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Fotokopieren an Schulen neu geregelt

1. Dezember 2008 · von Miller · 1 Kommentar Artikel drucken Artikel drucken

Bonn, 28.11.2008: Das Fotokopieren an Schulen ist auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt worden. Ein neuer Vertrag zwischen den Ländern der Bundesrepublik Deutschland und den Verwertungsgesellschaften VG Wort, VG Bild-Kunst, VG Musikedition sowie den Schulbuchverlagen, vertreten durch die Vereinigung der Schulbuch- und Bildungsmedienverlage (VdS Bildungsmedien), legt fest, in welchem Rahmen Kopien für Unterrichtszwecke konkret hergestellt werden dürfen. Damit wird den Schulen mehr Rechtssicherheit gegeben.

Die neue Vereinbarung gestattet den Lehrkräften bundesweit, Kopien in Klassensatzstärke für den Unterrichtsgebrauch herzustellen – und zwar auch aus Schulbüchern und sonstigen Unterrichtsmaterialien. Die Kopien sollen dabei weder Schulbücher noch andere Werke ersetzen. Daher gelten hierfür die folgenden Grundsätze:
Kopiert werden dürfen an Schulen:
1. bis zu 12 % eines jeden urheberrechtlich geschützten Werkes, jedoch höchstens 20 Seiten. Dies gilt insbesondere auch für Schulbücher, Arbeitshefte, Sach- und Musikbücher

2.soweit es sich nicht um Schulbücher oder sonstige Unterrichtsmaterialien handelt, ausnahmsweise sogar ganze Werke, wenn diese nur von geringem Umfang sind und zwar
* Musikeditionen mit maximal 6 Seiten
* sonstige Druckwerke (außer Schulbüchern oder Unterrichtsmaterialien) mit maximal 25 Seiten sowie * Bilder, Fotos und sonstige Abbildungen.
Somit kann z.B. ein fünfseitiger Zeitungsartikel oder ein 20-seitiger Comic komplett kopiert werden. Aus einem 20-seitigen-Arbeitsheft können dagegen nur knapp 2,5 Seiten vervielfältigt werden, da Arbeitshefte zu den Unterrichtsmaterialien zählen. mehr …

Kommentar:
Und die Kultusministerkonferenz (KMK) bewegt sich doch, da sage in Zukunft keiner mehr spöttisch –  KMK, die „griechische Landschildkröte“. Der abgeschlossene Vertrag läuft rückwirkend vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2010. Die Länder übernehmen stellvertretend für die Sachaufwandsträger die Zahlung der Lizenzvergütung.
Jetzt ist es nur noch ein kleiner, aber mutiger Schritt, um sinnvoll die Veröffentlichung von verbrauchten Abitur-Prüfungsaufgaben im Internet zu regeln. Endlich hat man sich intensiver mit der Copyrightfrage beschäftigt. Geht doch! Wer will, der findet angemessene Lösungen.

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1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Der Lehrerfreund // 1 Dez 2008 um 23:48

    Eben, zumal man ja „auf einfache Art und Weise ergänzende Fotokopierlizenzen einholen“ kann – warum nicht auch das HKM?

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