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Übungsstunde: Reflexionen eines freien Geistes (1)

22. April 2009 · von Miller · 1 Kommentar Artikel drucken Artikel drucken

Vergiss einfach mal dein Fach, deine Rolle, deinen Standardauftrag:
Nutze die Zeit zum Nachdenken, z.B. darüber: “Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung.” (Dieter Hildebrandt,  deutscher Kabarettist)

Suche dir Zitate und schreibe einen Kommentar, entfalte eine Idee, vernetze, wozu du Lust hast, durchbrich den sprachlosen Zustand. 10% ist Inspiration, 90% Transpiration, also Arbeit, Suche nach der angemessenen Begrifflichkeit, nach den zündenden Metaphern.

Fordere die Lehrerin/ den Lehrer auf, dir/ euch die Zeit im Unterricht zu geben, Raum zu schaffen. Fordere den Lehrenden auf, selbst zu schreiben, sich der „Hier-und-Jetzt-Anforderung“ (was Lehrer besonders gern tun – Tests, Prüfungen, Übungen) selbst zu stellen.
Jeder ist auch Lernender, manchmal vertauschen sich die Rollen.
Lehrer geht mit gutem Beispiel voran, Jugend bracht Vorbilder – oder etwa nicht?

Bildung ist wesentlich Angebot:

„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ (Sokrates, griechischer Philosoph)

„Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.“ (Galileo Galilei, Naturwissenschaftler)

„Was wird das Ergebnis sein von dem, was ich heute tue, was ich morgen tun werde – was wird das Ergebnis meines ganzen Lebens sein? Anders ausgedrückt wird die Frage so lauten: Wozu lebe ich? Wozu begehre ich? Wozu handele ich? (Leo Tolstoi, Schriftsteller)

„Phantasie ist wichtiger als Wissen.“ (Albert Einstein, Naturwissenschaftler)

Kategorien: Abitur · Übungsstunde · Bewusstsein · Bildung · Dunkelkammer · Unterricht

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Oliver Schmitt // 25 Apr 2009 um 11:32

    Vergessen ist wichtig, sonst wuerde man oefter durchdrehen. Ich glaube, dass viele Lehrer immer noch meinen, dass Bildung von Buchung und Buch kommt, deshalb heisst es oft: lesen Seite 82-84, danach Inhaltangabe schreiben usw., von einem Buchhaeppchen zum naechsten.
    „Wozu lebe ich? Wozu begehre ich? Wozu handele ich?“ (Leo Tolstoi, Schriftsteller) Dazu hat die Schule nichts zu sagen. Phantasie – Fehlanzeige. Lehrer sollte tatsaelich verlernen, ihr Fach mal vergessen.

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