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	<title>Der Bildungswirt &#187; Abitur verkauft</title>
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		<title>Verkauf von Abituraufgaben &#8211; CDU: echt &#8220;&#228;tzend&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 14:05:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In Deutschland 2010 wird „Abitur geschrieben“ – f&#252;r die Ministerial-Organisatoren ist das ein monopolisierter hoheitsstaatlicher Akt der Durchf&#252;hrung von Landespr&#252;fungen, f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler eine enorme Leistunganstrengung, eine Pflichterf&#252;llung, ein Kampf um Punkte, manchmal auch mit Angstschwei&#223; und Tr&#228;nen verbunden. Diese schriftlichen Abiturpr&#252;fungen sind z.B. in Hessen gerade abgeschlossen und z.B. in Baden-W&#252;rttemberg und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Deutschland 2010 wird „Abitur geschrieben“</strong> – f&#252;r die Ministerial-Organisatoren ist das ein monopolisierter hoheitsstaatlicher Akt der Durchf&#252;hrung von Landespr&#252;fungen, f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler eine enorme Leistunganstrengung, eine Pflichterf&#252;llung, ein Kampf um Punkte, manchmal auch mit Angstschwei&#223; und Tr&#228;nen verbunden.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://www.youtube.com/v/CChvEQBeTk0&amp;rel=0&amp;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CChvEQBeTk0&amp;rel=0&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/CChvEQBeTk0&amp;rel=0&amp;fs=1" wmode="transparent" allowfullscreen="true" data="http://www.youtube.com/v/CChvEQBeTk0&amp;rel=0&amp;fs=1"></embed></object><br />
Diese schriftlichen Abiturpr&#252;fungen sind z.B. in Hessen gerade abgeschlossen und z.B. in Baden-W&#252;rttemberg und Bayern noch voll im Gange. Nach Abschluss dieser „Pr&#252;fungskampagnen“ stellen sich jedes Jahr neu die brennenden Fragen:</p>
<p><strong>* Was passiert mit den verbrauchten Abituraufgaben?</strong></p>
<p><strong> * Warum werden diese nicht im Internet ver&#246;ffentlicht, f&#252;r jedermann kostenfrei zug&#228;nglich?</strong></p>
<p><strong> * Warum werden die Aufgaben mit Millionen Euro aus &#246;ffentlichen Mitteln/Steuern finanziert und anschlie&#223;end an private Verlage f&#252;r ein paar Euro verkauft?</strong></p>
<p>Die Ministerien bleiben eine schl&#252;ssige Antwort schuldig, verstecken sich hinter einem „Urheberrecht“, das sie zum Monster k&#252;nstlich aufbauen und gleichzeitig, wie eine mystische Monstranz vor sich hertragen. Die herbeigespielten Argumente sind d&#252;rftig und im Kern alle widerlegt, dennoch geht eine Politik der Abschottung weiter,  ziehen die Ministerien ihre selbstreferenziellen Kreise.</p>
<p><strong>Was sagen dazu unsere Volksvertreter in den Landtagen?</strong><br />
Werfen wir einen aktuellen Blick, z.B. nach Hessen. Im Kulturpolitischen Ausschuss des Landtags wurde am 25.Februar 2010 die Frage erneut behandelt. Hier einige Ausz&#252;ge aus der &#246;ffentlichen Debatte und <em>kurze Kommentierungen</em> <em>durch den Bildungswirt:</em></p>
<p><strong>Abg. Barbara Cárdenas (Die Linke):</strong><br />
(…) Das erste landesweit einheitliche Abitur startete in Hessen im Fr&#252;hjahr 2007 (erster Bildungsweg) sowie im Herbst 2007 (zweiter Bildungsweg). Damit verbunden war die Abschaffung des bisher &#252;blichen dezentralen schriftlichen Abiturs an jeder Einzelschule, bei dem die Fachlehrerinnen und Fachlehrer die Aufgaben f&#252;r ihren jeweiligen Kurs erstellten. Fr&#252;hzeitig dokumentierte das Hessische Kultusministerium deshalb im Internet die Hintergr&#252;nde der Entscheidung und entwickelte Musteraufgaben f&#252;r alle F&#228;cher. Als Service konnten Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, Lehrkr&#228;fte und Eltern die Aufgaben vom hessischen Bildungsserver kostenfrei downloaden. In einer Nacht- und Nebelaktion des Hessischen Kultusministeriums wurden sp&#228;ter jedoch alle bisherigen Abituraufgaben ohne stichhaltige Begr&#252;ndung wieder aus dem Internet genommen. Gleichzeitig wurden die Pr&#252;fungsaufgaben an private Verlage verkauft. Aus der Sicht dieser ein lukratives Gesch&#228;ft, vor allem, wenn bei fest kalkulierbarer Nachfrage – die n&#228;chste Abi-Generation klopft schon an die T&#252;r – gezielte Angebote unterbreitet werden k&#246;nnen. Der damalige Landesschulsprecher kommentierte den Skandal denn auch pr&#228;zise und poentiert: „Es kann nicht sein, dass eine Kommission aus Lehrern auf Kosten des Steuerzahlers Pr&#252;fungs- und &#220;bungsaufgaben erstellt, die das Kultusministerium dann an einen Verlag verscherbelt und die wir uns f&#252;r viel Geld zur&#252;ckkaufen m&#252;ssen.“ Genauso verh&#228;lt es sich aber bis zum heutigen Tage: Ohne jedwede stichhaltige Begr&#252;ndung – geschweige denn Notwendigkeit – hat das Land, und es tut dies weiterhin, die zentralen Pr&#252;fungsaufgaben, f&#252;r die es j&#228;hrlich bis zu 2,5 Millionen € an Personalkosten ausgibt, gegen eine Verwaltungskostenpauschale von 100 € pro Aufgabenset an private Verlage verkauft. Unsere Forderung ist daher: weiterhin kostenfreier Zugang zu allen zentralen Pr&#252;fungsaufgaben mit L&#246;sungshinweisen sowohl f&#252;r die gymnasiale Oberstufe als auch f&#252;r den Haupt- und Realschulbereich, am liebsten nat&#252;rlich per Internet.</p>
<p><em>Die Volksvertreterin hat sich mit der Materie eingehend besch&#228;ftigt, die dargebotenen Informationen sind korrekt; wo sie recht, hat sie recht. Was soll hier sachlogisch eingewendet werden?</em></p>
<p><strong>Abg. Mario D&#246;weling (FDP):</strong><br />
(…) „ Ein Abiturplaner mit Abituraufgaben vom Cornelsen Verlag kostet 9,95 €. Ich glaube, 9,95 € sind nicht wirklich die Welt. Wenn sich ein Sch&#252;ler das kaufen will, dann ist das, denke ich, okay. Es gibt daran eigentlich nichts mehr zu kritisieren. Frau Ministerin Henzler hat dies voll und ganz erkl&#228;rt. Ich muss sagen: Ihre Gro&#223;e Anfrage und vor allen Dingen Ihre Quelle, die Sie da benennen, n&#228;mlich eine omin&#246;se Internetquelle, entbehrt irgendwie jeglicher Grundlage.“</p>
<p><em>Ja, was kann von diesem Volksvertreter anders erwartet werden, als dass er seiner FDP-Ministerin beispringt? Die Abiturienten m&#252;ssen zwangsweise diese Abiturplaner kaufen, da es keine Internetver&#246;ffentlichungen gibt. Das bringt den Verlagen hunderttausende Euro in die Kasse. Nur,  ist der Volksvertreter den Verlagen oder den Sch&#252;lern und Eltern verpflichtet?<br />
Die „omin&#246;se Internetquelle“ ist &#246;ffentlich und kostenfrei zug&#228;nglich, hei&#223;t Bildungswirt und wird umfangreich, auch von Parteien und Organisationen, genutzt. Zudem beinhaltet die Internetseite die derzeit umfangreichste Recherche und Dokumentation zu diesem Thema, Kategorie: &#8220;Abitur verkauft&#8221;; alle Aussagen sind mehrfach gepr&#252;ft und abgesichert. Dem Abgeordneten fehlt offensichtlich die n&#246;tige Sachkompetenz. Die regelm&#228;&#223;ige Nutzung der „omin&#246;se Internetseite“, auch f&#252;r Abgeordnete kostenfrei, k&#246;nnte Abhilfe schaffen.</em></p>
<p><strong>Abg. Dr. Norbert Herr (CDU):</strong><br />
(…) Es w&#228;re wohl ein bisschen unzumutbar, wenn man die ganzen Vorschl&#228;ge kontrollieren und feststellen wollte, wo ein Urheberrecht besteht oder nicht. Insofern ist das das richtige Verfahren. Die Nutzungsrechte sind auch geregelt – ein Mustervertrag. Das Entscheidende ist eigentlich, dass es keine L&#246;sungs- und Beratungshinweise gibt. Genau da liegt das Benutzerrisiko. Ein Sch&#252;ler, der das kauft, kann &#252;berhaupt nicht sicher sein, dass er das Richtige trifft. Da m&#252;sste er zuf&#228;llig genau das haben; und das ist eben nicht gegeben. Der Mut zur L&#252;cke besteht also. Die inhaltliche Verantwortung obliegt den Verlagen. Das ist f&#252;r den Nutzer ganz entscheidend. Es besteht keine Notwendigkeit, etwas zu tun. Das ist Meterware. Ich habe allein f&#252;r meine F&#228;cher mindestens noch 1 m zu Hause stehen – f&#252;r Leistungskurse, Grundkurse und das nur f&#252;r zwei F&#228;cher, und zwar von Baden-W&#252;rttemberg und Bayern. Jetzt haben Sie selbst gesagt, die anderen Bundesl&#228;nder h&#228;tten dies auch, sodass ich dies also eigentlich alles kaufen m&#252;sste. Wenn ich das als Sch&#252;ler alles „reingezogen habe“, dann bin ich fit und habe von vornherein 15 Punkte. Dann brauche ich eigentlich gar nichts mehr zu machen. Aber dazu ist keiner in der Lage. Das ist doch v&#246;llig weltfremd. Man muss also den Mut zur L&#252;cke haben.</p>
<p><em>Der Volksvertreter scheint etwas verwirrt. Der Sch&#252;ler soll ein „Benutzerrisiko“ im wahrsten Sinne des Wortes in Kauf nehmen, obwohl dem Land die Originall&#246;sungen kosten- und urheberrechtsfrei vorliegen? Er will den Sch&#252;lern ungepr&#252;fte „Meterware“ zumuten? Den „Mut zur L&#252;cke“ hat der Abgeordnete bei sich selbst vielleicht zu w&#246;rtlich genommen?</em></p>
<p><strong>Abg. Brigitte Hofmeyer (SPD):</strong><br />
(…) Wir sehen, dass die Abiturienten nicht die M&#246;glichkeit haben, sich einfach und kostenlos auf die Pr&#252;fungen vorzubereiten. Die Praxis aus dem Jahr 2007 hat auch gezeigt, dass man die Pr&#252;fungen durchaus ins Internet stellen k&#246;nnte. Frau Ministerin Henzler, entgegen Ihrer Ausf&#252;hrungen eben und auch der Aussagen von Experten liegen uns Aussagen vor, die besagen, dass ca. 80 % der Materialien frei von Urheberrechten sind und dass diese somit auch im Internet f&#252;r alle zug&#228;nglich sein k&#246;nnten. Das belegt wie gesagt auch die Tatsache, dass das bis zum September 2007 so m&#246;glich war. Was ebenso ein wenig zu bedauern ist, ist die Aussage der Landesregierung, dass den Schulen selbstverst&#228;ndlich alle Materialien zur Verf&#252;gung gestellt w&#252;rden. Aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage, die ein Jahr zuvor vonseiten der Landesregierung gegeben wurde, wird aber deutlich, dass diese Aufgaben den Schulen nur auf zwei CDs zur Verf&#252;gung gestellt werden und dass diese auch noch dem Kopierschutz unterliegen. Daher kann sich jeder vorstellen, dass es in der Praxis &#252;berhaupt nicht m&#246;glich ist, dies an die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler einfach so weiterzugeben. Die Praxis zeigt dann auch, dass diese nat&#252;rlich in die Buchhandlungen gehen und sich das entsprechend erwerben m&#252;ssen.</p>
<p><em>Die Volksvertreterin hat sich mit der Materie besch&#228;ftigt und die Problematik erkannt. Es fehlt erg&#228;nzend nur die Aussage, dass – f&#252;r die Sch&#252;ler entscheidend – Aufgabenstellungen und L&#246;sungshinweise/Erwartungshorizonte im Kultusministerium schon vorliegen und copyrightfrei sind. Einer Ver&#246;ffentlichung steht also nichts im Wege. &#8216;Der 80% &#8211; Orientierungswert zu den verwendeten Materialien ist korrekt; dieser kann mit wenig Aufwand auf 95% gesteigert werden.</em></p>
<p><strong>Abg. Mathias Wagner (Gr&#252;ne):</strong><br />
(…) Der erste Punkt ist die Frage: Wie gehen wir als Staat eigentlich mit Werken um, die mit Steuergeldern erstellt worden sind? W&#252;rde daraus nicht auch folgen, dass die &#214;ffentlichkeit ein Anrecht darauf hat, dass diese Materialien, die mit dem Geld der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger erstellt worden sind, auch der &#214;ffentlichkeit zur Verf&#252;gung stehen? – Ich finde, dass dies eine sehr legitime und berechtigte Frage ist. Wir diskutieren auch in anderen Politikbereichen die Frage: Welches Anrecht haben die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger darauf, dass Verwaltungshandeln transparent ist und dass von Verwaltungen erstellte Leistungen auch tats&#228;chlich f&#252;r die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger zug&#228;nglich sind. Ich finde, diese Frage kann man hier ohne Sch&#228;rfe diskutieren, und diese ist auch interessant. Wenn nat&#252;rlich Belange des Urheberrechts dem entgegenstehen, ist dies selbstverst&#228;ndlich auch zu ber&#252;cksichtigen. Aber der grunds&#228;tzliche Gedanke, dass Abiturpr&#252;fungen, nachdem sie geschrieben worden sind, die mit &#246;ffentlichen Geldern erstellt worden sind, auch der &#214;ffentlichkeit zur Verf&#252;gung stehen m&#252;ssten, finde ich jetzt nicht so ungew&#246;hnlich, wie das zum Teil einige Vorredner dargestellt haben.</p>
<p><em>Der Volksvertreter hat sich mit der Materie besch&#228;ftigt und stellt angemessen kluge Fragen. Die Art des Fragens legt die Vermutung nahe, dass er f&#252;r Transparenz und die Ver&#246;ffentlichung der Abituraufgaben eintreten will. Fragen des Urheberrechts, hier angewendet auf das Streitobjekt, sind ihm weniger gel&#228;ufig. Was fehlt sind jedoch klare eigene Antworten und Forderungen an die Landesregierung.</em></p>
<p><strong>Abg. Barbara Cárdenas (Die Linke):</strong><br />
(…) Ich finde es sehr wichtig, was gesagt worden ist, dass Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler n&#228;mlich ein Recht darauf haben, dass &#246;ffentlich erstellte und bezahlte Leistungen auch frei zug&#228;nglich sind. Ich denke, dass DIE LINKE an diesem Punkt wieder darauf hinweisen kann, dass es richtig ist, auch wieder zu sagen, dass es in der Regel in letzter Zeit sehr stark darum geht, Kosten zu sozialisieren, aber Gewinne zu privatisieren. Das ist ein Beispiel daf&#252;r, wo wir das wieder nachweisen k&#246;nnen. – Ich bedanke mich.<br />
<strong>(Abg. Hans-J&#252;rgen Irmer (CDU): &#228;tzend!)</strong></p>
<p><em>Die Volksvertreterin weist auf eine bekannte Aussage der Linken zu Kosten und Gewinne hin, deren Evidenz im vorliegenden Fall nicht leicht von der Hand zu weisen ist. Nur was meint der CDU-Abgeordnete mit seinem Einwort-Zwischenruf oder Abschlusskommentar: „&#228;tzend“? Findet der Volksvertreter es &#228;tzend, das die Kosten sozialisiert und die Gewinne privatisiert werden? Will er der Abgeordneten von der Linken beipflichten, sozusagen in blitzartiger Eingebung tieferer Erkenntnis? Oder meinte er die Abgeordnete pers&#246;nlich oder ihre Danksagung zum Schluss? W&#228;re Letzteres der Fall, h&#228;tte der Ausschussvorsitzende energisch eingreifen und den CDU-Abgeordneten zur Ordnung rufen m&#252;ssen.</em></p>
<p><strong>Vorsitzender Abg. Dr. Michael Reuter (SPD):</strong><br />
Vielen Dank. – Die Verfahren in den beiden genannten Bundesl&#228;ndern – Brandburg und Sachsen-Anhalt – werden im Protokoll nachgereicht. Frau Ministerin, wollen wir so verfahren? (Ministerin Dorothea Henzler: Ja!) – Okay, dann bedanke ich mich. Im Folgenden fasst der Ausschuss den Beschluss: KPA/18/14 – 25.02.2010 Der Kulturpolitische Ausschuss hat die Antwort der Landesregierung zur Gro&#223;en Anfrage besprochen. (einvernehmlich) Das Ministerium sagt weitere Informationen zu.(Schluss des &#246;ffentlichen Teils; es folgt der nicht &#246;ffentliche Teil)</p>
<p><em>Die Debatte wird mit Sicherheit fortgesetzt, das n&#228;chste Abitur kommt bestimmt. Die Forderung nach kostenfreiem Zugang zu den verbrauchten Abituraufgaben im Internet bleibt in allen Bundesl&#228;ndern auf der Agenda.</em></p>
<p><em>Peinlich bleibt, dass die sog. &#8220;Qualit&#228;tsjournalisten&#8221; bisher dieses Thema verdr&#228;ngen, gleichwohl jedes Jahr mehr als 300.000 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler direkt betroffen sind. Indirekt betroffen sind Eltern, Lehrer und die Fach&#246;ffentlichkeit. Die Zust&#228;ndigen der Lehrerausbildung an allen deutschen Universit&#228;ten haben offiziell keinen Zugang zu den Aufgaben. Eine Pr&#252;fungsdidaktik-Debatte findet nicht statt.</em></p>
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		<title>Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (2)</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 12:32:43 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aufwachen, h&#246;ren &#8211; solide didaktisch-p&#228;dagogische Forschungsergebnisse wahrnehmen und verstehen </strong></p>
<p><strong>Den Kindern und Jugendlichen eine faire Chance &#8212; neue Lernkulturen, den Groove sp&#252;ren! </strong></p>
<p><strong>Behindernde B&#252;rokratie abbauen, Mut zum Experiment</strong></p>
<p><strong>Die Zeit ideologischer Betonk&#246;pfe sollte endg&#252;ltig vorbei sein, sonst wird die Idee der Selbst&#228;ndigen Schule ein kompletter Rohrkrepierer.<br />
</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://www.youtube.com/v/WPncumXZExo&amp;rel=0&amp;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/WPncumXZExo&amp;rel=0&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/WPncumXZExo&amp;rel=0&amp;fs=1" wmode="transparent" allowfullscreen="true" data="http://www.youtube.com/v/WPncumXZExo&amp;rel=0&amp;fs=1"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://www.youtube.com/v/I8cvKImVadE&amp;rel=0&amp;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/I8cvKImVadE&amp;rel=0&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/I8cvKImVadE&amp;rel=0&amp;fs=1" wmode="transparent" allowfullscreen="true" data="http://www.youtube.com/v/I8cvKImVadE&amp;rel=0&amp;fs=1"></embed></object></p>
