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Einträge gespeichert als 'Bildung & Gastronomie'

Das Vergnügen mit der pädagogisch-gastronomischen Vernunft

26. April 2011 · von Miller · Keine Kommentare

Das Vergnügen mit der pädagogisch-gastronomischen Vernunft

Es ist ein Vergnügen, dieses Büchlein zu lesen. Sprachlich auf hohem Niveau und dennoch gut verständlich beschäftigt sich Lob der pädagogisch-gastronomischen Vernunft mit den „heißen Eisen“ der Bildungspolitik und lässt nichts aus: Schüler, Lehrer, neue Lernkulturen, Schulreform, Bürokratie und buntes Stimmengewirr. Aber nicht nur Kritisches wird geliefert, auch Alternativen bis hin zu praktischen Tipps werden formuliert. Besonders amüsant ist der ständige Szenenwechsel, vom Bildungsgeschehen zur Kneipe als eine der bedeutendsten sozialen und kulturellen Institutionen des gesellschaftlichen Lebens und zurück. Kneipe als Ort, von dem Schule lernen kann, verblüffend und doch immer nachvollziehbar.
Michael Miller, Lehrer, Erwachsenenbildner, Kneipenbesitzer, Musiker, Blogger, IQ-Mitarbeiter und Schulbuchautor gibt mit dieser 185 Seiten zählenden Schrift den Lesenden Mehrfaches: vergnügliches Lesen und zum Nachdenken Anregendes, Kritik und Lösungsansätze und letztlich – zumindest mir – einen etwas anderen Zugang zum Bildungsgeschehen. ISBN 978-3-837-05476-7. (DS),

Quelle: Dieter Staudt, in: GEW-Berufsschul-Insider Hessen O1/2011

 

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Tags: Bewusstsein · Bildung · Bildung & Gastronomie · Kunst/ Kultur · Literatur / Film

Balkan Strings – Gitarrenfeuerwerk in Frankfurt

20. Oktober 2010 · von frankmackay · Keine Kommentare

Balkan Strings – Gitarrenfeuerwerk in Frankfurt

Drei Gitarrenzauberer sind am 20. und 21. November in Frankfurt zu Gast. Sie nennen sich Trio Balkan Strings.

Hier zwei Kostproben:

Das Trio, Zoran Starcevic & Söhne: Nikola und Zeljko, die Gitarrenfamilie aus Belgrad, spielt eine eigenständige und unverwechselbare Instrumental-Musik, eine Fusion vieler Balkan-Elemente: Serbisch, Gypsy, Mazedonisch, Rumänisch, Moldauisch, Bulgarisch, Ungarisch, Mittelmeer, Griechisch, Oriental … darunter auch Jazz-Improvisationen und klassischer Elemente. Das Ergebnis ist eine originelle und unkonventionelle, frische und spontane Musik, die voller Energie und Freude am Spiel vorgetragen wird.

Das Trio hat an zahlreichen Festivals und Konzerte in den USA (Boston, New York, Chicago, Portland, Washington, Charlotte, Greensboro …), in Kanada (Toronto, Vancouver …), Italien, Polen, Ungarn, der Türkei, Russland, Moldawien, Slowenien, Serbien, Montenegro, Bosnien eine grosse Fangemeinde gewonnen. .Sie gaben Meisterkurse und Lehrkonzerte für klassische und Jazz-Gitarre für Studenten in Europa und in den USA.

Das international bekannte Trio ist LIVE im Odyssee zu sehen und zu hören – das kulturelle Highlight im Frankfurter Nordend! Kultur geht mit gehobener Gastronomie Hand in Hand. Dem Odyssee-Team ist dieser ausgewöhnliche Wurf gelungen.

