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	<title>Kommentare zu: Geist und Gehirn denken &#8211; auch mit der FAZ</title>
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	<description>Bildung Schule Kultur Wirtschaft</description>
	<lastBuildDate>Mon, 05 Jul 2010 12:57:12 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Ingo-Wolf Kittel</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-681</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 21:09:00 +0000</pubDate>
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		<description>PS II Die ganz ausgezeichnet Rezension der deutschen Ausgabe von Bennett &amp; Hackers Buch durch den kenntnisreichen FAZ-Redakteur Helmut Mayer ist &#252;brigens &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/-00m3jq&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; zu finden! 

Derselbe Autor hat in der FAZ auch die Originalausgaben der beiden B&#252;cher und das Folgewerk von Bennett und Hacker &quot;&lt;i&gt;History of Cognitiv Neuroscience&lt;/i&gt;&quot; rezensiert; sie sind &#252;ber Links in den drei letzten Eintr&#228;gen von mir &lt;a href=&quot;http://log.texttheater.de/hirnforschung-und-willensfreiheit/comment-page-1#comment-442&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; zu erhalten.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>PS II Die ganz ausgezeichnet Rezension der deutschen Ausgabe von Bennett &amp; Hackers Buch durch den kenntnisreichen FAZ-Redakteur Helmut Mayer ist &#252;brigens <a href="http://www.faz.net/-00m3jq"><i>hier</i></a> zu finden! </p>
<p>Derselbe Autor hat in der FAZ auch die Originalausgaben der beiden B&#252;cher und das Folgewerk von Bennett und Hacker &#8220;<i>History of Cognitiv Neuroscience</i>&#8221; rezensiert; sie sind &#252;ber Links in den drei letzten Eintr&#228;gen von mir <a href="http://log.texttheater.de/hirnforschung-und-willensfreiheit/comment-page-1#comment-442"><i>hier</i></a> zu erhalten.)</p>
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	<item>
		<title>Von: Ingo-Wolf Kittel</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-680</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 20:49:02 +0000</pubDate>
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		<description>PS  Die angek&#252;ndigte &#220;bersetzung des gro&#223;en Werks von Max Bennett und Peter M.S. Hacker ist im April 2010 bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft unter dem Titel &quot;&lt;a href=&quot;http://www.wbg-wissenverbindet.de/WBGShop/php/Proxy.php?purl=/wbg/products/search/show,8792,.html#8792&quot;&gt;&lt;i&gt;Die philosophischen Grundlagen der Neurowissenschaften&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&quot; (leider im Plural) erschienen - beim Suhrkamp-Verlag auch die Dokumentation der Diskussion &#252;ber ihr Buch mit Daniel Dennett und John S. Searle von Ende 2005 in der Am.Philos.Ass.: &quot;&lt;a href=&quot;http://www.suhrkamp.de/buecher/neurowissenschaft_und_philosophie-maxwell_bennett_58542.html&quot;&gt;&lt;i&gt;Neurowissenschaft und Philosophie - Gehirn, Geist und Sprache &lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>PS  Die angek&#252;ndigte &#220;bersetzung des gro&#223;en Werks von Max Bennett und Peter M.S. Hacker ist im April 2010 bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.wbg-wissenverbindet.de/WBGShop/php/Proxy.php?purl=/wbg/products/search/show,8792,.html#8792"><i>Die philosophischen Grundlagen der Neurowissenschaften</i></a>&#8221; (leider im Plural) erschienen &#8211; beim Suhrkamp-Verlag auch die Dokumentation der Diskussion &#252;ber ihr Buch mit Daniel Dennett und John S. Searle von Ende 2005 in der Am.Philos.Ass.: &#8220;<a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/neurowissenschaft_und_philosophie-maxwell_bennett_58542.html"><i>Neurowissenschaft und Philosophie &#8211; Gehirn, Geist und Sprache </i></a>&#8220;.</p>
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	<item>
		<title>Von: Ingo-Wolf Kittel, FA f. pt. Med.</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-640</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel, FA f. pt. Med.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 07:44:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-640</guid>
		<description>Sie trauen mir da ja &#039;einiges&#039; zu, Herr Miller. Danke auf alle F&#228;lle auch daf&#252;r. Ihre Anregung wird mir nun fast schon zur Verpflichtung! 

Dann werde ich das wohl ernsthaft in Erw&#228;gung ziehen und mir ein Konzept &#252;berlegen m&#252;ssen...

Auf Janich&#039;s neues Buch habe ich &#252;brigens &lt;a href=&quot;http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/#comment-630&quot;&gt;&lt;i&gt;oben&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; schon hingewiesen. N&#228;chstes Jahr soll bei der WBG (Wiss.Buch-Ges.) in Darmstadt auch die &#220;bersetzung von Bennett &amp; Hacker&#039;s &quot;Philosophical Foundations of Neuroscience&quot; herauskommen - sieben Jahre nach Erscheinen. 

Auf gut 450 Seiten werden hier Details diskutiert, auf die Janich nicht oder nur am Rande zu sprechen kommt. Wenn das Buch komplett auf Deutsch erscheinen sollte, werden wir ein in jedem Sinn des Wortes &#039;gewichtiges&#039; Werk erhalten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sie trauen mir da ja &#8216;einiges&#8217; zu, Herr Miller. Danke auf alle F&#228;lle auch daf&#252;r. Ihre Anregung wird mir nun fast schon zur Verpflichtung! </p>
<p>Dann werde ich das wohl ernsthaft in Erw&#228;gung ziehen und mir ein Konzept &#252;berlegen m&#252;ssen&#8230;</p>
<p>Auf Janich&#8217;s neues Buch habe ich &#252;brigens <a href="http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/#comment-630"><i>oben</i></a> schon hingewiesen. N&#228;chstes Jahr soll bei der WBG (Wiss.Buch-Ges.) in Darmstadt auch die &#220;bersetzung von Bennett &amp; Hacker&#8217;s &#8220;Philosophical Foundations of Neuroscience&#8221; herauskommen &#8211; sieben Jahre nach Erscheinen. </p>
<p>Auf gut 450 Seiten werden hier Details diskutiert, auf die Janich nicht oder nur am Rande zu sprechen kommt. Wenn das Buch komplett auf Deutsch erscheinen sollte, werden wir ein in jedem Sinn des Wortes &#8216;gewichtiges&#8217; Werk erhalten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Miller</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-637</link>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 22:29:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-637</guid>
		<description>Lieber Herr Kittel,
interessante, kenntnisreiche  Ausf&#252;hrungen. Ja, dann legen Sie doch mal in einem Gastbeitrag (Autorenstatus) los. Sie sind dabei v&#246;llig frei in der Gestaltung.
Meine Empfehlung:
a) Textl&#228;nge: nicht mehr als 1000 W&#246;rter, ansonsten lieber 2 oder 3 Teile als Fortsetzungstext
b) Bedenken Sie, dass Sie hier nicht nur mit Fachexperten reden - also Verst&#228;ndlichkeit der Argumentation w&#228;re gut.

Mir f&#228;llt f&#252;r die Leser des Bildungswirts an Neuem, als Lestipp, nur ein:
Peter Janich (2009) Kein neues Menschenbild. Zur Sprache der Hirnforschung.
Er bringt m.E. die Sache ganz gut auf den Punkt, dennoch schwer Kost.
Beste Gr&#252;&#223;e
Michael Miller

PS. Gef&#228;llt mir sehr, dass wir mit gro&#223;er zeitlicher Verz&#246;gerung doch wieder am aktuellen Thema &quot;Geist - Gehirn&quot; dran bleiben.
Vielleicht reihen sich doch noch mehr Leser/Blogger ein? (Die Leserzahl beim Bildungswirt steigt weiter, die Kommentatoren leider nicht - nur Mut, liebe Unbekannten ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Kittel,<br />
interessante, kenntnisreiche  Ausf&#252;hrungen. Ja, dann legen Sie doch mal in einem Gastbeitrag (Autorenstatus) los. Sie sind dabei v&#246;llig frei in der Gestaltung.<br />
Meine Empfehlung:<br />
a) Textl&#228;nge: nicht mehr als 1000 W&#246;rter, ansonsten lieber 2 oder 3 Teile als Fortsetzungstext<br />
b) Bedenken Sie, dass Sie hier nicht nur mit Fachexperten reden &#8211; also Verst&#228;ndlichkeit der Argumentation w&#228;re gut.</p>
<p>Mir f&#228;llt f&#252;r die Leser des Bildungswirts an Neuem, als Lestipp, nur ein:<br />
Peter Janich (2009) Kein neues Menschenbild. Zur Sprache der Hirnforschung.<br />
Er bringt m.E. die Sache ganz gut auf den Punkt, dennoch schwer Kost.<br />
Beste Gr&#252;&#223;e<br />
Michael Miller</p>
<p>PS. Gef&#228;llt mir sehr, dass wir mit gro&#223;er zeitlicher Verz&#246;gerung doch wieder am aktuellen Thema &#8220;Geist &#8211; Gehirn&#8221; dran bleiben.<br />
Vielleicht reihen sich doch noch mehr Leser/Blogger ein? (Die Leserzahl beim Bildungswirt steigt weiter, die Kommentatoren leider nicht &#8211; nur Mut, liebe Unbekannten &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ingo-Wolf Kittel, FA f. pt. Med.</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-636</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel, FA f. pt. Med.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 02:53:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-636</guid>
		<description>Oh, vielen Dank f&#252;r die Einladung, Herr Miller. Eine Art Gesamtdarstellung w&#228;re  - v.a. angesichts der mittlerweile sogar &lt;a href=&quot;http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/1010065&quot;&gt;experimentellen Widerlegung&lt;/a&gt; der bisherigen Interpretation der Daten, die in Experimenten nach dem Typ von Benjamin Libet gewonnen wurden - nicht nur reizvoll, sondern &quot;in der Tat&quot; angebracht. 