<p>&#220;brigens: Heute ist der erste Pr&#252;fungstag im hessischen Landesabitur, traditionell erfolgt die Er&#246;ffnung mit dem Fach Deutsch. Den Abiturgestressten, insbesondere den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern w&#252;nscht der Bildungswirt gute Nerven, kluge Ideen und Erfolg. Verbrauchte Abiturpr&#252;fungen sollten selbstverst&#228;ndlich kostenfrei im Internet ver&#246;ffentlicht werden. Die n&#228;chste Abiturientengeneration steht schon in den Startl&#246;chern und freut sich auf leicht zug&#228;ngliches Lernmaterial. Das k&#246;nnte doch auch in einen Kultusministerium begriffen werden, dazu braucht man nicht einmal Abitur.</p>
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		<title>Kulturpolitischer Ausschuss im hessischen Landtag</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 09:50:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Einladung zur 16. Sitzung des Kulturpolitischen Ausschusses. Im Bildungswirt wurde der Verkauf des Landesabiturs immer wieder aufgegriffen. Man wird sehen, inwieweit die Landesregierung lernf&#228;hig ist und die Zeichen der Zeit versteht. Das Internet mit entsprechender Computertechnologie ist die bedeutendste Revolution der Neuzeit. Warum will man diese Potenziale nicht auf allen Ebenen ausnutzen? Eine gro&#223;z&#252;gige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="PDF - Einladung 16. Sitzung Kulturpolitischen Ausschuss Hessen" href="http://www.landtag.hessen.de/icc/Internet/med/439/43920d62-3d19-b621-14ab-11712184e373,11111111-1111-1111-1111-111111111111.pdf" target="_blank">Einladung </a>zur 16. Sitzung des Kulturpolitischen Ausschusses.</p>
<div id="attachment_1401" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.landtag.hessen.de/icc/Internet/nav/e88/broker.cal?uMen=7b46034b-052a-7911-a7c5-ab64c48b23a9&amp;uCon=22720d62-3d19-b621-14ab-11712184e373&amp;uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-bbbb-000000000008&amp;cal_monthToDisplay=2.2010&amp;cal_startDate=25.2.2010&amp;cal_endDate=25.2.2010"><img class="size-medium wp-image-1401" title="Kulturpolitischer-Ausschuss-Hessen-25-2-2010" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2010/02/Kulturpolitischer-Ausschuss-Hessen-25-2-2010-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" /></a><p class="wp-caption-text">Ank&#252;ndigung Kulturpolitischen Ausschuss 25.2.2010 - anklicken</p></div>
<p style="text-align: center;"><a href="http://starweb.hessen.de/cache/DRS/18/7/01047.pdf"><img class="aligncenter size-full wp-image-1404" title="Punkt2-Kulturpolitischer-Ausschuss-Verkauf-Rechte-Landesabitur-25-2-2010" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2010/02/Punkt2-Kulturpolitischer-Ausschuss-Verkauf-Rechte-Landesabitur-25-2-2010.jpg" alt="Gro&#223;e Anfrage  der Fraktion DIE LINKE  betreffend Verkauf der Rechte am Landesabitur " width="420" height="157" /></a></p>
<p>Im <a title="Bildungswirt: Verkauftes Abitur in Hesse" href="http://www.bildungswirt.de/category/abitur/verkauftes-abitur-in-hessen/" target="_blank">Bildungswirt </a>wurde der Verkauf des Landesabiturs immer wieder aufgegriffen.</p>
<p>Man wird sehen, inwieweit die Landesregierung lernf&#228;hig ist und die Zeichen der Zeit versteht. Das Internet mit entsprechender Computertechnologie ist die bedeutendste Revolution der Neuzeit. Warum will man diese Potenziale nicht auf allen Ebenen ausnutzen? Eine gro&#223;z&#252;gige Ver&#246;ffentlichung von Lernmaterialien &#8211; selbstverst&#228;ndlich auch von allen verbrauchten Pr&#252;fungen &#8211; geh&#246;rt zum Mindesstandard der Unterst&#252;tzung von Bildungsanstrengungen.</p>
<p>Im Kulturpolitischen Ausschuss werden die Positionen der f&#252;nf Lantagsparteien deutlich werden.</p>
<p>&#220;brigens: Was sagen eigentlich die Lehrerverb&#228;nde und Elternvereine in der Sache?</p>
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		<title>Kostenlos versus Copyright</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 12:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[oder: Welche Regeln braucht der Marktplatz Internet?” Die Suchmaschine Google streitet sich mit Autoren und Verlagen. Die Schriftsteller werfen dem Unternehmen vor, B&#252;cher ohne Erlaubnis f&#252;rs Internet zu digitalisieren. Die Verleger verlangen einen fairen Anteil an den Werbeerl&#246;sen von Suchmaschinen, Portalen und Dienste-Anbietern. Aber auch untereinander streiten Autoren und Verlage &#252;ber die Zweitverwertung von Texten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>oder: Welche Regeln braucht der Marktplatz Internet?”</strong><br />
Die Suchmaschine Google streitet sich mit Autoren und Verlagen. Die Schriftsteller werfen dem Unternehmen vor, B&#252;cher ohne Erlaubnis f&#252;rs Internet zu digitalisieren. Die Verleger verlangen einen fairen Anteil an den Werbeerl&#246;sen von Suchmaschinen, Portalen und Dienste-Anbietern. Aber auch untereinander streiten Autoren und Verlage &#252;ber die Zweitverwertung von Texten und Fotos.<br />
<strong>Es geht ums Urheberrecht der Kreativen und das Leistungsschutzrecht der Medienwirtschaft.</strong> Und darauf haben private wie kommerzielle Internetgemeinde nur eine Antwort: Altes Denken m&#252;sse man nicht noch gesetzlich sch&#252;tzen. Und die Verlage kontern, da habe sich ein Kartell im Internet gebildet.<br />
Dar&#252;ber diskutierten aktuell im <a href="http://www.podcast.de/episode/1416100/Kostenlos_versus_copyright_-_welche_Regeln_braucht_der_Marktplatz_Internet">“Wortwechsel”:</a><br />
Konstantin Neven DuMont, Vorstand der Unternehmensgruppe M. DuMont-Schauberg;<br />
Michael Konken, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes;<br />
Thomas Mosch, Gesch&#228;ftsleitung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien;<br />
Jens Seipenbusch, Vorstandsvorsitzender der Piratenpartei Deutschland</p>
<p><strong>Zuh&#246;ren und selbst denken sind heute erstauliche Kompetenzen, die es zu f&#246;rdern gilt.</strong><br />
Weitere Hintergrundmaterialien zur Kontroverse um den &#8220;Heidelberger Appell&#8221; finden sich<a href="http://infobib.de/blog/2009/03/25/materialsammlung-rund-um-den-heidelberger-appell/ http://www.perlentaucher.de/artikel/5347.html"> hier</a></p>
<p><strong>Kostenfreie Ver&#246;ffentlichung von verbrauchten Abiturpr&#252;fungen</strong> w&#228;re hierzu eine untergeordnete Debatte. <a href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/abitur-verkauft-9-nachlese-und-die-copyrightfrage/">Die Copyrightfrage</a> ist weitgehend gel&#246;st. Kostenlos und doch Akzeptanz des Copyrights &#8211; einfach kreativ zusammendenken und handeln.</p>
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		<title>Die FDP hat alle Chancen &#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 16:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verkehrte Welt im hessischen Landtag oder Kultusministerium? Teil 3 oder: Was hei&#223;t im „Abiturstreit“, Vernunft auf der H&#246;he der Zeit aktiv zu gestalten? Was ist Sinn der Schule? Um was geht es bei den ganzen „komplexen Schul&#252;bungen“ inklusive aller Pr&#252;fungen? Es geht um die Zukunft unserer Jugend, um deren F&#228;higkeiten, Wissen und Lernmotivation, um deren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verkehrte Welt im hessischen Landtag oder Kultusministerium? Teil 3</p>
<p><strong>oder: Was hei&#223;t im „Abiturstreit“, Vernunft auf der H&#246;he der Zeit aktiv zu gestalten?</strong></p>
<p>Was ist Sinn der Schule? Um was geht es bei den ganzen „komplexen Schul&#252;bungen“ inklusive aller Pr&#252;fungen? Es geht um die Zukunft unserer Jugend, um deren F&#228;higkeiten, Wissen und Lernmotivation, um deren Chancen einer optimalen Pers&#246;nlichkeitsentwicklung, um deren aktive Teilhabe am &#246;ffentlichen Leben, um deren Engagement f&#252;r eine streitbare Demokratie. Alle anderen Belange sind hier unterzuordnen. Auch die Lehrerinnen und Lehrer, auch die Beamten der Schulverwaltung haben nur deshalb ihre Jobs, stehen in „Amt und W&#252;rden“,  weil es diese Kinder und Jugendlichen gibt und nicht umgekehrt. Das wird allzu gern vergessen.</p>
<p>Die gro&#223;z&#252;gige Ver&#246;ffentlichung von Unterrichtsmaterialien (verbrauchte Landespr&#252;fungen sind ein Teil davon!) soll dazu dienen, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zur selbst&#228;ndigen Nutzung dieser Angebote anzuregen. Lernprozesse sind immer individuell und setzen die Bereitschaft des Lernenden voraus. Umgekehrt muss die Schulverwaltung alles daran setzen, diese Prozesse der Selbstorganisation und Motivation zu f&#246;rdern. <strong>Eine Ver&#246;ffentlichungspraxis von Landespr&#252;fungen im Internet – kostenfrei und f&#252;r jedermann zug&#228;nglich – ist hier auf der H&#246;he der Zeit. </strong>Auch die interessierte &#214;ffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, was denn in den Schulen konkret vor sich geht, wie z.B. Landespr&#252;fungen aussehen.</p>
<p><strong>Wer ber&#228;t die Kultusministerin in diesen Fragen?</strong><br />
Bisweilen hat man den Eindruck, dass eine konfuse „Beratung“ durch ein CDU-dominiertes Ministerium stattfindet. Oder spielt die SPD noch eine Nebenrolle? Mit den Ideen &#8211;  Freiheit, Wettbewerb unter fairen Bedingungen, F&#246;rderung von Selbst&#228;ndigkeit, Aufbruch in die eigenverantwortliche Schule &#8211; alles politischer Wille der FDP &#8211;  hat das bisher wenig zu tun. „<a title="FAZ" href="http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&amp;dox={25691BAC-EDB4-4F1D-AD2E-645E17A0B318}&amp;rub={5785324E-F294-4035-9B02-AF69CB1BB8CC}" target="_blank">Neid und Diffamierung</a>“ schlugen der Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) in den ersten 2 bis 3 Monaten im neuen <a title="FAZ" href="http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&amp;dox={A3C37240-B04F-17C0-AA38-C1B520588127}&amp;rub={594835B6-7271-4A1D-B1A1-21534F010EE1}" target="_blank">Amt </a>entgegen. „<a title="FAZ" href="http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&amp;dox={4E6E53C6-881D-E221-61F4-C1011114163E}&amp;rub={3DFC0DAB-C566-4C30-AC70-700DD10A965D}" target="_blank">Die Politikerin &#228;rgert sich &#252;ber mangelnde Unterst&#252;tzung in dem bisher ausschlie&#223;lich von SPD- und CDU-Politikern gef&#252;hrten Ministerium.</a>“ (FAZ, 25.04.2009) Jetzt aber schl&#228;gt die Stunde der FDP; sie k&#246;nnte ein eigenes Profil entfalten.</p>
<div id="attachment_1315" class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1315" title="HKM-Blog-Zukunft-2010" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/11/HKM-Blog-Zukunft-2010.png" alt="Sch&#246;n war´s!" width="500" height="579" /><p class="wp-caption-text">Sch&#246;n war´s!</p></div>
<p><strong>Was w&#228;re der Ministerin zu raten?</strong><br />
Am besten, Dorothea Henzler er&#246;ffnete selbst  einen fortschrittlichen <strong>„Abi-Blog“</strong> mit allen Aufgaben, Materialien und  L&#246;sungen. Dazu Lernangebote auf dem neusten Stand in ansprechender Pr&#228;sentation, Service-Hotline, regelm&#228;&#223;ige Infobriefe an Schulen, Eltern, Sch&#252;ler, Pers&#246;nliches als freie Demokratin an die engagierte Internet begeisterte Jugend etc. <strong> </strong></p>
<p><strong>Dorothea Henzler als erste Kultusministerin in Deutschland mit eigenem Blog! Das w&#228;re eine FDP-Antwort, die Zeichen setzen w&#252;rde.</strong> Sch&#252;ler, Lehrer, Eltern und Medien w&#252;rden es ihr danken.<br />
Wie sagte so sch&#246;n Blogger Fuchs: „Frau Henzler &#252;bernehmen Sie: Geben Sie die Aufgaben frei.“</p>
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		<title>Verkehrte Welt im hessischen Landtag oder Kultusministerium? Teil 2</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 15:26:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[oder der m&#252;&#223;ige Streit um die verbrauchten Abiturpr&#252;fungsaufgaben In Teil 1 wurde der aktuelle Streit zum Verkauf des Landesabiturs in seiner bildungspolitischen und historischen Dimension n&#228;her beleuchtet. 2008 hatten die Gr&#252;nen eine kleine Anfrage, 2009 die Linken eine Gro&#223;e Anfrage im Landtag eingebracht. Dazu wurden die ersten Antworten der Landesregierung (Sept. 2009) auf ihre Angemessenheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>oder der m&#252;&#223;ige Streit um die verbrauchten Abiturpr&#252;fungsaufgaben</strong></p>
<p><em>In <a title="1. Teil" href="http://www.bildungswirt.de/2009/10/28/verkehrte-welt-im-hessischen-landtag-oder-kultusministerium-teil-1/">Teil 1</a> wurde der aktuelle Streit zum Verkauf des Landesabiturs in seiner bildungspolitischen und historischen Dimension n&#228;her beleuchtet. 2008 hatten die <a title="Gr&#252;nen eine kleine Anfrage, 2009" href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/01/abitur-verkauft-8-nachlese/">Gr&#252;nen eine kleine Anfrage,</a> 2009 die <a title="Linken eine Gro&#223;e Anfrage im Landtag" href="http://www.bildungswirt.de/2009/05/08/abitur-verkauft-10-grose-anfrage-der-linken/">Linken eine Gro&#223;e Anfrage im Landtag</a> eingebracht. Dazu wurden die ersten Antworten der Landesregierung (Sept. 2009) auf ihre Angemessenheit hin  kommentiert. In Teil 2 wird diese notwendige, analytisch sensible Arbeit fortgesetzt. Detaildarstellungen und Kommentierungen sind hier immer wieder sinnvoll:</em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1304" class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><em> </em><em><a href="http://www.pixelio.de"><img class="size-full wp-image-1304" title="Esel" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/10/297334_R_by_mad-max_pixelio-500.jpg" alt="© mad-max / PIXELIO" width="500" height="483" /></a></em><p class="wp-caption-text">© mad-max / PIXELIO</p></div>
<blockquote><p>Frage 14. Wie beurteilt und bewertet die Landesregierung rechtlich den im Artikel &#8220;<a title="Abitur verkauft - 9. Nachlese und die Copyrightfrage" href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/abitur-verkauft-9-nachlese-und-die-copyrightfrage/">Abitur verkauft &#8211; 9. Nachlese und die Copyrightfrage</a>&#8221; unter Punkt 2 dargestellten Sachverhalt (bitte mit Begr&#252;ndung)?<br />
&#8220;Bei der Dokumentation von Pr&#252;fungen ist zu unterscheiden in; a) Aufgabenstellungen, b) Material, also Texte, Bilder, Grafiken und c) L&#246;sungen, Hinweise, Bewertungsma&#223;st&#228;be. F&#252;r a) und c) gibt es kein Copyright, da Aufgaben und L&#246;sungen von Lehrerinnen und Lehrern im hessischen Schuldienst erstellt und in der Regel durch Deputatstunden (Unterrichtsentlastung) verg&#252;tet wurden. A) und c) k&#246;nnten f&#252;r alle F&#228;cher kostenfrei und problemlos im Internet zur Verf&#252;gung gestellt werden. Der Sch&#252;ler hat zeit- und ortsungebunden ein Recht darauf, zu erfahren, was von ihm im ‚&#246;ffentlichen Pr&#252;fungsakt’ verlangt wird.&#8221;</p>
<p>Antwort 14: „Die Rechte an den isolierten Aufgabenstellungen und den von Landesbediensteten erstellten L&#246;sungshinweisen liegen beim Land Hessen und k&#246;nnen insoweit ohne Verletzung fremder Urheberrechte zug&#228;nglich gemacht werden.“</p></blockquote>
<p><strong>Gro&#223;e Einigkeit: Die Ministerin stimmt zu, dass das Land Hessen hier frei entscheiden, sprich alles im Internet kostenfrei ver&#246;ffentlichen k&#246;nnte. Dann kommt der „Haken“.</strong></p>
<blockquote><p>Antwort 14: „Dies betrifft jedoch lediglich Pr&#252;fungsarbeiten, die ohne jeden Bezug auf Texte oder sonstige Materialen, an denen Rechte Dritter bestehen, gestellt wurden. Der weit &#252;berwiegende Anteil von Pr&#252;fungsaufgaben beinhaltet jedoch fremde Texte oder sonstige Materialien, auf die sich die Fragen<br />
bzw. Aufgabenstellungen beziehen. Eine Ver&#246;ffentlichung der Aufgabenstellung ohne Materialien und lediglich mit L&#246;sungshinweisen w&#252;rde ein unvollst&#228;ndiges und verf&#228;lschtes Bild der Pr&#252;fungsaufgaben abgeben und w&#228;re damit zur Vorbereitung auf das Landesabitur nicht geeignet.“</p></blockquote>
<p><strong>Leider falsch oder sagen wir besser:  l&#252;ckenhaft von „Beratern“ informiert worden. Es gibt nur ganz selten „isolierte Aufgabenstellungen“. Aufgabenstellungen beziehen sich i.d.R. auf Material/Texte, die  wiederum frei sind oder mit geringem Aufwand frei gegeben werden k&#246;nnen. Eine Ver&#246;ffentlichung ohne Materialien steht deshalb gar nicht zur Diskussion.</strong></p>
<blockquote><p>Frage 15. Wie beurteilt und bewertet die Landesregierung rechtlich den im Artikel &#8220;<a title="Abitur verkauft - 9. Nachlese und die Copyrightfrage" href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/abitur-verkauft-9-nachlese-und-die-copyrightfrage/">Abitur verkauft &#8211; 9. Nachlese und die Copyrightfrage</a>&#8221; unter Punkt 3 dargestellten Sachverhalt  (bitte mit Begr&#252;ndung)?  &#8220;Kommen wir zum heiklen Punkt: b) Material. Hier gilt es zu unterscheiden  zwischen kostenfreiem und in der Regel frei verwendbarem Material einerseits und  kostenpflichtigem und zustimmungsabh&#228;ngigem Material andererseits. Diese Copyright- Pr&#252;fung kann durch alle F&#228;cher ohne gro&#223;en Arbeitsaufwand durchgef&#252;hrt  werden, vorzugsweise bei den 12 genannten F&#228;chern (1. und 2. Staffel). Exemplarisch  will ich das an einigen F&#228;chern zeigen. Der Grundsatz gilt: Alle Texte, die  &#228;lter als 70 Jahre sind, k&#246;nnen von jedermann frei verwendet werden, unterliegen  also keinem Copyright! Aus der vorgeschriebenen Leseliste im Fach Deutsch folgt,  dass fast alle Texte copyrightfrei sind, z.B. Goethe, Schiller, Fontane, B&#252;chner…<br />
