Der Bildungswirt

Bildung Schule Kultur Wirtschaft

Der Bildungswirt header image 1

Seraphim Sax – Bach trifft Tango, Jazz und Blues

9. Oktober 2009 · von Miller · Keine Kommentare Artikel drucken Artikel drucken

Freuen Sie sich auf ein außergewöhnliches Konzert. Die Westfälischen Saxophoniker laden zur Premiere ihrer neuen Kirchenbespielung. Mit „Seraphimsax – Bach in concert II“ wollen die zehn Musiker/innen wieder Barock und Jazz stimmig verbinden.
Basis von „Seraphimsax – Bach in concert II“ sind Johann Sebastian Bachs Oster- und Himmelfahrtsoratorium, zwei ebenso filigrane wie eindrucksvolle Orchester- und Chorwerke, die heute nur selten aufgeführt werden. Sorgfältig arrangiert für neun Saxophone plus Kesselpauken / Perkussion, ziehen schon sie eine Spannbreite von
stimmgewaltiger großer Besetzung bis zum intimen Trio. Dabei strahlen die Sopransaxophone wie Trompeten, Tenorsaxophone übernehmen samtig die Bratschen und die Baritonsaxophone tuckern wie ein Fagott – die Wandlungsfähigkeit des Saxophons macht es möglich.
Erweitert werden die Originalkompositionen durch Jazz-Stücke, die Akkordfolgen oder Melodien der barocken Werke aufnehmen. Johann Sebastian Bach trifft so auf Jazz, Tango und Blues. „Viele erstaunt das nahtlose Einfügen der zeitgenössischen Stücke“, so Andreas Bootz, Arrangeur und Kopf der Westfälische Saxophoniker „doch in Bachs
Werken finden sich typische Jazzfolgen ebenso wie Funk oder popmusikalische Themen. Es ist, als wenn der barocke Meister viele der heutigen Musikformen in Grundzügen schon in seine Musik aufgenommen hat – und das vor über 200 Jahren.“
Viel sei ausnotiert, aber natürlich gebe es Improvisationsteile, in denen die Solisten nach Akkordvorgaben frei spielen.
Das ähnliche Konzept hatte schon vor einigen Jahren bei den Kirchenbespielungen „Magnifisax“ (Bach) und „Gloriasax“ (Vivaldi) der Westfälischen Saxophoniker für Furore gesorgt. Nach ca. 50 Kirchenbespielungen in ganz Deutschland (und auf dem Balkan) wurde es ruhiger um die Gruppe, nach einjähriger Vorbereitung folgt nun die dritte
Premiere.
Neun ostwestfälische Saxophonisten mit Wurzeln in der Klassik wie im Jazz spielen bei Seraphimsax zusammen. Kern des Ensembles ist Bielefeld, wenn auch Gütersloher, Verler und Wertheraner mitspielen. „Mit solch einem Konzept setzt man sich leicht zwischen alle Stühle und bei den Proben ist Anpassungsvermögen gefordert, um einen gemeinsamen Klangkörper herzustellen: Denn klassisch ausgebildete betonen Melodien oft anders als Jazzer.“
Aber die Arbeit habe sich gelohnt: „Bach hat eine enorm lebendige, moderne und ergreifende Musik geschrieben – und genau das wollen wir zeigen.“

Ergebnis: ein lebendiges Barock-Happening auf Basis der Bachschen Meisterwerke
Konzertdauer ca. 75 Minuten, keine Pause
Aktuell in der neuen St. Nicolai-Kirche in Frankfurt, Rhönstraße/ am Zoo
Sonntag, 25.Oktober 2009, 18 Uhr
Eintritt 14,- (10.-) Euro

Jugendliche Nachahmer, auch etwas für die Schule. Klassik mit Leib und Seele, modern interpretiert!

Kategorien: Allgemein · Bewusstsein · Bildung · Kunst/ Kultur

0 Antworten bis jetzt ↓

  • Es gibt keine Kommentare bis jetzt...

Hinterlasse ein Kommentar