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Einträge gespeichert als 'Berufsschule'

Selbstverantwortliche Schule – quo vadis?

9. Mai 2011 · von Miller · Keine Kommentare

Selbstverantwortliche Schule – quo vadis?

Selbstverantwortliche Schule – bildungspolitisches Programm oder Rohrkrepierer?

Foto: Kultusministerin D. Henzler und drei Schulleiter beim FR-Gespräch
zur  Selbstverantwortlichen Schule, 29.04.2009

Der geneigte Leser und Zuhörer fragt sich bisweilen: Was ist eigentlich in den letzten 2 Jahren passiert? Reden über das SELBST, die VERANTWORTUNG, die SCHULE bei gleichzeitig ausgeprägte Handlungsstarre im Kultusministerium, in den Schulämtern, in den Schulen vor Ort?

Stell dir vor, alle wollen die selbstverantwortliche Schule und keiner geht hin oder es lebe Kafkas Schloss der organisierten Nichtzuständigkeit – weitere Nachfrage zwecklos…

 

 

 

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Karl Marx – brandaktuell oder ein toter Hund?

8. Juni 2010 · von Miller · Keine Kommentare

Karl Marx – brandaktuell oder ein toter Hund?

Bildung heißt im Kern eigene Urteilsfähigkeit entwickeln.
Und das in der Schule? In der gymnasialen Oberstufe, in der Berufsschule, in der Gesamtschule?

Prüfe selbst die drei Videos:
Was ist die Botschaft? Erkennbare Thesen, Argumente? Welcher Ideologiebegriff wird verwendet? Gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Marxschen Ideen und der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise?



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Selbständige Schule – neue Lernkulturen?

10. Januar 2010 · von Miller · 1 Kommentar

Selbständige Schule – neue Lernkulturen?

Seit 15 Jahren wird über die Großbaustelle „Selbstständige Schule“ oder auch „Eigenverantwortliche Schule“ in Deutschland diskutiert. Richtig vorangekommen ist man selten, (von ein paar Vorzeige-Modellversuchen abgesehen) zu Unterschiedliches wird darunter verstanden. Da zeigen sich technokratisch-autoritäre Modelle wie demokratische unter dem gleichen Label. Was man in Hessen wirklich will, steht noch in den Sternen. Wohl offizielles Regierungsprogramm von CDU/FDP – aber was heißt das schon praktisch gewendet?

Sind wirklich neue Lernkulturen, demokratische Beteiligung der Schüler und Eltern gemeint? Gibt es eine grundlegende Reform des Prüfungswesens, weg vom Bulimielernen, hin zur Lernnachhaltigkeit? Ist der Schulleiter Teil des Kollegiums und vornehmlich pädagogischer Motor? Wie gestalten sich die Reformspielräume für ein Kollegium, wie wird das finanziert? Lernerrollen für Lehrer – systematische und zeitintensive Lehrerfortbildung? Fragen über Fragen – was kommt 2010 aus Wiesbaden?

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Rechtschreibdrill-Spiegelfechter-Ewiggestrige

13. November 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Rechtschreibdrill-Spiegelfechter-Ewiggestrige

Rechtschreibpaukerei: Sollten wir darüber in der Schule nicht noch einmal gründlich nachdenken? Für welche Kompetenz setzen wir unzählige Stunden ein? Ist das noch zeitgemäß, wenn doch fast jeder längst einen Laptop mit komplexem Rechtschreibprogramm zur Verfügung hat – demnächst auch in der Schule, in Klausuren, in Landesprüfungen?


Gefragt sind vielfältige Internetkompetenzen, kommunikative und kreative Kompetenzen statt Rechtschreibdrill.

Rechtschreibfähigkeiten sind eine Unterfunktion kommunikativer Kompetenz. Es fehlt an expressiver Vernunft, die gestalten will.

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Lehrer und Materialsuche – der etwas andere Blog

13. Oktober 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Lehrer und Materialsuche – der etwas andere Blog

Lehrer sind Sammler und Jäger; regelmäßig auf der Suche nach neuen Unterrichtseinheiten und geeigneten Materialien. Zunehmend wird das Internet in seiner galaktischen Größe mit unendlichen Informations- und Meinungsströmen entdeckt. Warum nicht auch einmal, ab vom mainstream, in clever gemachte Blogs reinschauen.