Analog gilt das f&#252;r Texte in Geschichte und Latein zu 95%. Besondere Schlauberger  kommen allerdings auf die ‚Gesch&#228;ftsidee’ zu sagen: Ja, die Texte sind copyrightfrei, aber nicht mein Layout. Dann nimmt man eben den Text, bastelt sich in  10 Minuten sein eigenes Layout und schon ist das Problem gel&#246;st. In den F&#228;chern Mathematik, Chemie und Physik ist das Copyright marginal. Fast alles ist von den  Lehrerinnen und Lehrern selbst erstellt, z.B. Formeln, Symbolketten, einfache Grafiken, Versuchsbeschreibungen. Zus&#228;tzlich gibt es &#8211; wie jetzt schon &#252;blich &#8211;  netzver&#246;ffentlichte Handreichungen.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>Antwort15: Es trifft zu, dass <a title="Gesetze im Internet" href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__64.html">Urheberrechte nach § 64</a> Urheberrechtsgesetz siebzig Jahre  nach dem Tod des Urhebers erl&#246;schen. Dass dies &#8211; wie in dem zitierten Internetartikel beschrieben &#8211; f&#252;r &#8220;fast alle Texte&#8221; in den Abiturpr&#252;fungsarbeiten  im Fach Deutsch und Latein zutreffen soll, sodass diese keinerlei<br />
Einschr&#228;nkungen durch Rechte Dritter unterliegen, ist jedoch nicht zutreffend.  Dies trifft f&#252;r alle weiteren mehr als 40 F&#228;cher im Landesabitur zu.</p></blockquote>
<p><strong>„Es trifft zu …“ – genau, so sehen wir das auch. Leider fehlt hier im Weiteren von der Landesregierung ein nachvollziehbares Argument. Zu Deutsch und Copyright siehe oben in der Frage. Die Regierung hat dem nichts entgegenzusetzen. Goethe, Schiller, Fontane, B&#252;chner…gr&#252;&#223;en copyrightfrei. Ansonsten empfehle ich Seneca, Plinius oder Cicero lesen – ca. 2000 Jahre  alte Texte, copyrightfrei, einfach immer wieder erhellend, f&#252;r jedermann verf&#252;gbar.</strong></p>
<blockquote><p>Antwort 15: „Die vorgeschlagene Copyright-Pr&#252;fung w&#252;rde einen erheblichen Aufwand  erfordern, indem die Quellen und Texte der unterschiedlichen Aufgabenvorschl&#228;ge f&#252;r jedes Fach einzeln urheberrechtlich gepr&#252;ft werden m&#252;ssten. Der  damit verbundene Aufwand steht in keiner vern&#252;nftigen Relation im Vergleich  zu der derzeit gew&#228;hlten Bereitstellung von Aufgaben an den Schulen.“</p></blockquote>
<p><strong>Leider auch falsch. L&#246;sungen hatten wir schon vor &#252;ber 1 Jahr angeboten: pragmatisch, schnell, kosteng&#252;nstig. Von „erheblichem Aufwand“ kann keine Rede sein. Und zur sog.  „vern&#252;nftige Relation“ – einfach praxisfremd, vgl. Kommentar zu Antwort 9, Teil 1.</strong></p>
<blockquote><p>Frage 16. Wie beurteilt und bewertet die Landesregierung rechtlich den im Artikel &#8220;Abitur  verkauft &#8211; 9. Nachlese und die Copyrightfrage&#8221; unter Punkt 4 dargestellten Sachverhalt  (bitte mit Begr&#252;ndung)?  &#8220;Kommen wir zum verbleibenden kleinen Kern des kostenpflichtigen Problems.  Autoren und Verlage werden in Bezug auf das Copyright verzerrt wahrgenommen  und falsch eingesch&#228;tzt. Autoren und Verlage haben kein Interesse an Konflikten  mit staatlichen Institutionen. Sie haben Interesse an Kooperation, an Werbung f&#252;r  den eigenen Namen und ihre Produkte und selbstverst&#228;ndlich immer an Gesch&#228;ften.  Schulbuchverlage erf&#252;llen eine wichtige Unterst&#252;tzungs- und Begleitfunktion  f&#252;r Unterricht, sind hoch kooperativ, flexibel und gespr&#228;chsbereit. Die Autoren  sind in der gro&#223;en Mehrheit selbst Lehrerinnen und Lehrer im Schuldienst und  Hochschuldienst (oder Pension&#228;re). Ein geschicktes staatliches Management bindet  sie in l&#228;ngerfristige Entscheidungen ein und sorgt f&#252;r eine Win-Win-Situation. Oft  erh&#228;lt man kostenfrei (oder f&#252;r einen kleinen symbolischen Obolus) Abdruckrechte  f&#252;r Texte, Bilder, Grafiken, wenn selbstverst&#228;ndlich die Quelle und &#8220;mit freundlicher  Genehmigung des XY-Verlages&#8221; genannt wird. Schulbuchverlage haben ein  hohes Interesse daran, dass ihre Produkte an den Schulen vor Ort im Gespr&#228;ch sind und auch immer wieder bestellt werden. Grunds&#228;tzlich gilt die gleiche Einsch&#228;tzung  zu kooperativem Verhalten auch bei gro&#223;en Medien wie zum Beispiel der FAZ, der FR, der ZEIT oder dem HR, wenn z.B. auf aktuelle Berichterstattung  zur&#252;ckgegriffen wird. Die Abdruckrechte f&#252;r &#8220;typische Zeitungsartikel&#8221; zu erhalten, eingesetzt z.B. im Fach Politik und Wirtschaft, ist wirklich kein ernsthaftes Problem. Zudem gibt es die M&#246;glichkeit, &#252;ber eine geringf&#252;gige, einmalige Jahreszahlung pauschal Abdruckrechte f&#252;r &#8220;aktuelle Berichterstattungen&#8221; und die Verwendung zum Abiturzweck zu erhalten. Flexible Amtsjuristen k&#246;nnten mit der VG-Wort Vertr&#228;ge/Pauschalen &#252;ber die Nutzungsrechte aushandeln, zumal die  Textl&#228;nge im Abitur in der Regel nicht 900 Worte &#252;bersteigen darf. Auf Einzelnachweise wird dann im Vorfeld verzichtet; nach dem Abitur kann Bilanz gezogen  werden. Insgesamt d&#252;rften sich die Zusatzkosten f&#252;r Dokumentation und Pr&#228;sentation auf nicht mehr als 1% (ein Prozent!) der &#246;ffentlichen Gesamtkosten belaufen.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>Antwort16: Der Abschnitt aus dem zitierten Artikel beruht auf Mutma&#223;ungen, die einer  rechtlichen Bewertung nicht zug&#228;nglich sind. Es ist nicht richtig, dass die Autoren der gesch&#252;tzten Fremdtexte selbst &#8220;Lehrerinnen und Lehrer im  Schuldienst oder Hochschuldienst (oder Pension&#228;re)&#8221; sind, sodass es ohne<br />
Weiteres m&#246;glich sei, &#8220;kostenfrei (oder f&#252;r einen kleinen symbolischen Obolus)&#8221;  die erforderlichen Rechte f&#252;r Ver&#246;ffentlichungen zu erhalten. Das Spektrum der Materialien ergibt sich aus den unterschiedlichsten Quellen (Zeitschriften,  Zeitungen, Fach- und Lehrb&#252;cher aus dem Schul- und Hochschulbereich<br />
u.a.), sodass f&#252;r jede einzelne Quelle die Rechte gepr&#252;ft und ggf. die  Genehmigung eingeholt werden m&#252;sste. Der damit verbundene personelle und finanzielle Aufwand steht in keiner vern&#252;nftigen Relation im Vergleich zu der  derzeit gew&#228;hlten kostenfreien Bereitstellung von Aufgaben.</p></blockquote>
<p><strong>„Der Abschnitt aus dem zitierten Artikel beruht auf Mutma&#223;ungen, die einer rechtlichen Bewertung nicht zug&#228;nglich sind.“ Bitte keine Ablenkungsman&#246;ver. Es geht nicht um „Mutma&#223;ungen“, sondern um reichlich praxisnahe Erfahrungen, wie man Probleme l&#246;st. Will die Landesregierung etwa behaupten, dass die erfahrungsbezogene Einsch&#228;tzung des Bildungswirts aus der Luft gegriffen sei: „Autoren und Verlage haben kein Interesse an Konflikten mit staatlichen Institutionen. Sie haben Interesse an Kooperation, an Werbung f&#252;r den eigenen Namen und ihre Produkte und selbstverst&#228;ndlich immer an Gesch&#228;ften. Schulbuchverlage erf&#252;llen eine wichtige Unterst&#252;tzungs- und Begleitfunktion f&#252;r Unterricht, sind hoch kooperativ, flexibel und gespr&#228;chsbereit.“??<br />
Welche eigenen „Mutma&#223;ungen“ stellt die Landesregierung dann an? „Das Spektrum der Materialien ergibt sich aus den unterschiedlichsten Quellen …“ – das bestreitet niemand, denn es entspricht der Aussage des Bildungswirts. Falsch ist jedoch, dass man die Genehmigung f&#252;r jedes einzelne Material bei immer neuen Eigent&#252;mern einholen muss. Ein Beispiel: Allein mit Materialien von Suhrkamp und Cornelsen (enge Verlagspartnerschaft) k&#246;nnte man gro&#223;e Teile des Landesabiturs abdecken. Aber keine Angst: Die Verlage &#246;ffnen gern ihre Pforten; „Autoren und Verlage haben kein Interesse an Konflikten mit staatlichen Institutionen.“ Vgl. ausf&#252;hrlich die Aussagen in Frage 16. „Win-win-Situationen“ sollte man nicht unbedacht verspielen.</strong></p>
<blockquote><p>Frage 17. Wie beurteilt und bewertet die Landesregierung rechtlich den im Artikel &#8220;<a title="Abitur verkauft - 9. Nachlese und die Copyrightfrage" href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/abitur-verkauft-9-nachlese-und-die-copyrightfrage/">Abitur verkauft &#8211; 9. Nachlese und die Copyrightfrage</a>&#8221; unter Punkt 7 dargestellten Sachverhalt  (bitte mit Begr&#252;ndung)?  &#8220;Das Ministerium vertritt in diesem Fall einen seltsam verengten Begriff von  &#214;ffentlichkeit bzw. von &#8220;&#246;ffentlichem Zugriff&#8221;. Dem gegen&#252;ber muss betont werden,  dass eine schul- und bildungspolitische &#214;ffentlichkeit aus Sch&#252;lern, Lehrern,  Eltern, lokalen Schultr&#228;gern, universit&#228;rer Fach&#246;ffentlichkeit und den Medien besteht.  Mit zwei CDs pro betroffener Schule (oder eine CD f&#252;r einen besonders privilegierten  Journalisten) kann das nicht geleistet werden. Das angemessene Medium  ist das Internet.&#8221;<br />
Antwort 17: „Auf die Antwort zu Frage 1 wird verwiesen.“</p></blockquote>
<p><strong>Wie bitte? Denkfehler im System oder einfach plumpe Verweigerung? Die Antwort zu  Frage 1 passt nicht zur Frage 17. Die &#214;ffentlichkeit wird ausgeschlossen.</strong></p>
<blockquote><p>Frage 20. Wie plant die Landesregierung zu gew&#228;hrleisten, dass zuk&#252;nftig jede hessische  Sch&#252;lerin und jeder hessischer Sch&#252;ler verbindlich in Besitz der notwendigen Pr&#252;fungs- und &#220;bungsaufgaben kommt, was laut zahlreichen Sch&#252;lerhinweisen aktuell  nicht der Fall ist?<br />
Antwort 20: „Auf die Antwort zu Frage 9 wird verwiesen.“</p></blockquote>
<p><strong>Verweigerungshaltung ist auch eine Antwort. Sie tr&#228;gt jedoch nicht lange.</strong></p>
<blockquote><p>Frage 21. Wie bewertet die Landesregierung in Anbetracht der Kosten-Nutzen-Relation  (Nutzen: ca. 10.000 Euro &#246;ffentliche Mehreinnahmen bisher; Kosten: aufgrund von Kopiernotwendigkeiten gestiegene Personal- und Sachkosten, Landesabitur ist  nicht mehr frei zug&#228;nglich und somit sozial selektiver geworden, Sch&#252;ler m&#252;ssen Geld f&#252;r gute Abiturvorbereitung ausgeben, den Steuerzahlern ist j&#228;hrlich ein  &#8220;Schaden&#8221; bzw. &#8220;Verlust&#8221; in H&#246;he von 2 bis 2,5 Millionen Euro entstanden) die Entscheidung zur Ver&#228;u&#223;erung des Landesabiturs und ist sie bereit, diese binnen  welcher Frist zu revidieren?</p>
<p>Antwort 21: Die Abituraufgaben stehen Lehrkr&#228;ften sowie Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern an hessischen Schulen kostenfrei zur Verf&#252;gung. Dieses Verfahren stellt auch aus Sicht der Landesregierung das gegenw&#228;rtig g&#252;nstigste Verfahren dar.  Deshalb ist derzeit nicht daran gedacht, dieses Verfahren zu modifizieren.</p></blockquote>
<p><em>(Die Antwort der Landesregierung wurde von Kultusministerin Dorothea Henzler  am 20.08.2009 unterschrieben und am 08.September 2009 im <a title="Anfrage der Linken (pdf) 2009" href="http://starweb.hessen.de/starweb/LIS/servlet.starweb?path=LIS/PdPi_FLMore18.web&amp;search=WP%3d18+and+R%3d603&amp;search2=20090406131521">Landtagsinformationssystem</a> ver&#246;ffentlicht ) </em></p>
<p><strong>Die unendliche Geschichte kann man nur beenden, wenn man das Buch zuklappt und ein neues Spiel beginnt.  Eine freie Demokratin kann den freien Zugang zu Aufgaben, Materialien und L&#246;sungen gew&#228;hrleisten und damit Transparenz und „Bildung als B&#252;rgerrecht“ herstellen.</strong></p>
<p>(Jeder Kritiker sollte selbstverst&#228;ndlich auch bereit sein, konstruktive und effiziente L&#246;sungen anzubieten. Neben den zahlreichen Angeboten der Probleml&#246;sung , besch&#228;ftigt sich Teil 3  genau mit dieser Aufgabe: Was hei&#223;t im „Abiturstreit“, Vernunft auf der H&#246;he der Zeit aktiv zu gestalten? Erscheint in K&#252;rze.)</p>
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		<title>&#8220;Frau Kultusministerin Henzler, geben Sie die Aufgaben frei&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 21:12:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hier der Gastbeitrag von Blogger Fuchs liebe VOLKSVERTRETER des landes hessen in wiesbaden, nie war es so leicht positive schlagzeilen zu produzieren und (alle) menschen gl&#252;cklich zu machen. GEBT DIE AUFGABEN FREI!!!! die sch&#252;lerinnen und sch&#252;ler haben genug mit dem &#228;lterwerden, erstem liebesgl&#252;ck und -entt&#228;uschung, selbstbehauptung und selbstentwicklung, schlechten lehrern und sinnfreien lehrpl&#228;nen, pr&#252;fungsstress, etc. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><em>Hier der Gastbeitrag von Blogger Fuchs</em></span></p>
<p><strong>liebe VOLKSVERTRETER des landes hessen in wiesbaden,</strong></p>
<p>nie war es so leicht positive schlagzeilen zu produzieren und (alle) menschen gl&#252;cklich zu machen. GEBT DIE AUFGABEN FREI!!!! die sch&#252;lerinnen und sch&#252;ler haben genug mit dem &#228;lterwerden, erstem liebesgl&#252;ck und -entt&#228;uschung, selbstbehauptung und selbstentwicklung, schlechten lehrern und sinnfreien lehrpl&#228;nen, pr&#252;fungsstress, etc. zu tun, da brauchen sie keine zus&#228;tzlichen und doch so leicht vermeidbaren administrativen h&#252;rden. GEBT DIE AUFGABEN FREI!!!! es geh&#246;rt zu den gro&#223;en st&#228;rken des menschen, dass er vergeben kann. und auch den abitur-fauxpas wird man vergeben und vergessen, vielleicht sp&#228;ter sogar mal dar&#252;ber lachen. also nur mut: GEBT DIE AUFGABEN FREI!!!!!!</p>
<p>und falls es irgendjemand doch noch nicht verstanden hat:<br />
- die (erstellung der) abituraufgaben werden ohne kommerzielles interesse durch &#214;FFENTLICHE MITTEL finanziert.<br />
- die aufgaben sollen JEDEM zug&#228;nglich sein<br />
- das internet ist DAS medium der gegenwart und zukunft und besitzt faktisch keinerlei zugangsbeschr&#228;nkungen (24/7 ONLINE)<br />
- es gibt keine trifftigen gr&#252;nde die aufgaben nicht ins netz zu stellen (nur abwehrreflexe oder verz&#246;gerungstaktiken)</p>
<p>ALSO MACHT ES EUCH UND UNS LEICHT: GEBT DIE AUFGABEN ENDLICH FREI!!!!!!!!</p>
<p>es gibt nichts gutes, au&#223;er man tut es.<br />
was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.</p>
<p>hessen sollte diese chance, den anspruch “bildungsland nr.1″ zu sein, nicht leichtfertig vers&#228;umen. viel gutes kam seit der landtagswahl noch nicht aus dem hkm.</p>
<p><strong>frau henzler, &#252;bernehmen sie!!!!</strong></p>
<p><strong>GEBEN SIE DIE AUFGABEN FREI!!!!</strong></p>
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		<item>
		<title>Verkehrte Welt im hessischen Landtag oder Kultusministerium? Teil 1</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 17:26:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[oder der m&#252;&#223;ige Streit um die verbrauchten Abiturpr&#252;fungsaufgaben „Kostenfreier Zugang zu allen zentralen Pr&#252;fungsaufgaben (mit L&#246;sungshinweisen!) via Internet“ ist immer noch die unerf&#252;llte Forderung f&#252;r die gymnasiale Oberstufe genauso wie f&#252;r den Haupt- und Realschulbereich. Der aktuelle Streit in Hessen um die sinnvolle Verwendung von verbrauchten Abitur-Pr&#252;fungsaufgaben zeigt sich in neuem Licht. Er hat bundespolitische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>oder der m&#252;&#223;ige Streit um die verbrauchten Abiturpr&#252;fungsaufgaben</strong></p>
<p><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-1276" title="Kostenfreier-Zugang-zu-Abituraufgaben" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/10/Kopie-Kuh-Kostenfreier-Zugang-zu-Abituraufgaben-1.jpg" alt="Kostenfreier-Zugang-zu-Abituraufgaben" width="400" height="299" /></strong></p>
<p><strong>„Kostenfreier Zugang zu allen zentralen Pr&#252;fungsaufgaben (mit L&#246;sungshinweisen!) via Internet“ ist immer noch die unerf&#252;llte Forderung f&#252;r  die gymnasiale Oberstufe genauso wie f&#252;r den Haupt- und Realschulbereich. Der aktuelle Streit in Hessen um die sinnvolle Verwendung von verbrauchten Abitur-Pr&#252;fungsaufgaben zeigt sich in neuem Licht.</strong><strong> Er hat bundespolitische Bedeutung, da bisher in keinem anderen Bundesland eine vern&#252;nftige Gesamtregelung vorliegt.</strong></p>
<p><strong>Die Linken haben sich in ihrer <a title="Parlamentsdatenbank - Hessen" href="http://starweb.hessen.de/starweb/LIS/servlet.starweb?path=LIS/PdPi_FLMore18.web&amp;search=WP%3d18+and+R%3d603&amp;search2=20090406131521" target="_blank">Gro&#223;en Anfrage vom 07. April 2009</a> in der Sache verst&#228;rkt auf vielf&#228;ltige Darlegungen des Bildungswirts gest&#252;tzt, bis hin zur &#220;bernahme ganzer Textteile in die offiziellen 22 Fragen  an die Landesregierung. </strong><br />
Die Linken hatten vorher h&#246;flich gefragt. Man sollte wissen, dass auch allen anderen Landtagsfraktionen umfangreiche Infos und Einsch&#228;tzungen aus Blog-Beitr&#228;gen und Artikeln zur Verf&#252;gung gestellt wurden und entsprechend kommuniziert wurde (nur die CDU &#228;u&#223;erte sich nicht).<br />
Seit dem 08. September 2009 sind die 22 Antworten der Landesregierung, nach 154 Tagen Bearbeitungszeit, im Landtagsinformationssystem ver&#246;ffentlicht.<br />
H&#246;chstwahrscheinlich wird der Streit auf der n&#228;chsten <a title="Plenum Online - Hessischer Landtag" href="http://starweb.hessen.de/starweb/LIS/Plenumonline.htm" target="_blank">Plenarsitzung </a>des Landtags, 17. bis 19. November 2009, verhandelt. Differenzierter Sachverstand und Fingerspitzengef&#252;hl im Interesse der Jugend  wird allen f&#252;nf Parteien und ihren Volksvertretern unterstellt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">In der Gro&#223;en Landtagsanfrage der Fraktion Die Linke betreffend Verkauf der Rechte am Landesabitur (Drucksache 18/338) hei&#223;t es zur Genese des Konflikts in der Vorbemerkung der Fragestellerin:<br />