Immer wieder wird ja wie z.B. &lt;a href=&quot;http://log.texttheater.de/geist-und-materie&quot;&gt;j&#252;ngst hier&lt;/a&gt; konstatiert, viele Beteiligte redeten &quot;&#246;ffentlichkeitswirksam aneinander vorbei.&quot; 

Kein Wunder, dass man bei all dem meist noch nicht einmal zum Kern der Sache kommt! 

Wer wei&#223; denn schon und ber&#252;cksichtigt demnach, dass sogar das &lt;i&gt;deduktive&lt;/i&gt; oder &quot;kausale&quot; Erkl&#228;rungsschema – nach den Wissenschaftsmethodikern Hempel und Oppenheim auch &quot;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/HO-Schema&quot;&gt;HO-Schema&lt;/a&gt;&quot; genannt – dabei in Frage steht, d.h. das &quot;Erkl&#228;rungsmodell&quot; (wie auch gesagt wird), &#252;ber das Naturwissenschaftler als einziges verf&#252;gen. 

Wenn die dabei auch noch den wesentlichen Unterschied zwischen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Notwendige_und_hinreichende_Bedingung&quot;&gt;notwendigen und hinreichenden Bedingungen&lt;/a&gt; nicht ber&#252;cksichtigen, sofern sie den &#252;berhaupt kennen, werden sie entgegen eigenen Absichten sogar zu Metaphysikern und vertreten einen ontologischen Determinismus, der selbst in der Physik &#252;berwunden ist. 

Dirk Hartmann geht seinem o.g. Werk im Teil III &quot;&lt;i&gt;Das Leib-Seele-Problem in der Analytischen Philosophie&lt;/i&gt;&quot; darauf ein sowie auch – neben C.F. Gethmann zur Handlungsurheberschaft oder Akteurskausalit&#228;t, wie dazu auch gesagt wird, u.a. – in seinem Beitrag zu dem von Dieter Sturma hrsg. Suhrkamp-Reader &lt;a href=&quot;http://www.buecher.de/shop/Anthropologie/Philosophie-und-Neurowissenschaften/Broschiertes-Buch/products_products/detail/prod_id/14103502/&quot;&gt;&lt;i&gt;Philosophie und Neurowissenschaften&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (stw 1770). 

Es ist ja schlicht so, dass Naturwissenschaftler gar nicht &#252;ber das wissenschaftliche oder genauer gesagt: das wissenschaftsmethodische R&#252;stzeug verf&#252;gen, menschliches Tun in all seinen Facetten ad&#228;quat zu erfassen und noch dazu angemessen zu erkl&#228;ren. Wie dies m&#246;glich ist, hat in den 1970er Jahren Oswald Schwemmer in seiner &quot;Theorie der rationalen Erkl&#228;rung&quot; dargelegt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, vielen Dank f&#252;r die Einladung, Herr Miller. Eine Art Gesamtdarstellung w&#228;re  &#8211; v.a. angesichts der mittlerweile sogar <a href="http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/1010065">experimentellen Widerlegung</a> der bisherigen Interpretation der Daten, die in Experimenten nach dem Typ von Benjamin Libet gewonnen wurden &#8211; nicht nur reizvoll, sondern &#8220;in der Tat&#8221; angebracht. </p>
<p>Immer wieder wird ja wie z.B. <a href="http://log.texttheater.de/geist-und-materie">j&#252;ngst hier</a> konstatiert, viele Beteiligte redeten &#8220;&#246;ffentlichkeitswirksam aneinander vorbei.&#8221; </p>
<p>Kein Wunder, dass man bei all dem meist noch nicht einmal zum Kern der Sache kommt! </p>
<p>Wer wei&#223; denn schon und ber&#252;cksichtigt demnach, dass sogar das <i>deduktive</i> oder &#8220;kausale&#8221; Erkl&#228;rungsschema – nach den Wissenschaftsmethodikern Hempel und Oppenheim auch &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/HO-Schema">HO-Schema</a>&#8221; genannt – dabei in Frage steht, d.h. das &#8220;Erkl&#228;rungsmodell&#8221; (wie auch gesagt wird), &#252;ber das Naturwissenschaftler als einziges verf&#252;gen. </p>
<p>Wenn die dabei auch noch den wesentlichen Unterschied zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Notwendige_und_hinreichende_Bedingung">notwendigen und hinreichenden Bedingungen</a> nicht ber&#252;cksichtigen, sofern sie den &#252;berhaupt kennen, werden sie entgegen eigenen Absichten sogar zu Metaphysikern und vertreten einen ontologischen Determinismus, der selbst in der Physik &#252;berwunden ist. </p>
<p>Dirk Hartmann geht seinem o.g. Werk im Teil III &#8220;<i>Das Leib-Seele-Problem in der Analytischen Philosophie</i>&#8221; darauf ein sowie auch – neben C.F. Gethmann zur Handlungsurheberschaft oder Akteurskausalit&#228;t, wie dazu auch gesagt wird, u.a. – in seinem Beitrag zu dem von Dieter Sturma hrsg. Suhrkamp-Reader <a href="http://www.buecher.de/shop/Anthropologie/Philosophie-und-Neurowissenschaften/Broschiertes-Buch/products_products/detail/prod_id/14103502/"><i>Philosophie und Neurowissenschaften</i></a> (stw 1770). </p>
<p>Es ist ja schlicht so, dass Naturwissenschaftler gar nicht &#252;ber das wissenschaftliche oder genauer gesagt: das wissenschaftsmethodische R&#252;stzeug verf&#252;gen, menschliches Tun in all seinen Facetten ad&#228;quat zu erfassen und noch dazu angemessen zu erkl&#228;ren. Wie dies m&#246;glich ist, hat in den 1970er Jahren Oswald Schwemmer in seiner &#8220;Theorie der rationalen Erkl&#228;rung&#8221; dargelegt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Miller</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-632</link>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 19:54:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-632</guid>
		<description>Hallo Ingo-Wolf Kittel,
danke f&#252;r die weiteren informativen und aktuellen Links in der kontroversen Debatte.
W&#228;re es nicht sinnvoll, dass Du als besonderer Kenner der Materie das Ganze pointiert als Gastbeitrag zusammenfassen w&#252;rdest?
Gru&#223; BW</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ingo-Wolf Kittel,<br />
danke f&#252;r die weiteren informativen und aktuellen Links in der kontroversen Debatte.<br />
W&#228;re es nicht sinnvoll, dass Du als besonderer Kenner der Materie das Ganze pointiert als Gastbeitrag zusammenfassen w&#252;rdest?<br />
Gru&#223; BW</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-631</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 20:38:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-631</guid>
		<description>NACHTRAG II: 

Konstruktive Kritik der Grundlagen der Hirnforschung wird im englischsprachigen Raum seit l&#228;ngerem in den &lt;a href=&quot;http://log.texttheater.de/hirnforschung-und-willensfreiheit/comment-page-1#comment-442&quot;&gt;&lt;i&gt;ab hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; angegebenen Werken ge&#252;bt. 

