihr? Ist der Entwurf aus eurer Sicht f&#252;r den Unterricht ein klarer Orientierungsrahmen? Welche Plausibilit&#228;ten zeigen sich?<br />
Oberstufensch&#252;lerinnen und -sch&#252;ler. Helfen euch kurze Standards als &#220;berblick, als Transparenzfolie und als Kontrollinstrument f&#252;r den Unterricht?</p>
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		<title>SchulVerwaltung Hessen/Rheinland-Pfalz: Geheimtipp</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 08:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankmackay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bernd Frommelt, Min. Dir. a. D., ist Pr&#228;sident der Gesellschaft zur F&#246;rderung P&#228;dagogischer Forschung e.V. und Herausgeber der Zeitschrift f&#252;r Schulleitung und Schulaufsicht in Hessen und Rheinland-Pfalz. Er schreibt dort im aktuellen Heft 2/2009: Schlie&#223;lich noch ein „Geheimtipp“: an verborgenem Ort ver&#246;ffentlicht Michael Miller sein „Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft“. Der Autor – Vater von f&#252;nf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bernd Frommelt, Min. Dir. a. D., ist Pr&#228;sident der <a title="Gesellschaft zur F&#246;rderung P&#228;dagogischer Forschung e.V." href="http://www2.dipf.de/gfpf/daten_zur_gfpf/daten_zur_gfpf.htm" target="_blank">Gesellschaft zur F&#246;rderung P&#228;dagogischer Forschung e.V.</a><br />
und <a title="Zeitschrift f&#252;r Schulleitung und Schulaufsicht" href="http://www.die-schulverwaltung.de/herp/home" target="_blank">Herausgeber der Zeitschrift f&#252;r Schulleitung und Schulaufsicht</a> in Hessen und Rheinland-Pfalz.</p>
<p>Er schreibt dort im aktuellen Heft 2/2009:</p>
<p>Schlie&#223;lich noch ein „Geheimtipp“: an verborgenem Ort ver&#246;ffentlicht Michael Miller sein „<strong>Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft</strong>“. Der Autor – Vater von f&#252;nf Kindern, Lehrer, Kneipier, Musiker , promovierter Philosoph – bietet in herzerfrischendem, mitunter flapsigem Duktus eine kenntnisreiche, kluge und bildungsges&#228;ttigte tour d´horizon durch alle die Themenfelder, die gegenw&#228;rtig Gegenst&#228;nde der „gro&#223;en“ politischen Debatte, aber eben auch der Diskussionen am Stammtisch sind. Und am „Stammtisch“ setzt er an, macht erfrischend konstruktive Vorschl&#228;ge &#8211; Vorschl&#228;ge f&#252;r „Bildungsstandards f&#252;r Lehrer“, f&#252;r „Neue Lernkulturen und einsichtige Aufgabentypen“, wettert gegen B&#252;rokratieausw&#252;chse und „wortklingelnde Reformrhetorik“, um mit einer &#8211; mit seiner &#8211; &#252;berraschend ernsten, fundiert begr&#252;ndeten Vision eines anzustrebenden Gesellschaftsmodells, in dem „&#214;kologie, &#214;konomie, Kreativit&#228;t, Spiel, Effizienz und globale Verantwortung“ „in Anerkennung der Differenzen“ immer wieder zueinander finden, zu enden.<br />
Das schlanke pfiffig aufgemachte Buch – von Gedankenspr&#252;ngen hin und wieder ein wenig &#252;berfrachtet, zwischen Zitaten aus „Hoch“- und „Trivial“kultur m&#228;andernd &#8211; eignet sich f&#252;r alle, die f&#252;r den &#252;berf&#228;lligen Diskurs &#252;ber die Zukunft unseres Bildungswesen phantasievolle Anregungen bed&#252;rfen und „schr&#228;ge Blicke“ auf die Verh&#228;ltnisse sch&#228;tzen – f&#252;r „aufgekl&#228;rte Stammtische“ beispielsweise.</p>
<p><em>Michael Miller, <a href="http://www.bildungswirt.de/2008/08/13/104" target="_self">Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft </a>– Alle reden von Schule – was ist zu tun? Norderstedt 2008</em></p>
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		<title>Die Crux mit den Bildungsstandards (6) &#8211; Innovationen jetzt!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 11:39:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Umsetzung und Ausgestaltung von Bildungsstandards vor Ort Knapp gefasste Bildungsstandards werden in Arbeits- und Neugierpl&#228;nen an den Schulen, in den einzelnen Klassen ausgestaltet. Das beginnt mit qualifizierten Minderheiten, die bezahlte Entwicklungsarbeit leisten und wird im Laufe des Arbeits- und Kommunikationszesses zur zentralen Gelenkstelle der didaktischen Community vor Ort. Diese Entwicklungsfinanzierung f&#252;r eine grundlegende Unterrichtsverbesserung muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Umsetzung und Ausgestaltung von Bildungsstandards vor Ort</strong></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/26849848@N06/2551073932"><img title="Autor: Bertelsmann Stiftung / Juni 2008, Forum Demographischer Wandel - Prof. Dr. J&#252;rgen E. Z&#246;llner, Pr&#228;sident der Kultusministerkonferenz, Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan, Prof. Dr. Horst K&#246;hler und Liz Mohn beim Forum Demographischer Wandel." src="http://farm4.static.flickr.com/3119/2551073932_d11b12ab7c.jpg" border="0" alt="Forum Demographischer Wandel" hspace="5" /></a></p>
<p>Knapp gefasste Bildungsstandards werden in <strong>Arbeits- und Neugierpl&#228;nen an den Schulen, in den einzelnen Klassen</strong> ausgestaltet. Das beginnt mit qualifizierten Minderheiten, die bezahlte Entwicklungsarbeit leisten und wird im Laufe des Arbeits- und Kommunikationszesses zur zentralen Gelenkstelle der didaktischen Community vor Ort. Diese Entwicklungsfinanzierung f&#252;r eine grundlegende Unterrichtsverbesserung muss in die selbstverantwortlichen Schulen gesteckt werden und nicht in die Schulverwaltung. Mindestens 50% der Stellen im Ministerium und in den Schul&#228;mtern sind mittelfristig &#252;berfl&#252;ssig. Selbstverst&#228;ndlich k&#246;nnen nicht alle Schulen gleich hohe Qualit&#228;t entwickeln, deshalb werden herausragend produktive Schulen (Gr&#246;&#223;e, Know-how, Engagement) besonders unterst&#252;tzt und als Referenzpunkte mit G&#252;tesiegel entwickelt. Die anderen k&#246;nnen an den Ergebnissen kostenfrei partizipieren. Entwicklungspartnerschaften werden besonders verg&#252;tet. Das reale Geld (und nicht fiktives Spielgeld auf ministerialen SAP –Verrechnungskonten) muss also vorwiegend vor Ort flie&#223;en. Rechenschaftspflicht und Dokumentation der Ergebnisse, auch im Internet, versteht sich von selbst.</p>
<p><strong>Die Zeit der Bremser in der Bildungsverwaltung sollte auslaufen.</strong> <strong>Deutschland braucht Innovation</strong>, auch in der Bildungsverwaltung mit mutigen Kultusministern, die &#8211; wenn schon auf das F&#246;rderalismusprinzip gepocht wird &#8211; dieses auch f&#252;r qualitative und z&#252;gige Reformen nutzen. Weitere Zeitverz&#246;gerung &#252;ber wissenschaftliche Gutachten zu den Gutachten der Gutachten gilt es abzuwehren. Es ist fast alles erforscht, um eine grundlegende<span> </span>Richtungsentscheidung f&#252;r eine ver&#228;nderte P&#228;dagogik inklusive einer neuen Pr&#252;fungsdidaktik zu treffen. Der Rest ist qualitative Begleitforschung.<br />
Noch einmal: Die entscheidende Energietr&#228;ger sind weniger die Wissenschaft(en) des Elfenbeinturms und deren Heiligtum empirischer Verfahrensfragen, sondern die durchaus wissenschaftlich geschulten Praktiker vor Ort, mit gro&#223;en <strong>didaktischen Werkzeugkisten und situativem Feingesp&#252;r </strong>ausgestattet, die tats&#228;chlich eine qualitative Schulreform t&#228;glich im Unterricht gestalten k&#246;nnen und sollen. Bildungsstandards sind dabei eine wesentliche Referenzgr&#246;&#223;e. Das aktive Gestalten-Wollen kann den Lehrern und Sch&#252;lern niemand abnehmen. Im Zweifel sollte man sich immer wieder an <a title="Montaigne" href="http://www.bildungswirt.de/2008/05/12/24">Montaigne</a> und<span> </span>seinen p&#228;dagogischen Grundsatz erinnern und an Nietzsche, den  <a title="gro&#223;e Skeptiker," href="http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/89">gro&#223;en Skeptiker.</a> Er erkl&#228;rt erg&#228;nzend, „<a title="inwiefern auch im Guten das Halbe mehr sein kann als das Ganze.“" href="http://www.bildungswirt.de/2008/12/17/88">inwiefern auch im Guten das Halbe mehr sein kann als das Ganze.“</a></p>
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		<title>Bildungsstandards, Kompetenzen &#8211; Crux (5)</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 19:49:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abitur]]></category>
