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Alternativen in der Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik?

30. August 2008 · von Miller · Keine Kommentare Artikel drucken Artikel drucken

Zu jeder gelebten Praxis gibt es Alternativen, die Potenz der Möglichkeiten ist immer größer als die realisierten – man sollte sie nur sehen – dies gilt für den privaten Bereich wie für den öffentlichen. Warum sollte das ausgerechnet im derzeit wichtigsten Subsystem der Gesellschaft, der Wertsphäre der Wirtschaft, nicht gelten? Oft genug erzeugen Dogmen, Ismen und gewachsene Habitusstrukturen massive Denkblockaden, die wiederum ausgeprägte Handlungsstarren hervorrufen. Der entsprechende Kreislauf des „Dumpf-Gewohnten“ ist vorprogrammiert.
Der Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften Robert Solow erschüttert zurzeit mit einer großangelegten empirischen Studie einige wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Dogmen, so z.B. die Allerwelts-These, dass Gesetze und Regelungen des Staates, die bessere Arbeitsbedingungen oder höhere Löhne für Niedriglöhner vorschreiben, den Beschäftigungschancen der Betroffenen mehr schaden als sie nützen. Diese Auffassung wird in der Realität so nicht bestätigt.
Wo kann man das alles nachlesen? Man glaubt es kaum: bei der alten Dame Handelsblatt.

Die Problematik ist im Sinne sozio-ökonomischer Grundbildung besonders geeignet, dass sie zum Unterrichtsgegenstand in der gymnasialen Oberstufe, Fach Politik und Wirtschaft, im Wirtschaftsgymnasium, in der Berufsschule in allen Ausbildungsberufen und im 2. Bildungsweg behandelt wird. Die Schülerinnen und Schüler können mit eigenen Recherchen Selbstständigkeit und Ausbau von Fachkompetenzen entfalten, z.B. mit weiteren Beiträgen von Solow. Warum nicht im Manager-Magazin? Oder sie springen auf die große Bühne der Wissenschaft: z.B. in Analysen der Ergebnisse des großen Nobelpreisträger-Treffens in Lindau. Zahlreiche Nobelpreisträger attackieren die Banken wegen der Finanzkrise. Sie werfen den Vorständen schlechtes Management vor und fordern eine stärkere Regulierung des Marktes. Mehr? Jetzt beginnen die eigenen Nachforschungen …

PS. Für die teils verquer geführte Debatte um die Bildungsstandards sollte die Richtlinie nicht vergessen werden: Systematische Förderung der hermeneutischen Kompetenz in Verbindung mit Internetkompetenzen ist der Schlüssel zur Welt!

Kategorien: Abitur · Allgemein · Berufsschule · Bildung · Bildungsstandards · Dunkelkammer · Gesamtschule · Gymnasium · Hauptschule · Unterricht · Wirtschaft

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