Die bis heute wissenschaftlich wohl beste deutschsprachige und oben schon erw&#228;hnte Arbeit von Dirk Hartmann ist neuerdings &lt;a href=&quot;http://www.uni-due.de/~bg0057/Dokumente/PhilGrundlagenPsych.pdf&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; komplett online zu finden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>NACHTRAG II: </p>
<p>Konstruktive Kritik der Grundlagen der Hirnforschung wird im englischsprachigen Raum seit l&#228;ngerem in den <a href="http://log.texttheater.de/hirnforschung-und-willensfreiheit/comment-page-1#comment-442"><i>ab hier</i></a> angegebenen Werken ge&#252;bt. </p>
<p>Die bis heute wissenschaftlich wohl beste deutschsprachige und oben schon erw&#228;hnte Arbeit von Dirk Hartmann ist neuerdings <a href="http://www.uni-due.de/~bg0057/Dokumente/PhilGrundlagenPsych.pdf"><i>hier</i></a> komplett online zu finden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-630</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 20:12:13 +0000</pubDate>
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		<description>NACHTRAG I: Seit M&#228;rz dieses Jahres liegt von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Janich&quot;&gt;Peter Janich&lt;/a&gt; eine eingehende Analyse &quot;Zur Sprache der Hirnforschung&quot; unter dem offensichtlich gezielt provokativen Titel &quot;&lt;a href=&quot;http://www.suhrkamp.de/buecher/kein_neues_menschenbild-peter_janich_26021.html&quot;&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Kein neues Menschenbild&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&quot; vor. Dieser Hauptvertreter des &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Methodischer_Kulturalismus&quot;&gt;methodischen Denkens&lt;/a&gt; in der heutigen Philosophie l&#246;st hier ein, was er in seinem &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E5EC053A5FA914F8A9641A8CDD6CBF94C~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;Res&#252;mee&lt;/a&gt; der FAZ-Debatte von 2008 gefordert hatte: dass &#252;ber Hirnforschung ausreichend genau und sachlich zutreffend geredet wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>NACHTRAG I: Seit M&#228;rz dieses Jahres liegt von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Janich">Peter Janich</a> eine eingehende Analyse &#8220;Zur Sprache der Hirnforschung&#8221; unter dem offensichtlich gezielt provokativen Titel &#8220;<a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/kein_neues_menschenbild-peter_janich_26021.html"><i><b>Kein neues Menschenbild</b></i></a>&#8221; vor. Dieser Hauptvertreter des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Methodischer_Kulturalismus">methodischen Denkens</a> in der heutigen Philosophie l&#246;st hier ein, was er in seinem <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E5EC053A5FA914F8A9641A8CDD6CBF94C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Res&#252;mee</a> der FAZ-Debatte von 2008 gefordert hatte: dass &#252;ber Hirnforschung ausreichend genau und sachlich zutreffend geredet wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-297</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 13:35:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-297</guid>
		<description>Hinweis:
Dr. Nicole Becker hat unter der Redaktion von Ralf Caspary am Sonntag, 9. November 2008 im SWR &#252;ber &quot;...Die Grenzen der Neurodidaktik&quot; gesprochen; der Text der Sendung ist als pdf-detei &lt;a href=&quot;http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=4023400/property=download/nid=660374/1ymvoer/swr2-wissen-20081109.pdf&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; zu finden. 
(s.a. &lt;a href=&quot;http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/nid=660374/did=4023398/ot3lo9/index.html&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; und den podcast zur Sendung &lt;a href=&quot;http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/did=4163070/pv=mplayer/vv=popup/nid=660374/1ilks2/index.html&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hinweis:<br />
Dr. Nicole Becker hat unter der Redaktion von Ralf Caspary am Sonntag, 9. November 2008 im SWR &#252;ber &#8220;&#8230;Die Grenzen der Neurodidaktik&#8221; gesprochen; der Text der Sendung ist als pdf-detei <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=4023400/property=download/nid=660374/1ymvoer/swr2-wissen-20081109.pdf"><i>hier</i></a> zu finden.<br />
(s.a. <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/nid=660374/did=4023398/ot3lo9/index.html"><i>hier</i></a> und den podcast zur Sendung <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/did=4163070/pv=mplayer/vv=popup/nid=660374/1ilks2/index.html"><i>hier</i></a>)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ulrich</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-277</link>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 19:51:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-277</guid>
		<description>@schuster und @kittel
Die beiden Positionen stehen doch unvers&#246;hnlich nebeneinander. Willensfreiheit hin oder her - was sagt das f&#252;r das pragmatische Feld aus? z.B. in der Schule, bei Lernprozessen? K&#246;nnten Sie nicht konkreter, z.B. beim letzten Artikel von Miller &quot;Konstruktionen im Kopf ...&quot; sagen, was Sie im Detail meinen. Stimmen Sie dessen Darlegung zu oder nicht oder ein wenig oder ganz anders?Vielleicht ist alles nur ein Scheingefecht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@schuster und @kittel<br />
Die beiden Positionen stehen doch unvers&#246;hnlich nebeneinander. Willensfreiheit hin oder her &#8211; was sagt das f&#252;r das pragmatische Feld aus? z.B. in der Schule, bei Lernprozessen? K&#246;nnten Sie nicht konkreter, z.B. beim letzten Artikel von Miller &#8220;Konstruktionen im Kopf &#8230;&#8221; sagen, was Sie im Detail meinen. Stimmen Sie dessen Darlegung zu oder nicht oder ein wenig oder ganz anders?Vielleicht ist alles nur ein Scheingefecht?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-271</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel, Augsburg</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 22:54:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-271</guid>
		<description>Willensfreiheit ist eine psychologische &lt;a href=&quot;http://www.sprache-werner.info/Beweis-der-Existenz.24637.html&quot;&gt;&lt;i&gt;Tatsache&lt;/i&gt; in des Wortes w&#246;rtlicher Bedeutung&lt;/a&gt;! Sie ist im Unterschied zu Tieren bei uns gerade deswegen m&#246;glich, weil unser Hirn so ist wie es ist! 

Es ist schon lange bekannt, dass Tiere genauso wie Kleinkinder unmittelbar auf dargebotene Reize reagieren und das bis zur Erm&#252;dung oder Pr&#228;sentation eines &quot;st&#228;rkeren&quot; Alternativreizes. Die physiologisch fassbaren neuronalen Gegebenheiten wie die psychologischen Einzelheiten dieses  Reiz-Reaktions-Zusammenhanges sind gut bekannt. Sie haben beispielsweise zur Aufkl&#228;rung und Differenzierung von angeborenen und erlernten Verhaltensweisen gef&#252;hrt, die fachlich &quot;angeborene&quot; und &quot;konditionierte&quot; Reflexen genannt werden. Auch beim Menschen bilden sie die Grundlage allen Regierens, wobei die Umgangssprache letztere in Angewohnheiten oder Eigenheiten, Abneigungen und Vorlieben, Gewohnheiten, Routinen und F&#228;higkeiten differenziert, aber kaum Hinweise darauf enth&#228;lt, dass es auch Wahrnehmungs- und weitere Gewohnheiten gibt

Tiere wie Kleinkinder verf&#252;gen dabei offensichtlich nicht &#252;ber die F&#228;higkeit, die sich auch beim Menschen erst nach Jahren, und zwar etwa ab dem vierten Lebensjahr oder sp&#228;ter, bei sog &quot;Hochbegabten&quot; auch fr&#252;her entwickelt: das Erinnern. Wie ihre Bezeichnung besagt, ist Erinnern eine innere Aktivit&#228;t, und zwar sogar ausschlie&#223;lich innerliche Aktivit&#228;t, die anfangs spontan-reflexhaft in Erscheinung tritt, dann bekanntlich aber nach und nach auch vom Erinnernden selbst initiierbar ist und schlie&#223;lich sogar in &#252;bungsabh&#228;ngigem Ausma&#223; kontrolliert werden kann. 

Mit ihrem Namen wird aber leider nicht auch die spezifische Eigenart dieser besonderen und allem Anschein nach nur beim Menschen &#252;berhaupt oder bei ihm gen&#252;gend ausgebildeten F&#228;higkeit zu erinnern deutlich. Sie ist wissenschaftlich erst vor wenigen Jahren von dem Philosophen Colin McGinn in seinem Werk &quot;Mindsight&quot; (2004) n&#228;her analysiert und genauer charakterisiert worden. Es handelt sich dabei um die im Deutschen wegen ihrer umfassenden Bedeutung als &lt;i&gt;Vorstellungsf&#228;higkeit&lt;/i&gt; bezeichnete besondere geistige F&#228;higkeit. (Der Titel der deutschen &#220;bersetzung des Buches von McGinn spiegelt die Schwierigkeit einer genauen Bezeichnung dieser F&#228;higkeit wider: &quot;Das geistige Auge – Von der Macht der Vorstellungskraft&quot;, Darmstadt 2007) 