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		<description><![CDATA[In Crux (1) wurden Bildungsstandards als flexible Voodooformeln mit gro&#223;em Beliebtheitswert im historischen R&#252;ckblick erkl&#228;rt und der Zielkorridor f&#252;r eine ernsthafte Debatte ausgeleuchtet. Crux (2) diskutierte die Sinnhaftigkeit und Plausibilit&#228;t des Kompetenz- und Standardbegriffs. In Crux (3) und Crux (4) fragten wir nach Leistungen von Bildungsstandards, nach unterschiedlichen Wissensarten und f&#228;cher&#252;bergreifenden Kompetenzbereichen. In Crux (5) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In<a title="Bildungswirt, Juni 2008" href="http://www.bildungswirt.de/2008/06/18/47" target="_blank"> Crux (1)</a> wurden Bildungsstandards als flexible Voodooformeln mit gro&#223;em Beliebtheitswert im historischen R&#252;ckblick erkl&#228;rt und der Zielkorridor f&#252;r eine ernsthafte Debatte ausgeleuchtet. <a title="Bildungswirt, August 2008" href="http://www.bildungswirt.de/2008/08/05/55" target="_blank">Crux (2)</a> diskutierte die Sinnhaftigkeit und Plausibilit&#228;t des Kompetenz- und Standardbegriffs.<br />
In <a title="Bildungsstandards, Kompetenzen - was leisten Bilungsstandards? BW 2008" href="http://www.bildungswirt.de/2008/09/15/86" target="_blank">Crux (3) </a>und <a title="Bildungsstandards, Kompetenzen - Beschreibung f&#228;cher&#252;bergreifender Kompetenzbereiche, BW 2008" href="http://www.bildungswirt.de/2008/09/16/132" target="_blank">Crux (4) </a>fragten wir nach Leistungen von Bildungsstandards, nach unterschiedlichen Wissensarten und f&#228;cher&#252;bergreifenden Kompetenzbereichen.</p>
<p class="MsoNormal">In Crux (5) werden &#8211; in einer grafischer Darstellung &#8211;  die drei Felder von fachspezifische Standards durch alle drei Fachbereiche, z.B. der gymnasialen Oberstufe angeboten.</p>
<p class="MsoNormal">A) Sprachen (Deutsch, Englisch, Franz&#246;sisch, Spanisch ,&#8230;)</p>
<p><a href="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/08/sprachlich-instrumentelle-kommunikative-literarisch-kulturelle-kompetenzen.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-113" title="sprachlich-kommunikativen Kompetenzen, sprachlich-instrumentelle Kompetenzen, literarisch-kultureller Kompetenzen" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/08/sprachlich-instrumentelle-kommunikative-literarisch-kulturelle-kompetenzen-300x153.png" alt="" width="461" height="234" /></a></p>
<p>B) Mathematik und Naturwissenschaften (Mathe, Biologie, Chemie, Physik, Informatik)</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-117" title="instrumentelle-nawi-mathematische-argumentativ-kommunikative-kompetenzen" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/08/instrumentelle-nawi-mathematische-argumentativ-kommunikative-kompetenzen.png" alt="" width="500" height="209" /></p>
<p>C) Gesellschaftswissenschaften (Politik und Wirtschaft, Geschichte, Ethik, Philosophie, &#8230;)</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-116" title="instrumentelle-hipo-soziookonomische-phil-argumentativ-kommunikative-kompetenzen" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/08/instrumentelle-hipo-soziookonomische-phil-argumentativ-kommunikative-kompetenzen.png" alt="" width="500" height="209" /><br />
Instrumentelle und sprach-kommunikative Kompetenzen werden in allen drei Fachbereichen, d.h. auch in allen Einzelf&#228;chern zentrale Orientierung sein. Sie sind jeweils vernetzt mit den spezifisch inhaltlichen D&#246;manen (Content).<br />
Im Vorgriff auf die in <strong>ab Januar 2009</strong> ver&#246;ffentlichten knappen Fachstandards (ausgewiesene Kompetenzen, die errreicht werden sollen) einige Beispiele zur Illustration:</p>
<p>sprachlich-kommunikative Kompetenzen:<br />
- Differenz von Gesagtem und Gemeintem beschreiben und an kurzen Texten herausarbeiten<br />
- einen bewussten Wechsel der Sprachebenen in fiktionalen und nicht-fiktionalen Texten analysieren (z.B. Witz, Polemik)<br />
- eigene Texte sprachlich optimieren und Wirkungsabsichten pr&#252;fen</p>
<p>literarisch-kulturelle Kompetenzen:<br />
- einen Text kreativ umgestalten<br />
- Symbolik in der Bild- und Filmsprache zur Deutung heranziehen<br />
- literarische Text seit der Aufkl&#228;rung im Hinblick auf Ich-Bild, Ich-Identit&#228;t und Krise des Ich analysieren.</p>
<p>Strukturpr&#228;gend sind diese Standards mit den <a title="reflektierten Aufgabentypen und dem Operatorenrad " href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/25/478">reflektierten Aufgabentypen und dem Operatorenrad </a>verkn&#252;pft. Desweiteren soll innerhalb der F&#228;cher selbstverst&#228;ndlich auch der Aufbau von &#252;berfachliche Kompetenzen bei Sch&#252;lern gef&#246;rdert werden.(vgl.  Crux 3 und 4).<br />
<strong>Fachstandards sollten nicht l&#228;nger als 3-4 Seiten pro Fach sein. In der K&#252;rze und Pr&#228;gnanz liegen ihre steuernde Funktion.</strong> 40 &#8211; 50 Seiten pro Fach (im Duktus von KMK-Vorgaben unter Ber&#252;cksichtigungen der vorvorgestrigen Papiere) sind zum Scheitern verurteilt, d.h. weitgehend wirkungslos wie die alten Lehrpl&#228;ne. Auch gut organisierte Jubelveranstaltungen werden diese Praxisl&#252;cken nicht wegreden k&#246;nnen. Illusionsblasen werden einfach ganz unspektakul&#228;r platzen und die Karawanen ziehen weiter &#8211; auf zum n&#228;chsten Irrtum.</p>
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		<title>Nationaler Bildungsgipfel, Milliarden und Zen</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 07:52:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn der Bildungsgipfel am 22.10. keine traurige Lachnummer werden will, so bedarf es konkreter Beschl&#252;sse mit klaren Zielen, Zeitpl&#228;nen und solider finanzieller Unterf&#252;tterung. Dies d&#252;rfte jedem einigerma&#223;en erfahrenden Menschen unmittelbar einleuchten. Die bisher zirkulierenden bildungspolitischen Papiere aus der KMK, aus Ministerien und Lobbyverb&#228;nden lassen allerdings wenig Erfreuliches ahnen: Formelkompromisse, Wortakrobatik, Bund-L&#228;nder-Gez&#228;nk, Fassadenbeschl&#252;sse, Aussitzen, wenig Konkretes. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn der Bildungsgipfel am 22.10. keine traurige Lachnummer werden will, so bedarf es konkreter Beschl&#252;sse mit klaren Zielen, Zeitpl&#228;nen und solider finanzieller Unterf&#252;tterung. Dies d&#252;rfte jedem einigerma&#223;en erfahrenden Menschen unmittelbar einleuchten.</strong></p>
<div id="attachment_196" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-196" title="hubschrauber-montenegro-2008" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/09/hubschrauber-montenegro-200.jpg" alt="Schwebend dem Gipfel entgegen, Miller 2008" width="500" height="308" /><p class="wp-caption-text">Schwebend dem Gipfel entgegen, Foto: Miller 2008</p></div>
<p class="MsoNormal">Die bisher zirkulierenden bildungspolitischen Papiere aus der KMK, aus Ministerien und Lobbyverb&#228;nden lassen allerdings wenig Erfreuliches ahnen: Formelkompromisse, Wortakrobatik, Bund-L&#228;nder-Gez&#228;nk, Fassadenbeschl&#252;sse, Aussitzen, wenig Konkretes. Dies h&#228;ngt mit der grunds&#228;tzlichen Werthaltung vieler professioneller „Verantwortungstr&#228;ger“ gegen&#252;ber der jungen Generation zusammen. Im Grunde interessieren Personen von 0 bis 23 Jahren nicht wirklich. Wenn diese Haltung, dieser eingewurzelte Habitus nicht geknackt wird – die n&#228;chste Bundestagswahl, Landtagswahl kommt bestimmt und die Mehrheit der &#252;ber 50-J&#228;hrigen bedenke noch einmal gr&#252;ndlich, &#252;ber welche Zukunft sie entscheiden – scheinen bildungspolitische Fortschritte im Interesse der jungen Generation nicht m&#246;glich.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Wir haben kein Analyseproblem und kein Erkenntnisproblem</strong> – seit vielen Jahren ist die chronische Unterfinanzierung im Schul- und Hochschulbereich genauso bekannt wie klare Alternativen zu schlechter Lehre – sondern ein <strong>Megaproblem</strong> der nicht eingeleiteten Handlungen mit gro&#223;er Vision. Wir haben es mit einem b&#252;rokratischen Politikertypus zu tun, der kumuliert in der Variante: <strong>hohe verbale Offenheit und Wortakrobatik bei gleichzeitig ausgepr&#228;gter Handlungsstarre.</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Prinzipiell ist Politik in Not aber handlungsf&#228;hig. </strong>Ein 400- Milliarden- Rettungspaket allein in Deutschland in einer Woche zu schn&#252;ren, um das Bankensystem zu stabilisieren, war durchaus eine Meisterleistung. (&#196;hnliches bei unseren europ&#228;ischen Nachbarn). &#8220;Alle sind bereit in der Bildungsrepublik, Bildung f&#252;r alle, Wohlstand f&#252;r alle&#8221;.(Bundeskanzlerin Merkel im Gipfel-Vorab-Video, Sept.2008)</p>
