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Bildungsserver Hessen: Einfach peinlich

31. März 2009 · von frankmackay · 12 Kommentare Artikel drucken Artikel drucken

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Kategorien: Abitur · Gymnasium

12 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Sowas // 31 Mrz 2009 um 11:03

    Lol, auf dem Bildungsserver stimmen ohnehin viele Hyperlinks nicht, er ist öfter mal off-line.
    Wahrscheinlich macht die Arbeit eine Sekretärin so nebenbei – Geiz ist eben geil im deutschen Bildungssparsystem.

  • 2 Thorsten // 31 Mrz 2009 um 17:34

    Man sieht, wo die Prioritäten des Landes Hessen liegen… Ganz deutlich nicht bei der Bildung :)
    Es kann natürlich sein, dass es auch einfach an dem unglaublich komplizierten Medium Internet liegt, da soll es ja jetzt sogar auch Web 2.0 geben…

  • 3 Miller // 31 Mrz 2009 um 21:15

    Beim Bildungsserver scheint eine Runderneuerung angebracht, mal sehen, was die Ministerin in nächster Zeit dazu meint? Zurzeit hat sie erstmal die Abiturpannen unverschuldet am Bein. Donnerstag wird es dazu eine aktuelle Stunde im hessischen Landtag geben.
    @ Thorsten
    Du solltest mal ein unverbindliches Service-Angebot machen.
    @ Sowas, na die Sekretärin wird’s nicht machen, aber nach der Aktualität der Links sollte man schon mal schauen, das sind Basics
    Freundliche Grüße vom Bildungswirt

  • 4 Kristof // 31 Mrz 2009 um 22:13

    Wenn es ja nur am Geiz liegen würde, was zu bezweifeln ist (Stichwort Kompetenz), hätte ich ein unschlagbar gutes Angebot für die Damen und Herren Minister und Staatssekretäre: Inhalt gegen Abi, Pflege gegen Hochschulabschluss – wissenschaftliche Abhandlung über die Integration neuer Medien in eine rückständige Landesverwaltung gibt’s gratis 😉

  • 5 Bildungswirt // 1 Apr 2009 um 14:49

    @Kristof
    Warum nicht? Schlagen Sie das doch der neuen Ministerin vor. Etwas konkreter müßte es allerdings sein, z.B. inwiefern „rückständig“?

  • 6 sevenup // 1 Apr 2009 um 19:21

    Vielleicht findet sich ja kein Pate, weil es gar keine gymnasialen „Patenkinder“ gibt, sondern wieder nur „Schweigen im Walde“. Wo nichts vorhanden ist, kann man auch nichts einpflegen – so bleibt der Bildungsserver verwaist.
    Auch „heiße Luft“ und „Bürokratenköpfe“, die leer drehen, eignen sich schlecht zur Veröffentlichung.
    Gibt es für’s Gymnasium wirklich keine Hoffnung auf Veränderung?

  • 7 Kristof // 1 Apr 2009 um 21:40

    @Bildungswirt: Mir ist bewusst, dass gerne mit dem Begriff „rückständig“ hausieren gegangen wird, ohne konkrete Beispiele zu nennen – sozusagen praktizierte Stigmatisierung ohne blutende Handflächen. Um mal einen Anfang zu machen: Integration fängt für mich nicht mit der Schaffung einer Abteilung an, die sich mit dem Bereich „Neue Medien“ (resp. dem Internet) beschäftigen soll bzw. Webauftritte für Landesapparate aus dem Boden stampft. Schlimmstenfalls wird nicht einmal eine Abteilung geschaffen, sondern gleich Dienstleister beauftragt, die mit Behörden keine oder nur geringe Erfahrungen haben (eine Behörde ist eben keine x-beliebige Firma mit auch für Außenstehende halbwegs verständlichen Strukturen). Die „Kunst“ besteht darin, abteilungsübergreifende Strukturen zu schaffen, die das Behördengeflecht entwirren, aufbereiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Versuch die Hierarchien einer Behörde auf das Internet zu übertragen ist nämlich schon allein per Definition des Internets zum Scheitern verurteilt. Es muss also ein Kompetenzzentrum geschaffen werden, dass nicht nur den Namen trägt, sondern auch mit Kompetenzen ausgestattet wird – mit Einblick in sämtliche Abläufe, jederzeit zu Rückfragen befugt (bis hin zu Entscheidungen auf Ministerebene) und Handlungsspielraum ohne Rücksicht auf Hierarchien. Nur durch 100%ige Transparenz können diese Abläufe und Entscheidungen (resp. Entscheidungsprozesse) entsprechend aufbereitet und für die Öffentlichkeit/das Internet zugänglich gemacht werden. Das Internet bzw. die sog. „Neuen Medien“ ist/sind eben nicht einfach ein zusätzliches „Gerät“ – wie z.B. ein Telefon -, das mal eben ins Büro gestellt wird und zu funktionieren hat.