Willensfreiheit beruht auf unserer hirnphysiologischen verankerten und von der Hirnreifung unmittelbar abh&#228;ngigen Vorstellungsf&#228;higkeit, die nach dem verstorbenen Princeton-Psychologen Julian Jaynes &#252;berhaupt Grundlage der gesamten Bewusstseinsentwicklung der Menschheit ist. Sein Werk &quot;The Origin of Consciousness...&quot; ist leider wissenschaftlich weitgehend unausgesch&#246;pft geblieben; seine Grundz&#252;ge habe ich einmal in diesem Vortrag &lt;a href=&quot;http://www.integraleweltsicht.de/Veranstaltungen/Kittel.pdf&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; kurz darzustellen versucht, w&#228;hrend ich Einzelheiten zu den Grundlagen unserer Willensbildung z.B. &lt;a href=&quot;http://www.schulfach-ethik.de/ethik/Gymnasium/hirnforschung.htm&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; und etwas ausf&#252;hrlicher 
 &lt;a href=&quot;http://www.sprache-werner.info/Freiheit_die_ich_meine.2901.html&quot;&gt;&lt;i&gt;hier&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; skizziert habe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Willensfreiheit ist eine psychologische <a href="http://www.sprache-werner.info/Beweis-der-Existenz.24637.html"><i>Tatsache</i> in des Wortes w&#246;rtlicher Bedeutung</a>! Sie ist im Unterschied zu Tieren bei uns gerade deswegen m&#246;glich, weil unser Hirn so ist wie es ist! </p>
<p>Es ist schon lange bekannt, dass Tiere genauso wie Kleinkinder unmittelbar auf dargebotene Reize reagieren und das bis zur Erm&#252;dung oder Pr&#228;sentation eines &#8220;st&#228;rkeren&#8221; Alternativreizes. Die physiologisch fassbaren neuronalen Gegebenheiten wie die psychologischen Einzelheiten dieses  Reiz-Reaktions-Zusammenhanges sind gut bekannt. Sie haben beispielsweise zur Aufkl&#228;rung und Differenzierung von angeborenen und erlernten Verhaltensweisen gef&#252;hrt, die fachlich &#8220;angeborene&#8221; und &#8220;konditionierte&#8221; Reflexen genannt werden. Auch beim Menschen bilden sie die Grundlage allen Regierens, wobei die Umgangssprache letztere in Angewohnheiten oder Eigenheiten, Abneigungen und Vorlieben, Gewohnheiten, Routinen und F&#228;higkeiten differenziert, aber kaum Hinweise darauf enth&#228;lt, dass es auch Wahrnehmungs- und weitere Gewohnheiten gibt</p>
<p>Tiere wie Kleinkinder verf&#252;gen dabei offensichtlich nicht &#252;ber die F&#228;higkeit, die sich auch beim Menschen erst nach Jahren, und zwar etwa ab dem vierten Lebensjahr oder sp&#228;ter, bei sog &#8220;Hochbegabten&#8221; auch fr&#252;her entwickelt: das Erinnern. Wie ihre Bezeichnung besagt, ist Erinnern eine innere Aktivit&#228;t, und zwar sogar ausschlie&#223;lich innerliche Aktivit&#228;t, die anfangs spontan-reflexhaft in Erscheinung tritt, dann bekanntlich aber nach und nach auch vom Erinnernden selbst initiierbar ist und schlie&#223;lich sogar in &#252;bungsabh&#228;ngigem Ausma&#223; kontrolliert werden kann. </p>
<p>Mit ihrem Namen wird aber leider nicht auch die spezifische Eigenart dieser besonderen und allem Anschein nach nur beim Menschen &#252;berhaupt oder bei ihm gen&#252;gend ausgebildeten F&#228;higkeit zu erinnern deutlich. Sie ist wissenschaftlich erst vor wenigen Jahren von dem Philosophen Colin McGinn in seinem Werk &#8220;Mindsight&#8221; (2004) n&#228;her analysiert und genauer charakterisiert worden. Es handelt sich dabei um die im Deutschen wegen ihrer umfassenden Bedeutung als <i>Vorstellungsf&#228;higkeit</i> bezeichnete besondere geistige F&#228;higkeit. (Der Titel der deutschen &#220;bersetzung des Buches von McGinn spiegelt die Schwierigkeit einer genauen Bezeichnung dieser F&#228;higkeit wider: &#8220;Das geistige Auge – Von der Macht der Vorstellungskraft&#8221;, Darmstadt 2007) </p>
<p>Willensfreiheit beruht auf unserer hirnphysiologischen verankerten und von der Hirnreifung unmittelbar abh&#228;ngigen Vorstellungsf&#228;higkeit, die nach dem verstorbenen Princeton-Psychologen Julian Jaynes &#252;berhaupt Grundlage der gesamten Bewusstseinsentwicklung der Menschheit ist. Sein Werk &#8220;The Origin of Consciousness&#8230;&#8221; ist leider wissenschaftlich weitgehend unausgesch&#246;pft geblieben; seine Grundz&#252;ge habe ich einmal in diesem Vortrag <a href="http://www.integraleweltsicht.de/Veranstaltungen/Kittel.pdf"><i>hier</i></a> kurz darzustellen versucht, w&#228;hrend ich Einzelheiten zu den Grundlagen unserer Willensbildung z.B. <a href="http://www.schulfach-ethik.de/ethik/Gymnasium/hirnforschung.htm"><i>hier</i></a> und etwas ausf&#252;hrlicher<br />
 <a href="http://www.sprache-werner.info/Freiheit_die_ich_meine.2901.html"><i>hier</i></a> skizziert habe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Heinz Georg Schuster</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-269</link>
		<dc:creator>Heinz Georg Schuster</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 12:11:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-269</guid>
		<description>Nahdem ich erst heute diese Internetseite  fand, hier ein kurzer Hinweis auf eine klare Position, die auf meiner Homepage weiterr durch wissenschaftliche Literatur belegt wird.
Schaffen wir die letzte Kopernikanische Wende?

Kopernikanische Wenden: 

 

Die Erde dreht sich um die Sonne, der Mensch stammt im Verlauf der Evolution vom Affen ab, Leben ben&#246;tigt keine „Vitalkr&#228;fte“ sondern ist ein physikalisch-chemischer Prozess und jetzt, unser geistiges Leben beruht ausschlie&#223;lich auf dynamischen (ebenfalls physikalisch-chemischen) Prozessen in unserem Gehirn .

 

 Alles n&#252;chterne Wahrheiten, die aber das Wunder unserer Existenz nicht schm&#228;lern. Durch die rationale  Betrachtungsweise finden wir einen Zugang zur Natur, der uns erst klar macht wie wunderbar sie funktioniert und uns die Ehrfurcht vor dem Leben bewahrt. Sehen sie nur mal eine Fliege genauer and und versuche Sie den Nachbau. Es bleiben genug Geheimnisse (etwa, woher kommen die  Naturgesetze?).

 

 Da sollten wir eigentlich keine Angst davor haben auch geistige Prozess als das zu sehen was sie sind: physikalisch-chemische Prozesse, die uns keinen freien Willen lassen – die aber-  da sie fast unfassbar  komplex sind, gleichzeitig unsere W&#252;rde als Mensch bewahren, da wir sie niemals im Detail vorausberechnen k&#246;nnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nahdem ich erst heute diese Internetseite  fand, hier ein kurzer Hinweis auf eine klare Position, die auf meiner Homepage weiterr durch wissenschaftliche Literatur belegt wird.<br />
Schaffen wir die letzte Kopernikanische Wende?</p>
<p>Kopernikanische Wenden: </p>
<p>Die Erde dreht sich um die Sonne, der Mensch stammt im Verlauf der Evolution vom Affen ab, Leben ben&#246;tigt keine „Vitalkr&#228;fte“ sondern ist ein physikalisch-chemischer Prozess und jetzt, unser geistiges Leben beruht ausschlie&#223;lich auf dynamischen (ebenfalls physikalisch-chemischen) Prozessen in unserem Gehirn .</p>
<p> Alles n&#252;chterne Wahrheiten, die aber das Wunder unserer Existenz nicht schm&#228;lern. Durch die rationale  Betrachtungsweise finden wir einen Zugang zur Natur, der uns erst klar macht wie wunderbar sie funktioniert und uns die Ehrfurcht vor dem Leben bewahrt. Sehen sie nur mal eine Fliege genauer and und versuche Sie den Nachbau. Es bleiben genug Geheimnisse (etwa, woher kommen die  Naturgesetze?).</p>
<p> Da sollten wir eigentlich keine Angst davor haben auch geistige Prozess als das zu sehen was sie sind: physikalisch-chemische Prozesse, die uns keinen freien Willen lassen – die aber-  da sie fast unfassbar  komplex sind, gleichzeitig unsere W&#252;rde als Mensch bewahren, da wir sie niemals im Detail vorausberechnen k&#246;nnen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ingo Wolf-Kittel</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-131</link>
		<dc:creator>Ingo Wolf-Kittel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 22:02:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-131</guid>
		<description>Nach technischer Panne jetzt doch noch:
Die Brauchbarkeit neurophysiologischer Forschungsergebnisse f&#252;r die P&#228;dagogik beobachtet und diskutiert mit Verve und vor allem gro&#223;er Sachkenntnis Frau Monika Armand auf ihrem Blog “Neurop&#228;dagogik”
(http://neuropaedagogik.blogspot.com/) und ihrer dazu geh&#246;rigen HP
http://www.neuropaedagogik.de/(Informationen &#252;ber sie sind hier
http://www.brainlogs.de/blogs/blog/ahmaz/content/about zu finden, da sie
mittlerweile auch bei “Brainlogs” auf
http://www.brainlogs.de/blogs/blog/ahmaz schreibt.)