<p class="MsoNormal">Und jetzt beim nationalen Bildungsgipfel? W&#228;re man souver&#228;n genug, die „Formelkompromiss-Papiere“ einfach in den Papierkorb zu werfen und ein konkretes <strong>100 Milliarden-Bildungsprogramm mit gewichteten konkreten Zielen bis 2016</strong> zu beschlie&#223;en. (In meiner Kritik an <a title="Z&#246;llner „Nationaler Bildungsgipfel und Milliardenforderungen“ " href="http://www.bildungswirt.de/2008/08/26/125">Z&#246;llner „Nationaler Bildungsgipfel und Milliardenforderungen“ </a>hatte ich dazu Konkretes angedeutet).<br />
Nehmen wir als weitere Illustration drei Punkte:
</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt;">      Hochschulbereich: Wenn der Wissenschaftsrat erneut ein seri&#246;se Rechnung vorlegt und 1,1 Milliarden Euro pro Jahr zus&#228;tzlich zur Verbesserung der Lehre fordert, so gibt es da nichts mehr zu relativieren, sondern nur ohne eingebaute Fallstricke zu beschlie&#223;en und tatkr&#228;ftig anzugehen. Bei wachsenden Studierendenzahlen bel&#228;uft sich dieses Teil-Programm bis 2016 auf 13-15 Milliarden.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt;"><span>      </span>Wenn wir uns seit vielen Jahren &#252;ber die zunehmende Bewegungsarmut und damit der erschreckenden Zunahme von Fettleibigkeit schon im Kindergarten und in der Schule wundern (die Datenlage ist erdr&#252;ckend, die Milliarden-Folgekosten absehbar), so m&#252;ssen wir eine z&#252;gige Ausbildung von 50.000 Bewegungsassistenten (1.Staffel) und deren Einsatz in der Schule, im Kindergarten vorantreiben.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt;">      Wenn wir wirklich neue Lernkulturen wollen, m&#252;ssen wir die &#252;berkommene Pr&#252;fungsdidaktik (auch beim<span> </span>Zentralabitur der einzelnen Bundesl&#228;nder) einer gr&#252;ndlichen Revision unterziehen und die Lehrerbildung neu denken. Pers&#246;nlichkeiten braucht die Schule, keine ferngesteuerten Modulrealisierer, Erbsenz&#228;hler und Paragraphenreiter. Bei dieser Haltung geht es mehr um Geist und weniger ums Geld! Wer Bildungsstandards auf der H&#246;he der Zeit will, muss die j&#228;mmerlichen KMK-Vorlagen seit 2003/2004 und die hilflosen sog. „Implementierungsversuche“ stoppen. Mit neuen Lernkulturen (und einem Aufbruch in die Selbstverantwortliche Schule) hat das fast nichts zu tun. Alternativen gibt es. Wer will, der findet Wege, wer nicht will, der findet Begr&#252;ndungen (warum alles nicht geht). Vertrauen gewinnen, hei&#223;t auch wahrhaftige Aussagen machen, den Betroffenen zuh&#246;ren und sie ernsthaft beteiligen. Ohne Aufbruchbewegung von unten l&#228;uft gar nichts. Die KMK kann dies nicht leisten, zu schwerwiegend sind die seit vielen Jahren produzierten Rohrkrepierer.</p>
<p class="MsoNormal">Noch ein unkonventioneller  Vorschlag zum Schluss: Wenn der nationale Bildungsgipfel eben kein absurdes Theater werden will, so muss er sich in durchaus heiterer Gelassenheit gr&#252;ndlich neu besinnen. Die „Verantwortungstr&#228;ger“, die Journalisten, die Kameraleute k&#246;nnten sich, wenigstens kurzfristig, aus ihren starren Ritualen und Zust&#228;ndigkeitsabgrenzungen befreien, <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Tenjin" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tenjin" target="_blank">ten jin</a> – Denken verbreiten, Bewusst-Sein sp&#252;ren und mit dem gro&#223;en OOOMMMM beginnen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/A1evxMA7yYw&amp;rel=0&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/A1evxMA7yYw&amp;rel=0&amp;fs=1" allowfullscreen="true" wmode="transparent"></embed></object></p>
<p>Als kleine Selbstpr&#252;fung f&#252;r dynamisch-flexible Gipfelteilnehmer schlage ich das Gespr&#228;ch zwischen Tao-kwang und einem Zen-Meister vor.<br />
<strong>Zen-Anekdote</strong><br />
Tao-kwang, ein buddhistischer Philosoph, kam zu einem Zen-Meister und fragte: »Mit welcher Haltung sollte einer sich in der Wahrheit &#252;ben?«<br />
Der Zen-Meister antwortete: »Es gibt keinen Geist, der in Haltung zu bringen w&#228;re, noch irgendeine Wahrheit, in der man sich &#252;ben k&#246;nnte.«<br />
»Wenn es keinen Geist gibt, der zu erziehen, noch eine Wahrheit, die zu &#252;ben w&#228;re, warum hast du dann t&#228;glich eine Versammlung von M&#246;nchen um dich, die Zen studieren und sich in der Wahrheit<br />
&#252;ben?«</p>
<p>Der Meister antwortete: »Ich habe nicht einen Zoll Raum zu vergeben, wo sollte ich eine Versammlung von M&#246;nchen unterbringen? Ich habe keine Zunge, wie w&#228;re es mir m&#246;glich, andere zu veranlassen, zu mir zu kommen?«<br />
Der Philosoph rief aus: »Wie kannst du mir eine solche L&#252;ge ins Gesicht sagen?«<br />
»Wenn ich keine Zunge habe, um andere zu unterweisen, wie w&#228;re es mir m&#246;glich, eine L&#252;ge auszusprechen?«<br />
Worauf Tao-kwang verzweifelt ausrief: »Ich kann Eurer Rede nicht folgen.«<br />
»Ich verstehe mich selbst ebenso wenig«, schlo&#223; der Zen-Meister.<br />
(Verfasser unbekannt, Aus: Michael Miller 2008, <a title="Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft" href="http://www.bildungswirt.de/2008/08/13/104">Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft</a>, S. 93)</p>
<p class="MsoNormal"> </p>
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		<title>Der gute Lehrer&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 22:16:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; in Erg&#228;nzung zu den <a title="10 Pr&#252;fsteinen eines guten Unterrichts" href="http://www.bildungswirt.de/2008/09/18/135">10 Pr&#252;fsteinen eines guten Unterrichts</a> .</p>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-111" title="Miller 2007, Lehrerrollen - Erwartungen, Visionen. Aus Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft 2008 " src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/08/lehrer-l-bildungswirt.png" alt="Miller 2007, Lehrerrollen - Erwartungen, Visionen. Aus Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft 2008" width="500" height="438" /> </dt>
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<dd class="wp-caption-dd">Miller 2007, Lehrerrollen &#8211; Erwartungen, Visionen. Aus: Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft 2008</dd>
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<blockquote><p><strong>Der gute </strong><strong>Lehrer  ist vornehmlich nicht mehr reduzierter Fachexperte</strong> (»Wissensvermittler«) mit dem N&#252;rnberger Trichter im Gep&#228;ck, sondern vor allem Initiator, Berater und Organisator von neuen Lernkulturen. Wenn es komplexe Aufgabenstellungen auf schwierigem Gebiet erfordern, kann auch alle zwei Monate der pointierte Lehrervortrag (Vorlesungscharakter) zum neuesten Forschungsstand gehalten werden. Der gezielte Lehrervortrag ist eine Methode unter vielen. Aktives Zuh&#246;ren, Mitschriften und anschlie&#223;end vertiefende Er&#246;rterungen geh&#246;ren zwingend ab der 7. Klasse ins feste Repertoire. Das Ziel der gemeinsamen Sache, die bisher zur&#252;ckgelegten Wege bed&#252;rfen der wiederholenden Reflexion in der Gruppe.<br />
Des Weiteren gibt es andere wichtige Lehrerrollen: immer mal wieder Moderator und Entertainer sein, der angenehme Atmosph&#228;ren schafft. Einfaches Kriterium: Wenn es in einem Unterricht &#252;ber l&#228;ngere Zeit nichts zu lachen gibt, l&#228;uft etwas total falsch! Die dicke Luft ist dann buchst&#228;blich zu riechen. <strong>Vergessen wird vom Lehrer: Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkr&#252;ppel.</strong></p></blockquote>
<p>(Textauszug: Michael Miller 2008, <a title="Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft" href="http://www.bildungswirt.de/2008/08/13/104">Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft</a> . Alle reden von Schule, was ist zu tun, S. 57)</p>
<p>Weitere Links: <a title="Vortrag Dr. Miller - F&#252;hrungskr&#228;fte in der eigenverantwortlichen Schule - Neue Lernkulturen 16.11.2007" href="http://sfe.schule.hessen.de/aktuell/16.11.2007_Miller_Fuehrungskraefte.pps/show/">Vortrag Dr. Miller &#8211; F&#252;hrungskr&#228;fte in der eigenverantwortlichen Schule &#8211; Neue Lernkulturen 16.11.2007</a></p>
<p><a href="http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/download/Rauin_Studierverhalten.pdf">http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/download/Rauin_Studierverhalten.pdf</a><br />
Bei Prof. Rauin, Uni Frankfurt, w&#228;re zugespitzt zu fragen: Hat er mit seiner aufwendigen Lehrerstudie Recht oder will wer nur geschickt provozieren? Der Bildungswirt wird demn&#228;chst solche Fragen und m&#246;gliche Antworten pr&#252;fen.</p>