<em>„Im Oktober 2008 hatte sich die Fraktion von B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN mit einer  Kleinen Anfrage betreffend die Zug&#228;nglichkeit zu zentralen Pr&#252;fungsaufgaben (Drucksache 17/522) an die Landesregierung gewandt. Die Antworten derselben  liegen inzwischen vor, sind jedoch zum einen reichlich unbefriedigend und zeugen zum anderen von einem naiv-fragw&#252;rdigen Umgang mit der einschl&#228;gigen  Rechtsmaterie.<br />
So behauptet der ehemalige Kultusminister Banzer (CDU) beispielsweise, die Abituraufgaben  k&#246;nnten durch das Ministerium nicht im Internet ver&#246;ffentlicht werden, weil sie Zitate von urheberrechtlich gesch&#252;tzten Werken enthielten, deren allgemeine  Zug&#228;nglichmachung durch § 53 des Gesetzes &#252;ber Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urhebergesetz, UrhG) verboten sei. Deshalb sei die Ver&#246;ffentlichung  aller Pr&#252;fungsaufgaben unm&#246;glich.  Diese Aussage h&#228;lt einer juristischen Pr&#252;fung keineswegs stand und ist bez&#252;glich  ihres Wahrheitsgehaltes als falsch anzusehen.  Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Land Hessen 2 bis 2,5 Millionen Euro pro Jahr f&#252;r die Erstellung zentraler Pr&#252;fungsaufgaben ausgibt, hiernach  jedoch lediglich &#8220;f&#252;r die Bereitstellung der verwendeten Abituraufgaben eines Jahres eine Verwaltungskostenpauschale in H&#246;he von 100 Euro pro Aufgabenset (3  Aufgaben)&#8221; von den entsprechenden Verlagen erh&#228;lt, nicht akzeptabel: Das Land hat aus dem Verkauf eines Wertes in H&#246;he von 2 bis 2,5 Millionen Euro im Jahr  2007 4.400 Euro und im Jahr 2008 5.700 Euro eingenommen &#8211; und diesen somit mit jeweils durchschnittlich rund 99,8 v.H. &#8220;Verlust&#8221; verkauft.“</em></p>
</blockquote>
<p>Pointiert dargelegt wird der bisherige Streit u.a. in folgendem Interview:</p>
<p>Das seltsame Gesch&#228;ft mit den Abituraufgaben &#8211; Der Bildungswirt im <a title="Der Bildungswirt im Lehrerfreund-Interview - 26.11.2008" href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/abituraufgaben-bildungswirt-interview" target="_blank">Lehrerfreund-Interview</a></p>
<div id="attachment_520" class="wp-caption alignleft" style="width: 295px"><a href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/abituraufgaben-bildungswirt-interview"><img class="size-medium wp-image-520 " title="bildungswirt-beim-lehrerfreund-abitur-verkauft-2008" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/11/bildungswirt-beim-lehrerfreund-abitur-verkauft-2008-285x300.png" alt="Der Lehrerfreund berichtet &#252;ber den Bildungswirt" width="285" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der Lehrerfreund berichtet &#252;ber den Bildungswirt</p></div>
<p>Die juristischen Belange wurden im Bildungswirt ausf&#252;hrlich schon vor einem Jahr in Abituraufgaben und die Copyrightfrage er&#246;rtert.</p>
<p>Am 10. November 2008 schrieb der Bildungswirt zur Dokumentation von Pr&#252;fungsaufgaben: „Drei Voraussetzungen / Unterstellungen werden meinerseits getroffen:<br />
1. Dass es um die bestm&#246;gliche Bildung und Ausbildung der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler geht; dies beinhaltet auch eine optimale Pr&#252;fungsvorbereitung und die Bereitstellung der erforderlichen Mittel im &#246;ffentlichen Schulwesen<br />
2. Dass der „zwanglose Zwang des besseren Arguments“ grunds&#228;tzlich gilt, also Lernf&#228;higkeit und Lernbereitschaft im Dialog gegeben sind und gemeinsam um die sinnvollste L&#246;sung gerungen wird<br />
3. Dass das &#246;konomische Prinzip grunds&#228;tzlich gilt, d.h. dass sich einfachere, effizientere und kosteng&#252;nstigere Verfahren gegen&#252;ber umst&#228;ndlicheren und kostenintensiveren durchsetzen.“</p>
<p>aus : <a title="http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/abitur-verkauft-9-nachlese-und-die-copyrightfrage/" href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/abitur-verkauft-9-nachlese-und-die-copyrightfrage/" target="_blank">http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/abitur-verkauft-9-nachlese-und-die-copyrightfrage/</a><br />
Das gilt auch heute noch unver&#228;ndert.</p>
<p>Die 22 Antworten der Landesregierung werden im Folgenden in Ausz&#252;gen bzw. punktuell zusammenfassend dargestellt und hinsichtlich Logik, inhaltlicher Verflechtung und Angemessenheit (Praxisn&#228;he) kommentiert:</p>
<blockquote><p><strong>Antwort 1</strong>: „Die Landesregierung verfolgt mit der Bereitstellung von Aufgaben aus den  schriftlichen Pr&#252;fungen des Abiturs keinerlei kommerzielle Interessen.“<br />
<strong>Antwort 5</strong>: „ Die Erstellung von Abituraufgaben erfolgt in Erf&#252;llung elementarer gesetzlicher  Aufgaben der Schulverwaltung, n&#228;mlich zur Durchf&#252;hrung der landesweiten  Abiturpr&#252;fung in hessischen Schulen im Interesse der Sch&#252;lerinnen  und Sch&#252;ler. Sie dient nicht in erster Linie der Schaffung wirtschaftlicher  Werte, die unter maximaler Gewinnerzielung weiter ver&#228;u&#223;ert werden sollen.“</p></blockquote>
<p>Gro&#223;e Einigkeit, was sonst? Wer f&#252;r 5000 Euro pro Jahr ohne Not Aufgaben verkauft und mindestens zwei Millionen (!) Euro f&#252;r die Erstellung ausgibt, kann keine kommerziellen Interessen verfolgen, andernfalls m&#252;sste am Verstand des Verk&#228;ufers ernsthaft gezweifelt werden.</p>
<blockquote><p><strong>Antwort 1</strong>: ….&#8221; Die hessischen Schulen erhalten nach Abschluss der j&#228;hrlichen Pr&#252;fungen alle<br />
verwendeten Aufgaben und die dazugeh&#246;rigen Materialien sowie L&#246;sungs- und Bewertungshinweise kostenfrei zur weiteren unterrichtlichen Verwendung und als &#220;bungsmaterial f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler.&#8221;<br />
<strong>Antwort 9</strong>: &#8220;Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern hessischer Schulen entstehen zur Beschaffung  hessischer Abituraufgaben keinerlei Kosten, da die Aufgaben mit den Materialien und den dazugeh&#246;rigen L&#246;sungs- und Bewertungshinweisen kostenfrei  in ihrer Schule zur Verf&#252;gung stehen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Man merkt die komplette Praxisferne dieser Aussagen. Formal korrekt erhalten tats&#228;chlich die Schulleiter im Bereich der gymnasialen Oberstufe meist 1 CD (!) mit der Dokumentation der Abituraufgaben, Materialien und L&#246;sungen. Das hei&#223;t noch lange nicht, dass diese Lern-Materialien tats&#228;chlich bei den Sch&#252;lern ankommen, geschweige den Eltern bzw. einer interessierten Fach&#246;ffentlichkeit zur Verf&#252;gung stehen. Was sind die praktischen Konsequenzen aus so einem dilettantischen, f&#252;r die Schulen umst&#228;ndlichen Verfahren?</p>
<p><strong>a)</strong> Die Aufgaben liegen auf dem Rechner des Schulleiters – Zugang nur f&#252;r besonders Privilegierte.<br />
<strong>b)</strong> Oder Schulen m&#252;ssen m&#252;hsam „unter gro&#223;er Verschwiegenheit, nur f&#252;r Unterrichtszwecke“ weitere CDs in eigner Regie brennen, damit &#252;berhaupt die Lehrerinnen und Lehrer versorgt werden k&#246;nnen.<br />
<strong>c)</strong> Oder aber die Aufgaben werden ausgedruckt und in meterlanger Leitzordneranreihung im Lehrerzimmer oder in der Lehrerbibliothek abgeheftet. Dann wird daraus wieder m&#252;hsam  &#8211; wenn der Lehrer denn will – f&#252;r Sch&#252;ler kopiert.<br />
<strong>d)</strong> Nicht einmal die Sch&#252;lervertretung bekommt  eine CD zur Verf&#252;gung gestellt.<br />
<strong>e)</strong> Eltern sind als Erziehungsberechtigte von diesen „Lernmaterialen“ komplett abgeschnitten.<br />
<strong>f) </strong>Universit&#228;ten, Lehramtstudenten, die gesamte Fach&#246;ffentlichkeit und die Medienvertreter werden faktisch ausgeschlossen.</p>
<p>Wir fragen umgekehrt, unter Ber&#252;cksichtigung des &#246;konomischen Prinzips: Was ist einfacher, effizienter, nerven- und kostensparender als eine kostenfreie Ver&#246;ffentlichung der Aufgaben im Internet? Jeder Interessierte kann ortsungebunden und zu jeder Zeit nach seinen Bed&#252;rfnissen zugreifen. Erreicht man 20.000 Sch&#252;ler leichter &#252;ber das Internet oder &#252;ber ein paar gebrannte CDs mit eindeutig selektiver Funktion?<br />
<strong>Will man Selektion und Lernbarrieren oder Integration und Subjektf&#246;rderung? </strong><br />
Hat ein Verantwortlicher im Ministerium schon von der zeitgem&#228;&#223;e Antwort &#8211;  „Web 2.0 als gro&#223;e p&#228;dagogische Aufgabe und Chance“ &#8211;  geh&#246;rt? Oder erfreut man sich an Potemkinschen D&#246;rfern, ist st&#228;ndig auf Sendung &#8212; Empfang hingegen auf breiter Front gest&#246;rt?</p>
<blockquote><p><strong>Antwort 9</strong>: &#8220;Es steht nat&#252;rlich jedem frei, weitere &#220;bungs- und Vorbereitungshefte auf dem B&#252;chermarkt zu erwerben. Eine Notwendigkeit dazu besteht jedoch aus genannten Gr&#252;nden nicht.&#8221;<br />
<strong>Antwort 12:</strong> &#8220;Die Verlage erhalten lediglich die Aufgaben, keine L&#246;sungs- und Bewertungshinweise.  Inwieweit Verlage aus den Pr&#252;fungsaufgaben zum Landesabitur Bewertungsschemata  entwickeln, obliegt den Verlagen in eigener Verantwortung. Seitens der Verlage besteht diesbez&#252;glich keine Informationspflicht gegen&#252;ber dem Land Hessen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Hier sind Logikschw&#228;che und  Praxisferne kaum noch zu &#252;berbieten. Wenn ich schon die Pr&#252;fungsaufgaben an private Verlage symbolisch verkaufe, de facto verschenke, warum nicht gleich alles im Interesse der Sch&#252;ler offenlegen? Die L&#246;sungen und Bewertungshinweise liegen doch von den Fachkommissionen ausgearbeitet vor. Warum sollen die Verlage diese noch einmal selbst entwickeln? Warum sollen die Sch&#252;ler nicht gleich das Original bekommen? Hat man Angst zu zeigen, was man kann?<br />
&#220;bungs- und Vorbereitungshefte der Verlage werden massenhaft von Sch&#252;lern gekauft, zum Teil sind sie Gegenstand des Unterrichts. Selbstverst&#228;ndlich wird man sanft zum Kauf, zur optimalen Vorbereitung „gezwungen“. Wer will schon das Risiko einer schlechten Vorbereitung eingehen, da ein Ministerium nicht alles ver&#246;ffentlicht?</p>
<blockquote><p><strong>Antwort 13</strong>: &#8220;Der im Artikel &#8220;Abitur verkauft &#8211; 9. Nachlese und die Copyrightfrage&#8221; (vgl.  <a title="Abitur verkauft – 9. Nachlese und die Copyrightfrage" href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/abitur-verkauft-9-nachlese-und-die-copyrightfrage/" target="_blank">http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/192</a>) unter Punkt 1 dargestellte<br />
Sachverhalt ist rechtlich nicht haltbar. Gem&#228;&#223; § 24 Abs.2 S.1 Nr.1 und 2 der <a title="Oberstufen- und Abiturverordnung (OAVO) vom 20. Juli 2009" href="http://www.kultusministerium.hessen.de/irj/HKM_Internet?rid=HKM_15/HKM_Internet/nav/48a/48addbf7-9733-21ae-b6df-191921321b2c,,,,11111111-2222-3333-4444-100000005002%26_ic_seluCon=ccc0ddbf-7973-321a-eb6d-f191921321b2%26shownav=false.htm&amp;uid=48addbf7-9733-21ae-b6df-191921321b2c&amp;shownav=false" target="_blank">Oberstufen- und Abiturverordnung vom 20. Juli 2009 (OAVO)</a> sind F&#228;cher der schriftlichen Abiturpr&#252;fung die  beiden von der Sch&#252;lerin oder dem Sch&#252;ler gew&#228;hlten Leistungsf&#228;cher (erstes  und zweites Pr&#252;fungsfach) sowie ein von der Sch&#252;lerin oder dem Sch&#252;ler  gew&#228;hltes Fach (drittes Pr&#252;fungsfach). Die drei schriftlichen Pr&#252;fungsf&#228;cher  m&#252;ssen mindestens zwei der drei Aufgabenfelder im Sinne von § 7 OAVO  abdecken, vgl. § 24 Abs.2 S.2 OAVO.  Eine Konzentration der Pr&#252;fungsvorbereitung bzw. einer Dokumentation der  Pr&#252;fungsaufgaben im Sinne einer &#8220;Staffelbildung&#8221; verbietet sich mit Blick  auf § 24 Abs.2OAVO. Erfahrungen mit der F&#228;cherwahl der Sch&#252;lerinnen  bzw. Sch&#252;ler, die im &#220;brigen divergieren kann, k&#246;nnen nicht Ma&#223;stab f&#252;r die Pr&#252;fungsvorbereitung sein.&#8221;<br />
[BW:<em> F&#252;r die bessere Lesbarkeit Verlinkungen eingef&#252;gt</em>]</p></blockquote>
<p>Hier wird juristisch Paragraphen-Wind erzeugt, der bei n&#228;herer Betrachtung nichts anderes als „hei&#223;e Luft“ darstellt. In der OAVO ist zur Dokumentationsfrage einer Landesregierung von verbrauchten Abituraufgaben gar nichts geregelt. Niemand bezweifelt die allgemeine G&#252;ltigkeit der OAVO. Im Ursprungstext des Bildungswirts, den die Landtagsfraktion &#252;bernommen hatte, hie&#223; es: <em> &#8220;Jeder vern&#252;nftige Mensch, der Pr&#252;fungsaufgaben dokumentieren und Lernprozesse  f&#246;rdern will, konzentriert sich angesichts der F&#252;lle auf das Wesentliche: Was ist  definitiv vorgeschrieben (Pflichtfach) und was wird von den Sch&#252;lern schwerpunktm&#228;&#223;ig  im Abitur gew&#228;hlt? Daraus ergibt sich f&#252;r alle als 1. Staffel: Deutsch,  Englisch, Mathematik, Politik und Wirtschaft und Biologie. 2. Staffel: Geschichte,  Franz&#246;sisch, Spanisch, Latein, Chemie, Physik und Religion. Alles Weitere w&#228;re  w&#252;nschenswert und ist abh&#228;ngig von den eingesetzten Ressourcen. Aus den angeblich43 F&#228;chern reduziert sich das Ganze auf ein MUSS von 5 F&#228;chern (1. Staffel)  und max. 7 F&#228;chern (2. Staffel). Das Wedeln mit 43 F&#228;chern lenkt also unn&#246;tig  vom Kern des Problems ab.&#8221;</em></p>
<p>Selbstverst&#228;ndlich kann die Landesregierung alle 43 F&#228;cher ausf&#252;hrlich dokumentieren. Auch kann sie nur f&#252;r einen Kernbestand zentrale Landespr&#252;fungen ansetzen (sagen wir ca. 15 F&#228;cher) und den Rest nach landesweiten Vorgaben dezentral pr&#252;fen lassen. Sie hat dabei einen enormen Gestaltungsspielraum, den die Bundesl&#228;nder sehr unterschiedlich auslegen und nutzen.<br />
Entgegen der erkennbaren Meinung der Juristen geht es in der Schule vorwiegend um pragmatische L&#246;sungen. Wenn man anf&#228;ngt, dokumentiert man zuerst die Pflichtf&#228;cher und dann die am h&#228;ufigsten angew&#228;hlten F&#228;cher; so erreicht man die maximale Breitenwirkung. Insofern sind empirische „Erfahrungen  mit der F&#228;cherwahl der Sch&#252;lerinnen bzw. Sch&#252;ler“ entscheidend. Diese sind selbstverst&#228;ndlich dem HKM bekannt! Nur praxisfremde „Experten“ kommen hier auf  verzwirbelte Scheinl&#246;sungen.</p>
<p><strong>Teil 2  und Teil 3 unserer Kommentierungen der Antworten der Landesregierung erscheinen in K&#252;rze.</strong></p>
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		<title>Landesregierung antwortet endlich zum Abiturverkauf</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 11:48:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankmackay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[F&#252;nf Monate hat die hessisches Landesregierung gebraucht, um auf eine Gro&#223;e Anfrage der Linken zum &#8220;Verkauf der Rechte am Landesabitur&#8221; zu antworten. Seit 8. September 2009 ist die Antwort der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich. Offensichtlich will man weiter die Ver&#246;ffentlichung von verbrauchten Abituraufgaben im Internet blockieren. Der Bildungswirt wird demn&#228;chst die Qualit&#228;t und Struktur der 22 Antworten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;nf Monate hat die hessisches Landesregierung gebraucht, um auf eine <strong>Gro&#223;e Anfrage</strong> der Linken zum &#8220;<a title="Verkauf der Rechte am Landesabitur Hessen" href="http://starweb.hessen.de/starweb/LIS/servlet.starweb?path=LIS/PdPi_FLMore18.web&amp;search=WP%3d18+and+R%3d603&amp;search2=20090406131521" target="_blank">Verkauf der Rechte am Landesabitur</a>&#8221; zu antworten. Seit 8. September 2009 ist die <a title="Verkauf der Rechte am Landesabitur Drucksache 18/338" href="http://starweb.hessen.de/cache/DRS/18/7/01047.pdf" target="_blank">Antwort </a>der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich. Offensichtlich will man weiter die <strong>Ver&#246;ffentlichung von verbrauchten Abituraufgaben</strong> im Internet <strong><span style="color: #ff0000;">blockieren</span></strong>.</p>
<p><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/bYqZqYdZyW5dwstEykqz9g?feat=embedwebsite"><img src="http://lh4.ggpht.com/_4AjfAo0SOJA/SqeVcfmXCTI/AAAAAAAAAOE/IFqoAtltKZA/s400/Parlamentsdatenbank%20Hessen%20Parlamentarische%20Initiativen%202009.JPG" alt="" /></a></p>
<p>Der Bildungswirt wird demn&#228;chst die Qualit&#228;t und Struktur der 22 Antworten analysieren und bewerten.</p>
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		<title>Ausblick: Antwort auf den Verkauf der Rechte am Landesabitur</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 09:58:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankmackay</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Abitur]]></category>