Was allgemein von Ergebnissen aus der Hirnforschung zu erwarten ist, habe
ich f&#252;r den Bereich der Psychologie und Psychotherapie z.B. im “Apropos”
hier http://www.pabst-publishers.com/Psychologie/psyzeit/v_u_v/2005-2/art_01.htm
&gt; (oder dem ersten Text hier http://www.bbpp.de/kittel-neuro.htm) kurz
angedeutet und in folgendem Buchbeitrag etwas mehr ausgef&#252;hrt: “Mundwerk
Psychotherapie vom Standpunkt des Praktikers.” In: Martin Wollschl&#228;ger
(Hrsg.): “Hirn - Herz - Seele - Schmerz. Psychotherapie zwischen
&gt; Neurowissenschaften und Geisteswissenschaften.” dgvt-Verlag, T&#252;bingen
2008,
S. 25-40.
&#220;ber den meinem Namen unterlegtem Link sind - weitere - online gestellte
Einzelstellungnahmen von mir zu finden, zu den massiven Selbstwiderspr&#252;chen
von Wolf Singer vor allem mein “Offener Brief” von 2004
(http://www.sprache-werner.info/Off_Brief_Singer.1967.html) und eine
umfangreiche Stellungnahme zu den zahlreichen Missdeutungen der
Libet-Experimente sowie unserem gew&#246;hnlichen Verst&#228;ndnis von Willensfreiheit durch Gerhard Roth hier:
http://www.michael-funken.de/information-philosophie/philosophie/kittelzurot
h.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach technischer Panne jetzt doch noch:<br />
Die Brauchbarkeit neurophysiologischer Forschungsergebnisse f&#252;r die P&#228;dagogik beobachtet und diskutiert mit Verve und vor allem gro&#223;er Sachkenntnis Frau Monika Armand auf ihrem Blog “Neurop&#228;dagogik”<br />
(<a href="http://neuropaedagogik.blogspot.com/" rel="nofollow"></a><a href='http://neuropaedagogik.blogspot.com/'>http://neuropaedagogik.blogspot.com/</a>) und ihrer dazu geh&#246;rigen HP<br />
<a href="http://www.neuropaedagogik.de/(Informationen" rel="nofollow"></a><a href='http://www.neuropaedagogik.de/'>http://www.neuropaedagogik.de/</a>(Informationen &#252;ber sie sind hier<br />
<a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/ahmaz/content/about" rel="nofollow"></a><a href='http://www.brainlogs.de/blogs/blog/ahmaz/content/about'>http://www.brainlogs.de/blogs/blog/ahmaz/content/about</a> zu finden, da sie<br />
mittlerweile auch bei “Brainlogs” auf<br />
<a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/ahmaz" rel="nofollow"></a><a href='http://www.brainlogs.de/blogs/blog/ahmaz'>http://www.brainlogs.de/blogs/blog/ahmaz</a> schreibt.)</p>
<p>Was allgemein von Ergebnissen aus der Hirnforschung zu erwarten ist, habe<br />
ich f&#252;r den Bereich der Psychologie und Psychotherapie z.B. im “Apropos”<br />
hier <a href="http://www.pabst-publishers.com/Psychologie/psyzeit/v_u_v/2005-2/art_01.htm" rel="nofollow"></a><a href='http://www.pabst-publishers.com/Psychologie/psyzeit/v_u_v/2005-2/art_01.htm'>http://www.pabst-publishers.com/Psychologie/psyzeit/v_u_v/2005-2/art_01.htm</a><br />
&gt; (oder dem ersten Text hier <a href="http://www.bbpp.de/kittel-neuro.htm)" rel="nofollow"></a><a href='http://www.bbpp.de/kittel-neuro.htm'>http://www.bbpp.de/kittel-neuro.htm</a>) kurz<br />
angedeutet und in folgendem Buchbeitrag etwas mehr ausgef&#252;hrt: “Mundwerk<br />
Psychotherapie vom Standpunkt des Praktikers.” In: Martin Wollschl&#228;ger<br />
(Hrsg.): “Hirn &#8211; Herz &#8211; Seele &#8211; Schmerz. Psychotherapie zwischen<br />
&gt; Neurowissenschaften und Geisteswissenschaften.” dgvt-Verlag, T&#252;bingen<br />
2008,<br />
S. 25-40.<br />
&#220;ber den meinem Namen unterlegtem Link sind &#8211; weitere &#8211; online gestellte<br />
Einzelstellungnahmen von mir zu finden, zu den massiven Selbstwiderspr&#252;chen<br />
von Wolf Singer vor allem mein “Offener Brief” von 2004<br />
(<a href="http://www.sprache-werner.info/Off_Brief_Singer.1967.html" rel="nofollow"></a><a href='http://www.sprache-werner.info/Off_Brief_Singer.1967.html'>http://www.sprache-werner.info/Off_Brief_Singer.1967.html</a>) und eine<br />
umfangreiche Stellungnahme zu den zahlreichen Missdeutungen der<br />
Libet-Experimente sowie unserem gew&#246;hnlichen Verst&#228;ndnis von Willensfreiheit durch Gerhard Roth hier:<br />
<a href="http://www.michael-funken.de/information-philosophie/philosophie/kittelzurot" rel="nofollow"></a><a href='http://www.michael-funken.de/information-philosophie/philosophie/kittelzurot'>http://www.michael-funken.de/information-philosophie/philosophie/kittelzurot</a><br />
h.html</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Miller</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-85</link>
		<dc:creator>Miller</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 16:37:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-85</guid>
		<description>@Andreas Meier und @Ingo Wolf Kittel
Pardon, die &quot;Skandal: Landesabitur verkauft&quot;- Serie hat die wichtige Geist-Gehirn-Debatte etwas in den Hintergrund ger&#252;ckt, deshalb versp&#228;tet hier meine Antwort:
F&#252;r seinen &quot;literaturgespickten Beitrag&quot; bin  ich Ingo-Wolf sehr dankbar; Orientierungslinien werden auf der H&#246;he der Zeit gelegt. Hirnforscher wie Wolf Singer haben hier bestimmt noch einiges nachzuholen. Fest steht aus meiner Sicht, dass wir die entscheidende Differenz von Geist/Selbstbewusstsein und Gehirn treffen m&#252;ssen. Ansonsten w&#228;ren wir ferngesteuerte Unterhosen unserer automatisch ablaufenden physikalisch- chemisch- biologischen Prozesse mit fatalen Konsequenzen.

Im Strafrecht h&#228;tten wir das grundlegende Problem des Zusammenhangs von Strafe, Verantwortung und Zurechnungsf&#228;higkeit, das schon Nietzsche vor &#252;ber 100 Jahren entfaltete:
&quot;Ob die Anh&#228;nger der Lehre vom freien Willen strafen d&#252;rfen? – Die Menschen, welche von Berufswegen richten und strafen, suchen in jedem Falle festzustellen, ob ein Uebelth&#228;ter &#252;berhaupt f&#252;r seine That verantwortlich ist, ob er seine Vernunft anwenden konnte, ob er aus Gr&#252;nden handelte und nicht unbewusst oder im Zwange. Straft man ihn, so straft man, dass er die schlechteren Gr&#252;nde den besseren vorzog: welche er also gekannt haben muss. Wo diese Kentniss fehlt, ist der Mensch nach der herrschenden Ansicht unfrei und nicht verantwortlich: es sei denn, dass seine Unkenntniss, zum Beispiel seine ignorantia legis, die Folge einer absichtlichen Vernachl&#228;ssigung des Erlernens ist; dann hat er also schon damals, als er nicht lernen wollte was er sollte, die schlechteren Gr&#252;nde den besseren vorgezogen, und muss jetzt die Folge seiner schlechten Wahl b&#252;ssen. Wenn er dagegen die besseren Gr&#252;nde nicht gesehen hat, etwa aus Stumpf- und Bl&#246;dsinn, so pflegt man nicht zu strafen: es hat ihm, wie man sagt, die Wahl gefehlt, er handelte als Thier. Die absichtliche Verleugnung der besseren Vernunft ist jetzt die Voraussetzung, die man beim strafw&#252;rdigen Verbrecher1 macht.&quot;(...) vgl. weiter bei Nietzsche, link in meinem Artikel &quot;Geist und Gehirn denken - auch mit der FAZ&quot;. Hier sollten sich aber Experten einschalten, um die Tragweite auszuleuchten.