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		<title>Bildungswirt zelebrierte ein &#246;ffentliche Lesung im Odyssee Kult: „Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkr&#252;ppel“</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 19:52:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankmackay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der gut besuchten Kneipe im Frankfurter Nordend stellte der Bildungswirt – alias Dr. Michael Miller &#8211; am Samstagabend sein bildungspolitisches Buch vor:Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft. Alle reden von Schule – was ist zu tun? Ansichten eines Kneipenbesitzers. Zum Einstieg entfachte er ein buntes Feuerwerk aus Helmut Kohl, der Matrix-Trilogie (blaue und rote Pille), Goethe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">In der gut besuchten Kneipe im Frankfurter Nordend stellte der Bildungswirt – alias Dr. Michael Miller &#8211; am Samstagabend sein bildungspolitisches Buch vor:<a title="Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft." href="http://www.bildungswirt.de/2008/08/13/104">Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft.</a><strong> Alle reden von Schule – was ist zu tun? </strong>Ansichten eines Kneipenbesitzers.<br />
Zum Einstieg entfachte er ein buntes Feuerwerk aus Helmut Kohl, der Matrix-Trilogie (blaue und rote Pille), Goethe, Schiller und Medea, bevor er dann in mehr geordneten Bahnen zur Analyse des schulpolitischen Waterloo kam: „rasender Stillstand bei eingebildeter Beweglichkeit“.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-212" title="odysseelesung_miller_2709082" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/10/odysseelesung_miller_2709082.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Neben Leseproben sprach Miller immer wieder frei, bildreich erl&#228;uternd zu „von der kindlichen Neugier zum gelangweilten Sch&#252;ler“, vom „Lernen als Konstruktionen im Kopf und Vorfreude im Leib“ bis hin zur Notwendigkeit von „Bildungsstandards f&#252;r Lehrer“. Das Personal in der Schule sei der entscheidende Faktor, um qualitativ hochwertige Lernprozesse zu initiieren und Lernerfolge zu garantieren. Er schrieb den Lehrern ins Stammbuch, „dass der Mensch ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkr&#252;ppel sei“ und dass mit der „Individualit&#228;t eines jeden Sch&#252;lers“ behutsam umgegangen werden muss. „Wichtigen Bildungsfragen nachsp&#252;ren“ hei&#223;t bei ihm auch, „das Ohr am Puls der Kneipenkommunikation zu haben.“ Der gehobene Stammtisch sei besser als sein Ruf und „politische Entscheidungen werden oft genug im kleinen<span> </span>Kreis in der Kneipe gef&#228;llt“. <strong>Er gei&#223;elte die ineffiziente Instruktionsp&#228;dagogik, die Mythen und Legenden der Unterrichtsoptimierung und rief zu vielf&#228;ltigen Lernkulturen auf.</strong> Das Pr&#252;fungswesen, z.B. das Landesabitur mit angestrebt hochwertigem<span> </span>Kompetenzprofil m&#252;sste neu bedacht werden. Das Publikum hatte gen&#252;gend zu lachen und zu schmunzeln, insbesondere als die hohe Kunst des Bedenkentragens der B&#252;rokraten plastisch zur Sprache kam. Insgesamt ein kurzweiliger, runder Abend und das bei einem eher trockenen Thema wie Schulpolitik. Abschlie&#223;end zitierte Miller die weise Meinung von Jean Paul: „Was alles B&#246;ses gegen das Bier bei Philosophen gesagt wird, gilt nicht bei mir.“ Kleine Gr&#252;ppchen diskutierten noch bis Mitternacht.</p>
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		<title>Bildungsstandards, Kompetenzen &#8211; Crux (4)</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 10:28:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fortsetzung von Crux (3) Kurzbeschreibung der f&#228;cher&#252;bergreifenden Kompetenzbereiche I. Personale Kompetenzen / Selbstkompetenzen Personale Kompetenzen beinhalten: Wirksame Werthaltungen erkennen, eigene Werthaltungen und Arbeitstugenden entwickeln, sich &#252;ber Werte diskursiv austauschen, mit Differenzen umgehen k&#246;nnen, sich selbst und andere anerkennen und sch&#228;tzen und ggf. Krisen allein oder mithilfe anderer bew&#228;ltigen lernen . Lernprozesse selbst m&#252;ssen deutlich st&#228;rker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoBodyText2">Fortsetzung von Crux (3)<br />
<strong>Kurzbeschreibung der f&#228;cher&#252;bergreifenden Kompetenzbereiche</strong></p>
<p class="MsoBodyText2">I. Personale Kompetenzen /<span style="color: #ff0000;"> </span>Selbstkompetenzen</p>
<p class="MsoToc1" style="text-align: left;" align="left">Personale Kompetenzen beinhalten: Wirksame Werthaltungen erkennen, eigene Werthaltungen und Arbeitstugenden entwickeln, sich &#252;ber Werte diskursiv austauschen, mit Differenzen umgehen k&#246;nnen, sich selbst und andere anerkennen und sch&#228;tzen und ggf. Krisen allein oder mithilfe anderer bew&#228;ltigen lernen .</p>
<p class="MsoToc1" style="text-align: left;" align="left">Lernprozesse selbst m&#252;ssen deutlich st&#228;rker zum Gegenstand von Bildung werden: Einsch&#228;tzung des eigenen Lernstandes und der Lernmotivation, Beurteilung von Lehrangeboten, Organisation von Zeit, Ort und Tempo des eigenen Lernens, Entwicklung von Lernstrategien, Einsch&#228;tzung von Erfolg/Misserfolg des Lernergebnisses.</p>
<p class="MsoBodyText3"> II. Soziale Kompetenzen</p>
<p class="MsoToc1" style="text-align: left;" align="left">Das sozial-kulturelle Leben allgemein und die<span> </span>Arbeits- und Wissenschaftsorganisation der Gesellschaft insbesondere erfordern Kommunikationsf&#228;higkeit, Konfliktf&#228;higkeit, F&#228;higkeit zur Teamarbeit und Kooperation. Ohne derartige soziale Kompetenzen ist eine „reine Fachkompetenz“ nur begrenzt nutzbar. Der Mensch ist zuallererst ein<span> </span>gesellschaftliches Wesen. Soziale Kompetenzen sind daher unverzichtbar.</p>
<p class="MsoToc1" style="text-align: left;" align="left">III. Kommunikative Kompetenzen</p>
<p class="MsoToc1" style="text-align: left;" align="left">Kommunikative Kompetenzen sind grundlegend: das Know-how des Sprechers und das Know-that des Interpreten. Sprach- und Kommunikationspraktiken, Lebensformen und Weltbilder sind unaufhebbar miteinander verwoben. Verstehensleistungen und Verst&#228;ndigung als existenzielle menschliche F&#228;higkeiten bedeuten die Ausbildung immer neuer Vorverst&#228;ndnisse, Horizonterweiterungen und Perspektiv&#252;bernahmen zu (neuen) „Weltansichten“. Kommunikative Zeichen als Wert zu verstehen hei&#223;t sie als Artikulation einer Differenz bewusst wahrnehmen und selbst wiederum kreativ anwenden.</p>
<p class="MsoToc1" style="text-align: left;" align="left">IV. Methodisch-instrumentelle Kompetenzen</p>
<p class="MsoToc2" style="text-align: left;" align="left">Gemeint sind F&#228;higkeiten, sich Neues zu erschlie&#223;en, auszuw&#228;hlen, zu bewerten und anzuwenden. Dabei geht es auch um den systematischen Aufbau von Routinehandlungen und eines Methodenrepertoires, die f&#228;cher&#252;bergreifend gelten. Lernstrategien, Lerntechniken und Formen der Informationsorganisation r&#252;cken ins Blickfeld, um Erkenntnisprozesse zu erleichtern und abzusichern.</p>
<p class="MsoToc1" style="text-align: left;" align="left">V. Erweiterte Fachkompetenzen</p>
<p class="MsoToc1" style="text-align: left;" align="left">Im Kern geht es um die Verkn&#252;pfung von &#8220;intelligentem&#8221; inhaltlichen Wissen mit der F&#228;higkeit zu dessen Anwendung.<span> </span>Kompetenzen in der nationalen Verkehrssprache Deutsch und internationalen Verkehrssprache Englisch sind hierzu ebenso unverzichtbar wie eine anwenderorientierte IT-Kompetenz und eine weitgehend fachunabh&#228;ngige Grundlage logischen Denkens. Komplexe Probleml&#246;sungen erfordern immer wieder interdisziplin&#228;re Herangehensweisen und Pr&#252;fung unterschiedlicher „Fachlogiken“ und Hintergrundannahmen.<span> </span>Im Zusammenhang mit<span> </span>probleml&#246;sendem Denken kommt dem exemplarischen Lernen und der Medienkompetenz eine besondere Bedeutung zu.</p>
<p class="MsoToc2" style="text-align: left;" align="left">Mit der Darlegung dieser f&#252;nf f&#228;cher&#252;bergreifenden Kompetenzen soll hier mit Nachdruck betont werden, dass es sich aus Gr&#252;nden der Veranschaulichung um eine rein analytische Trennung handelt. In der F&#246;rderung der Kompetenzen im Unterricht<span> </span>werden flie&#223;ende &#220;berg&#228;nge die Regel sein, insbesondere beim engmaschigen Netz von personalen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen, vereinigt in der sich entwickelnden Pers&#246;nlichkeit des Lernenden.</p>
<p><span style="font-weight: normal;">Die systematische F&#246;rderung dieser f&#252;nf allgemeinen f&#228;cher&#252;bergreifenden Kompetenzen bei den Lernenden in der allt&#228;glichen Unterrichtspraxis bedeutet nichts anderes als die weiter<span> </span>ausdifferenzierte Umsetzung des &#246;ffentlichen Bildungsauftrages in der gymnasialen Oberstufe: </span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">1. Entfaltung der Pers&#246;nlichkeit f&#246;rdern</span></p>