Samstag, 20. November ab 20 Uhr

Sonntag, 21.November, ab 20 Uhr  –  Zusatzkonzert

Weberstraße 77

Tel. 069-90500995

Karten kosten 15 Euro. Reservierung dringend empfohlen, da jetzt schon zahlreiche Buchungen vorliegen.

www.odyssee-frankfurt.de

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Tags: Bildung & Gastronomie · Kunst/ Kultur

Kulturtipps – von Blue notes bis Latino Groove im März

10. März 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Kulturtipps – von Blue notes bis Latino Groove im März

ruedel-schupp-gallustheater-maerz-2009

Für Kurzentschlossene in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet

Blue notes of love am Freitag, 13.03., um 20 Uhr im Gallus Theater

Jazz und Gedanken über die Liebe. Eine musikalisch-literarische Frauen- und Männer-Revue von und mit Hans-Peter Schupp & Marcus Rüdel

„Aus Sicht der Frauen war der Mann oben. Früher. Dann sahen und drehten sich die Frauen um. Sie nannten es Emanzipation. Ab da waren die Männer unten durch. Nicht mehr benötigt, allenfalls, um Getränkekisten heimzutragen. Trinken durften sie nur noch in Kneipen. Alle anderen Dinge nahmen die Frauen in die Hand, und die Männer konnten zusehen, wie sie kamen, die Frauen. Falls sie nicht kamen, gingen sie und kamen. Woanders. Sie kamen auch mit der Frage: Wozu ein Mann, wenn es auch zwei tun oder drei bzw. warum überhaupt ein Kerl? Und die Männer fragen sich so viele Nächte ihres Lebens am Äquator des unverstandenen Geschlechts, der Bar: Was um alles in der Welt haben Frauen, das ein Mann noch braucht, der eigentlich schon alles hat?(…)“

Drei mal Leben am Sa., 14.03. und Fr., 20.03. im Freien Schauspiel eine Komödie für 4 Personen von Yasmina Reza, Regie: Reinhard Hinzpeter

Informationen zu der literarisch-musikalischen Revue blue notes of love und den Link zu einem kleinen Trailer:  www.hpschupp.de , dort unter > Lesungen und dann unter > blue notes of love

ODER  auch:

Südamerikanische Musik und Lebensgefühl mit Sergio Alvarez Y Amigos
Bosanova, Rumba, Chachacha, Bolero, Cumbia, …

Freitag,  20. März  – 20 Uhr

im Odyssee Kult, Weberstraße 77  Frankfurt/Nordend

Reservierungen: 069 – 90500995

Der Bildungswirt wird auch da sein!

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Tags: Bildung & Gastronomie · Kunst/ Kultur · Wirtschaft

Kinder, Kreativität und Kneipengespräche

28. Februar 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Kinder, Kreativität und Kneipengespräche

In – „Von der kindlichen Neugier und was die Schule verstehen sollte (1 und 2)“ – hatte ich das nahezu unerschöpfliche Kreativitätspotenzial von Kindern näher beleuchtet. Die Essenz des dargestellten kindlichen Entdeckergeistes, die
Phantasie im Überschwang wird in vielfältigen Gesprächen in der Kneipe geteilt; Eltern schildern immer neue Varianten von Spielen, Einfällen und Kombinationen ihrer Kinder. Fast alle sind sich einig, dass ihre Kleinen ständige Neuschöpfer sind (von der Nachahmung zur Innovation), sie schon deshalb geliebt werden sollten, aber dass auch alles soooooo anstrengend ist und man sich immer wieder von der ganzen Belastung überfordert fühlt. Doch das gemeinsame Liebesgrundgefühl verkraftet eben eine ganze Menge, die schon erschöpfte Mutter bzw. der genervte Vater wächst dann regelmäßig über sich hinaus und bringt neue harmonische Energie ein.