Hier habe ich einen der etwas anderen Art gefunden: Witzige Sachen, Politikwissenschaft und Populismus – der etwas andere Webblog:
http://www.literaturasyl.de/

Kostprobe zur Finanzkrise in sprachlich sehr salopper Form:
„Alles hat vor ein paar Jahren ganz langsam angefangen, als  die ganzen Spekulanten ein bisschen frustriert von neuen Markt waren und nicht mehr jede Aktie die ein Dot, Com, De oder sonstwas enthielt 2000% Gewinn pro Tag abwarf. Enttäuscht wendete man sich ab und sucht nach neuen Möglichkeiten Geld zu generieren, wo eigentlich gar keins ist. Man kam auf die Idee wieder bodenständige Anlagen ins Programm aufzunehmen und so fand man den amerikanischen Privatmenschen. Diese bauen wie die Menschen hier gerne ein Eigenheim und daran ist absolut nichts verwerfliches. Man schuftet und holt sich für den Rest einen Kredit bei der Bank und stottert diesen dann im Laufe der Jahre wieder ab. Der Kredit wird über das Haus abgesichert durch eine Grundschuld oder eine Hypothek. Ein schlaues und sicheres System. Na ja, vielleicht nicht ganz so sicher, wie man immer dachte,…
Mehr: http://www.literaturasyl.de/?p=650

Wer ebenfalls einen besonderen Blog vorstellen will, einfach mal beim Bildungswirt melden.

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Deutschunterricht: Sprache und Vernunft 2009 – drei kreative Stunden

25. September 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Deutschunterricht: Sprache und Vernunft 2009 – drei kreative Stunden

Da in der Berliner Republik, nicht nur im Bundestags-Wahlkampf 2009, ein Strom von Gefasel und gestanzten Textbausteinen medial in ohrenbetäubender Weise abgesondert wird, könnte man fast annehmen, Sprache und Vernunft hätten nichts mehr miteinander gemein. Angesichts eines polit-technokratischen Neu-Sprechs aus – „wir haben die Kraft“, „wir halten Wort“, „wir sind die Mitte“ bis hin zu „Nullwachstum“, „Rettungsschirm“ und „Abwrackprämie“, „die Reform der Reform der Reform“, die „kontinuierlichen Strukturentwicklungsprozesse“, „die Rentendämpfungs- und Lohnanpassungsformeln“, alles aus „fester Überzeugung ohne Wenn und Aber“ und „zunächst einmal wollen wir den Wählerinnen und Wählern danken“, „den Menschen draußen im Land“- lohnt sich ein Moment der Besinnung, der Erinnerung, als Sprache und Vernunft noch göttlich zusammen gedacht wurden.

Im Berlin von 1766 veröffentlichte Johann Peter Süßmilch seine Sprachursprungstheorie. In der Vorrede komprimiert er die Essenz: „Mein ganzer Beweis beruhet auf wenigen Sätzen und lasset sich leicht einsehen. Mein erster Satz ist: Die Sprache ist das Mittel, zum Gebrauch der Vernunft zu gelangen, ohne Sprache oder andre gleichgültige Zeichen ist keine Vernunft (…) Wer also Werke des Verstandes will hervorbringen, der muss sich im Gebrauch der Sprache befinden. Der zweite Satz ist: Die Sprache oder der Gebrauch der lautbaren Zeichen ist ein Werk des Verstandes, und zwar eines sehr großen und vollkommenen Verstandes, der alle Zwecke übersehen und der das ganze Sprachgebäude nach selbigen einrichten können, welches aus Vollkommenheit der Ordnung der Sprache unleugbar erhellet: Folglich hat derjenige, welcher die Sprache gebildet hat, sich schon im Gebrauch einer Sprache befinden müssen. Könnte der Mensch für den Erfinder angenommen werden, so müsste er sich schon vor der Erfindung der Sprache in dem Gebrauch der Sprache befunden haben, der Mensch müsste ohne Sprache klug und vernünftig gewesen sein, welches doch als unmöglich erwiesen ist. Daher bleibt uns nichts als der göttliche Verstand übrig.“