<p class="MsoBodyText3"><span style="font-weight: normal;">2. Studierf&#228;higkeit und Weiterbildungsf&#228;higkeit entwickeln</span></p>
<p class="MsoBodyText3"><span style="font-weight: normal;">3. F&#228;higkeit zur Mitgestaltung des demokratischen Gemeinwesens st&#228;rken.</span></p>
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		<title>Bildungsstandards, Kompetenzen &#8211; Crux (3)</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 07:32:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In Crux (1) wurden Bildungsstandards als flexible Voodooformeln mit gro&#223;em Beliebtheitswert im historischen R&#252;ckblick erkl&#228;rt und der Zielkorridor f&#252;r eine ernsthafte Debatte ausgeleuchtet. Crux (2) diskutierte die Sinnhaftigkeit und Plausibilit&#228;t des Kompetenz- und Standardbegriffs. Crux (3) und Crux (4) schlie&#223;en hier an, fragen nach Leistungen von BS, nach unterschiedlichen Wissensarten und Kompetenzbereichen. Was leisten Bildungsstandards? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In<a title="Bildungswirt, Juni 2008" href="http://www.bildungswirt.de/2008/06/18/47" target="_blank"> Crux (1)</a> wurden Bildungsstandards als flexible Voodooformeln mit gro&#223;em Beliebtheitswert im historischen R&#252;ckblick erkl&#228;rt und der Zielkorridor f&#252;r eine ernsthafte Debatte ausgeleuchtet.  <a title="Bildungswirt, August 2008" href="http://www.bildungswirt.de/2008/08/05/55" target="_blank">Crux (2)</a> diskutierte die Sinnhaftigkeit und Plausibilit&#228;t des Kompetenz- und Standardbegriffs. Crux (3)  und Crux (4) schlie&#223;en hier an, fragen nach Leistungen von BS, nach unterschiedlichen Wissensarten und Kompetenzbereichen.</p>
<p><a title="Klieme im Focus, 17.07.2005" href="http://www.focus.de/wissen/campus/bildungsstandards/theorie/eckhard-klieme_aid_15531.html" target="_blank">Was leisten Bildungsstandards?</a><br />
„Wenn es gelingt, Bildungsstandards so zu gestalten, dass sich in ihnen eine Vision von Bildungsprozessen abzeichnet, eine moderne ´Philosophie´ der Schulf&#228;cher, eine Entwicklungsperspektive f&#252;r die F&#228;higkeiten von Sch&#252;lern, dann k&#246;nnen die Standards zu einem Motor f&#252;r die Steigerung der Bildungsqualit&#228;t von Schulen werden“, meint der Bildungsforscher E. Klieme. Recht hat er &#8211; <strong>wenn es gelingt!?</strong> Den grundlegenden Trend des lebensbegleitenden Lernens gilt es zu erfassen und sicherzustellen, dass die Betroffenen zu Beteiligten werden (k&#246;nnen).</p>
<p class="MsoBodyText2" style="text-align: left;" align="left">Lebensbegleitendes Lernen wird zum Schl&#252;ssel individueller Lebenschancen als auch zum Leitbild einer Wissensgesellschaft. Probleml&#246;sung als Grundmotiv immer neuer <strong>Wissensproduktion</strong> kreiert die Notwendigkeit von<strong> Folgewissen</strong> (z.B. Folgeabsch&#228;tzung beim Einsatz von technischen Systemen, experimenteller Verfahren oder politischen Ma&#223;nahmen), von <strong>vernetztem Wissen</strong> bei zuk&#252;nftig immer gr&#246;&#223;erer Bedeutung von interdisziplin&#228;rer Zusammenarbeit und von <strong>Meta-Wissen </strong>zur Bew&#228;ltigung der nahezu unendlichen Informations- und Wissensmengen. Hermeneutische Kompetenz und Internetkompetenz erf&#252;llen dabei Schl&#252;sselfunktionen eines kulturellen Kapitals der einzelnen Subjekte.</p>
<p class="MsoBodyText2" style="text-align: left;" align="left">Aus dieser grunds&#228;tzlichen Bestimmung ergeben sich f&#252;r die gymnasiale Oberstufe ( als auch f&#252;r die Erwachsenenbildung) <strong>f&#252;nf f&#228;cher&#252;bergreifende Kompetenzbereiche mit jeweils zugeordneten f&#228;cher&#252;bergreifenden Standards</strong>, die unterschiedliche Lernausgangslagen und Potenziale der Lernenden ber&#252;cksichtigen sollen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-106" title="Kommunikative Kompetenzen, Personal Kompetenzen, Soziale Kompetenzen, Methodisch-instrumentelle Kompetenzen, Soziale Kompetenzen" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/08/kompetenzen.png" alt="Kommunikative Kompetenzen, Personale Kompetenzen, Soziale Kompetenzen, Methodisch-instrumentelle Kompetenzen, Soziale Kompetenzen" width="483" height="351" /></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoBodyText2">Eine kurze Beschreibung der f&#228;cher&#252;bergreifenden Kompetenzbereiche erfolgt in Crux (4). Innerhalb dieser Bereiche werden einzelne Bildungsstandards im Sinne des Dreiklangs von  <strong>Wollen , K&#246;nnen, Wissen</strong> entwickelt.</p>
<p class="MsoBodyText2">Neben diesen &#252;berfachlichen Kompetenzen und Standards sind die jeweiligen Fachkompetenzen und Fachstandards f&#252;r die einzelnen F&#228;cher zu entfalten, z.B. Englisch, Deutsch, Mathematik, Biologie, Politik und Wirtschaft.<br />
In den n&#228;chsten Wochen erfolgen dazu im Bildungswirt Vorschl&#228;ge mit dem Titel: <strong>Bildungsstandards konkret. </strong>Zur Praktikabilit&#228;t und Wirksamkeit sollten Fachstandards knapp formuliert werden, d.h. nicht mehr als 3 bis 4 Seiten pro Fach! Das ist die eigentliche Kunst didaktischer Steuerung. So kann gew&#228;hrleistet werden, dass Lehrer, Sch&#252;ler und Eltern tats&#228;chlich verstehen k&#246;nnen, worum es geht. Die konkrete Ausgestaltung obliegt den selbstverantwortlichen Schulen in sog. Arbeits- und Neugierpl&#228;nen. Hier k&#246;nnen subjektive Lernpr&#228;ferenzen, situative und historische Besonderheiten effizient eingebracht werden. Staatliche Detail- Vorgaben und G&#228;ngelungen sind hier &#252;berfl&#252;ssig, kontraproduktiv f&#252;r kreative Lernprozesse.</p>
<p class="MsoBodyText2">Allerdings: Standards im Umfang von 40 bis 50 Seiten pro Fach (die jetzigen vorherrschend verschrobenen und unreflektierten  KMK-Vorgaben) werden das gleiche Schicksal erleiden wie die alten Lehrpl&#228;ne. Sie werden in der Unterrichtspraxis weitgehend ignoriert, entfalten kaum Wirksamkeit und d&#252;mpeln in verstaubten Ecken. Als banale Rettungsanker werden dann sog. Kerncurricula nachgeschoben (h&#246;rt sich immer gut an: Curriculum und Kern) und Settings von Aufgabentypen, die die eigentliche Steuerungsfunktion &#252;bernehmen werden. Bildungsstandards werden so als Seifenblasen momenthaft aufscheinen.</p>
<p class="MsoBodyText2">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
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		<title>Bildungswirt liest p&#228;dagogisch-gastronomische Vernunft</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 08:43:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#214;ffentliche Lesung im Odyssee Kult Der Bildungswirt alias Dr. Michael Miller liest aus seinem neuen Buch &#8220;Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft &#8211; Alle reden von Schule &#8211; was ist zu tun?&#8221; Er besch&#228;ftigt sich mit den »hei&#223;en Eisen« der Bildungspolitik und unterzieht sie einem st&#228;ndigen Szenenwechsel. Wichtigen Bildungsfragen nachsp&#252;ren hei&#223;t auch, das Ohr am Puls der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-134" title="Lesung" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/09/plakat-kl-2.jpg" alt="" width="500" height="707" /></p>
<p><strong>&#214;ffentliche Lesung im Odyssee Kult</strong></p>
<p>Der Bildungswirt alias Dr. Michael Miller liest aus seinem neuen Buch <a title="Bildungswirt, August 2008" href="http://www.bildungswirt.de/2008/08/13/104" target="_blank">&#8220;Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft &#8211; Alle reden von Schule &#8211; was ist zu tun?&#8221;</a></p>
<p>Er besch&#228;ftigt sich mit den »hei&#223;en Eisen« der Bildungspolitik und unterzieht sie einem st&#228;ndigen Szenenwechsel. Wichtigen Bildungsfragen nachsp&#252;ren hei&#223;t auch, das Ohr am Puls der Kneipenkommunikation zu haben. Die Kneipe als eine der bedeutendsten sozialen und kulturellen Institutionen des gesellschaftlichen Lebens wird pr&#228;sentiert als Ort, von dem die Schule und der nationale Bildungsgipfel lernen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Wo? Odyssee Kult, Weberstr.77 Frankfurt-Nordend</strong><br />
Reservierungen:Tel. 069- 90500995</p>