Aber man sieht als ständiger Beobachter vereinzelt an den Kneipentischen, im Verhalten der Kinder, im Blick, in der Geste Anzeichen des »Dramas des begabten Kindes« (A. Miller). Angegriffene Kinderseelen, verängstigte Augen, aggressives Verhalten, schon bevor sie in die Grundschule kommen. Überforderte Eltern, die aus Scham (»was könnte der Nachbar von uns denken?«) ihre Überforderung mit suggestiven Sprüchen der Stärke übertünchen und nicht zum notwendigen Ruf nach einer ›organisierten Elternschule‹ ansetzen. Persönliche Kraft und Einsicht reichen nicht zum Aufbruch. Einige erstarren in Stummheit, blicken mit geballter Leere ins Bierglas, während das Kind, schon unruhig, auf dem Stuhl hin und her rutschend, vor dem leeren Glas Cola sitzt und nervös wartet, was weiter passiert.

Kindesmißhandlungen als Tabuthema

Manchmal kommt bei Stammgästen sogar ein Tabuthema auf den Tisch, man kennt es zumindest vom Hörensagen: Hunderttausende Kinder in Deutschland (oder doch 2 Millionen mit ungeklärter Dunkelziffer?) sind verwahrlost, sexuell missbraucht, grün und blau geschlagen, psychisch gestört, systematisch vernachlässigt – der alltägliche Terror in der Kleinfamilie. Viele Eltern sind überfordert, kommen mit ihrem eigenen Leben nicht (mehr) zurecht. Hilflosigkeit schlägt um in blinde Aggression. Auch sadistische Verhaltensweisen finden ihr Betätigungsfeld: systematischer Liebesentzug, Nahrungsentzug, Isolationshaft und vielfältige Foltermethoden. Da wird mal die brennende Zigarette auf der Kinderstirn ausgedrückt, da wird mal das Kind halb totgeschlagen, zu Tode ›geschüttelt‹ oder einfach gleich in den Wäschetrockner gesteckt, am besten im Mülleimer entsorgt. Wer’s überlebt, sich als Kind durchkämpft, sich geschickt anpasst, auf den wartet oft ein kollektives Schicksal: rasant wachsende Kinderarmut in Deutschland als einem der reichsten Länder der Welt!

Chronisch unterversorgte Jugendämter sind zu oft machtlos – zu wenig Personal, zu wenig alternative Kinderhäuser zur Regeneration der Geschädigten, zu wenig finanzielle Spielräume. Verantwortliche Politiker schauen weg, retten sich in schwülstige Reformrhetorik voller Folgenlosigkeit. Dann kommen diese gepeinigten Sechsjährigen in die Grundschule, und alles soll besser werden? Schule in der bisherigen Form ist mit diesen komplexen Problemen strukturell überfordert und der einzelne Lehrer allemal. Auch die ganz besonders engagierte und erfahrene Vorzeigelehrerin kann die Schärfe der Probleme nur etwas mildern, lösen kann sie diese nicht.

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Bildung und Gastronomie (3)

4. Februar 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Bildung und Gastronomie (3)

oder SPD, Ypsilanti-Sturz und Kneipe

Die Kneipe gehört zu den bedeutendsten sozialen und kulturellen Institutionen des gesellschaftlichen Lebens. In ihr wird nicht nur politisiert, sondern auch regelmäßig Politik gemacht; Entscheidungen fallen im kleinen Kreis, in gut informierten informellen Zirkeln – vieles muss dann auch ritualisiert begossen werden. Das gilt für alle politischen Felder. Auch „werte Genossinnen und Genossen“  haben definitiv den Ypsilanti-Sturz in der Kneipe vorbesprochen. Wo? Das bleibt vorerst ein Geheimnis.

Ab morgen ist jedenfalls in Hessen wieder eine gewählte Landesregierung mit satter CDU-FDP-Parlamentsmehrheit im Amt. Und die SPD? Die mitgenommene Truppe sitzt im politischen Keller und leckt sich ihre Wunden ob des autoaggressiven Verhaltens. Sie rätselt über ihre meisterhafte Selbstzerlegung. Ein Trost: Der Aufwind kommt bestimmt und auch der politische Gegner macht in Zukunft strategische Fehler.