  • 8 fuchs // 1 Apr 2009 um 23:52

    es ist ein historisch festgestelltes faktum, dass die personen innerhalb eines systemes es als eine, wenn nicht gar die allerwichtigste aufgabe ansehen, dieses system zu erhalten. zumal das system seine kinder ja auch gut versorgt und füttert.
    die (über-)bürokratie macht es möglich, dass ja-sager, sesselfurzer oder treue parteigenossen – mit amt und würden und dickem gehalt ausgestattet – innovation und inspiration im bildungsbereich lähmen, blockieren oder „überspülen“. die klugen köpfe, die bildungsAKTIVisten, die die etwas bewegen wollen, könnten hier sicherlich ein langes klagelied vortragen, über die systemimmanente „anfragen“-hydra, die torwächterin im system.
    …schritt vor, schritt zurück, nochmal überprüfen, was sind alternativen, das muss nochmal überarbeitet werden, so kann das nicht veröffentlicht werden…

    mut zu entscheidungen, vor allem mut zu handlungen, mut zu veränderungen!!!!!!!!

    der unterricht an den schulen muss besser werden.
    dafür müssen die lehrer besser werden.
    dafür muss die lehrerausbildung besser werden.
    dafür muss sich im hkm was bewegen!!!

    zeit, dass sich was dreht!
    dieser weg wird kein leichter sein!
    und die bürokratie-hydra mit ihren anfragen spuckenden köpfen kann zu cerberus in die hölle!

    vielleicht erleben wir dann ja doch alle noch eines tages den bildungs-himmel. und wenn er nur mal kurz zwischen den wolken durchschimmert…

  • 9 swift // 2 Apr 2009 um 19:33

    Die Kultusministerin ist im Moment wirklich nicht zu beneiden – ob sie geahnt hat, was ihr mit diesem schwerfälligen Ministerium so alles auf die Füße fällt?
    Vielleicht sollte sie das Angebot von @Kristof annehmen und sich – unterstützt von jungen , unverbrauchten intelligenten Geistern – mit einem guten Internet-Auftritt die geistige „Oberfrauschaft“ über ihren Hühnerhaufen erobern.
    Ein schneller Befreiungsschlag wäre jedenfalls nötig – und das geht wohl nur mit Aktivisten, die nicht schon von der bürokratischen Geisteslähmung infiziert sind.

  • 10 fuchs // 2 Apr 2009 um 20:26

    die jungen, unverbrauchten intelligenten geister dann aber bitte nicht in die ministeriumsmühle stecken, da reiben sie sich sonst nur auf!!!

    man müsste ein eigenständiges, dem hkm verbundenes institut gründen, dass weitreichende handlungsfreiheiten hat. strategien könnten im vorfeld mit „ganz oben“ abgestimmt werden oder noch besser nur ziele. dann lässt man sie in ruhe einen vorher bestimmten zeitraum arbeiten und am ende muss sich das unabhängige institut dann an den ergebnissen messen lassen. die heckenschützen und bürokraten-bullies müssen draußen bleiben…