In der P&#228;dagogik best&#228;tigen die Neurowissenschaften (Hirnforschung) wesentlich das, was guten P&#228;dagogen schon immer wu&#223;ten, z.B. dass durch Schulangst Lernblockaden auftreten k&#246;nnen oder dass Lerngegenst&#228;nde affektiv besetzt sind, Menschen ganzheitliche Wesen sind etc. Hirnforscher best&#228;tigen eher Positionen von reformp&#228;dagogischen Ans&#228;tzen mit naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Ich habe dazu in meinem Buch &quot;Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft&quot; in Kap.4 &quot;Lernen: Konstruktionen im Kopf und Vorfreude im Leib&quot; einiges (hoffentlich Erhellendes) geschrieben.
Vielleicht kann uns Ingo-Wolf aus seinem Literatur&#252;berblick weiterhelfen. Konkret: was ist brauchbar aus der Hirnforschung f&#252;r pragmatische Ans&#228;tze in der P&#228;dagogik?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Andreas Meier und @Ingo Wolf Kittel<br />
Pardon, die &#8220;Skandal: Landesabitur verkauft&#8221;- Serie hat die wichtige Geist-Gehirn-Debatte etwas in den Hintergrund ger&#252;ckt, deshalb versp&#228;tet hier meine Antwort:<br />
F&#252;r seinen &#8220;literaturgespickten Beitrag&#8221; bin  ich Ingo-Wolf sehr dankbar; Orientierungslinien werden auf der H&#246;he der Zeit gelegt. Hirnforscher wie Wolf Singer haben hier bestimmt noch einiges nachzuholen. Fest steht aus meiner Sicht, dass wir die entscheidende Differenz von Geist/Selbstbewusstsein und Gehirn treffen m&#252;ssen. Ansonsten w&#228;ren wir ferngesteuerte Unterhosen unserer automatisch ablaufenden physikalisch- chemisch- biologischen Prozesse mit fatalen Konsequenzen.</p>
<p>Im Strafrecht h&#228;tten wir das grundlegende Problem des Zusammenhangs von Strafe, Verantwortung und Zurechnungsf&#228;higkeit, das schon Nietzsche vor &#252;ber 100 Jahren entfaltete:<br />
&#8220;Ob die Anh&#228;nger der Lehre vom freien Willen strafen d&#252;rfen? – Die Menschen, welche von Berufswegen richten und strafen, suchen in jedem Falle festzustellen, ob ein Uebelth&#228;ter &#252;berhaupt f&#252;r seine That verantwortlich ist, ob er seine Vernunft anwenden konnte, ob er aus Gr&#252;nden handelte und nicht unbewusst oder im Zwange. Straft man ihn, so straft man, dass er die schlechteren Gr&#252;nde den besseren vorzog: welche er also gekannt haben muss. Wo diese Kentniss fehlt, ist der Mensch nach der herrschenden Ansicht unfrei und nicht verantwortlich: es sei denn, dass seine Unkenntniss, zum Beispiel seine ignorantia legis, die Folge einer absichtlichen Vernachl&#228;ssigung des Erlernens ist; dann hat er also schon damals, als er nicht lernen wollte was er sollte, die schlechteren Gr&#252;nde den besseren vorgezogen, und muss jetzt die Folge seiner schlechten Wahl b&#252;ssen. Wenn er dagegen die besseren Gr&#252;nde nicht gesehen hat, etwa aus Stumpf- und Bl&#246;dsinn, so pflegt man nicht zu strafen: es hat ihm, wie man sagt, die Wahl gefehlt, er handelte als Thier. Die absichtliche Verleugnung der besseren Vernunft ist jetzt die Voraussetzung, die man beim strafw&#252;rdigen Verbrecher1 macht.&#8221;(&#8230;) vgl. weiter bei Nietzsche, link in meinem Artikel &#8220;Geist und Gehirn denken &#8211; auch mit der FAZ&#8221;. Hier sollten sich aber Experten einschalten, um die Tragweite auszuleuchten.</p>
<p>In der P&#228;dagogik best&#228;tigen die Neurowissenschaften (Hirnforschung) wesentlich das, was guten P&#228;dagogen schon immer wu&#223;ten, z.B. dass durch Schulangst Lernblockaden auftreten k&#246;nnen oder dass Lerngegenst&#228;nde affektiv besetzt sind, Menschen ganzheitliche Wesen sind etc. Hirnforscher best&#228;tigen eher Positionen von reformp&#228;dagogischen Ans&#228;tzen mit naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Ich habe dazu in meinem Buch &#8220;Lob der p&#228;dagogisch-gastronomischen Vernunft&#8221; in Kap.4 &#8220;Lernen: Konstruktionen im Kopf und Vorfreude im Leib&#8221; einiges (hoffentlich Erhellendes) geschrieben.<br />
Vielleicht kann uns Ingo-Wolf aus seinem Literatur&#252;berblick weiterhelfen. Konkret: was ist brauchbar aus der Hirnforschung f&#252;r pragmatische Ans&#228;tze in der P&#228;dagogik?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas Meier</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-63</link>
		<dc:creator>Andreas Meier</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2008 18:52:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-63</guid>
		<description>Nach dem literaturgespickten Beitrag von Ingo-Wolf Kittel bin ich erstmal platt, wie viel unterschiedliche Diskussionslinien existieren. Da brauche ich mindestens zwei Jahre Zusatzstudium. Auch Wolf Singer scheint hier einiges nachlesen zu m&#252;ssen. Da scheint der Bildungswirt recht zu haben mit seiner begrifflichen Einf&#252;hrung von verschiedenen &quot;Vern&#252;nften&quot; (so auch in der FAZ-Debatte nachzulesen). Unklar bleibt mir immer noch die wirklich praktische Relevanz der Debatte, z.B. im Strafrecht oder in der P&#228;dagogik. Kann da jemand helfen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem literaturgespickten Beitrag von Ingo-Wolf Kittel bin ich erstmal platt, wie viel unterschiedliche Diskussionslinien existieren. Da brauche ich mindestens zwei Jahre Zusatzstudium. Auch Wolf Singer scheint hier einiges nachlesen zu m&#252;ssen. Da scheint der Bildungswirt recht zu haben mit seiner begrifflichen Einf&#252;hrung von verschiedenen &#8220;Vern&#252;nften&#8221; (so auch in der FAZ-Debatte nachzulesen). Unklar bleibt mir immer noch die wirklich praktische Relevanz der Debatte, z.B. im Strafrecht oder in der P&#228;dagogik. Kann da jemand helfen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ingo-Wolf Kittel, FA f. pt. Med.</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-61</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel, FA f. pt. Med.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2008 20:51:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-61</guid>
		<description>Nachtrag und Korrektur: 
 – Der erw&#228;hnte Singer-Mitarbeiter Axel Kohler gebraucht nicht selbst den Ausdruck &quot;Lehnstuhlphilosophie&quot;; das muss ich richtig stellen. In seiner auf Englisch abgefassten Rezension spricht er vielmehr davon, Bennett &amp; Hacker zeigten einen &quot;a priori style of reasoning&quot;. Aprioi-Denken wird auch als &quot;armchair-philosophy&quot; bezeichnet, als ein blo&#223; auf Denken beruhendes Philosophieren, das sich um empirische Fakten nicht schert. Kohler fordert denn auch von den Autoren &quot;more consideration of empirical details&quot; allerdings ohne zu erkennen zu geben, ob er dabei auch an empirisch vorg&#228;ngige &quot;Details&quot; wie W&#246;rter denkt, mit denen wissenschaftliche Feststellungen allemal formuliert werden m&#252;ssen und deren genaue Bedeutung dabei anzugeben oder zu reflektieren ist.
– Art und Auswirkungen der von ihm herausgearbeiteten &quot;naturalistischen Fehlschl&#252;sse&quot; (der &quot;ontologischen Hypostasierung&quot; wissenschaftlicher Konstruktionen und deren ontologische Prim&#228;rsetzung, wegen denen z.B. vielfach behauptet wird, &quot;in Wirklichkeit&quot; g&#228;be es kein Wasser, sondern nur H²O, oder keine geistige Aktivit&#228;ten, sondern nur neuronale Vorg&#228;nge) hat Dirk Hartmann neuerdings in seinem grundlegenden Beitrag &quot;Physis und Psyche. Das Leib-Seele-Problem als Resultat der Hypostasierung theoretischer Konstrukte&quot; in dem Reader dargestellt, den Dieter Sturma unter dem Titel &quot;Philosophie und Neurowissenschaften&quot; 2006 bei Suhrkamp (als &#039;stw 1770&#039;) herausgegeben hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag und Korrektur:<br />
 – Der erw&#228;hnte Singer-Mitarbeiter Axel Kohler gebraucht nicht selbst den Ausdruck &#8220;Lehnstuhlphilosophie&#8221;; das muss ich richtig stellen. In seiner auf Englisch abgefassten Rezension spricht er vielmehr davon, Bennett &amp; Hacker zeigten einen &#8220;a priori style of reasoning&#8221;. Aprioi-Denken wird auch als &#8220;armchair-philosophy&#8221; bezeichnet, als ein blo&#223; auf Denken beruhendes Philosophieren, das sich um empirische Fakten nicht schert. Kohler fordert denn auch von den Autoren &#8220;more consideration of empirical details&#8221; allerdings ohne zu erkennen zu geben, ob er dabei auch an empirisch vorg&#228;ngige &#8220;Details&#8221; wie W&#246;rter denkt, mit denen wissenschaftliche Feststellungen allemal formuliert werden m&#252;ssen und deren genaue Bedeutung dabei anzugeben oder zu reflektieren ist.<br />
– Art und Auswirkungen der von ihm herausgearbeiteten &#8220;naturalistischen Fehlschl&#252;sse&#8221; (der &#8220;ontologischen Hypostasierung&#8221; wissenschaftlicher Konstruktionen und deren ontologische Prim&#228;rsetzung, wegen denen z.B. vielfach behauptet wird, &#8220;in Wirklichkeit&#8221; g&#228;be es kein Wasser, sondern nur H²O, oder keine geistige Aktivit&#228;ten, sondern nur neuronale Vorg&#228;nge) hat Dirk Hartmann neuerdings in seinem grundlegenden Beitrag &#8220;Physis und Psyche. Das Leib-Seele-Problem als Resultat der Hypostasierung theoretischer Konstrukte&#8221; in dem Reader dargestellt, den Dieter Sturma unter dem Titel &#8220;Philosophie und Neurowissenschaften&#8221; 2006 bei Suhrkamp (als &#8216;stw 1770&#8242;) herausgegeben hat.</p>
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	</item>
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		<title>Von: Ingo-Wolf Kittel, FA f. pt. Med.</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-60</link>
		<dc:creator>Ingo-Wolf Kittel, FA f. pt. Med.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2008 17:49:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-60</guid>
		<description>Pawlik&#039;s Beitrag sieht vermittelnd aus. Ganz unjuristisch ergreift er jedoch irritierender Weise Partei und zwar, wie mir scheint, eher unfreiwillig: aufgrund seiner Kenntnis des Stands des Verfahrens, zu dem der sich &#228;u&#223;ert. Er fordert n&#228;mlich in seinem Beitrag ein &quot;ernsthaftes Gespr&#228;ch &#252;ber den wissenschaftstheoretischen Status der experimentellen Hirnforschung&quot; als w&#252;sste er nicht, dass es seit den 1990er Jahren zahlreiche Beitr&#228;ge zur Hirndebatte gerade von Seiten der methodischen Philosophie gibt, die von Janich wesentlich weiterentwickelt wurde. (In eigenen Beitr&#228;gen zur FAZ-Debatte habe ich auf einige davon hingewiesen.) 