Was lernt daraus der Oberstufenschüler im Politikunterricht? Beschäftige dich frühzeitig mit der „Gewissensfreiheit“ der Parlamentarier. Wie funktionieren die strategischen Spiele auf der politischen Bühne? Und : „Ein gutes Mitglied des Parlaments zu sein ist keine leichte Aufgabe; besonders in dieser Zeit, in der eine starke Neigung besteht, sich in einen gefährlichen Grad von sklavischer Willfährigkeit oder zügelloser Popularität zu stürzen.“  (Edmund Burke: 1729 – 1797)

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Bildung und Gastronomie (2)

30. Januar 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Bildung und Gastronomie (2)

oder Eltern, Schüler, Lehrer und Schuldzuschreibungen

In der Kneipe gibt es manchmal persönlich wütend vorgetragene Ausfälle gegen Lehrer, derbe Sprache einer kochenden Volksseele. Gerhard Schröders Wort von den Lehrern als »faule Säcke« klingt dagegen eher harmlos. Insgesamt mündet diese zugespitzte Kritik schnell in ein allgemeines Lamento: »Hör mir auf mit Schule, da kann man eh nichts machen, da müssen meine Kinder eben durch, die Lehrer sitzen am längeren Hebel.«
Schulfrust schlägt um in kurzatmige Wut und verharrt dann in ratloser Lähmung. Nach übereinstimmender Meinung ist das schulische Sorgenkind Nr. 1 Mathematik. Angstbesetzt scheuen die Schüler Mathematik wie der Teufel das Weihwasser. Die reinste Geisteswissenschaft, die Zwillingsschwester der Logik, verkommt durch unfähige Mathelehrer zum Horrorfach. Jede andere Berufsgruppe würde sich schämen angesichts solcher systematischen Misserfolge.

Und umgekehrt zeigt sich bei manchen Lehrern in der Kneipe folgende Grundstimmung: »Alles, den ganzen Bullshit, womit die Eltern nicht mehr zurechtkommen, wo die Gesellschaft insgesamt gefragt wäre, kriegen wir vor die Tür gekippt. Die Elternhäuser versagen, schicken uns ihre fernsehsüchtigen, durchgeknallten Bälger und stellen noch Ansprüche. Oft komme ich mir vor wie der Dompteur in der Zirkusmanege. Der Lärmpegel in der Schule geht richtig an die Nerven, oft habe ich Kopfschmerzen, wenn ich nach sechs Stunden Schule nach Hause komme.«
Vertreter solcher gegenläufigen Ansichten reden nicht miteinander, ignorieren sich, sofern sie überhaupt voneinander wissen. Niemand will sich in der Kneipe seinen eigenen guten Ort der Kommunikation und Entspannung selbst kaputtmachen. Die Antennen für potenziell massive Störungen sind bei allen feinfühlig justiert.
Ja, was tun? Vielleicht den Elternführerschein für alle? Lernort Kneipe?

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Bildung und Gastronomie (1)