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		<title>Lohnspirale abw&#228;rts &#8211; wirtschaftspolitische Argumentationen</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 19:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit der sozio-&#246;konomischen Grundbildung ist es in Deutschland nicht weit her. Das gilt nicht nur f&#252;r den sog. Otto-Normalverbraucher, sondern auch f&#252;r die Mehrheit der Oberstufensch&#252;ler des Gymnasiums &#8211; auch f&#252;r einen Gro&#223;teil der Lehrer. Der oft schwer genie&#223;bare Cocktail aus betriebs- und volkswirtschaftlichen Fachbegriffen (Konjunktur, Export-Import, Binnennachfrage, Kapitalkosten, Arbeitskosten, Produktivit&#228;t, Lohnquote, Gewinnquote, Volkseinkommen, Leistungsbilanz, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der <strong>sozio-&#246;konomischen Grundbildung </strong>ist es in Deutschland nicht weit her. Das gilt nicht nur f&#252;r den sog. Otto-Normalverbraucher, sondern auch f&#252;r die Mehrheit der Oberstufensch&#252;ler des Gymnasiums  &#8211; auch f&#252;r einen Gro&#223;teil der Lehrer. Der oft schwer genie&#223;bare Cocktail aus betriebs- und volkswirtschaftlichen Fachbegriffen (Konjunktur, Export-Import, Binnennachfrage, Kapitalkosten, Arbeitskosten, Produktivit&#228;t, Lohnquote, Gewinnquote, Volkseinkommen, Leistungsbilanz, Bruttoinlandsprodukt etc.) und kleineren, kompliziert erscheinenden  Argumentationsketten f&#252;hren zu  Desinteresse und dem Gef&#252;hl &#8220;&#214;konomie ist nichts f&#252;r mich&#8221;, ein Buch mit &#8220;sieben Siegeln&#8221;.</p>
<p>Bei n&#228;herer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die vorherrschenden Theoriebildungen &#8211; <a title="Wikipedia aktuell" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachfragepolitik" target="_blank">angebotsorientierte Wirtschaftspolitik versus nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik</a> &#8211; eher als <strong>Scheinriesen</strong> fungieren. <strong>Je n&#228;her man hinschaut, desto kleiner sind sie</strong>. Die Argumentationen wiederholen sich in einer unendlichen Schleife, die mit entsprechend aufbereitetem statistischen Material gest&#252;tzt werden.</p>
<p>Hat man das Spiel einmal verstanden, erkennt man, dass hunderte von anscheinend neu publizierten Artikeln und B&#252;chern, allein in den letzten zwei Jahren, <strong>eben nicht wirklich neu sind.</strong> Sie bleiben in den vorher schon bekannten Argumentationsketten. Entwickeln wir ein Beispiel zur Anwendung:</p>
<p>Die Binnennachfrage, der private Konsum, ist mit ca. 60% der gesamtwirtschaftliche Leistung (das in einem Jahr erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt; Waren und Dienstleistungen in Euro bewertet) der Hautpfeiler der Konjunktur. Der zweite Pfeiler ist der Export. L&#246;hne sind wesentlich, volkswirtschaftlich gesehen, &#8220;Kaufkraft&#8221;. Steigen sie, wird i.d.R. mehr konsumiert und dadurch die Konjunktur gest&#252;tzt. Folglich w&#228;ren Lohnsenkungen bzw. Lohnstillstand Gift f&#252;r die Konjunktur. Das <strong>subjektive Interesse jedes Arbeitnehmers</strong> ist mehr Lohn f&#252;r mehr Konsummasse (in unsicheren Zeiten mehr &#8220;Vorsorge mit Spareffekten&#8221;, was ebenso Gift f&#252;r die Konjunktur ist, da dem Konsum entzogen). Das <strong>subjektive Interesse des Arbeitgebers</strong> ist es, wenig Lohn zuzahlen (auch im Gewand von Lohnverzicht f&#252;r den Erhalt des Arbeitsplatzes oder der Forderung nach  &#8220;moderaten Lohnsteigerungen&#8221;), denn L&#246;hne sind Arbeitskosten, die Unternehmen tief halten wollen. Ein v&#246;llig rationales Verhalten, das betriebswirtschaftlich stimmig ist. Die betriebswirtschaftlichen  Rationalit&#228;ten der vielen unkoordinierten Unternehmer (die unsichtbare Hand des Marktes soll die Koordination richten, Preisermittlung durch Angebot und Nachfrage, z.B. in Form von Niedrigl&#246;hnern am sog. Arbeitsmarkt) schlagen jedoch volkswirtschaftlich in ihr Gegenteil um, da die Nachfrage (Kaufkraft) sinkt. Zum Teil kann dies durch verst&#228;rkten Export aufgefangen werden (Deutschland als Exportweltmeister). Deshalb die Forderung der Arbeitgeber, mit einer psychologischen Angstf&#228;rbung f&#252;r die Mehrheit der Bev&#246;lkerung vorgetragen,  &#8220;deutsche Wettbewerbsf&#228;higkeit nicht gef&#228;hrden&#8221;, Drohung mit &#8220;Arbeitsplatzverlagerung&#8221; falls die Arbeitskosten zu hoch sind. Grundkonzept: G&#252;rtel enger schnallen! An jeder beliebigen Stelle der Argumentationen kann eine weitere Verzweigung angedockt werden, z.B. das Problem der <a title="Fragen und Antworten" href="http://www.wiwiwiki.net/index.php?title=Wiwiwiki.net_Diskussion:L%C3%A4nderdossier_Wettbewerbsf%C3%A4higkeit_2008" target="_blank">Produktivit&#228;tsentwicklung und der Investitionst&#228;tigkeit.</a></p>
<p>&#214;konomisch unterschiedliche Interessen(und ihre personalen Vertreter) sind deshalb meist schwerh&#246;rig gegen&#252;ber (auch gut gemeinten) moralischen Appellen. Die &#252;bergeordnete &#8220;Vernunft&#8221; beanspruchen alle; meist mutiert diese und kommt als im Plural gewandelte &#8220;Vern&#252;nfte&#8221; dahergehinkt.<br />
Probiert selbst solche Argumentationsketten aus. Als Material kann der heute erschienene Artikel <a title="FR, 31.8./1.9.2008" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/1586969_Spirale-abwaerts.html" target="_blank">Spirale abw&#228;rts </a>genutzt werden. Jederzeit findet ihr im Netz unz&#228;hlige weitere Beispiele.</p>
<p>Ausf&#252;hrliche Darlegung zur angebots- und nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik <a title="Wirtschaftswissenschaftler Bofinger und H&#252;ther" href="http://www.ute-berg.de/dateien/Veranstaltungsdokumentation%20Bearbeitete%20Fassung%20Bofinger%20u.H%FCther.pdf" target="_blank">hier.</a></p>
<p>PS. Und wie w&#252;rden dazu knapp gefasste Bildungsstandards f&#252;r die gymnasiale Oberstufe aussehen? Auch f&#252;r Sch&#252;ler und Eltern verst&#228;ndlich?</p>
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		<title>Alternativen in der Wirtschafts- und Besch&#228;ftigungspolitik?</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 09:42:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zu jeder gelebten Praxis gibt es Alternativen, die Potenz der M&#246;glichkeiten ist immer gr&#246;&#223;er als die realisierten &#8211; man sollte sie nur sehen &#8211; dies gilt f&#252;r den privaten Bereich wie f&#252;r den &#246;ffentlichen. Warum sollte das ausgerechnet im derzeit wichtigsten Subsystem der Gesellschaft, der Wertsph&#228;re der Wirtschaft, nicht gelten? Oft genug erzeugen Dogmen, Ismen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zu jeder gelebten Praxis gibt es Alternativen,</strong> die Potenz der M&#246;glichkeiten ist immer gr&#246;&#223;er als die realisierten &#8211; man sollte sie nur sehen &#8211; dies gilt f&#252;r den privaten Bereich wie f&#252;r den &#246;ffentlichen. Warum sollte das ausgerechnet im derzeit wichtigsten Subsystem der Gesellschaft, der Wertsph&#228;re der Wirtschaft, nicht gelten? Oft genug erzeugen Dogmen, Ismen und gewachsene Habitusstrukturen massive Denkblockaden, die wiederum ausgepr&#228;gte Handlungsstarren hervorrufen. Der entsprechende Kreislauf des &#8220;Dumpf-Gewohnten&#8221; ist vorprogrammiert.<br />
Der Nobelpreistr&#228;ger der Wirtschaftswissenschaften <a title="Eintrag Wikipedia 2008" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Merton_Solow" target="_blank">Robert Solow</a> ersch&#252;ttert zurzeit mit  einer gro&#223;angelegten empirischen Studie einige wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Dogmen, so z.B. die Allerwelts-These, dass <em>Gesetze und Regelungen des Staates, die bessere Arbeitsbedingungen oder h&#246;here L&#246;hne f&#252;r Niedrigl&#246;hner vorschreiben, den Besch&#228;ftigungschancen der Betroffenen mehr schaden als sie n&#252;tzen</em>. Diese Auffassung wird in der Realit&#228;t so nicht best&#228;tigt.<br />
Wo kann man das alles nachlesen? Man glaubt es kaum: bei der alten Dame <a title="Handelsblatt, 26.08.2008" href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/_b=2027928,_p=30,_t=ftprint,doc_page=0;printpage" target="_blank">Handelsblatt.</a></p>
<p>Die Problematik ist im Sinne <strong>sozio-&#246;konomischer Grundbildung</strong> besonders geeignet, dass sie zum Unterrichtsgegenstand in der gymnasialen Oberstufe, Fach <em>Politik und Wirtschaft</em>, im Wirtschaftsgymnasium, in der Berufsschule in allen Ausbildungsberufen und im 2. Bildungsweg behandelt wird. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler k&#246;nnen mit eigenen Recherchen Selbstst&#228;ndigkeit und Ausbau von Fachkompetenzen entfalten, z.B. mit weiteren Beitr&#228;gen von Solow. Warum nicht im <a title="Interview mit Solow Aug.2008" href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,573753,00.html" target="_blank">Manager-Magazin? </a>Oder sie springen auf die gro&#223;e B&#252;hne der Wissenschaft: z.B. in Analysen der Ergebnisse des <a title="Bericht in der WELT, Aug.2008" href="http://www.welt.de/wirtschaft/article2337744/Nobelpreistraeger-rechnen-mit-den-Banken-ab.html" target="_blank">gro&#223;en Nobelpreistr&#228;ger-Treffens in Lindau.</a> Zahlreiche Nobelpreistr&#228;ger attackieren die Banken wegen der Finanzkrise. Sie werfen den Vorst&#228;nden schlechtes Management vor und fordern eine st&#228;rkere Regulierung des Marktes. Mehr? Jetzt beginnen die eigenen Nachforschungen &#8230;</p>