Die vermutlich wichtigste Publikation in diesem Zusammenhang d&#252;rfte die 1998 bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft in Darmstadt publizierte Habilitationsarbeit des ehemaligen Janich-Mitarbeiters und heutigen Essener Ordinarius Dirk Hartmann &quot;Philosophische Grundlagen der Psychologie&quot; sein; denn Hartmann hat beispielsweise hier – und damit lange vor der ersten gro&#223;en FAZ-Diskussion im Jahre 2004 dazu – die nach Kornhuber und Deecke in &quot;Wille und Gehirn&quot; (2007) vielfach missgedeuteten Libet-Experimente eingehend diskutiert. Vor allem aber hat Hartmann in seiner Arbeit die gesamte Diskussion des &quot;Leib-Seele-Problems&quot; in der Tradition der &#252;ber Jahrzehnte dominierenden Analytischen Philosophie einer kritischen Sichtung unterzogen, in der Grundlagen und davon abgeleitete Ergebnisse neurophysiologischer Forschung weit l&#228;nger schon er&#246;rtert werden; er hat dabei &#252;brigens zwei bis dahin unbeachtet gebliebene, aber entscheidende und dieser jahrzehntelangen Diskussion zugrundeliegende &quot;naturalistische Fehlschl&#252;sse&quot; aufdecken und herausarbeiten k&#246;nnen. 

In der &#246;ffentlich leicht zug&#228;nglichen Literatur sind sogar interdisziplin&#228;re Auseinandersetzungen zwischen Hirnforschern und methodischen Philosophen wie Janich &quot;dokumentiert&quot;. 

Ebenfalls 1998 erschienen n&#228;mlich die Ergebnisse eines m&#246;glicherweise jahrelangen Frankfurter-Bad Homburger Arbeitskreises in einem Band der Reihe &quot;Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft&quot; (Nr. 1381), der unter dem Titel &quot;Der Mensch in der Perspektive der Kognitionswissenschaften&quot; von dem ehemalige Singer-Mitarbeiter Andreas K. Engel, der heute in Hamburg lehrt, und dem Magdeburger Philosophen Peter Gold herausgegeben wurde. Von Janich stammt dort der einschl&#228;gige Beitrag: &quot;Zwischen nat&#252;rlicher Disposition und kult&#252;rlicher Lebensbew&#228;ltigung – Kognitionswissenschaften und Menschenbild im Streit der Wissenschaftsverst&#228;ndnisse&quot;. (Engel ist &#252;brigens einer der wenigen, um nicht zu sagen seltenen empirisch forschenden Wissenschaftler des deutschsprachigen Raumes, die dort schon Antwort auf die Frage respektive Forderung Pawliks zu geben versucht haben darzustellen, &quot;wie die Befunde auszusehen h&#228;tten, mit denen die Hirnforscher vor dem Gerichtshof der wissenschaftstheoretischen Vernunft bestehen k&#246;nnten&quot;, nachzulesen in seinem mit dem Z&#252;richer Neuroinformatiker und ehemaligen Frankfurter Kollegen Peter K&#246;nig verfassten Beitrag zu dem Reader &quot;Das neurobiologische Wahrnehmungsparadigma. Eine kritische Bestandsaufnahme.&quot;) 

Mit anderer Schwerpunktsetzung als Hartmann, aber mit gleichfalls umfassender Zielsetzung haben im englischsprachigen Raum der australische Synapsenforscher Max R. Bennett und der Oxforder Philosoph Peter M. S. Hacker weitere Teilantworten auf die von Pawlik aufgeworfene Frage vor allem in ihrem &#252;ber 400 Seiten umfassenden Lehrbuch &quot;Philosophical Foundations of Neuroscience&quot; gegeben, das 2003 bei Blackwell in Oxford erschien. (Die gro&#223;e Diskussion dazu in der American Philosophical Association von Ende 2005 ist in dem Buch &quot;Neuroscience and Philosophy: Brain, Mind &amp; Language&quot; dokumentiert; angek&#252;ndigt haben beide ein Folgewerk mit dem Titel &quot;A History of Cognitive Neuroscience – a conceptual investigation&quot;, zu dem Peter Hacker auf seiner HP angibt, it &quot;examines the main experiments of cognitive neuroscientific investigation (with copious illustrations and diagrams), and evaluates the conceptual cogency of the conclusions drawn from the results of the experiments.&quot;)

Hierzulande haben vor allem tonangebende Hirnforscher m.W. Vergleichbares nicht einmal im Ansatz unternommen, geschweige denn geleistet. Roth und Singer etwa haben sich in ihren Beitr&#228;gen in der Deutschen Zeitschrift f&#252;r Philosophie 2004 und 2005 auf keines der genannten Werke bezogen, schon gar nicht auf Bennett &amp; Hackers Buch von 2003 oder auf irgendeine andere Arbeit ihres vielfach ausgezeichneten und weltweit hoch geachteten australischen Kollegen Max Bennett, der zuvor schon so bedeutende B&#252;cher wie &quot;The Idea of Consciousness&quot; und &quot;History of the Synapse&quot; publiziert hatte. 

Die Notwendigkeit genauer begrifflicher Arbeit – von gr&#252;ndlichen sprachphilosophischen Reflexionen also (in einem  Forschungsbereich, von dem substanzielle &quot;Beitr&#228;ge zu einer&quot; Fundierung einer dem heutigen Kenntnisstand entsprechenden &quot;aktuellen Anthropologie&quot; erwartet werden wie dies beispielsweise in der von Hans-Rainer Duncker 2006 hrsg. Festschrift zum 100j&#228;hrigen Jubil&#228;um der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Frankfurt versucht wird, und damit zur wissenschaftlichen Grundlegung unseres &quot;Selbstverst&#228;ndnisses&quot; oder &quot;Selbstbildes&quot;... ) scheinen Hirnforscher wie Singer und Roth nicht zu sehen oder nicht zu erkennen. Vielleicht ist die Haltung des jungen Singer-Assistenten Axel Kohler hier kennzeichnend, der in seiner Rezension des Buches von Bennett &amp; Hacker meinte, beider Bem&#252;hungen im Tenor des &#252;berlegenen Besserwissers als (irrelevante?) &quot;Lehnstuhlphilosophie&quot; bezeichnen zu d&#252;rfen.

