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Kapitalismus – eine Weltreligion?

8. April 2009 · von Miller · 1 Kommentar Artikel drucken Artikel drucken

Die aktuelle Weltfinanz- und Weltwirtschaftskrise setzt Themen auf die Tagesordnung, die noch vor 6 Monaten tabu waren: Verstaatlichung der Banken, strenges Reglement der Finanzmärkte, neue Bankenaufsicht, neue System- und Wertfragen. Die Leitfragen heißen: Welche Maßnahmenpakete sind am besten geeignet, das Gemeinwohl durchzusetzen? In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Oder doch: Wie sozialisieren wir die gigantischen Verluste mit Hilfe einer enormen Staatsverschuldung und garantieren die privaten Gewinne der Investoren für die Zukunft?

Der Gott des Geldscheins scheint überall angebetet, alle anderen Götter weitgehend abgeschafft. Der Volksatheismus hat längst seine neuen Tempel des permanten Konsumrausches international gefunden. Soll dagegen ein Kraut gewachsen sein? Gibt es wirkliche Alternativen? Ratlosigkeit im Weltinnenraum des Kapitals? Wird die tieferliegende ökologische Fundamentalkrise in ihren vielfältigen Dimensionen begriffen? Gibt es Lebensqualitätssteigerungen trotz oder wegen einer Konsumstagnation? Welche Maßstäbe sollen gelten – kollektiv und individuell?

Der erste Blogger mit Nobelpreis, Paul Krugmann, formuliert einige Gedanken hier in zwei Videos:

Fragen, die selbstverständlich auch fächerübergreifend in die Schule gehören. Wo sind die vorzeigbaren Projekte?

Obamas Ersatzkapitalismus genügt sicher nicht zur Krisenbewältigung.

Kategorien: Allgemein · Bildung · Gymnasium · Interviews · Literatur / Film · Vorbilder

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