<p>PS. F&#252;r die teils <a title="Bildungswirt, Crux(1)2008" href="http://www.bildungswirt.de/2008/06/18/47" target="_blank">verquer gef&#252;hrte Debatte um die Bildungsstandards</a> sollte die Richtlinie nicht vergessen werden: <strong>Systematische F&#246;rderung der hermeneutischen Kompetenz in Verbindung mit Internetkompetenzen ist der Schl&#252;ssel zur Welt!</strong></p>
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		<title>Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das neue Buch vom Bildungswirt ab 20. August 2008 im Buchhandel Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft Alle reden von Schule &#8211; was ist zu tun? Ansichten eines Kneipenbesitzers Alle waren in der Schule, alle reden mit – und das ist gut so! Kontroverse Meinungen, unterschiedliche Erfahrungen, andere Wahrnehmungen – wie k&#246;nnte es anders sein? Zahlreiche Bildungsberichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das neue Buch vom Bildungswirt ab 20. August 2008 im Buchhandel<br />
</em></p>
<p><strong>Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft</strong><br />
Alle reden von Schule &#8211; was ist zu tun? Ansichten eines Kneipenbesitzers</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 10px; float: left;" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/07/cover_lob_der_paedagogischen_vernunft_08_2008.jpg" alt="" width="210" height="343" /></p>
<p>Alle waren in der Schule, alle reden mit – und das ist gut so! Kontroverse Meinungen, unterschiedliche Erfahrungen, andere Wahrnehmungen – wie k&#246;nnte es anders sein?<br />
Zahlreiche Bildungsberichte und Ratschl&#228;ge zum schulpolitischen Waterloo gibt es alle Jahre wieder, durch viele Schwarz-wei&#223;-Brillen gesehen und gleichzeitig als buntes Stimmengewirr vorgetragen: aufgeregt, mahnend, unterk&#252;hlt, marktschreierisch, beschwichtigend, beschw&#246;rend, aufr&#252;ttelnd und fast immer mit einem Qu&#228;ntchen Wahrheit gew&#252;rzt: Ja, die Verwahrlosung der Sitten und die Eskalation der Gewalt an Schulen stoppen, der Vergreisung der Lehrerschaft entgegenwirken, die Lehrerausbildung neu regeln, den Beamtenstatus von Lehrern abschaffen, die Eltern an ihre erzieherischen Aufgaben erinnern, Milliarden Euro zus&#228;tzlich in Bildung investieren.<br />
Aber das realpolitische Tohuwabohu zieht einfach weiter, verl&#228;uft sich im Hamsterrad der vielen l&#228;nderspezifischen Zust&#228;ndigkeiten und Abh&#228;ngigkeiten: rasender Stillstand bei eingebildeter Beweglichkeit. Auff&#228;llig wenig wird &#252;ber konkrete P&#228;dagogik vor Ort geredet, insbesondere &#252;ber den Kern der Sache: das didaktische Kunsthandwerk des Lehrers und die Gr&#252;nde, warum Sch&#252;ler so wenig Sinnvolles lernen.</p>
<p>Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft besch&#228;ftigt sich mit den »hei&#223;en Eisen« der Bildungspolitik und unterzieht sie einem st&#228;ndigen Szenenwechsel. Wichtigen Bildungsfragen nachsp&#252;ren hei&#223;t auch, das Ohr am Puls der Kneipenkommunikation zu haben. Die Kneipe als eine der bedeutendsten sozialen und kulturellen Institutionen des gesellschaftlichen Lebens wird pr&#228;sentiert als Ort, von dem die Schule lernen kann.</p>
<p><a title="Inhaltsverzeichnis - Lob der pgV" href="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/08/inhaltsverzeichnis-lob-der-paedagogisch-gastronomischen-vernunft.pdf" target="_blank"><strong>Inhaltsverzeichnis</strong> </a>(pdf)</p>
<p><strong>Leseprobe 1<br />
Auszug aus Kapitel 2: Von der kindlichen Neugier zum gelangweilten Sch&#252;ler<br />
</strong></p>
<blockquote><p>Die Mehrheit der Sch&#252;ler hat Angst vor schlechten Noten, im schlimmsten Fall vor dem »Sitzenbleiben«. Sie versp&#252;ren am eigenen Leib den Leistungsdruck mit vielf&#228;ltigen nerv&#246;sen St&#246;rungen. Langsam, ganz langsam, aber todsicher breitet sich das schulische Krebsgeschw&#252;r aus: Demotivation, mangelndes Interesse an der Sache, g&#228;hnende Langeweile!<br />
Der Lehrer will den Sch&#252;ler aufs Leben zielgerichtet vorbereiten, ihn qualifizieren (deshalb der ganze Aufwand und Stress f&#252;r alle Beteiligten), er will nat&#252;rlich selbstredend nur das Beste, das Allerbeste. Nur genau das bekommt der Lehrer nicht! Das Beste wird mit den Freunden geteilt oder f&#252;r sich behalten; in der Schule will der Sch&#252;ler die Langeweile &#252;berstehen, die eigene Anstrengung wird dabei auf ein kalkuliertes Minimum herabgek&#252;hlt. Man ist erfinderisch, man wird zum Aufsp&#252;ren immer neuer Nischen der Arbeitsentlastung geradezu gezwungen. Je nach Lehrer wechselt das Interesse, das Engagement, die Fassade, die Art des Mitspielens, das geistige Ausklinken bei einigerma&#223;en regelm&#228;&#223;iger k&#246;rperlicher Anwesenheit. Mindestens 40% der Stunden werden sinnlos abgesessen, auf die lange Dauer der Schulzeit wird man als Sch&#252;ler wie ein Profiboxer »hart im Nehmen«. (Sollten Sie Zweifel an der angegebenen Prozentzahl haben, fragen Sie zuerst Ihre Kinder! Dann fragen Sie Lehrer in entspannter Atmosph&#228;re, z.B. in der Kneipe, nach der Zahl der fehlgeschlagenen Unterrichtsstunden! Sollten Sie immer noch Zweifel haben, so besorgen Sie sich neueste wissenschaftliche Studien zur Unwirksamkeit des Unterrichts, z.B. im Fach Mathematik. Bedenken Sie zus&#228;tzlich, dass sich empirisch forschende Wissenschaftler ungern festlegen, alles immer hochkomplex sei, heterogen, un&#252;bersichtlich, nicht nach allen Seiten abgesichert und deshalb unbedingt weiter geforscht werden m&#252;sste. Auf die dann doch ver&#246;ffentlichten Ergebnisse k&#246;nnen Sie in aller Ruhe und Gelassenheit noch mal 10% draufschlagen!).<br />
Was viele Lehrer als &#220;berforderung der Kinder durch hochqualifizierten Unterricht deuten und entsprechend bei Versagen mit schlechten Noten quittieren, ist in Wahrheit strukturelle Unterforderung durch verordnete Passivit&#228;t des Gehirns. Unser Gehirn ist daf&#252;r nicht geschaffen, die Sch&#252;ler schalten auf Sparflamme. Die lineare Verk&#252;ndungsp&#228;dagogik schafft in besonderem Ma&#223;e die geistige Unterforderung und affektive Unterk&#252;hlung und steht im offenen Widerspruch zur Evolutionsgeschichte des Menschen als hocheffizientes, aktives, spielendes und emotionsgeladenes Wesen.</p></blockquote>
<p><strong>Leseprobe 2</strong><br />
<strong><a title="PDF Datei - Leseprobe 2" href="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/08/leseprobe-lob-der-paed-gastronomischen-vernunft-1.pdf" target="_blank">Auszug aus Kapitel 4: Lernen: Konstruktionen im Kopf und Vorfreude im Leib</a> (pdf)</strong></p>
<p>Bestellung: ISBN 978-3-8370-5476-7, Paperback, 188 Seiten, € 16,90</p>
<p>Internetbuchh&#228;ndler, z.B.: <a title="Libri.de - Miller" href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7587116/michael_miller_lob_der_paedagogisch_gastronomischen_vernunft_3837054764.html" target="_blank">Libri.de</a> , <a title="Books on Demand, Miller" href="http://www.bod.de/index.php?id=296&amp;objk_id=158709" target="_blank">Books on Demand</a> , <a title="Miller bei Hugendubel 08/2008" href="http://www.hugendubel.de/cat/lob_der_paedagogisch-gastronomischen_vernunft/michael_miller/isbn13_9783837054767.aspx" target="_blank">Amazon.de, Hugendubel</a></p>
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		<title>Lehrer als F&#252;hrungskr&#228;fte? Bildungswirt im HR-Interview</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Aug 2008 14:59:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fortsetzung des Beitrags: P&#228;dagogen auf Leitbildsuche &#8211; Lehrer als F&#252;hrungskr&#228;fte &#8211; mit anderen Mitteln: © manwalk / PIXELIO Die Journalistin Birgitta Schulte hatte f&#252;r die Radioproduktion des Hessischen Rundfunks am 05. August 2008 nur 15 Minuten Sendezeit. Folglich mu&#223;ten viele Antworten der Befragten einfach gestrichen werden. Schade, leider nicht zu vermeiden. Gern h&#228;tte ich z.B. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fortsetzung des Beitrags:<br />