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		<description><![CDATA[Aktuelle Ank&#252;ndigung. Mit Spannung erwartet! Der Bildungswirt kommt aus der Sommerpause zur&#252;ck&#8230; &#196;hnliche Artikel8. Juni 2010 -- Karl Marx &#8211; brandaktuell oder ein toter Hund?20. April 2010 -- Verkauf von Abituraufgaben &#8211; CDU: echt &#8220;&#228;tzend&#8221;12. M&#228;rz 2010 -- Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (2)24. Februar 2010 -- Kulturpolitischer Ausschuss im hessischen Landtag28. November 2009 -- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://starweb.hessen.de/starweb/LIS/servlet.starweb?path=LIS/PdPi_FLMore18.web&amp;search=WP%3d18+and+R%3d603&amp;search2=20090406131521"><img class="size-full wp-image-1214 alignleft" title="Verkauf-des-Abitur-Landesdatenbank-Hessen" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/08/Verkauf-des-Abitur-Landesdatenbank-Hessen.jpg" alt="Verkauf-des-Abitur-Landesdatenbank-Hessen" width="500" height="312" /></a></p>
<p><a title="Parlamentsdatenbank - Parlamentarische Initiativen - Hessen" href="http://starweb.hessen.de/starweb/LIS/servlet.starweb?path=LIS/PdPi_FLMore18.web&amp;search=WP%3d18+and+R%3d603&amp;search2=20090406131521" target="_blank">Aktuelle Ank&#252;ndigung</a>. Mit Spannung erwartet! Der Bildungswirt kommt aus der Sommerpause zur&#252;ck&#8230;</p>
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		<title>Ger&#252;chte und Gefl&#252;ster zum Bildungswirt</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2009/06/15/geruechte-und-gefluester-zum-bildungswirt/</link>
		<comments>http://www.bildungswirt.de/2009/06/15/geruechte-und-gefluester-zum-bildungswirt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 10:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abitur verkauft]]></category>
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		<description><![CDATA[Paul Weber: Das Ger&#252;cht 1943/1953; Quelle: A. Paul Weber &#8211; Museum Der Bildungswirt ist ein unabh&#228;ngiger, &#252;berparteilicher, aber manchmal parteiisch engagierter Blog, wenn es denn sein muss! Doch Menschen brauchen offensichtlich Sozialklatsch, dazu geh&#246;ren auch Ger&#252;chte und Gefl&#252;ster. Fast k&#246;nnte man meinen, dass dies eine anthropologische Konstante sei, f&#252;r viele Situationen als sozialer Kitt brauchbar, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="http://www.weber-museum.de/werk/geskrt/" href="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/06/paulweberdasgerucht.jpg" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1149" title="paulweberdasgerucht" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/06/paulweberdasgerucht.jpg" alt="paulweberdasgerucht" width="444" height="320" /></a></p>
<address>Paul Weber: Das Ger&#252;cht 1943/1953; Quelle: <a title="Paul Weber Museum" href="http://www.weber-museum.de/werk/geskrt/" target="_blank">A. Paul Weber &#8211; Museum</a></address>
<h3><strong>Der Bildungswirt ist ein unabh&#228;ngiger, &#252;berparteilicher, aber manchmal parteiisch engagierter Blog, wenn es denn sein muss! </strong></h3>
<p>Doch Menschen brauchen offensichtlich Sozialklatsch, dazu geh&#246;ren auch Ger&#252;chte und Gefl&#252;ster. Fast k&#246;nnte man meinen, dass dies eine anthropologische Konstante sei, f&#252;r viele Situationen als sozialer Kitt brauchbar, flexibel einsetzbar, aber auch bis zur Denunziation von Gegnern ausbaubar mit dosierten emotionalen Erregungsstufen und Zornpotenzialen.</p>
<p>Als der Bildungswirt &#252;ber die <a title="schr&#228;ge Debatte um das Abitur G8/G9 " href="http://www.bildungswirt.de/2008/05/04/gymnasium-g8g9-%e2%80%93-eine-schrage-debatte-1/">schr&#228;ge Debatte um das Abitur G8/G9 </a>2008 berichtete und den damaligen <strong>Kultusminister Banzer als Krisenmanager</strong> verhalten lobte, vermuteten einige gar ein geschickt eingef&#228;deltes CDU-U-Boot oder den Undercover-Agenten, den es zu enttarnen galt. <a title="Der Bildungswirt werde demn&#228;chst Staatsekret&#228;r" href="http://www.bildungswirt.de/2008/07/07/81"></a><a title="Der Bildungswirt werde demn&#228;chst Staatsekret&#228;r" href="http://www.bildungswirt.de/2008/07/07/gew-der-bildungswirt-wird-staatssekretar/">Der Bildungswirt werde demn&#228;chst Staatsekret&#228;r</a>, so die phantasiereiche Ger&#252;chtek&#252;che.</p>
<p>Als schon ein Monat sp&#228;ter, im Juni 2008, die <a title="Artikel-Serie „Landesabitur verkauft“" href="http://www.bildungswirt.de/category/abitur/verkauftes-abitur-in-hessen/">Artikel-Serie „Landesabitur verkauft“</a> mit dem Skandalvorwurf an die CDU-Landesregierung startete, war die Welt f&#252;r die st&#228;ndigen Entlarver qua Amt wieder in Ordnung. Der Bildungswirt  &#8211; kein CDU-Mitglied oder U-Boot. Hingegen machte die <strong><a title="Kleine Anfrage und Antwort der Gr&#252;nen 2008 (pdf)" href="http://starweb.hessen.de/cache/DRS/17/2/00522.pdf" target="_blank">Kleine Anfrage der Gr&#252;nen im hessischen Landtag</a> </strong>zum Verkauf des Landesabiturs alles nicht besser. Verwirrung brach aus. Der Bildungswirt mache gemeinsame Sache mit den Gr&#252;nen, wo doch SPD-N&#228;he bis zu Frau Ypsilanti vermutet wurde. Im &#246;ffentlichen Wohnzimmer des Bildungswirts, im Frankfurter Nordend, kehre doch einige Parteiprominenz regelm&#228;&#223;ig ein. Was nun?</p>
<p>Ein Bericht &#252;ber die Wahlkampfveranstaltung <a title="J&#252;rgen Banzer (CDU) – Mathias Wagner(Gr&#252;ne) " href="http://www.bildungswirt.de/2009/01/10/661"></a><a title="J&#252;rgen Banzer (CDU) – Mathias Wagner(Gr&#252;ne) " href="http://www.bildungswirt.de/2009/01/10/das-banzer-wagner-duell-der-hessischen-bildungspolitik/">J&#252;rgen Banzer (CDU) – Mathias Wagner(Gr&#252;ne) </a><a href="http://www.bildungswirt.de/2009/01/10/das-banzer-wagner-duell-der-hessischen-bildungspolitik/"></a>galt dann doch als die sich andeutende Verdichtung einer Jamaika-Koalition, falls es mit Schwarz-Gelb nicht reichen sollte. Der Bildungswirt hatte wie im Fu&#223;ball f&#252;r 3: 3 unentschieden votiert, trotz klarem Platzvorteil f&#252;r die Gr&#252;nen in ihrer Hochburg Frankfurt. Alles suspekt. Dar&#252;ber hinaus gaben alle Parteien (au&#223;er der CDU) im Wahlkampf dem Bildungswirt ein Interview. Alle Schubladen zur geistigen Orientierung schienen zu klemmen.</p>
<p>Dann im Januar 2009 ein Bericht &#252;ber die rote <a title="IG-Metallveranstaltung zur Bildungspolitik mit dem Hauptredner Ludwig von Friedeburg," href="http://www.bildungswirt.de/2009/01/13/682"></a><a title="IG-Metallveranstaltung zur Bildungspolitik mit dem Hauptredner Ludwig von Friedeburg" href="http://www.bildungswirt.de/2009/01/13/friedeburg-%e2%80%93-jung-leidenschaftlich-wissend-%e2%80%93-sprach-zur-bildungspolitik-2009/">IG-Metallveranstaltung zur Bildungspolitik mit dem Hauptredner Ludwig von Friedeburg</a>, <strong>dem hessischen Kultusminister von 1969-1974,</strong> dem bis heute roten Tuch f&#252;r die CDU. Klarer Fall: Gro&#223;es Lob f&#252;r Friedeburg, ob seiner argumentativen Frische und Klarheit, eindeutig alles SPD unterwandert.</p>
<p>Im April 2009 brachte dann die Partei <a title="Anfrage der Linken (pdf) 2009" href="http://starweb.hessen.de/cache/DRS/18/8/00338.pdf" target="_blank"><strong>Die Linke eine Gro&#223;e Anfrage zum Verkauf des Landesabiturs</strong></a> in den hessischen Landtag ein. Darin wird explizit mehrfach auf  Bildungswirt –Texte Bezug genommen. Igitt, der Bildungswirt bei diesen „Schmuddelkindern“, mit denen spielt doch keiner. Falsch. Bildungsfragen kennen keine parteipolitischen starren Grenzen, deshalb brauchen alle f&#252;nf Parteien den offenen Dialog. Was haben die Linken gemacht? Sie bedienten sich einer &#246;ffentlichen Quelle:  www.bildungswirt.de,</p>
<p>die allen anderen Parteien auch bekannt ist. Und das ist gut so, meint nicht nur Klaus Wowereit. Zus&#228;tzlich zum allgemeinen parteipolitischen Gefl&#252;ster scheine es auch noch  eine Liaison des Bildungswirts mit der <a title="Die Piratenpartei - Ziele" href="http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/unsere-ziele" target="_blank">Piratenpartei </a>zu geben, so zu sagen mit dem linksradikalen Fl&#252;gel der FDP: Freiheit und informationelle Selbstbestimmung f&#252;r ALLE! Deshalb kann es nur konsequent hei&#223;en: <a title="Spiegelfechter: Anker hoch und Leinen los" href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/555/anker-hoch-und-leinen-los-%E2%80%93-die-piraten-sind-da" target="_blank">Anker hoch und Leinen los</a>, Schluss mit den Spiegelfechtereien.</p>
<p>Das neueste Gefl&#252;ster zum Bildungswirt-Blog und zum Buch von <a title="Michael Miller: „Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft." href="http://www.bildungswirt.de/2008/10/01/208"></a><a title="Michael Miller: „Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft" href="http://www.bildungswirt.de/2008/08/13/lob-der-padagogisch-gastronomischen-vernunft/">Michael Miller: „Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft</a>. Alle reden von Schule – was ist zu tun?“ kleidet sich in folgende zwei Fragen:</p>
<p>a) Ist das o.g. Buch eine private Ver&#246;ffentlichung eines hessischen Lehrers im Rahmen seiner Meinungsfreiheit oder das Ergebnis einer wissenschaftlichen Forschung im Rahmen seiner dienstlichen T&#228;tigkeit im Institut f&#252;r Qualit&#228;tsentwicklung des Hessischen Kultusministeriums (HKM)?</p>
<p>b) Ist die o.g. Internetseite eine private Ver&#246;ffentlichung eines hessischen Lehrers oder eine vom Institut f&#252;r Qualit&#228;tsentwicklung oder vom HKM gef&#246;rderte oder genehmigte Seite?</p>
<p><strong>Dazu gibt der Bildungswirt bereitwillig brandaktuell Auskunft:</strong></p>
<p>a) An diesem Buch wurde intensiv geforscht, alles ausf&#252;hrlich recherchiert, die neuesten Erkenntnisse der Didaktik und Hirnforschung ber&#252;cksichtigt und eine anschauliche Darstellung von neuen Lernkulturen versucht. Zus&#228;tzlich wurde das favorisierte wissenschaftliche Verfahren gastronomisch unter Einbeziehung von einschl&#228;gigen Experten gefiltert. Die Forschungsergebnisse wurden selbstverst&#228;ndlich kostenfrei dem IQ und dem HKM als bekannte Akteure des Bildungssystems zur Verf&#252;gung gestellt. HKM und IQ wiederum bedankten sich und bekr&#228;ftigten noch einmal  Artikel 5 GG als besonders hohes Gut, das es jederzeit zu respektieren gelte.</p>
<p>b) Der Bildungswirt ist als Blog im Netz eine &#246;ffentliche kostenfreie Informationsquelle. Gern kann der Link Hintergrundb&#252;hne aufkl&#228;rend benutzt werden. Von „hessischem Lehrer“ oder HKM und IQ steht dort  nichts, Gefl&#252;ster bahnen sich aber dennoch ihren Weg. Allerdings ist es ein offenes Geheimnis, dass das HKM den Blog (wer will, das Blog) mit monatlich 5000.-Euro unterst&#252;tzt, wenn noch drei weitere Bildungsinsider als regelm&#228;&#223;ige Gastblogger mit Beitr&#228;gen erhellend im Interesse der &#246;ffentlichen Meinungsbildung mitwirken. Die aktuelle <a title="Artikel-Serie zu „Computerspielen“ von Tobias Bevc " href="http://www.bildungswirt.de/2009/05/05/computerspiele-lehren-und-lernen-%e2%80%93-uberlegungen-zu-einem-viel-diskutierten-%e2%80%9eneuen%e2%80%9c-medium/">Artikel-Serie zu „Computerspielen“ von Tobias Bevc </a>wurde besonders im HKM aufmerksam gelesen.</p>
<p><strong>Zus&#228;tzliche F&#246;rdermittel sind bei der Bertelsmann-Stiftung und dem <a title="ESF - F&#246;rderperiode 2007-2013" href="http://www.esf.de/portal/generator/940/foerderperiode__2007-2013.html" target="_blank">Europ&#228;ischen Sozialfond</a> beantragt.</strong> Die Chancen stehen gut, dass f&#252;r 2010 positive Bescheide ergehen, &#228;hnlich wie solche, die wir von Finanzdienstleistern oder dem  Finanzamt kennen.</p>
<p>Nach all den Ger&#252;chten und Einfl&#252;sterungsversuchen bleibt verl&#228;sslich festzuhalten:</p>
<p><strong>Der Bildungswirt ist ein unabh&#228;ngiger, &#252;berparteilicher, aber manchmal parteiisch engagierter Blog, wenn es denn sein muss!</strong></p>
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		<title>Abitur &#8211; die Eintrittsfahrkarte</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 12:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Du bist Abitur, du bist Deutschland. Das Abi 2009 ist weitgehend gelaufen, vielleicht noch eine m&#252;ndliche Pr&#252;fung oder eine Pr&#228;sentation, dann ab durch die Mitte, der frischen Luft entgegen. Zur&#252;ck bleiben Aktenschr&#228;nke voller Pr&#252;fungen, Protokolle und Pr&#228;sentationen. Und nat&#252;rlich Erinnerungen und Freundschaften. Ach ja: Wie war das noch mal mit den verbrauchten Abipr&#252;fungen in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Du bist Abitur, du bist Deutschland. Das Abi 2009 ist weitgehend gelaufen, vielleicht noch eine m&#252;ndliche Pr&#252;fung oder eine Pr&#228;sentation, dann ab durch die Mitte, der frischen Luft entgegen. Zur&#252;ck bleiben Aktenschr&#228;nke voller Pr&#252;fungen, Protokolle und Pr&#228;sentationen. Und nat&#252;rlich Erinnerungen und Freundschaften.</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/Uk02aXn83OA&amp;rel=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Uk02aXn83OA&amp;rel=0&amp;fs=1" /></object></p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/CChvEQBeTk0&amp;rel=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CChvEQBeTk0&amp;rel=0&amp;fs=1" /></object></p>
<p>Ach ja: Wie war das noch mal mit den verbrauchten Abipr&#252;fungen in den Aktenschr&#228;nken? Demn&#228;chst kostenfrei im Internet f&#252;r die n&#228;chsten Abiturienten? Die hessiche Landesregierung wird demn&#228;chst dazu Stellung nehmen. Lernf&#228;higkeit wird jedem Menschen unterstellt &#8211; das liegt vor allem an dem akzeptierten INTER &#8211; Internet, interpersonal, international. Provinz im Denken wollen doch alle hinter sich lassen.</p>
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		<title>Abitur verkauft (10)- Gro&#223;e Anfrage der Linken</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 07:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer steht im hessischen Landtag wie ein Fels in der Brandung? Welche Partei -  CDU, Linke, FDP, Gr&#252;ne, SPD - engagiert  sich besonders in Fragen einer gerechte Bildungspolitik? Wer sorgt f&#252;r Transparenz und Aufkl&#228;rung? Was leistet die neue Ministerin? Die 100 Tage &#8220;Eingew&#246;hnung&#8221; im Kultusminsterium sind vorbei. Was leistet die Regierung, was leistet die Opposition? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/6aF1eNJP_MRH3PyLHHr3PA?authkey=Gv1sRgCLHKvdis6PONuwE&amp;feat=embedwebsite"><img src="http://lh4.ggpht.com/_bRjRluAqz_M/Sf9P1YmDsYI/AAAAAAAAAC4/oAf4CcFKd4o/s400/P1010344.JPG" alt="" /></a></p>
<p><strong>Wer steht im hessischen Landtag wie ein Fels in der Brandung?</strong> Welche Partei -  <strong>CDU</strong>,<strong><span style="color: #ff00ff;"> Linke,</span><span style="color: #ffff00;"> FDP</span>, <span style="color: #00ff00;">Gr&#252;ne</span>, <span style="color: #ff0000;">SPD </span>- </strong> engagiert  sich besonders in Fragen einer gerechte Bildungspolitik? Wer sorgt f&#252;r Transparenz und Aufkl&#228;rung? Was leistet die neue Ministerin? Die 100 Tage &#8220;Eingew&#246;hnung&#8221; im Kultusminsterium sind vorbei. Was leistet die Regierung, was leistet die Opposition?<br />
Das Thema <a title="Abitur verkauft" href="http://www.bildungswirt.de/2008/06/04/skandal-landesabitur-verkauft/">Abitur verkauft</a> besch&#228;ftigt uns jetzt schon ein volles Jahr, da bisher im Kultusministerium keine sinnvolle L&#246;sung gefunden wurde, im Gegenteil. Was ist der neueste Stand?</p>
<p>Die Fraktion DIE LINKE  hat am 06.April 2009 eine<strong> <a title="Gro&#223;e Anfrage zum Abitur 04/2009" href="http://starweb.hessen.de/cache/DRS/18/8/00338.pdf">&#8220;Gro&#223;e  Anfrage betreffend Verkauf der Rechte am Landesabitur&#8221; </a></strong><a title="Gro&#223;e Anfrage zum Abitur 04/2009" href="http://starweb.hessen.de/cache/DRS/18/8/00338.pdf">in den hesssichen Landtag eingebracht.</a> Sie schreiben als Problemaufriss:<br />
&#8220;Im Oktober 2008 hatte sich die Fraktion von B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN mit einer Kleinen Anfrage betreffend der Zug&#228;nglichkeit zu zentralen Pr&#252;fungsaufgaben (Drucks. 17/522) an die Landesregierung gewandt. Die Antworten<br />
derselben liegen inzwischen vor, sind jedoch zum einen reichlich unbefriedigend und zeugen zum anderen von einem naiv-fragw&#252;rdigen Umgang mit der einschl&#228;gigen Rechtsmaterie. So behauptet der ehemalige Kultusminister Banzer (CDU) beispielsweise, die Abituraufgaben k&#246;nnten durch das Ministerium nicht im Internet ver&#246;ffentlicht werden, weil sie Zitate von urheberrechtlich gesch&#252;tzten Werken enthielten, deren allgemeine Zug&#228;nglichmachung durch § 53 des Gesetzes &#252;ber Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urhebergesetz, UrhG) verboten sei. Deshalb sei die Ver&#246;ffentlichung aller Pr&#252;fungsaufgaben unm&#246;glich. Diese Aussage h&#228;lt einer juristischen Pr&#252;fung keineswegs stand und ist bez&#252;glich ihres Wahrheitsgehaltes als falsch anzusehen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Land Hessen 2 bis 2,5 Mio. € pro Jahr f&#252;r die Erstellung zentraler Pr&#252;fungsaufgaben ausgibt, hiernach jedoch lediglich &#8220;f&#252;r die Bereitstellung der verwendeten Abituraufgaben eines Jahres eine Verwaltungskostenpauschale in H&#246;he von 100 € pro Aufgabenset (3 Aufgaben)&#8221; von den entsprechenden Verlagen erh&#228;lt, nicht akzeptabel: Das Land hat aus dem Verkauf eines Wertes in H&#246;he von 2 bis 2,5 Mio. € im Jahr 2007 4.400 € und im Jahr 2008 5.700 € eingenommen &#8211; und diesen somit mit jeweils durchschnittlich rund 99,8 v.H. &#8220;Verlust&#8221; verkauft.&#8221;<br />
