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Jugend debattiert in Hessen auch 2010

22. Oktober 2009 · von Miller · Keine Kommentare Artikel drucken Artikel drucken

Wiesbaden/Frankfurt. Jugend debattiert startet in Hessen in eine neue Projektphase. Am 20. Oktober haben dazu die Gemeinnützige Hertie-Stiftung und das Hessische Kultusministerium eine Kooperationsvereinbarung für die Projektlaufzeit 2009 – 2012 von Jugend debattiert unterzeichnet. „Mittlerweile haben wir rund 13.000 Schüler, 480 Lehrkräfte und 75 Schulen für dieses wichtige Projekt gewonnen. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, das es weiter auszubauen gilt“, sagte Kultusministerin Dorothea Henzler in Wiesbaden.

(Ein Eindruck aus dem letzten Bundesfinale 2009 – eine Castingshow?)

„Das Projekt verknüpft Wettbewerb und Training. Jugendliche lernen so das faire und geregelte Debattieren“, betonte die Ministerin. Jugend debattiert fördert die sprachliche und politische Bildung, die Meinungsbildung und Persönlichkeitsentwicklung sowie die Schulentwicklung. Teilnehmen können allgemeinbildende und berufsbildende Schulen ab Klasse 8. Voraussetzung ist die Fortbildung mindestens zweier Lehrkräfte zur Projektlehrkraft pro Schule.
Jugend debattiert startet nun die dritte Projektphase: Als Pilotprojekt 2001 in Frankfurt am Main gestartet, standen in den Jahren 2002 – 2005 die Implementierung und der Ausbau des Bundeswettbewerbs im Vordergrund. Auch von 2005 – 2009 konnten die Teilnehmerzahlen kontinuierlich gesteigert werden (2001: 350 Schüler, 70 Lehrkräfte, 18 Schulen; 2005: 8.000 Schüler, 210 Lehrkräfte, 55 Schulen; 2009: 13.000 Schüler, 480 Lehrkräfte, 75 Schulen).

Das Ziel der neuen Projektphase 2009 – 2012 wird sein, ein flächendeckendes Angebot für Jugend debattiert in Hessen zu schaffen. Jede Region (Landkreis oder Schulamtsbezirk) soll durch einen Regionalverbund abgedeckt werden. Bis zum Ende des Schuljahres 2011/12 soll dieser Neustrukturierungs- und Ausdehnungsprozess abgeschlossen sein.

Leider erfährt man über den konkreten Inhalt der Kooperationsvereinbarung nichts: materiellen Ressourcen, Finanzetat, Zuschüsse durch Stiftungen, Entlastungen der Lehrerinnen und Lehrer, Verpflichtungen der Partner.
An Themen 2010/2011 schlagen wir vor:
1. Sollen Öffentlichkeit und Transparenz in der Demokratie weiter ausgebaut werden?
2. Freier Internetzugang für alle – Bildung für alle?
3. Ist der Verkauf von Abituraufgaben durch die hessische Landesregierung sinnvoll?
4. Open Access in den Wissenschaften?
5. 12 Wochen verbindliche Projektphasen in der Oberstufe? – Jugendliche gestalten ihren Unterricht aktiv.

Interessierte Schulen können sich unter www.jugend-debattiert.de informieren.

Kategorien: Abitur · Bewusstsein · Bildung · Bildungsstandards · Vorbilder

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