<strong>P&#228;dagogen auf Leitbildsuche &#8211; Lehrer als F&#252;hrungskr&#228;fte &#8211; </strong>mit anderen Mitteln:</p>
<p>© manwalk / <a title="Quelle: manwalk / PIXELIO" href="http://www.pixelio.de/member.php?action=showprofile&amp;user_id=161694" target="_blank">PIXELIO</a><br />
<img style="float: left; margin: 3px 5px;" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/08/achtung_kinder.jpg" alt="© manwalk / PIXELIO -  www.pixelio.de " width="312" height="400" /> Die Journalistin Birgitta Schulte hatte f&#252;r die Radioproduktion des Hessischen Rundfunks am 05. August 2008  nur 15 Minuten Sendezeit. Folglich mu&#223;ten viele Antworten der Befragten einfach gestrichen werden. Schade, leider nicht zu vermeiden. Gern h&#228;tte ich z.B. die vollst&#228;ndigen Statements der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler oder des Referendars der Hola in Hanau zur &#8220;F&#252;hrungs-Debatte&#8221; geh&#246;rt.<br />
Vom Bildungswirt Miller liegen die Antworten zu den Fragen der Journalistin Schulte im Original vor (Tonbandmitschnitt) und werden erg&#228;nzend zur Radiosendung hier ver&#246;ffentlicht:</p>
<p><em></em></p>
<p><em></em></p>
<p><em></em></p>
<p><em></em></p>
<p><em></em></p>
<p><em>Was ist ein Lehrer?</em></p>
<p>Er ist weder ein Vollzugsbeamter, noch Befehlsempf&#228;nger (<em>zitiert in der Einleitung des Radiobeitrags)</em>, er hat einen Eid auf die hessische Verfassung geleistet, er ist verantwortlich f&#252;r diese Kinder, dass sie schlauer werden, dass sie Pers&#246;nlichkeit entwickeln.<br />
Na ja, die ganze Debatte ist angesto&#223;en worden von den Arbeitgebern mit ihrer Brosch&#252;re „Lehrkraft 2015“ und von dort meinen einige, dass das eine Option w&#228;re, um Schule zu ver&#228;ndern.</p>
<p><em>In ihrem Sinne keine Option?</em></p>
<p>Das wird man sehen, das ist eine M&#246;glichkeit. Insgesamt w&#228;re ich schon froh, wenn die Mehrheit der Schulleiter &#8220;F&#252;hrungskr&#228;fte&#8221; w&#228;ren, die die Schule tats&#228;chlich steuern. Und da sollte man jetzt im ersten Schritt die Lehrkr&#228;fte eher in Ruhe lassen.</p>
<p><em>Das ist jetzt strategisch gedacht?</em></p>
<p>Strategisch in dem Sinne, mit welchen Begriffen man angemessen Wirklichkeit beschreiben, einordnen will. Und da steht das Thema, dass wir ineffiziente Lernkulturen haben, dass wir das Lehrerbild neu beschreiben m&#252;ssen, neu aufstellen, neu definieren m&#252;ssen, und da halte ich Begriffe wie: ein Lehrer ist ein Organisator von neuen Lernarrangements, ein Lehrer ist ein hervorragender Methodiker und Didaktiker, ein Lehrer ist ein Fachexperte, er ist ein Moderator, das halte ich f&#252;r die angemesseneren Begriffe und nicht so entscheidend, ob man daraus eine F&#252;hrungskraft konstruiert. Denn wenn man das so akzeptiert, wie die Arbeitgeber das konstruieren, ist die F&#252;hrungskraft grunds&#228;tzlich verantwortlich, wenn es nicht klappt, sind immer die Lehrer selber schuld an der Misere. Und das halte ich im Moment nicht f&#252;r den richtigen politischen Weg. Also wichtig ist, dass wir Ver&#228;nderung in die Schule im Kerngesch&#228;ft &#8220;P&#228;dagogik&#8221; reinbringen, dass wir die Lehrer unterst&#252;tzen im Rahmen der Qualit&#228;tsverbesserung des Unterrichts, und sie nicht belasten mit Debatten, ob jeder Lehrer eine F&#252;hrungskraft ist.</p>
<p><em>Steht das einander entgegen: der Lehrer als P&#228;dagoge und der Lehrer als F&#252;hrungskraft, sind das Gegenbegriffe?</em></p>
<p>Das h&#228;ngt davon ab, ob man aus dem Blickwinkel der Bildungsverwaltung schaut oder aus den Schulen, f&#252;r die Bildungsverwaltung w&#228;re es von Vorteil, wenn sozusagen ne Durchgriffsvariante bis zur &#8220;F&#252;hrungskraft Lehrer&#8221; existiert w&#252;rde. F&#252;r die Schulen ist entscheidend, was kommt raus: an P&#228;dagogik , Umgestaltung des Schullebens f&#252;r die Sch&#252;ler und wie kriegen wir effizienteren Unterricht hin. Dann ist es so, dass man immer die deutsche Tradition mit im Kopf haben muss: bei F&#252;hrern haben wir Gef&#252;hrte, auch schnell Verf&#252;hrte. Wenn jeder jetzt als F&#252;hrungskraft tituliert wird, sehe ich im Moment nicht den Fortschritt.</p>
<p><em>Was bedeutet das:Durchgriffsvariante ?</em></p>
<p>Ja, im Extrem sind f&#252;r alle Defizite, f&#252;r alle Vers&#228;umnisse die F&#252;hrungskr&#228;fte vor Ort zust&#228;ndig. Und das ist im Rahmen der Weitergabe der Belastung nach unten nichts anderes als ein guter Verkaufstrick. Und das ist nicht, was die Schulen brauchen. Die Schulen brauchen verl&#228;ssliche Strukturen vom Budget her, von der Personalplanung her und auch von Freiheiten, die sich auf neue Lernkulturen und Unterrichtsexperimente beziehen.</p>
<p><em>Ich habe Sie mal so verstanden, als w&#252;rden Sie sich weigern, den Begriff F&#252;hrungskr&#228;fte auf Lehrkr&#228;fte anwenden zu sollen, was w&#228;re der Grund?</em></p>
<p>Ach Gott, weigern, das ist zu dick aufgetragen. Ich frage immer nach dem N&#228;hrwert, nach der Angemessenheit eines Begriffs und ob wir ihn in der bildungspolitischen Debatte brauchen. Im Moment &#8211; ja oder nein? Und da spielt er f&#252;r mich zurzeit eine untergeordnete Rolle.</p>
<p><em>Welche Debatte soll denn angesto&#223;en werden?</em></p>
<p>Die Arbeitgeber sagen berechtigterweise , dass wir eine Unterfinanzierung des Bildungssystems haben, das m&#252;sste man auch mal zitieren. Vielleicht findet man dann mehr F&#252;hrungskr&#228;fte.<br />
Wir haben handfeste Themen auf der Tagesordnung und die hei&#223;en neue Lernkulturen, die hei&#223;en weg von der Instruktionsp&#228;dagogik, die hei&#223;en hin zu einem deutlich angenehmeren Lernen, Neugierverhalten, das gest&#252;tzt werden muss, und da ist diese F&#252;hrungsdebatte drittrangig.</p>
<p>Entgegen aller Reformrhetorik ist die vorherrschende Form in Deutschland immer noch Frontalunterricht, sie ist immer noch gespeist von der Idee des N&#252;rnberger Trichters, sie fragt &#8211; ein anderer Begriff – nach Container-P&#228;dagogik, welchen Container k&#246;nnen wir in welcher Zeit r&#252;berschieben, ins Hirn des Sch&#252;lers. Ich glaube, das ist drastisch genug beschrieben. Das ist aber nicht die Aufgabe einer neuen P&#228;dagogik, da sind heute Schl&#252;sselw&#246;rter angebracht wie: Selbstorganisation, selbstorganisiertes Lernen, Pers&#246;nlichkeitsbildung durch Experiment und unterschiedliche Wege, Vielheit der Herangehensweisen.</p>
<p><em>Was ist &#252;berhaupt an Verhaltens&#228;nderung zu erwarten, wenn Lehrer sich mit diesem Begriff identifizieren?</em></p>
<p>Also da sind wir jetzt im spekulativen Bereich. Wenn sie sich wirklich identifizieren, will ich positive Effekte nicht ausschlie&#223;en, insgesamt glaube ich jedoch, dass die gro&#223;e Mehrheit sich eher zus&#228;tzlich belastet f&#252;hlt, wir alle drei/vier Monate irgendwelche Neuerungen durchs Land posaunen und das nicht unbedingt produktiv ist f&#252;r eine Verbesserung der Unterrichtsqualit&#228;t.</p>
<p><em>Das w&#228;re der Effekt, wie Kultur sich &#228;ndert in der Schule?</em></p>
<p>Wie Kultur sich &#228;ndert, das werden wir dann sehen, was sich in einem Kollegium tut, wenn sich das wirklich durchsetzen w&#252;rde. Es st&#228;rkt erst mal die Position des Lehrers gegen&#252;ber den Sch&#252;lern. Es ist zumindest die Gefahr gegeben, das ein ganzes Arsenal an Sanktionsm&#246;glichkeiten sozusagen noch mal staatlich abgesichert wird. Und der Sch&#252;ler dann in so einer vertragsrechtliche Konstruktion &#8211; „Was wollen wir zusammen erreichen“ -steckt, das, was auf der Erwachsenen-Ebene die Mitarbeitergespr&#228;che sind. Am Schluss sind sie noch f&#252;r ihre schlechten Noten selbst verantwortlich, und man versucht die Sache in eine verrechtlichte Situation zu bringen, die eher einer modernen P&#228;dagogik kontraproduktiv entgegensteht.</p>
<p>Die Ambivalenz solcher Ma&#223;nahmen sieht man an solchen Varianten von Erziehungsvertr&#228;gen, die dann auch mit dem Sch&#252;ler geschlossen werden. Er wird also in so eine vertragsrechtliche b&#252;rgerliche Idee hineingesto&#223;en, hat aber grad gleichzeitig gar kein Recht es abzulehnen. Die Bedingung von Vertragsfreiheit ist aber, dass er sagen kann &#8211; nein &#8211; ich mache dieses Gesch&#228;ft nicht. Genau diese M&#246;glichkeit hat der Sch&#252;ler nicht mehr und unter dem Deckmantel von &#8220;Freiheit und Verantwortung&#8221; k&#246;nnen sich sozusagen subtile autorit&#228;re Strukturen in der Schule neu etablieren und das muss man wissen, ob man das politisch will. (<em>Antwort in der Radiosendung weitgehend zitiert</em>)</p>
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