Dann folgen <strong>22 konkrete Fragen an die Landesregierung </strong>(vgl. Gro&#223;e Anfrage). Man darf auf die Antworten gespannt sein. Die bisherige Position der CDU-Alleinregierung wird nicht zu halten sein. Sustanziell hatte ich das im Beitrag <a title="Abitur verkauft (9)- zur Copyrightfrage" href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/abitur-verkauft-9-nachlese-und-die-copyrightfrage/">Abitur verkauft (9)- zur Copyrightfrage</a> dargelegt.</p>
<p>Die Linken hatten meine Recherchen und Positionen zum Gro&#223;teil w&#246;rtlich in Ihre Anfrage aufgenommen. Sie hatten mich vorher gefragt, so wie ich allen 5 Parteien im Landtag bei der L&#246;sung des Problems meine Mithilfe angeboten hatte. Die CDU hatte sich als &#8220;Strategie&#8221; das gro&#223;e Schweigen ausgedacht, wegschauen, &#220;bungsstundendemonstration in der &#8220;Diktatur des Sitzfleisches&#8221;. SPD und Gr&#252;ne haben sich weitgehend die Position des Bildungswirts zu eigen gemacht und ihren entsprechenden Parteilfilter eingebaut. Prima, Hauptsache wir ziehen im Interesse der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, der Eltern, letztlich auch im Interesse der Lehrerinnen und Lehrer an einem Strang. Auch die GEW Hessen hat sich durch Vorstandbeschluss Ende 2008 dieser Position angeschlossen:</p>
<p>Es bleibt die berechtigte, seit vielen Monaten bekannte Forderung:<br />
<strong>“F&#252;r alle hessischen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler wird gew&#228;hrleistet:<br />
Kostenfreier Zugang zu allen zentralen Pr&#252;fungsaufgaben (mit L&#246;sungshinweisen!) via Internet. Dies gilt f&#252;r die gymnasiale Oberstufe genauso wie f&#252;r den Haupt- und Realschulbereich.”</strong></p>
<p><strong>Der Streit hat bundespolitische Bedeutung, da in keinem Bundesland bisher eine wirklich gute L&#246;sung der Transparenz von verbrauchten Abituraufgaben gefunden wurde.</strong> Vgl. dazu auch meine beiden  Beitr&#228;ge  <a href="http://www.bildungswirt.de/2008/10/26/abitur-in-deutschland-1/">&#8220;Abitur in Deutschland&#8221;.</a></p>
<p><strong>Gespannt kann man sein, was jetzt die FDP tut. Die neue Ministerin Dorothea Henzler (FDP) hat es in der Hand</strong>, die 100 Tage  Schonzeit/Eingew&#246;hnungszeit im Amt  sind abgelaufen. Ich w&#252;nsche ihr einen klaren analytischen Blick und viel Erfolg in der L&#246;sung des Problems. L&#246;sungsoptionen liegen vorbereitet auf dem Tisch. Es fehlt nur noch der politische Wille.</p>
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		<title>Blog-Infos und Neuheiten</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 21:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben in letzter Zeit noch  etwas am Design beim Bildungswirt gebastelt und vor allem f&#252;r eine noch gr&#246;&#223;ere Aktualit&#228;t mit &#220;berblick gesorgt. In der rechten Spalte &#8220;gefiltert und lesenswert&#8220; finden sich fast t&#228;glich neue Hinweise auf andere interessante Blogs und ausgew&#228;hlte Beitr&#228;ge der gro&#223;en Medien. So z.B. &#8220;1500.- Euro f&#252;r jeden &#8211; Der Freitag&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben in letzter Zeit noch  etwas am Design beim Bildungswirt gebastelt und vor allem f&#252;r eine noch gr&#246;&#223;ere Aktualit&#228;t mit &#220;berblick gesorgt. In der rechten Spalte <strong>&#8220;<a title="gefiltert und lesenswert - RSS Feld  vom Bildungswirt via Google Reader" href="http://www.google.com/reader/shared/user/10127212047350534279/label/BW" target="_blank">gefiltert und lesenswert</a>&#8220;</strong> finden sich fast t&#228;glich neue Hinweise auf andere interessante Blogs und ausgew&#228;hlte Beitr&#228;ge der gro&#223;en Medien. So z.B. &#8220;<a title="1.500 Euro f&#252;r jeden — Der Freitag" href="http://www.freitag.de/politik/0907-grundeinkommen-petition-bundestag" target="_blank">1500.- Euro f&#252;r jeden &#8211; Der Freitag</a>&#8221; &#8211; die Grundeinkommensdebatte oder &#8220;<a title="Bildblog" href="http://feeds.feedburner.com/~r/bildblog/~3/536652170/" target="_blank">Recherche-Chaos</a>&#8221; oder Sozialquote an Berliner Gymnasien? oder &#8220;<a title="www.TeachersNews.net" href="http://www.teachersnews.net/artikel/nachrichten/wettbewerbe/010438.php" target="_blank">Lehrer pr&#228;sentieren innovative Ideen</a>&#8221; oder<a title="FAZ - Suhrkamp" href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EC8B6FB6C1FC44AD9991CFAA0FA70C5DA~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_aktuell" target="_blank"> &#8220;Lady Lenin&#8221;</a> &#8211; der Suhrkamp-Umzug etc.pp.</p>
<p>Zum<strong> <a title="Alle Artikel zum Thema Abitur" href="http://www.bildungswirt.de/tag/abitur" target="_self">Landesabitur</a>/ Zentralabitur</strong> findet ihr ebenfalls in der rechten Spalte eine speziell zusammengestellte bundesweite <strong>Blogroll Abituraufgaben</strong> und Rechtsvorschriften. Klickt euch mal durch einige Bundesl&#228;nder, ihr werden staunen, wie disparat das sog. einheitliche Abitur im Sinne der Einheitlichen Abituranforderungen (EPA) in Deutschland ist.<br />
Die Artikelserie <strong>&#8220;<a title="Alle Artikel des Bildungswirt zum verkauften Abitur in Hessen" href="http://www.bildungswirt.de/category/abitur/verkauftes-abitur-in-hessen" target="_self">Abitur verkauft</a>&#8220;</strong> (rechte Spalte &#8220;Kategorien&#8221; ausklappen und anklicken) ist nach wie vor aktuell. Die Ausf&#252;hrungen des Bildungswirt zur<strong> <a title="Abitur verkauft - 9. Nachlese und die Copyrightfrage" href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/10/192" target="_self">Copyrightfrage</a> </strong>wurden von keinem Ministerialjuristen bisher widerlegt. Ob sich die neue Ministerin in Hessen der Sache annimmt -  oder die Opposition sich einschaltet &#8211; werden wir in den n&#228;chsten Wochen sehen. Das n&#228;chste Abitur steht jedenfalls in 5 Wochen vor der T&#252;r! Vielleicht kommt die l&#252;ckenlose Freigabe der verbrauchten Pr&#252;fungsaufgaben und die kostenfreie Ver&#246;ffentlichung im Internet auch zuerst in einem anderen Bundesland. Hessen hinkt dann eben mal wieder hinterher.</p>
<p>Zu den Artikeln &#8220;<a title="Friedeburg – jung, leidenschaftlich, wissend – sprach zur Bildungspolitik 2009" href="http://www.bildungswirt.de/2009/01/13/682" target="_self">Friedeburg- jung, dynamisch, wissend</a>&#8221; und zu &#8220;SPD-Abweichler und Abitur 2009&#8243; haben ich mehrere Mails privat bekommen. Danke f&#252;r eure Stellungnahmen, nur solltet ihr diese selbst im Blog ver&#246;ffentlichen, ein bi&#223;chen Mut muss sein. Ich sehe mich nicht dazu  autorisiert, eure Kommentare und Anfragen selbst zu ver&#246;ffentlichen.</p>
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		<title>Hessische Bildungspolitik: DIE LINKE antwortet dem Bildungswirt</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 22:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bildungswirt stellt hessischen Bildungspolitikern sieben Fragen vor der Landtagswahl am 18.01.2009. Hier die Antworten von der Partei Die Linke. Miller: 1. Was hat f&#252;r Ihre Partei oberste bildungspolitische Priorit&#228;t? Die Linke: F&#252;r DIE LINKE hat absolute Priorit&#228;t, die soziale Ausgrenzung im Bildungssystem in Deutschland zu beenden und gute Bildung f&#252;r alle zu gew&#228;hrleisten. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Bildungswirt stellt hessischen Bildungspolitikern sieben Fragen vor der Landtagswahl am 18.01.2009. Hier die Antworten von der Partei<em> Die Linke.<br />
</em> </strong><br />
<strong>Miller:</strong> 1. Was hat f&#252;r Ihre Partei oberste bildungspolitische Priorit&#228;t?</p>
<p><strong>Die Linke:</strong> F&#252;r DIE LINKE hat absolute Priorit&#228;t, die soziale Ausgrenzung im Bildungssystem in Deutschland zu beenden und gute Bildung f&#252;r alle zu gew&#228;hrleisten. In keinem anderen Industrieland bestimmt der Geldbeutel der Eltern so sehr die Bildungschancen eines Kindes. Arbeiterkinder kommen derzeit meist auf die Hauptschule, Akademikerkinder aufs Gymnasium. DIE LINKE tritt f&#252;r ein Recht auf Bildung f&#252;r alle ein.<br />
DIE LINKE macht sich deshalb stark f&#252;r die Gemeinschaftsschule, d.h. „eine Schule f&#252;r alle“. In gut ausgestatteten Gemeinschaftsschulen k&#246;nnten alle Kinder und Jugendlichen besser gef&#246;rdert werden. Das geht nur mit viel mehr Geld im Bildungssystem: mit viel kleineren Klassen, mit mehr Lehrerinnen und Lehrern, mit mehr Erzieherinnen und Erziehern in den Kindertagesst&#228;tten und mehr Dozentinnen und Dozenten und Professorinnen und Professoren an den Hochschulen.</p>
<p><strong>Miller: </strong> 2. Sehen Sie einen Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung? Wenn ja, welche Konsequenzen ergeben sich daraus?</p>
<p><strong>Die Linke:</strong> Bildung ist ein Menschenrecht. Bildung ist mehr als die Ausbildung f&#252;r einen bestimmten Beruf. Bildung wird immer mehr auf f&#252;r die Unternehmen am Arbeitsmarkt verwertbare Ausbildung reduziert.<br />
DIE LINKE tritt deshalb f&#252;r Bildung jenseits von wirtschaftlichen Verwertungskriterien ein. Jede und jeder muss sich umfassend bilden k&#246;nnen, um sich individuell entwickeln und an der Gesellschaft teilhaben zu k&#246;nnen.<br />
Aber auch eine gute Berufsausbildung ist wichtig. Zehntausende von Jugendlichen bekommen jedes Jahr keinen Ausbildungsplatz. DIE LINKE setzt sich deshalb f&#252;r ein Recht auf Ausbildung f&#252;r alle ein.</p>
<p><strong>Miller:</strong> 3. Soll Unterricht und Studium f&#252;r die Lernenden auch in Zukunft kostenfrei sein, d.h. durch Steuermittel finanziert werden?</p>
<p><strong>Die Linke</strong> tritt ein f&#252;r geb&#252;hrenfreie Bildung f&#252;r alle &#8211; von der Kindertagesst&#228;tte &#252;ber die Schule und Hochschule bis zur Weiterbildung. DIE LINKE ist gegen Bildungsgeb&#252;hren, z. B. gegen die Abschaffung der Lernmittelfreiheit f&#252;r B&#252;cher und gegen Kita- und Studiengeb&#252;hren. Geb&#252;hren versch&#228;rfen die soziale Auslese und machen Bildung zur Ware. Bildung ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Sie muss &#246;ffentlich durch gerechte Steuern finanziert werden und durch ungerechte Geb&#252;hren von den Lernenden.</p>
<p><strong>Miller:</strong> 4. Was halten Sie von den beiden Thesen:<br />
a) Das Gymnasium ist die moderne Volksschule des 21.Jahrhunderts und<br />
b) Wir brauchen in Zukunft eine signifikant h&#246;here Abiturientenquote.</p>
<p><strong>Die Linke:</strong> a) Das Gymnasium ist nicht die moderne Volksschule des 21. Jahrhunderts. Nur 40 Prozent eines Jahrgangs machen derzeit Abitur. Das mehrgliedrige Schulsystem grenzt behinderte Kinder, Migrantenkinder und Arbeiterkinder, systematisch aus. DIE LINKE tritt f&#252;r eine Gemeinschaftsschule ein und gegen die soziale Auslese in F&#246;rderschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Die Schule des 21. Jahrhunderts ist eine allgemeinbildende Schule, in der das polytechnische Prinzip einen modernen praxisnahen Unterricht erm&#246;glicht. Die Gemeinschaftsschule gew&#228;hrleistet eine umfassende Allgemeinbildung f&#252;r alle Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler. Allgemeinbildung in der Gemeinschaftsschule wie wir sie verstehen, umfasst deshalb alle Bereiche des menschlichen Lebens – Natur, Arbeitswelt, Wirtschaft, Politik, Kommunikation, Wissenschaft und Kunst, soziale und ethische Beziehungen, Freizeit und Familie. Die Gemeinschaftsschule ist im besten Sinne eine Schule gemeinschaftlicher Bildungsarbeit. Hier wollen wir an positive Erfahrungen aus den skandinavischen L&#228;ndern ankn&#252;pfen. Unterricht, weiterf&#252;hrende Angebote im Wahlpflichtbereich und in zus&#228;tzlichen attraktiven Arbeitsgemeinschaften, Schulsozialarbeit und schulpsychologische Angebote sollen den Rahmen f&#252;r erfolgreiches Lernen schaffen. Die Gemeinschaftsschule ist eine sozial engagierte Schule. Sie schaut nicht weg, wenn Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler in ihrem pers&#246;nlichen und h&#228;uslichen Umfeld Probleme haben. Sie entwickelt Solidarit&#228;t untereinander und bietet sozialp&#228;dagogische und sozialpsychologische Hilfen. In der Gemeinschaftsschule soll ein vollwertiges kostenloses Mittagessen f&#252;r alle Kinder angeboten werden. Ein Abschieben von Lernenden in andere Schulformen soll es in Hessen ebenso wenig geben, wie das „Sitzenbleiben“.</p>
<p>b) <strong>DIE LINKE</strong> meint: Mit funktionierenden Gemeinschaftsschulen k&#246;nnten mehr Menschen Abitur machen und studieren. Das w&#228;re gut. Gleichzeitig m&#252;ssen wir dringend verhindern, dass jeder zehnte Jugendliche die Schule ohne Abschluss verl&#228;sst. Wir brauchen also eine h&#246;here Abiturientenquote und eine niedrigere Schulabbrecherquote. DIE LINKE ist zudem daf&#252;r, dass Menschen ohne Abitur und mit Berufsausbildung studieren d&#252;rfen.</p>
<p><strong>Miller:</strong> 5. Zahlreiche Analysen und Gutachten zur unzureichenden Lehrerbildung (Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung) sind seit Jahren bekannt. Was soll in den n&#228;chsten Jahren ge&#228;ndert werden?</p>
<p><strong>Die Linke:</strong> Dringend m&#252;ssen mehr Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet werden. Jahrelang haben die Bundesl&#228;nder an Studienpl&#228;tzen und Hochschulen gespart, um sich nun gegenseitig studierte Lehrkr&#228;fte abzuwerben. DIE LINKE setzt sich f&#252;r mehr Studienpl&#228;tze und f&#252;r eine bessere Bezahlung der Lehrerinnen und Lehrer ein.</p>
<p>DIE LINKE h&#228;lt es f&#252;r erforderlich, die p&#228;dagogische Ausbildung zu reformieren. Es kann nicht l&#228;nger sein, dass angehende Lehrerinnen und Lehrer w&#228;hrend ihres Studiums kaum Praxiskontakte haben. Die Aufteilung in Fachausbildung auf der einen Seite und p&#228;dagogischer Praxis auf der anderen Seite, die zudem noch haupts&#228;chlich in die zweite Phase der Lehrerausbildung verschoben wird, wird dem Anspruch an den Lehrerinnen- und Lehrerberuf nicht gerecht. Wir fordern eine Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung, von Fachwissenschaft und P&#228;dagogik, Didaktik und Methodik &#252;ber die gesamte Dauer der Ausbildung. Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer brauchen ebenso solide psychologische und sozialp&#228;dagogische Kenntnisse wie diagnostische F&#228;higkeiten und Grundkenntnisse &#252;ber sonderp&#228;dagogische Arbeit. Eine Gemeinschaftsschule ben&#246;tigt keine »Zwei-Klassengesellschaft« im Lehrerinnen- und Lehrerberuf, sondern eine gemeinsame Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern mit einer Spezialisierung f&#252;r unterschiedliche Schulstufen, f&#252;r die Primar- und die Sekundarstufen. Wer die erste Staatspr&#252;fung erfolgreich absolviert hat, muss einen Rechtsanspruch auf die zweite Phase der Lehrerausbildung haben. Diese soll sich zeitnah an das Studium anschlie&#223;en. DIE LINKE fordert, dass das Land Hessen wieder in die Tarifgemeinschaft der L&#228;nder eintritt und das Tarifdumping in Hessen aufh&#246;rt. Au&#223;erdem muss die Arbeitszeitverl&#228;ngerung f&#252;r Lehrkr&#228;fte zur&#252;ckgenommen werden. Lehrerinnen und Lehrer m&#252;ssen ein Recht auf Fort- und Weiterbildung haben. Daf&#252;r muss genug Personal zur Verf&#252;gung stehen.</p>
<p><strong>Miller:</strong> 6. Das Konzept der &#8220;Selbstverantwortlichen Schule&#8221; &#8211; eigene Rechtsf&#228;higkeit, Budget- und Personalhoheit, p&#228;dagogische Gestaltungsspielr&#228;ume &#8211; wird in Hessen seit Jahren diskutiert. Besonders gro&#223;e Berufsschulen und Gymnasien sind daran interessiert.<br />
a) Soll dieses Konzept zeitnah in der Fl&#228;che umgesetzt werden?<br />
b) Erfolgt eine Vollfinanzierung durch den Staat?</p>
<p><strong>DIE LINKE </strong> ist a) f&#252;r mehr p&#228;dagogische Gestaltungsspielr&#228;ume der Schulen. Allerdings bef&#252;rchten wir Bildungsk&#252;rzungen und Privatisierung unter dem Deckmantel der „Selbstverantwortlichen Schule“.<br />
Modellversuche wie z.B. die Eigenverantwortliche Schule nach dem Modell der Bertelsmannstiftung in NRW beg&#252;nstigen eine Art von Selbstst&#228;ndigkeit in Schulen, die von wirtschaftlichen Interessen geleitet werden. Sie versch&#228;rft die Konkurrenz zwischen den Schulen und schiebt die Verantwortung f&#252;r die desolate finanzielle Situation auf die Schulen selbst ab. Durch den Anpassungsdruck werden Schulen gegeneinander ausgespielt und die Unabh&#228;ngigkeit staatlicher Schulen wird ausgehebelt: Diese scheinbaren Reformprojekte bedienen sich der Schlagworte wie Leistungsf&#228;higkeit und Qualit&#228;tssicherung, um die Schulen miteinander in Konkurrenz zu setzen. Deshalb lehnen wir das Konzept ab. Eine wirkliche Autonomie im Schulbereich erfordert ausreichendes und qualifiziertes Personal f&#252;r die Unterrichtsversorgung, f&#252;r die Sozialarbeit, f&#252;r den Ganztagsbetrieb und f&#252;r erfolgreiches Lernen. Eine nachhaltige Unterst&#252;tzung f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, Lehrerinnen und Lehrer und Schulleitungen muss durch den Staat gew&#228;hrleistet werden. Die Rechte der Lehrkr&#228;fte-, Eltern- und Sch&#252;lervertretungen sind sehr eingeschr&#228;nkt. In einer wirklich eigenverantwortlichen Schule aber treffen sie alle wesentlichen schulischen Entscheidungen.</p>