29. Januar 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Bildung und Gastronomie (1)

oder schwache Bio-Leistungen, Lehrer und Rotwein

Ein Biologie-Lehrer sitzt etwas zerknirscht mit einem Glas spanischem Rotwein (vollmundig, drei Jahre im Eichenfass gelagert) allein in der Ecke unserer Kneipe. Auf meine Nachfrage, wie die persönlichen Aktien so stehen, erzählt er von einer ernüchternden Studie zum Leistungsstand von Abiturienten:
500 Studienanfänger an den Universitäten Dortmund und Münster mit den Studiengängen Primarstufe Sachunterricht Naturwissenschaften/Technik und Biologie Sekundarstufe I haben zwischen 1995 und 2000 an einem einfachen kurzen schriftlichen Test zur biologischen Grundbildung teilgenommen. Der Schwierigkeitsgrad der Anforderungen bewegte sich auf dem Niveau der Sekundarstufe I bis 10. Klasse. Ergebnis: nur 8 (!) von 500 haben den Test bestanden, das sind 1,6% (!). Noch schockierender wird das Ergebnis, wenn man berücksichtigt, dass 55% der Studentinnen und Studenten vorher einen Leistungskurs Biologie bis zum Abitur belegt hatten und ihnen positive Leistungen attestiert wurden (mittlere Note 3+). Neun Jahre Biologieunterricht hatten offensichtlich noch nicht einmal »Gedächtnisspuren« hinterlassen.
Eine schallende Ohrfeige für das deutsche Schulsystem, meint er, so könne es nicht weitergehen. Die vorherrschende Instruktionspädagogik habe total versagt, da können sich Lehrer, Schulen und Kultusministerien nicht herausreden.
Ich lade ihn zu einem zweiten Glas Rotwein ein, das bringt ihn vorübergehend wieder ins Lot.

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Bildungswirt zelebrierte ein öffentliche Lesung im Odyssee Kult: „Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkrüppel“

1. Oktober 2008 · von frankmackay · Keine Kommentare

Bildungswirt zelebrierte ein öffentliche Lesung im Odyssee Kult: „Der Mensch ist ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkrüppel“

In der gut besuchten Kneipe im Frankfurter Nordend stellte der Bildungswirt – alias Dr. Michael Miller – am Samstagabend sein bildungspolitisches Buch vor:Lob der pädagogisch-gastronomischen Vernunft. Alle reden von Schule – was ist zu tun? Ansichten eines Kneipenbesitzers.
Zum Einstieg entfachte er ein buntes Feuerwerk aus Helmut Kohl, der Matrix-Trilogie (blaue und rote Pille), Goethe, Schiller und Medea, bevor er dann in mehr geordneten Bahnen zur Analyse des schulpolitischen Waterloo kam: „rasender Stillstand bei eingebildeter Beweglichkeit“.

Neben Leseproben sprach Miller immer wieder frei, bildreich erläuternd zu „von der kindlichen Neugier zum gelangweilten Schüler“, vom „Lernen als Konstruktionen im Kopf und Vorfreude im Leib“ bis hin zur Notwendigkeit von „Bildungsstandards für Lehrer“. Das Personal in der Schule sei der entscheidende Faktor, um qualitativ hochwertige Lernprozesse zu initiieren und Lernerfolge zu garantieren. Er schrieb den Lehrern ins Stammbuch, „dass der Mensch ein emotionales und lachendes Wesen und kein kognitiver Maschinenkrüppel sei“ und dass mit der „Individualität eines jeden Schülers“ behutsam umgegangen werden muss. „Wichtigen Bildungsfragen nachspüren“ heißt bei ihm auch, „das Ohr am Puls der Kneipenkommunikation zu haben.“ Der gehobene Stammtisch sei besser als sein Ruf und „politische Entscheidungen werden oft genug im kleinen Kreis in der Kneipe gefällt“. Er geißelte die ineffiziente Instruktionspädagogik, die Mythen und Legenden der Unterrichtsoptimierung und rief zu vielfältigen Lernkulturen auf. Das Prüfungswesen, z.B. das Landesabitur mit angestrebt hochwertigem Kompetenzprofil müsste neu bedacht werden. Das Publikum hatte genügend zu lachen und zu schmunzeln, insbesondere als die hohe Kunst des Bedenkentragens der Bürokraten plastisch zur Sprache kam. Insgesamt ein kurzweiliger, runder Abend und das bei einem eher trockenen Thema wie Schulpolitik. Abschließend zitierte Miller die weise Meinung von Jean Paul: „Was alles Böses gegen das Bier bei Philosophen gesagt wird, gilt nicht bei mir.“ Kleine Grüppchen diskutierten noch bis Mitternacht.

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