Das waren noch Zeiten! Gott und Logik. Fast wäre man geneigt auszurufen: Herr, warum hast du uns verlassen? Medien als Systemselbstläufer errichten den nächsten (realen und virtuellen) Turmbau zu Babel, ohne es selbst noch zu bemerken. „Die schwarze Milch der Frühe“ (Celan) versteht dann keiner mehr.

Aufgaben/ Fragen
1. Notieren Sie ihren ersten Eindruck zur verwendeten Sprache im  Wahlkampf der Parteien.

2. Sammeln Sie „Textbausteine“ aus politischen Reden/Interviews , die (fast) immer passen, d.h. zu jeder Gelegenheit eingesetzt werden können. Recherchieren Sie im Netz arbeitsteilig in verschiedenen Medien.

3. Entwerfen Sie eine Kurzrede zu einen politischen Thema und verwenden Sie solche „Textbausteine“. Tragen Sie diese im Kurs vor.Wenn möglich, drehen Sie ein Video für „You tube“ – sachlich, heiter, satirisch, zynisch …?

4. Diskutieren Sie Alternativen zu diesem weitverbreiteten „politischen“ Jargon.

5. Wie interpretieren Sie  die Achse – Gott, Logik, Sprache – ?

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Kontroverse Schuldebatte 2009

8. September 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Kontroverse Schuldebatte 2009

Im neuen linksorientierten Medienprojekt „der Freitag“ (Verleger J. Augstein) schlagen zurzeit die Wellen zur Schulpolitik hoch. Der taz-Redakteur Christian Füller eröffnete mit „Lasst die Schulen los“ und erzeugte eine große Debatte. Der Bildungswirt erweiterte um die pädagogische Dimension „Der gute Lehrer – ein Phantom?“

Alle Bilder sind durch anklicken zu vergrößern!

Die Themenliste ist lang und kann beliebig verlängert werden: u.a.

Bildungstheorien, Hintergrundtheorien, Bildungsphilosophien, Bildungspolitiken, Machtpolitiken, Föderalismusgestrüpp, nationale Bildungsstiftung, Finanzierungsmodelle, Bildungsbudget, Organisationsentwicklung, Lehreraus- und -fortbildung, Didaktik, Methodik, Berufsbeamtentum, Schulrecht, zentrale Prüfungen, Vergleichsarbeiten, Bildungsstandards, Kompetenzmodelle, Schulinspektion (Schul-TÜV),PISA, TIMSS, Demokratie in der Schule – Erwartungen, Visionen, empirische Resultate, „Starke Schulleiter“ – zwischen Notwendigkeit und Ideologie, Elternbeteiligung – eine Mär?, Arbeitsweisen der Kultusbürokratie konkret? Bedeutung der KMK? Landesabitur in den einzelnen Bundesländern, Zentralabitur für ganz Deutschland?

Wir reden über eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen überhaupt: Ca. 12 Millionen Schülerinnen und Schüler (9,2 Millionen in allgemeinbildenden Schulen und 2,8 Millionen im beruflichen Schulwesen) und etwa 700.000 Lehrerinnen und Lehrer sind Beteiligte, Betroffene, manchmal Leidgeplagte, auch Millionen Eltern. Es zeugt von Interesse und Sensibilität, dass hier im FREITAG die Wogen höher schlagen.

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Neues in der hessischen Schulpolitik?

7. Juli 2009 · von Miller · Keine Kommentare

Neues in der hessischen Schulpolitik?

Wir gestehen freimütig: Ratlosigkeit beim Bildungswirt. Neues in der hessichen Schulpolitik 2009? Ja, da war doch was? Was war es denn? Parteienstreit – Positionskämpfe, Selbstverantwortliche Schule? Schäume, Blasen?

Wir haben’s glatt vergessen. Dämmerungen? Kann jemand weiterhelfen?



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