<p>b) <strong>DIE LINKE </strong> bef&#252;rchtet, dass das Land Hessen das Konzept nicht ausfinanziert, sondern f&#252;r K&#252;rzungen benutzt. Die Schulen m&#252;ssten bei Budgethoheit K&#252;rzungen des Landes selbst umsetzen. Sie werden immer weiter in die Enge getrieben, so dass sie auch privatwirtschaftliche Gelder einholen, um bestehen zu k&#246;nnen. Dies sind die schlechten Erfahrungen von der „Autonomie der Hochschulen“. Bildung ist eine &#246;ffentliche Aufgabe und liegt in der Verantwortung des Landes. Sie darf nicht von Sponsoren abh&#228;ngig sein.Schulen d&#252;rfen keine betriebswirtschaftlich handelnden Unternehmen werden! Lehrerinnen und Lehrer und weitere Besch&#228;ftigte der Schulen w&#228;ren nicht mehr Besch&#228;ftigte des &#246;ffentlichen Dienstes des Landes Hessen, sondern der einzelnen Schule. Die Schulen k&#246;nnten die Arbeitsbedingungen verschlechtern und die K&#252;rzungen auf dem R&#252;cken der Besch&#228;ftigten austragen. Diese h&#228;tten weniger M&#246;glichkeiten, sich gemeinsam dagegen zu wehren.</p>
<p><strong>Miller: </strong> 7. Das Landesabitur wird j&#228;hrlich mit ca. zwei Millionen Entwicklungskosten (&#246;ffentliche Steuergelder) von Lehrerkommissionen erstellt. Die verbrauchten Pr&#252;fungsaufgaben wurden 2007 und 2008 an private Verlage verkauft und ca. zehntausend Euro Einnahmen erzielt. Soll diese Regelung beibehalten werden oder besteht Aussicht darauf, dass die verbrauchten Pr&#252;fungsaufgaben mit L&#246;sungen f&#252;r jedermann kostenfrei im Internet 2009 einsehbar sind?</p>
<p><strong>DIE LINKE </strong> ist gegen die Privatisierung von Bildung, also auch gegen das Verkaufen von Abitursaufgaben an private Verlage. Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler k&#246;nnten sich besser auf das Abitur vorbereiten, wenn die Aufgaben im Internet oder anderweitig ver&#246;ffentlicht w&#228;ren.</p>
<p>Vielen Dank f&#252;r das Interview.</p>
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		<title>Hessische Bildungspolitik: SPD im Interview beim Bildungswirt</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 22:04:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Bildungswirt stellt hessischen Bildungspolitikern sieben Fragen vor der Landtagswahl am 18.01.2009. Als erste antwortet Heike Habermann (SPD) Foto: Homepage von H. Habermann Miller: Was hat f&#252;r Ihre Partei oberste bildungspolitische Priorit&#228;t? Habermann: Oberste Priorit&#228;t hat die Herstellung von Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung – von der Kita bis zum lebenslangen Lernen. In Hessen ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Bildungswirt stellt hessischen Bildungspolitikern sieben Fragen vor der Landtagswahl am 18.01.2009. Als erste antwortet Heike Habermann (SPD)</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-673" title="heike_habermann_spd_logo-hp" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2009/01/heike_habermann_spd_logo-hp.jpg" alt="heike_habermann_spd_logo-hp" width="499" height="180" /><br />
Foto: Homepage von H. Habermann</p>
<p><strong>Miller:</strong> Was hat f&#252;r Ihre Partei oberste bildungspolitische Priorit&#228;t?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Oberste Priorit&#228;t hat die Herstellung von Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung – von der Kita bis zum lebenslangen Lernen. In Hessen ist der Bildungserfolg durch verst&#228;rkte Selektion weiterhin abh&#228;ngig von der Herkunft und vom Geldbeutel der Eltern. Mit Investitionen in fr&#252;hkindliche Bildung, einer Lehrerzuweisung, die an einem Sozialindex orientiert ist, durch die Einrichtung von Ganztagsschulen und durch die F&#246;rderung l&#228;ngeren gemeinsamen Lernens in kleineren Klassen wollen wir dieses Ziel erreichen.</p>
<p><strong>Miller:</strong> Sehen Sie einen Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung? Wenn ja, welche Konsequenzen ergeben sich daraus?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Ausbildung umfasst die Vorbereitung auf einen Beruf und/oder eine berufliche Perspektive. Jeder junge Mensch muss nicht nur die Chance auf einen m&#246;glichst guten Bildungsabschluss sondern auch das Recht auf eine Ausbildung erhalten. Neben dem dualen System muss deshalb ein System von Ausbildungsm&#246;glichkeiten vom Land ausgebaut und finanziert werden – auch unter Beteiligung der Arbeitgeber.</p>
<p><strong>Miller: </strong>Soll Unterricht und Studium f&#252;r die Lernende auch in Zukunft kostenfrei sein, d.h. durch Steuermittel finanziert werden?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Ja, auf jeden Fall. Die Hessische SPD hat die Studiengeb&#252;hren abgeschafft und wird daran festhalten. Unser Ziel ist eine h&#246;here Quote von Hochschulabsolventen, da wir qualifizierte Kr&#228;fte f&#252;r die Zukunft brauchen. Niemand darf durch Geb&#252;hren von Bildungsabschl&#252;ssen oder Studium abgehalten werden.</p>
<p><strong>Miller:</strong> Was halten Sie von den beiden Thesen: a) Das Gymnasium ist die moderne Volksschule des 21.Jahrhunderts und b) Wir brauchen in Zukunft eine signifikant h&#246;here Abiturientenquote.</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Das Gymnasium entwickelt sich bei von den Eltern gew&#252;nschten &#220;bergangsquoten zwischen 40 und 70 Prozent schon heute zur Gesamtschule. Deshalb muss auch das Gymnasium seiner Aufgabe gerecht werden, m&#246;glichst viele junge Menschen zu dem gew&#252;nschten Bildungsabschluss zu f&#252;hren und die Verantwortung f&#252;r ihren Bildungsweg zu &#252;bernehmen. Deutschland hat im internationalen Vergleich eine geringere Abiturientenquote. Zu fr&#252;he Selektion verhindert zuverl&#228;ssige Bildungsprognosen f&#252;r das einzelne Kind und verschenkt wertvolle Begabungen und Potenziale. Wir brauchen definitiv mehr Abiturienten und m&#252;ssen alle Schulen in die Lage versetzen, jedes Kind so weit als m&#246;glich auf seinem individuellen Bildungsweg zu f&#246;rdern.</p>
<p><strong>Miller:</strong> Zahlreiche Analysen und Gutachten zur unzureichenden Lehrerbildung (Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung) sind seit Jahren bekannt. Was soll in den n&#228;chsten Jahren ge&#228;ndert werden?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Neben kurzfristigen Ma&#223;nahmen zur Verbesserung des bestehenden Lehrerbildungsgesetzes, insbesondere in der zweiten Ausbildungsphase,  will die Hessische SPD eine Reform der Lehrerbildung, die die Gleichwertigkeit der Lehr&#228;mter herstellt. In der ersten Ausbildungsphase sollten alle zuk&#252;nftigen Lehrkr&#228;fte auf ihre eigentliche Aufgabe – die Arbeit mit den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern – vorbereitet werden. H&#246;here Praxisanteile, P&#228;dagogik, Diagnostik und Didaktik stehen im Vordergrund. Der Lehrer der Zukunft moderiert Lernprozesse und ist nicht in erster Linie Fachwissenschaftler. Das Fort- und Weiterbildungssystem muss in der Bildungsregion und an den einzelnen Schulen verankert werden, um Lernprozesse im gesamten Kollegium anzusto&#223;en.</p>
<p><strong>Miller:</strong> Das Konzept der &#8220;Selbstverantwortlichen Schule&#8221;  &#8211; eigene Rechtsf&#228;higkeit,<br />
Budget- und Personalhoheit, p&#228;dagogische Gestaltungsspielr&#228;ume   &#8211; wird in Hessen seit Jahren diskutiert. Besonders gro&#223;e Berufsschulen und Gymnasien sind daran interessiert.<br />
a) Soll dieses Konzept zeitnah in der Fl&#228;che umgesetzt werden?<br />
b) Erfolgt eine Vollfinanzierung durch den Staat?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Unser Ziel ist die eigenverantwortliche Schule, die weitgehend &#252;ber inhaltliche und organisatorische Fragen selbst entscheidet. Gemeinsam mit dem Schultr&#228;ger muss ein Gesamtbudget festgelegt werden, das die Schulen unter Mitwirkung von Eltern, Schultr&#228;ger, Kollegium und Sch&#252;lerschaft verwalten. Die eigenverantwortliche Schule soll in die Fl&#228;che umgesetzt, demokratisch verfasst und voll durch den Staat finanziert sein.</p>
<p><strong>Miller:</strong> Das Landesabitur wird j&#228;hrlich mit ca. zwei Millionen Entwicklungskosten (&#246;ffentliche Steuergelder) von Lehrerkommissionen erstellt. Die verbrauchten Pr&#252;fungsaufgaben wurden 2007 und 2008 an private Verlage verkauft und ca. zehntausend Euro Einnahmen erzielt. Soll diese Regelung beibehalten werden oder besteht Aussicht darauf, dass die verbrauchten Pr&#252;fungsaufgaben mit L&#246;sungen f&#252;r jedermann kostenfrei im Internet 2009 einsehbar sind?</p>
<p><strong>Habermann:</strong> Das Landesabitur muss evaluiert und in seiner zuk&#252;nftigen Struktur hinterfragt werden. Pr&#252;fungsaufgaben vergangener Jahre m&#252;ssen auf jeden Fall frei zug&#228;nglich sein.</p>
<p>Bildungswirt: Frau Habermann, besten Dank f&#252;r das Interview.</p>
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		<title>Fotokopieren an Schulen neu geregelt</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 21:40:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bonn, 28.11.2008: Das Fotokopieren an Schulen ist auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt worden. Ein neuer Vertrag zwischen den L&#228;ndern der Bundesrepublik Deutschland und den Verwertungsgesellschaften VG Wort, VG Bild-Kunst, VG Musikedition sowie den Schulbuchverlagen, vertreten durch die Vereinigung der Schulbuch- und Bildungsmedienverlage (VdS Bildungsmedien), legt fest, in welchem Rahmen Kopien f&#252;r Unterrichtszwecke konkret hergestellt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bonn, 28.11.2008: Das Fotokopieren an Schulen ist auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt worden. Ein neuer Vertrag zwischen den L&#228;ndern der Bundesrepublik Deutschland und den Verwertungsgesellschaften <strong>VG Wort, VG Bild-Kunst, VG Musikedition sowie den Schulbuchverlagen</strong>, vertreten durch die Vereinigung der Schulbuch- und Bildungsmedienverlage (VdS Bildungsmedien), legt fest, in welchem Rahmen Kopien f&#252;r Unterrichtszwecke konkret hergestellt werden d&#252;rfen. Damit wird den Schulen mehr Rechtssicherheit gegeben.</p>
<p>Die neue Vereinbarung gestattet den Lehrkr&#228;ften bundesweit, Kopien in Klassensatzst&#228;rke f&#252;r den Unterrichtsgebrauch herzustellen &#8211; und zwar auch aus Schulb&#252;chern und sonstigen Unterrichtsmaterialien. Die Kopien sollen dabei weder Schulb&#252;cher noch andere Werke ersetzen. Daher gelten hierf&#252;r die folgenden Grunds&#228;tze:<br />
<strong>Kopiert werden d&#252;rfen an Schulen:</strong><br />
1. <strong>bis zu 12 % eines jeden urheberrechtlich gesch&#252;tzten Werkes, jedoch h&#246;chstens 20 Seiten. Dies gilt insbesondere auch f&#252;r Schulb&#252;cher, Arbeitshefte, Sach- und Musikb&#252;cher</strong></p>
<p>2.soweit es sich nicht um Schulb&#252;cher oder sonstige Unterrichtsmaterialien handelt, <strong>ausnahmsweise sogar ganze Werke, wenn diese nur von geringem Umfang sind</strong> und zwar<br />
* Musikeditionen mit maximal 6 Seiten<br />
* sonstige Druckwerke (au&#223;er Schulb&#252;chern oder Unterrichtsmaterialien) mit maximal 25 Seiten sowie   * Bilder, Fotos und sonstige Abbildungen.<br />
Somit kann z.B. ein f&#252;nfseitiger Zeitungsartikel oder ein 20-seitiger Comic komplett kopiert werden. Aus einem 20-seitigen-Arbeitsheft k&#246;nnen dagegen nur knapp 2,5 Seiten vervielf&#228;ltigt werden, da Arbeitshefte zu den Unterrichtsmaterialien z&#228;hlen. <a title="KMK, Pressemitteilung vom 28.11.2008" href="http://www.kmk.org/aktuell/home1.htm" target="_blank">mehr &#8230;</a></p>
<p><strong>Kommentar:</strong><br />
Und die Kultusministerkonferenz (KMK) bewegt sich doch, da sage in Zukunft keiner mehr sp&#246;ttisch -  KMK, die &#8220;griechische Landschildkr&#246;te&#8221;. Der abgeschlossene Vertrag l&#228;uft r&#252;ckwirkend vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2010. Die L&#228;nder &#252;bernehmen stellvertretend f&#252;r die Sachaufwandstr&#228;ger die Zahlung der Lizenzverg&#252;tung.<br />
Jetzt ist es nur noch ein kleiner, aber mutiger Schritt, um sinnvoll die <strong>Ver&#246;ffentlichung von verbrauchten Abitur-Pr&#252;fungsaufgaben im Internet</strong> zu regeln. Endlich hat man sich intensiver mit der Copyrightfrage besch&#228;ftigt. Geht doch! Wer will, der findet angemessene L&#246;sungen.</p>
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		<title>Bildungswirt trifft Lehrerfreund &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 19:31:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Link zum Interview: http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/abituraufgaben-bildungswirt-interview &#196;hnliche Artikel31. M&#228;rz 2010 -- Was der hessischen Bildungspolitik fehlt (3)28. Februar 2010 -- Der Frankfurter Theoretiker Ulrich Oevermann ist 70 &#8211; Gl&#252;ckwunsch!24. Februar 2010 -- Kulturpolitischer Ausschuss im hessischen Landtag10. Januar 2009 -- Das Banzer-Wagner-Duell der hessischen Bildungspolitik10. November 2008 -- Abitur verkauft &#8211; 9. Nachlese und die Copyrightfrage3. Juni [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_520" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/abituraufgaben-bildungswirt-interview"><img class="size-full wp-image-520" title="bildungswirt-beim-lehrerfreund-abitur-verkauft-2008" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/11/bildungswirt-beim-lehrerfreund-abitur-verkauft-2008.png" alt="Der Lehrerfreund berichtet &#252;ber den Bildungswirt" width="500" height="526" /></a><p class="wp-caption-text">Der Lehrerfreund berichtet &#252;ber den Bildungswirt</p></div>
<p>Link zum Interview:<br />
<a href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/abituraufgaben-bildungswirt-interview">http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/abituraufgaben-bildungswirt-interview</a></p>
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		<title>Abitur verkauft &#8211; 9. Nachlese und die Copyrightfrage</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 01:54:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Artikel „Abitur verkauft – 8. Nachlese“ sagte ich zu, richtungweisende Handlungsschritte und L&#246;sungen betreffend einer &#8220;&#246;ffentlichen Zug&#228;nglichkeit von zentralen Pr&#252;fungen&#8221; anzubieten. Dazu ist es notwendig, bisherige Positionen des hessischen Kultusministeriums n&#228;her zu analysieren und die Plausibilit&#228;t der vorgebrachten Gr&#252;nde zu pr&#252;fen. Textgrundlage sind somit die parlamentarische Anfrage der Gr&#252;nen (des Abgeordneten Mathias Wagner) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_193" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-193" title="miller-2008-denken-montenegro" src="http://bildungswirt.de/wp-content/uploads/2008/09/miller-2008-denken-monteneg.jpg" alt="" width="500" height="323" /><p class="wp-caption-text">Freies Denken in Hessen 2008, Foto Miller</p></div>
<p>Im Artikel <a title="„Abitur verkauft – 8. Nachlese“" href="http://www.bildungswirt.de/2008/11/01/abitur-verkauft-8-nachlese/">„Abitur verkauft – 8. Nachlese“</a> sagte ich zu, richtungweisende Handlungsschritte und L&#246;sungen betreffend einer <strong>&#8220;&#246;ffentlichen Zug&#228;nglichkeit von zentralen Pr&#252;fungen&#8221;</strong> anzubieten. Dazu ist es notwendig, bisherige Positionen des hessischen Kultusministeriums n&#228;her zu analysieren und die Plausibilit&#228;t der vorgebrachten Gr&#252;nde zu pr&#252;fen. Textgrundlage sind somit die parlamentarische Anfrage der Gr&#252;nen (des <a title="Abgeordneten Mathias Wagner" href="http://www.wagner2008.de/">Abgeordneten Mathias Wagner</a>) und die 10 Antworten des gesch&#228;ftsf&#252;hrenden Kultusministers J&#252;rgen Banzer.</p>
<p>Drei Voraussetzungen / Unterstellungen werden meinerseits getroffen:<br />
1.	Dass es um die bestm&#246;gliche Bildung und Ausbildung der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler geht; dies beinhaltet auch eine optimale Pr&#252;fungsvorbereitung und die Bereitstellung der erforderlichen Mittel im &#246;ffentlichen Schulwesen<br />
2.	Dass der „zwanglose Zwang des besseren Arguments“ grunds&#228;tzlich gilt, also Lernf&#228;higkeit und Lernbereitschaft im Dialog gegeben sind und gemeinsam um die sinnvollste L&#246;sung gerungen wird<br />
3.	Dass das &#246;konomische Prinzip grunds&#228;tzlich gilt, d.h. dass sich einfachere, effizientere und kosteng&#252;nstigere Verfahren gegen&#252;ber umst&#228;ndlicheren und kostenintensiveren durchsetzen.</p>
<p>Als thematischer Hintergrund wird auf die gesamte Artikel-Serie „Abitur verkauft“ im Bildungswirt rekurriert (vgl. die entsprechenden Hinweise unter <em>&#228;hnliche Artikel </em>am Schluss). Dazu geh&#246;ren selbstverst&#228;ndlich auch die dargestellten Positionen der Parteien im hessischen Landtag, der Lehrerverb&#228;nde und die zahlreichen engagierten Kommentare von Bloggern / Lesern.</p>
<p>Fangen wir an:<br />
1.	Zun&#228;chst ist richtig, das es sich um ein komplexes Vorhaben handelt: „..<strong>.j&#228;hrlich etwa 300 Aufgaben in 43 F&#228;chern“(Banzer)</strong> und Regelungen des Urheber-Gesetzes (Copyright-Problem) zu ber&#252;cksichtigen sind. Niemand kann das mit guten Gr&#252;nden bezweifeln. Nur welche Analyse wird angestellt, welche Interpretation favorisiert und welche Schl&#252;sse werden gezogen? Verschaffen wir uns ein differenziertes Bild zur Struktur der F&#228;cher. Drei Aufgabenfelder mit zugeordneten F&#228;chern liegen vor:<br />
