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Der Hesse an sich bleibt unkalkulierbar

3. November 2008 · von Miller · 3 Kommentare Artikel drucken Artikel drucken

Paul Weber: Der Schlag ins Leere (1934/1951); Quelle: A. Paul Weber - Museum

Paul Weber: Der Schlag ins Leere (1934/1951); Quelle: A. Paul Weber - Museum

Jeder Polit-Zocker muss auch verlieren können. Sind nun die vier SPD-Abweichler die Helden oder die Huren von Hessen? Wer verkauft hier eigentlich wen oder was?

Die Begriffe Gewissen, Glauben, Grundüberzeugung, Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Treue werden schwer geschunden; jeder Akteur der Stunde ganz inbrünstig, zeitvergessen, in seiner dünnwandigen Egotrip-Blase gefangen. Anfangskapitel einer neue politischen Kultur der schwadronierenden Kaltschnäuzigkeit?

Nach dem großen Suff im Vorhof der Macht und der ex ante –Verteilung der Posten kommt naturgesetzlich der schwere Kater. Morgen, beim 2. Katerfrühstück, bleiben erneut die pragmatischen Fragen: Wie weiter in den nächsten vier Monaten? Augen-zu-Durchhalte-Abgrenzparolen? Notwendiger Haushaltsbeschluss im Landtag? Neuwahlen? Und weiter Narrenspiele?
„Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen.“ Und: „Ordnung führt zu Tugenden! Aber was führt zur Ordnung?“ (Lichtenberg)
Gute Nacht Hessen – und morgen geht die Sonne wieder auf.

Kategorien: Allgemein · Feuchtgebiete · Vorbilder

3 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Jens W. // 3 Nov 2008 um 21:31

    Die SPD zerlegt sich selbst, treibt sich „den Nagel durch den Kopf“(P.Weber). Ypsilanti und auch ihr Widersacher Walter werden sich davon nicht mehr erholen.Bei Neuwahlen muss die SPD kämpfen, dass sie überhaupt noch 20% der Wählerstimmen bekommt. Die Linke wird der große Gewinner ohne großen Aufwand und neue Programmatik. Bei den Grünen wird doch noch Jamaika auf der Agenda stehen. Der Hesse wird im Frühjahr an die Wahlurnen gehen.Und Koch – hat allen Grund den Champagner knallen zu lassen.

  • 2 mündel // 4 Nov 2008 um 01:26

    Die einst mächtige Hessen-SPD ist endgültig nur noch Geschichte.
    Kanthers Enkel werden uns wohl noch etwas länger regieren.
    Naja, 2013 sind schließlich auch wieder Wahlen.

  • 3 Frank Mackay // 4 Nov 2008 um 19:46

    Hier:

    „Die Gewissensentscheidung in der Wahlkabine, war eher die moralische Camouflage für eine hinterhältige Verhinderung einer Politik, die von über neunzig Prozent der SPD zwei Tage zuvor beschlossen worden ist.

    Die plötzliche Gewissensnot musste also herhalten, um eine von diesen Parteirechten unerwünschte Politik links von der Mitte in Hessen zu verhindern. “

    Quelle:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=3561

    eine ausführliche Analyse über die 4 „AbweichlerInnen“. Detailliert, nur beim kommenden Wahlkampf 2009 kaum vermittelbar. Denn wem kann ich denn nun noch meine Stimme anvertrauen?

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