    ES IST HÖCHSTE ZEIT FÜR WETTBEWERB!!!!!!!

    spätestens wenn die ersten erfolge da sind, wird auch der ein oder andere in wiesbaden seinen hintern etwas schneller bewegen…

  • 11 Miller // 2 Apr 2009 um 20:41

    @Kristof
    „Das Internet bzw. die sog. “Neuen Medien” ist/sind eben nicht einfach ein zusätzliches “Gerät” – wie z.B. ein Telefon -, das mal eben ins Büro gestellt wird und zu funktionieren hat.“ Deiner Einschätzung stimme ich 100% zu. Die neue Technologie als Systemchakter wird weder an den Schulen noch im Ministerium in ihrer vollen Tragweite begriffen und somit werden enorme Kommunikationspotenziale nicht genutzt. (Angekommen ist bisher weitgehend nur die Mail(flut) und ein bißchen googlen, you tube kennt man vom Hörensagen)
    Als konkretes Problem zeigt sich u.a.: wie könnten solche „abteilungsübergreifende Strukuren“ aussehen? Wie wird aus einem Ministerium eine effizientes modernes Dienstleistungscenter? Wie kann politische Gestaltungsmacht neu organisiert werden?
    @ fuchs
    „mut zu entscheidungen, vor allem mut zu handlungen, mut zu veränderungen!!!!!!!!

    der unterricht an den schulen muss besser werden.
    dafür müssen die lehrer besser werden.
    dafür muss die lehrerausbildung besser werden.
    dafür muss sich im hkm was bewegen!!!“
    Auch deiner Einschätzung, deiner Forderung stimme ich zu 100% zu. Du macht allerdings so ein riesiges Fass auf. Mal sehen, ob bzw. inwiefern die neue Ministerin hier weitreichende Entscheidungen in den nächsten Wochen fällen wird. Kreativität und Organisation müßten verbunden werden, da muss man schon zwischendurch über die Hintertreppe kommen. Der 16% Wählerauftrag müßte anspornend wirken. Ansonsten fällt die FDP schnell wieder auf 7 bis 10% zurück.
    @seven up
    Du bist eher Schwarzmaler, schlechte Erfahrungen??
    Die Gymnasien haben schon einiges zu bieten, nur dokuemtieren und präsentieren müßte man das. Wenn sich kein Pate finden sollte, gibt es mindestens 3 Möglichkeiten:
    a) man fragt ein Top-Gymnasium, ob sie das nicht mitgestalten
    a) man fragt mit ordentlicher Brieftasche mal beim Bildungswirt nach – zum Nulltarif geht’s leider nicht oder
    b) fragt mal in Sizilien nach dem Paten.

    Und nie die Heiterkeit verlieren, graue Mäuse gibt es schon genug!

  • 12 Bildungswirt // 3 Apr 2009 um 17:50

    @fuchs
    „die jungen, unverbrauchten intelligenten geister dann aber bitte nicht in die ministeriumsmühle stecken, da reiben sie sich sonst nur auf!!!“ Mir ist keine Initiative im HKM bekannt, die das vorhat. Das wäre ja auf Obamas Spuren mitten in Hessen. Obama hat im engsten Beratungsteam mehrere Personen unter 30 Jahren.
    „ES IST HÖCHSTE ZEIT FÜR WETTBEWERB!!!!!!!“ Zumindest würde das in die Programmatik der FDP-Miniserin passen. Freuheit, Verantwortung, Wettbewerb – warum nicht? Es kommt darauf an, wie das konkret gefüllt wird.
    „man müsste ein eigenständiges, dem hkm verbundenes institut gründen, dass weitreichende handlungsfreiheiten hat.“ 2005 wurde in dieser Absicht das Institut für Qualitätsentwicklung gegründet, indem inzwischen mehr als 100 Personen beschäftigt sind. Vieleicht bräuchte man weitere Institute, die im Wettbewerb arbeiten. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail.
    Ansonsten freu ich mich auf weitere sinnvolle Anregungen in der Sache.

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