a) das sprachlich-literarisch-k&#252;nstlerische Feld mit Deutsch, Kunst, Musik, Darstellendes Spiel und den Fremdsprachen Englisch, Franz&#246;sisch, Spanisch, Italienisch, Latein, Altgriechisch, Russisch, Chinesisch, Japanisch (unter bestimmten Bedingungen k&#246;nnen noch weitere Fremdsprachen an den Schulen angeboten werden)<br />
b) das gesellschaftswissenschaftliche Feld mit Geschichte, Politik und Wirtschaft, Wirtschaftswissenschaften, Erdkunde, Rechtskunde, Philosophie, Ethik, evangelischer und katholischer Religion<br />
c) das mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Feld mit Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Informatik</p>
<p>Aus dem beruflichen Gymnasium kommen noch weitere F&#228;cher mit Schwerpunktsetzungen in den gew&#228;hlten Fachrichtungen hinzu wie z.B. Maschinenbau, Elektrotechnik, Bautechnik, Wirtschaftslehre, Agrarwirtschaft, Ern&#228;hrung und Hauswirtschaft. Aus den Schulen f&#252;r Erwachsene gibt es noch erg&#228;nzend „Exoten“ wie „Historisch-politische Bildung“ und „Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ (thematisch und methodisch ein etwas anderer Zuschnitt als das Fach „Politik und Wirtschaft“ oder „Geschichte“). Erg&#228;nzend w&#228;ren noch allgemein das Fach Sport und „Bilingualer Unterricht“ zu nennen und zum Teil noch eine Differenzierung zwischen Grundkursfach und Leistungskursfach zu ber&#252;cksichtigen. Zugegeben, insgesamt ein weites komplexes Feld. Was ist zu tun?</p>
<p>Jeder vern&#252;nftige Mensch, der Pr&#252;fungsaufgaben dokumentieren und Lernprozesse f&#246;rdern will, konzentriert sich angesichts der F&#252;lle auf das Wesentliche: Was ist definitiv vorgeschrieben (Pflichtfach) und was wird von den Sch&#252;lern schwerpunktm&#228;&#223;ig im Abitur gew&#228;hlt? Daraus ergibt sich f&#252;r alle als <strong>1. Staffel: Deutsch, Englisch, Mathematik, Politik und Wirtschaft und Biologie. </strong>2. Staffel: Geschichte, Franz&#246;sisch, Spanisch, Latein, Chemie, Physik und Religion. Alles Weitere w&#228;re w&#252;nschenswert und ist abh&#228;ngig von den eingesetzten Ressourcen. <strong>Aus den angeblich 43 F&#228;chern reduziert sich das Ganze auf ein MUSS von 5 F&#228;chern (1.Staffel) und max. 7 F&#228;chern (2.Staffel). Das Wedeln mit 43 F&#228;chern lenkt also unn&#246;tig vom Kern des Problems ab.</strong></p>
<p>(Bedenke, geneigte Leserin, geneigter Leser: dein im Moment vollzogener Leseakt ist ein kreativer konstruktiver Prozess und bef&#246;rdert eigene, erg&#228;nzende L&#246;sungen des Problems, z.B. in welchen F&#228;chern aufgrund ihrer „Exotik“ nur dezentral zu pr&#252;fen w&#228;re? Bitte an den Bildungswirt schreiben oder gleich direkt an das HKM, Luisenplatz 10,  65185 Wiesbaden)</p>
<p>2.	Bei der Dokumentation von Pr&#252;fungen ist zu unterscheiden in: a) Aufgabenstellungen, b) Material, also Texte, Bilder, Grafiken und c) L&#246;sungen, Hinweise, Bewertungsma&#223;st&#228;be. <strong>F&#252;r a) und c) gibt es kein Copyright, da Aufgaben und L&#246;sungen von Lehrerinnen und Lehrern im hessischen Schuldienst erstellt  und i.d.R. durch Deputatstunden (Unterrichtsentlastung) verg&#252;tet wurden</strong>. a) und c) k&#246;nnten f&#252;r alle F&#228;cher kostenfrei und problemlos im Internet zur Verf&#252;gung gestellt werden. Der Sch&#252;ler hat zeit- und ortsungebunden ein Recht darauf, zu erfahren, was von ihm im <strong>„&#246;ffentlichen Pr&#252;fungsakt“ </strong>verlangt wird. Wir sind inzwischen – auch wenn der ein oder andere noch be&#228;ngstigend  und r&#252;ckw&#228;rtsgewandt dreinblickt –<strong> im Internetzeitalter</strong> angekommen.</p>
<p>3.	Kommen wir zum heiklen Punkt: b) Material. Hier gilt es zu unterscheiden zwischen kostenfreiem und i.d.R. frei verwendbarem Material einerseits und kostenpflichtigem und zustimmungsabh&#228;ngigem Material andererseits. Diese Copyright-Pr&#252;fung kann durch alle F&#228;cher ohne gro&#223;en Arbeitsaufwand durchgef&#252;hrt werden, vorzugsweise bei den 12 genannten F&#228;chern (1. und 2. Staffel). Exemplarisch will ich das an einigen F&#228;chern zeigen. Der Grundsatz gilt: Alle Texte, die &#228;lter als 70 Jahre sind, k&#246;nnen von jedermann frei verwendet werden, unterliegen also keinem Copyright! <strong>Aus der vorgeschriebenen Leseliste im Fach Deutsch folgt, dass fast alle Texte copyrightfrei sind, z.B. Goethe, Schiller, Fontane, B&#252;chner,</strong>…Analog gilt das f&#252;r Texte in Geschichte und Latein zu 95%. Besondere Schlauberger kommen allerdings auf die „Gesch&#228;ftsidee“ zu sagen: ja, die Texte sind copyrightfrei, aber nicht mein Layout. Dann nimmt man eben den Text, bastelt sich in 10 Minuten sein eigenes Layout und schon ist das Problem gel&#246;st. In den F&#228;chern Mathematik, Chemie und Physik ist das Copyright marginal. Fast alles ist von den Lehrerinnen und Lehrern selbst erstellt, z.B. Formeln, Symbolketten, einfache Grafiken, Versuchsbeschreibungen. Zus&#228;tzlich gibt es – wie jetzt schon &#252;blich &#8211; netzver&#246;ffentlichte Handreichungen.</p>
<p>4.	Kommen wir zum verbleibenden kleinen Kern des kostenpflichtigen Problems. Autoren und Verlagen werden in Bezug auf das Copyright verzerrt wahrgenommen und falsch eingesch&#228;tzt. Autoren und Verlage haben kein Interesse an Konflikten mit staatlichen Institutionen. Sie haben Interesse an Kooperation, an Werbung f&#252;r den eigenen Namen und ihre Produkte und selbstverst&#228;ndlich immer an Gesch&#228;ften. <strong>Schulbuchverlage erf&#252;llen eine wichtige Unterst&#252;tzungs- und Begleitfunktion f&#252;r Unterricht, sind hoch kooperativ, flexibel und gespr&#228;chsbereit</strong>. Die Autoren sind in der gro&#223;en Mehrheit selbst  Lehrerinnen und Lehrer im Schuldienst oder Hochschuldienst (oder Pension&#228;re). Ein geschicktes staatliches Management bindet sie in l&#228;ngerfristige Entscheidungen ein und sorgt f&#252;r eine Win-Win-Situation. Oft erh&#228;lt man kostenfrei (oder f&#252;r einen kleinen symbolischen Obolus)  Abdruckrechte f&#252;r Texte, Bilder, Grafiken, wenn selbstverst&#228;ndlich die Quelle und „mit freundlicher Genehmigung des XY-Verlags“ genannt wird. Schulbuchverlage haben ein hohes Interesse daran, dass ihre Produkte an den Schulen vor Ort im Gespr&#228;ch sind und auch immer wieder bestellt werden. Grunds&#228;tzlich gilt die gleiche Einsch&#228;tzung zu kooperativem Verhalten auch bei gro&#223;en Medien wie z.B. der FAZ, der FR, der Zeit oder dem HR, wenn z.B. auf aktuelle Berichterstattung zur&#252;ckgegriffen wird. Die Abdruckrechte f&#252;r „typische Zeitungsartikel“ zu erhalten, eingesetzt z.B. im Fach Politik und Wirtschaft, ist wirklich kein ernsthaftes Problem. Zudem gibt es die M&#246;glichkeit, &#252;ber eine geringf&#252;gige, einmalige Jahreszahlung pauschal Abdruckrechte f&#252;r „aktuelle Berichterstattungen“ und die Verwendung zum „Abiturzweck“ zu erhalten. Flexible Amtsjuristen k&#246;nnten mit VG-Wort Vertr&#228;ge/ Pauschalen &#252;ber die Nutzungsrechte aushandeln, zumal die Textl&#228;nge im Abitur i.d.R. nicht 900 Worte &#252;bersteigen darf. Auf Einzelnachweise wird dann im Vorfeld verzichtet; nach dem Abitur kann Bilanz gezogen werden. Insgesamt d&#252;rften sich die Zusatzkosten f&#252;r Dokumentation und Pr&#228;sentation auf nicht mehr als 1% (ein Prozent!) der &#246;ffentlichen Gesamtkosten der Abiturerstellung belaufen.</p>
<p>5.	Sollte ein „Platzhirsch“ am Markt im Einzelfall eine unangemessen hohe Summe f&#252;r Abdruckrechte wollen, so schl&#228;gt man das Angebot aus und ignoriert ihn. Zahlreiche qualitativ <strong>hochwertige Autoren und Verlage springen gerne ein</strong>, w&#228;ren froh, wenn sie beim Abitur „ber&#252;cksichtigt“ werden w&#252;rden. F&#252;r diesen Werbeeffekt sind sie bereit einiges zu tun. Ebenso muss ein Ministerium bereit sein, kreative und effiziente L&#246;sungen zu suchen.</p>
<p>6.	<strong>Noch weitgehend ungenutzt sind kostenfreie Quellen bei Text- und Bildmaterial, die das Internet anbietet. </strong>Hier w&#228;re eine qualifizierte Schulung der Lehrerkommissionen zur Aufgabenerstellung anzuraten. Das Internet-Polyversium ist doch deutlich weiter, tiefer und reichhaltiger als die meisten Zeitgenossen meinen.</p>
<p>7.	Das Ministerium vertritt in diesem Fall einen seltsam verengten Begriff von &#214;ffentlichkeit bzw. von „&#246;ffentlichem Zugriff“. Dem gegen&#252;ber muss betont werden, dass <strong>eine schul- und bildungspolitische &#214;ffentlichkeit aus Sch&#252;lern, Lehrern, Eltern, lokalen Schultr&#228;gern, universit&#228;rer Fach&#246;ffentlichkeit und den Medien besteht</strong>. Mit zwei CDs pro betroffener Schule (oder eine CD f&#252;r einen besonders privilegierten Journalisten) kann das nicht geleistet werden. Das angemessene Medium ist das Internet.</p>
<p>Insgesamt komme ich zum Ergebnis: <strong>Die von der Gymnasialabteilung des HKM vorbereiteten und vom Minister vorgebrachten Antworten sind wenig gest&#252;tzt auf gute Gr&#252;nde, sondern haben wesentlich die Form von luftigen Begr&#252;ndungen.</strong></p>
<p>Es bleibt die berechtigte, seit Monaten bekannte Forderung:<br />
<strong>“F&#252;r alle hessischen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler wird gew&#228;hrleistet:<br />
Kostenfreier Zugang zu allen zentralen Pr&#252;fungsaufgaben (mit L&#246;sungshinweisen!) via Internet. Dies gilt f&#252;r die gymnasiale Oberstufe genauso wie f&#252;r den Haupt- und Realschulbereich.”</strong></p>
<p>Zum Schluss noch ein pers&#246;nliches Wort an den Minister. Herr Banzer, der Kultusbereich bereitet Ihnen nach Ihren eigenen Worten Freude und ist f&#252;r Sie eine gro&#223;e Herausforderung. Nutzen Sie deshalb nebenbei den <strong>„Obama-Effekt“</strong> auch in Hessen und auch im Kleinen – change (!), yes we can. „Change“ klingt in der deutschen &#220;bersetzung mit „Wechsel“ zu technisch, gar etwas h&#246;lzern. &#220;bersetzen wir Change doch auch noch mit der Obertonreihe: Wandel durch Mut, Begeisterung und Engagement.  <strong>Eine Stunde „Change“ und das Problem w&#228;re gel&#246;st; der Rest ist professionelle Routine.</strong> Es liegt allein in Ihrer Hand. Sch&#252;ler, Eltern und Lehrer werden Ihnen die notwendige Korrektur danken.</p>
<p>PS. <strong>Die an den „hessischen Verh&#228;ltnissen“ aufgezeigten Probleml&#246;sungen gelten im Grundsatz auch bundesweit! </strong>Von allen Schulministerien kann in der Abiturproblematik mehr Sorgfalt, Dokumentationsbereitschaft und Engagement erwartet werden. Wie hei&#223;t die viel zitierte Formel in der Schule: „F&#246;rdern und Fordern“! Das gilt f&#252;r alle Beteiligten.<br />
In Korrespondenz dazu kann auch mein Beitrag <a title="Abitur in Deutschland" href="http://www.bildungswirt.de/2008/10/26/abitur-in-deutschland-1/">&#8220;Abitur in Deutschland (1)&#8221; </a>gelesen werden.</p>
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		<title>Abitur verkauft &#8211; 8. Nachlese</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 16:21:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Antwort des gesch&#228;ftsf&#252;hrenden Kultusministers, J&#252;rgen Banzer (CDU), auf die parlamentarische Anfrage der Gr&#252;nen „Zug&#228;nglichkeit aller zentralen Pr&#252;fungsaufgaben“ liegt endlich vor. Sie steht allen Internetnutzern im Landtagsinformationssystem in vollem Wortlaut, DRS/17/2/00522.pdf, kostenfrei zur Verf&#252;gung. Erinnern wir uns noch einmal, worum es in der Sache „Skandal: Abitur verkauft“ ging und immer noch geht: &#8220;F&#252;r alle hessischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Antwort des gesch&#228;ftsf&#252;hrenden Kultusministers, J&#252;rgen Banzer (CDU), auf die parlamentarische Anfrage der Gr&#252;nen <strong>„Zug&#228;nglichkeit aller zentralen Pr&#252;fungsaufgaben“ </strong>liegt endlich vor. Sie steht allen Internetnutzern im <a title="Antwort der Landesregierung 10/2008 zu Abitur verkauft" href="http://starweb.hessen.de/cache/DRS/17/2/00522.pdf" target="_blank">Landtagsinformationssystem in vollem Wortlaut, DRS/17/2/00522.pdf</a>, kostenfrei zur Verf&#252;gung.</p>
<p>Erinnern wir uns noch einmal, worum es in der Sache „Skandal: Abitur verkauft“ ging und immer noch geht:</p>
<p><strong>&#8220;F&#252;r alle hessischen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler wird gew&#228;hrleistet:<br />
Kostenfreier Zugang zu allen zentralen Pr&#252;fungsaufgaben (mit L&#246;sungshinweisen!) via Internet. Dies gilt f&#252;r die gymnasiale Oberstufe genauso wie f&#252;r den Haupt- und Realschulbereich.&#8221; … </strong></p>
<p><strong>&#8220;Herr Banzer, korrigieren Sie diese dicken Fehler im HKM. Hessen als &#8220;Bildungsland Nr.1&#8243; ist kein Kiosk, der Pr&#252;fungssonderangebote an privat verscherbelt. Sch&#252;ler, Eltern und Lehrer werden Ihnen die notwendige Korrektur danken.&#8221; (vgl. die gesamte Artikel-Serie &#8220;Abitur verkauft&#8221; 2008 im Bildungswirt)<br />
</strong></p>
<p>Die generelle Antwort der Landesregierung l&#228;sst sich im Sinne der angeblichen Komplexit&#228;t der markersch&#252;tternden Herausforderung (Landespr&#252;fungen ver&#246;ffentlichen!) und der „drohenden Gefahren“ etwa so zusammenfassen:</p>
<p>Wir – die Landesregierung, der Kultusminister &#8211;  w&#252;rden ja gern, aber das UrheberGesetz §53 ff verbietet uns jede Ver&#246;ffentlichung, ja wir stehen in der Gefahr (wie die Video-Piraten und die entsprechenden Spots, die wir angsteinfl&#246;&#223;end aus dem Kino kennen) „eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren“ (§106 UrhG) zu riskieren. Man sieht f&#246;rmlich schon den Kultusminister und Spitzenbeamte des HKM hinter schwedischen Gardinen und auch die fragenden Landtagsabgeordneten zucken zusammen, ob der Tragweite des Ersuchens nach einer Ver&#246;ffentlichung von Landespr&#252;fungen  im Internet. „Zustimmungen zu Internetver&#246;ffentlichungen sind nur sehr schwierig zu erreichen“, behauptet der Minister,  und „angesichts der sehr hohen Zahl von Aufgaben sowie angesichts des erforderlichen personellen uns s&#228;chlichen Aufwandes“ (sprich: das kann alles nicht vom HKM geleistet werden, 43 F&#228;cher und &#252;ber 300 Aufgaben) gibt es stattdessen 2 CDs pro Schule. Na, wenn das mal kein Service f&#252;r die interessierte &#214;ffentlichkeit darstellt. Diese CDs unterliegen selbstverst&#228;ndlich dem „Kopierschutz“, aber f&#252;r „unterrichtliche Zwecke“ d&#252;rfen von Lehrern „Aufgaben in Textform kostenfrei vervielf&#228;ltigt werden.“ (Hoffentlich stimmt das Arbeitsklima und der Kopieretat der Schule, damit auch bei den Lernern etwas ankommt. Versuchen Sie doch mal als Eltern an die Aufgaben f&#252;r ihren Nachwuchs ranzukommen! Im 1. Bildungsweg liegen f&#252;r 2008 noch keine CDs vor; im 2. Bildungsweg gibt es 15 CDs pro Schule seit Mitte Oktober).</p>
<p>Das Land Hessen gibt etwa 2 bis 2,5 Millionen Euro pro Jahr f&#252;r zentrale Pr&#252;fungen aus. Da man sich nicht in der Lage sieht, im Internet kostenfrei zu ver&#246;ffentlichen, verkauft man an verschiedene Verlage und &#8220;erh&#228;lt f&#252;r die Bereitstellung der verwendeten Abituraufgaben eines Jahres eine Verwaltungskostenpauschale in H&#246;he von 100 Euro pro Aufgabenset (3 Aufgaben).&#8221;  Das Land hat aus dem Verkauf im Jahr 2007 4.400 Euro und Jahr 2008 5.700.-Euro eingenommen. Vergleicht man die Einnahmen mit den gesch&#228;tzten Kosten, so kann jedermann sofort erkennen, dass hier wirklich Profis am Werk sind; sozusagen aktive Beitr&#228;ge zur Haushaltskonsolidierung und B&#252;rgerservice in einem!</p>
<p>&#8220;Die Verlage erhalten (aber) nur die Aufgabenstellungen, keine L&#246;sungs- und Bewertungshinweise.&#8221; (Da fragt man sich: warum eigentlich? Wenn man die Abituraufgaben an die Verlage de facto verschenkt, die Sch&#252;ler dann  einzelne Aufgabensets privat kaufen sollen/k&#246;nnen, w&#228;re es doch sinnvoll, gleich die L&#246;sungen mitzuliefern. Oder getraut man sich das nicht? Sind diese nicht ver&#246;ffentlichungsf&#228;hig? Warum den Verlagen die Arbeit unn&#246;tig schwer machen? Warum H&#228;ppchen und nicht das ganze Mahl?)</p>
<p>Letztlich verschanzt sich das Kultusministerium hinter der anscheinend un&#252;berwindbaren Mauer des Urheberrechts und der F&#252;lle des zu bearbeitenden Materials.</p>
<p><strong>Der Bildungswirt wird in einem weiteren Beitrag konkret zeigen, dass dieses &#8220;windige M&#228;uerchen&#8221; leicht zu &#252;berspringen w&#228;re, wenn man denn wollte. Der Bildungswirt wird richtungsweisenden Handlungsschritte aus solidarischem B&#252;rger-Engagement f&#252;r die junge Generation und deren Lernbedingungen unterbreiten. Er verzichtet vorab auf jedes Beratungshonarar, was ihm normalerweise das HKM zahlen m&#252;&#223;te. Die &#8220;Abiturfrage&#8221; ist insgesamt zu wichtig und bedarf einer sinnvollen L&#246;sung. </strong></p>
<p>Dies ist alles unabh&#228;ngig davon, wer in Wiesbaden regiert. Der Appell geht deshalb vor der Ypsilanti-Koch-Abstimmung am 04. November an <strong>alle f&#252;nf Parteien im hessischen Landtag</strong>, sich endlich im Interesse der Sch&#252;ler, Eltern und Lehrer zu engagieren. Auch in Wiesbaden zieht bald wieder mehr Ruhe und Gelassenheit ein, damit wieder etwas f&#252;r die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger gearbeitet werden kann. Zudem w&#228;re es w&#252;nschenswert, wenn sich in Hessen die gro&#223;en Medien wie FAZ, FR und HR dieser Abiturproblematik annehmen w&#252;rden. Die Hoffnung bleibt &#8230;</p>
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