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Einträge vom Juni 2009

Negative Aspekte von Computerspielen

5. Juni 2009 · von Tobias Bevc · 3 Kommentare

Negative Aspekte von Computerspielen

Teil 1: Machen Computerspiele süchtig?

Einer der Einwände gegen Computerspiele, der m. E. sehr schwer wiegt, ist wohl ihr Suchtpotential. Dieses Suchtpotential haben aufgrund der sozialen Komponente vor allem die MMORPGs, in geringerem Maße aber auch Einzelspielerspielen. Ob die Computerspielsucht tatsächlich als Sucht im medizinischen Sinne gelten kann, darüber streiten Experten.

Der Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann ist der Auffassung, dass Computerspieler süchtig werden können und nennt dafür in seinem mit Gerald Hüther geschriebenen Buch „Computersüchtig“ eine Reihe von Gründen: die Möglichkeit Anerkennung zu finden, Kontakt zu Gleichgesinnten zu haben oder aber Abenteuer zu erleben, wird als dermaßen attraktiv empfunden, dass das Spielen zur Sucht werden kann. Denn Computerspiele seien Bedürfnisbefriedigungsmaschinen.

In einem Beitrag der BBC wird hingegen das Argument stark gemacht, dass viele der Spieler, die zu viel spielen, nicht als Süchtige zu bezeichnen sind, sondern als „compulsive Players“, also als Gewohnheitsspieler bzw. als zwanghafte Spieler. Solche Spieler benötigten eine andere Therapie als für Süchtige. Dennoch, darin sind sich die Experten einig, geht eine nicht zu unterschätzende Anziehungskraft von Computerspielen aus, die gerade Jungen gefährdet.
Spricht man mit Lehrern (das ist nun nicht repräsentativ!) hört man oft die Klage, dass die Schüler (nota bene: die männlichen Schüler) eigentlich nur noch ein Thema haben: Computerspiele. Und, dass sie den Eindruck haben, dass viele ihrer Schüler nur noch Computerspiele spielen in ihrer Freizeit.
Lassen wir einmal die Zahlen sprechen: laut JIM Studie 2008 liegt die durchschnittliche tägliche Spielzeit am Computer bei den Jungen wochentags bei 91 Minuten und am Wochenende bei 2 Stunden. Dazu kommt die Zeit, die diese Spieler verwenden, um entsprechende Zeitschriften zu lesen, einschlägige Internetseiten zu besuchen und eventuell selbst tatkräftig in Foren und Wikis aktiv zu sein. Also in der Tat ein zeitintensives Hobby.

Selbst wenn Computerspiele also nicht süchtig machen, rauben sie – so die Kritiker – also viel Zeit, die auf andere Weise vielleicht sinnvoller zu nutzen wäre: Schulaufgaben machen, Musizieren, Sport treiben etc. (dieses Argument wird vor allem von Prof. Pfeiffer angeführt). Aber wer bestimmt eigentlich, was sinnvoll(er) ist?

Die entscheidende Frage ist daher m.E.:
Was macht das reale Leben so unattraktiv, dass man sich derart intensiv ins Virtuelle stürzen muss?
Vielleicht kommt man der Antwort auch auf die Spur, indem man andersherum fragt: Was macht Computerspiele so attraktiv? Der Versuch, darauf Antworten zu geben, folgt in Teil 3. Das nächste Mal geht es erst einmal um einige weitere negative Aspekte von Computerspielen.

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Abitur – die Eintrittsfahrkarte

1. Juni 2009 · von Miller · 1 Kommentar

Abitur – die Eintrittsfahrkarte

Du bist Abitur, du bist Deutschland. Das Abi 2009 ist weitgehend gelaufen, vielleicht noch eine mündliche Prüfung oder eine Präsentation, dann ab durch die Mitte, der frischen Luft entgegen. Zurück bleiben Aktenschränke voller Prüfungen, Protokolle und Präsentationen. Und natürlich Erinnerungen und Freundschaften.

Ach ja: Wie war das noch mal mit den verbrauchten Abiprüfungen in den Aktenschränken? Demnächst kostenfrei im Internet für die nächsten Abiturienten? Die hessiche Landesregierung wird demnächst dazu Stellung nehmen. Lernfähigkeit wird jedem Menschen unterstellt – das liegt vor allem an dem akzeptierten INTER – Internet, interpersonal, international. Provinz im Denken wollen doch alle hinter sich lassen.

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