Es beeindruckt, dass der (auf seinem eigenen Fachbereich die Fachliteratur sicher ausreichend &#252;berblickende) Regensburger Strafrechtsgelehrte Pawlik aufgrund seiner Kenntnis vom Stand der Diskussion &#252;ber die Grundlagen heutiger Hirnforschung einen anderen Eindruck gewonnen zu haben scheint; schreibt er doch eine derartige herablassende Haltung &quot;Philosophenk&#246;nigen&quot; zu, von denen sich m.W. zumindest Janich und Hartmann auf ihrem Gebiet in ebenso redlicher Bem&#252;hung – wie sicherlich er selbst auf seinem... – seit langem bem&#252;hen, gr&#252;ndlich erarbeitete und auf genauer Analyse gerade naturwissenschaftlicher Forschung beruhende Dialogvorschl&#228;ge jenen nahe zu bringen, die aus neurophysiologisch gewonnenen Messergebnissen direkt auf die &quot;geistige&quot; Leistungen kurz schlie&#223;en, um die es sachlich gesehen &quot;eigentlich&quot; geht. (Nebenbei bemerkt geschieht das oft auf der Grundlage eines psychologischen Sachverstandes, der einem als Fachmann immer wieder die Haare zu Berge stehen l&#228;sst: unsere Hirnforscher nehmen ja auch – soweit dies aus ihren &#246;ffentlichen Verlautbarungen und allgemein zur Verf&#252;gung stehenden Ver&#246;ffentlichungen ersichtlich ist – die Diskussion in der psychologischen Fachliteratur wie z.B. in der &quot;Psychologischen Rundschau&quot; 2005 vielleicht nicht einmal zur Kenntnis oder eine derart gr&#252;ndliche Analyse, wie sie in demselben Jahr von Manfred Velden in seinem Buch &quot;Biologismus - Folge einer Illusion&quot; vorgelegt wurde.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Pawlik&#8217;s Beitrag sieht vermittelnd aus. Ganz unjuristisch ergreift er jedoch irritierender Weise Partei und zwar, wie mir scheint, eher unfreiwillig: aufgrund seiner Kenntnis des Stands des Verfahrens, zu dem der sich &#228;u&#223;ert. Er fordert n&#228;mlich in seinem Beitrag ein &#8220;ernsthaftes Gespr&#228;ch &#252;ber den wissenschaftstheoretischen Status der experimentellen Hirnforschung&#8221; als w&#252;sste er nicht, dass es seit den 1990er Jahren zahlreiche Beitr&#228;ge zur Hirndebatte gerade von Seiten der methodischen Philosophie gibt, die von Janich wesentlich weiterentwickelt wurde. (In eigenen Beitr&#228;gen zur FAZ-Debatte habe ich auf einige davon hingewiesen.) </p>
<p>Die vermutlich wichtigste Publikation in diesem Zusammenhang d&#252;rfte die 1998 bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft in Darmstadt publizierte Habilitationsarbeit des ehemaligen Janich-Mitarbeiters und heutigen Essener Ordinarius Dirk Hartmann &#8220;Philosophische Grundlagen der Psychologie&#8221; sein; denn Hartmann hat beispielsweise hier – und damit lange vor der ersten gro&#223;en FAZ-Diskussion im Jahre 2004 dazu – die nach Kornhuber und Deecke in &#8220;Wille und Gehirn&#8221; (2007) vielfach missgedeuteten Libet-Experimente eingehend diskutiert. Vor allem aber hat Hartmann in seiner Arbeit die gesamte Diskussion des &#8220;Leib-Seele-Problems&#8221; in der Tradition der &#252;ber Jahrzehnte dominierenden Analytischen Philosophie einer kritischen Sichtung unterzogen, in der Grundlagen und davon abgeleitete Ergebnisse neurophysiologischer Forschung weit l&#228;nger schon er&#246;rtert werden; er hat dabei &#252;brigens zwei bis dahin unbeachtet gebliebene, aber entscheidende und dieser jahrzehntelangen Diskussion zugrundeliegende &#8220;naturalistische Fehlschl&#252;sse&#8221; aufdecken und herausarbeiten k&#246;nnen. </p>
<p>In der &#246;ffentlich leicht zug&#228;nglichen Literatur sind sogar interdisziplin&#228;re Auseinandersetzungen zwischen Hirnforschern und methodischen Philosophen wie Janich &#8220;dokumentiert&#8221;. </p>
<p>Ebenfalls 1998 erschienen n&#228;mlich die Ergebnisse eines m&#246;glicherweise jahrelangen Frankfurter-Bad Homburger Arbeitskreises in einem Band der Reihe &#8220;Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft&#8221; (Nr. 1381), der unter dem Titel &#8220;Der Mensch in der Perspektive der Kognitionswissenschaften&#8221; von dem ehemalige Singer-Mitarbeiter Andreas K. Engel, der heute in Hamburg lehrt, und dem Magdeburger Philosophen Peter Gold herausgegeben wurde. Von Janich stammt dort der einschl&#228;gige Beitrag: &#8220;Zwischen nat&#252;rlicher Disposition und kult&#252;rlicher Lebensbew&#228;ltigung – Kognitionswissenschaften und Menschenbild im Streit der Wissenschaftsverst&#228;ndnisse&#8221;. (Engel ist &#252;brigens einer der wenigen, um nicht zu sagen seltenen empirisch forschenden Wissenschaftler des deutschsprachigen Raumes, die dort schon Antwort auf die Frage respektive Forderung Pawliks zu geben versucht haben darzustellen, &#8220;wie die Befunde auszusehen h&#228;tten, mit denen die Hirnforscher vor dem Gerichtshof der wissenschaftstheoretischen Vernunft bestehen k&#246;nnten&#8221;, nachzulesen in seinem mit dem Z&#252;richer Neuroinformatiker und ehemaligen Frankfurter Kollegen Peter K&#246;nig verfassten Beitrag zu dem Reader &#8220;Das neurobiologische Wahrnehmungsparadigma. Eine kritische Bestandsaufnahme.&#8221;) </p>
<p>Mit anderer Schwerpunktsetzung als Hartmann, aber mit gleichfalls umfassender Zielsetzung haben im englischsprachigen Raum der australische Synapsenforscher Max R. Bennett und der Oxforder Philosoph Peter M. S. Hacker weitere Teilantworten auf die von Pawlik aufgeworfene Frage vor allem in ihrem &#252;ber 400 Seiten umfassenden Lehrbuch &#8220;Philosophical Foundations of Neuroscience&#8221; gegeben, das 2003 bei Blackwell in Oxford erschien. (Die gro&#223;e Diskussion dazu in der American Philosophical Association von Ende 2005 ist in dem Buch &#8220;Neuroscience and Philosophy: Brain, Mind &amp; Language&#8221; dokumentiert; angek&#252;ndigt haben beide ein Folgewerk mit dem Titel &#8220;A History of Cognitive Neuroscience – a conceptual investigation&#8221;, zu dem Peter Hacker auf seiner HP angibt, it &#8220;examines the main experiments of cognitive neuroscientific investigation (with copious illustrations and diagrams), and evaluates the conceptual cogency of the conclusions drawn from the results of the experiments.&#8221;)</p>
<p>Hierzulande haben vor allem tonangebende Hirnforscher m.W. Vergleichbares nicht einmal im Ansatz unternommen, geschweige denn geleistet. Roth und Singer etwa haben sich in ihren Beitr&#228;gen in der Deutschen Zeitschrift f&#252;r Philosophie 2004 und 2005 auf keines der genannten Werke bezogen, schon gar nicht auf Bennett &amp; Hackers Buch von 2003 oder auf irgendeine andere Arbeit ihres vielfach ausgezeichneten und weltweit hoch geachteten australischen Kollegen Max Bennett, der zuvor schon so bedeutende B&#252;cher wie &#8220;The Idea of Consciousness&#8221; und &#8220;History of the Synapse&#8221; publiziert hatte. </p>
<p>Die Notwendigkeit genauer begrifflicher Arbeit – von gr&#252;ndlichen sprachphilosophischen Reflexionen also (in einem  Forschungsbereich, von dem substanzielle &#8220;Beitr&#228;ge zu einer&#8221; Fundierung einer dem heutigen Kenntnisstand entsprechenden &#8220;aktuellen Anthropologie&#8221; erwartet werden wie dies beispielsweise in der von Hans-Rainer Duncker 2006 hrsg. Festschrift zum 100j&#228;hrigen Jubil&#228;um der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Frankfurt versucht wird, und damit zur wissenschaftlichen Grundlegung unseres &#8220;Selbstverst&#228;ndnisses&#8221; oder &#8220;Selbstbildes&#8221;&#8230; ) scheinen Hirnforscher wie Singer und Roth nicht zu sehen oder nicht zu erkennen. Vielleicht ist die Haltung des jungen Singer-Assistenten Axel Kohler hier kennzeichnend, der in seiner Rezension des Buches von Bennett &amp; Hacker meinte, beider Bem&#252;hungen im Tenor des &#252;berlegenen Besserwissers als (irrelevante?) &#8220;Lehnstuhlphilosophie&#8221; bezeichnen zu d&#252;rfen.</p>
<p>Es beeindruckt, dass der (auf seinem eigenen Fachbereich die Fachliteratur sicher ausreichend &#252;berblickende) Regensburger Strafrechtsgelehrte Pawlik aufgrund seiner Kenntnis vom Stand der Diskussion &#252;ber die Grundlagen heutiger Hirnforschung einen anderen Eindruck gewonnen zu haben scheint; schreibt er doch eine derartige herablassende Haltung &#8220;Philosophenk&#246;nigen&#8221; zu, von denen sich m.W. zumindest Janich und Hartmann auf ihrem Gebiet in ebenso redlicher Bem&#252;hung – wie sicherlich er selbst auf seinem&#8230; – seit langem bem&#252;hen, gr&#252;ndlich erarbeitete und auf genauer Analyse gerade naturwissenschaftlicher Forschung beruhende Dialogvorschl&#228;ge jenen nahe zu bringen, die aus neurophysiologisch gewonnenen Messergebnissen direkt auf die &#8220;geistige&#8221; Leistungen kurz schlie&#223;en, um die es sachlich gesehen &#8220;eigentlich&#8221; geht. (Nebenbei bemerkt geschieht das oft auf der Grundlage eines psychologischen Sachverstandes, der einem als Fachmann immer wieder die Haare zu Berge stehen l&#228;sst: unsere Hirnforscher nehmen ja auch – soweit dies aus ihren &#246;ffentlichen Verlautbarungen und allgemein zur Verf&#252;gung stehenden Ver&#246;ffentlichungen ersichtlich ist – die Diskussion in der psychologischen Fachliteratur wie z.B. in der &#8220;Psychologischen Rundschau&#8221; 2005 vielleicht nicht einmal zur Kenntnis oder eine derart gr&#252;ndliche Analyse, wie sie in demselben Jahr von Manfred Velden in seinem Buch &#8220;Biologismus &#8211; Folge einer Illusion&#8221; vorgelegt wurde.)</p>
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		<title>Von: Andreas Meier</title>
		<link>http://www.bildungswirt.de/2008/07/25/geist-und-gehirn-denken-auch-mit-der-faz/comment-page-1/#comment-46</link>
		<dc:creator>Andreas Meier</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 16:05:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bildungswirt.de/?p=89#comment-46</guid>
		<description>Danke f&#252;r den Diskussionshinweis und die Zusammenfassung, die FAZ lese ich sonst weniger.Den Podcast-Beitrag Singer/Richard im Blog fand ich sehr interessant. Der freie Geist treibt vor sich hin, egal ob &quot;vorg&#228;ngig&quot; oder gleichzeitig mit neuronalen Aktivierungsmustern. Was Singer mit seinen Messungen letztlich erreichen will, bleibt unklar. Wenn alles (Geist, Gedanken) physikalisch-chemische Vorg&#228;nge sind, was &#228;ndert das am Bestand des &quot;freien Willens&quot;? Allerdings ist die Argumentation von Nietzsche vor &#252;ber 100 Jahren wirklich raffiniert. 
Gelernt habe ich auch noch, dass es f&#252;r den Bildungswirt nicht nur &quot;Vernunft&quot;, sondern auch &quot;Vern&#252;nfte&quot; gibt, die inkommensurabel zu sein scheinen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r den Diskussionshinweis und die Zusammenfassung, die FAZ lese ich sonst weniger.Den Podcast-Beitrag Singer/Richard im Blog fand ich sehr interessant. Der freie Geist treibt vor sich hin, egal ob &#8220;vorg&#228;ngig&#8221; oder gleichzeitig mit neuronalen Aktivierungsmustern. Was Singer mit seinen Messungen letztlich erreichen will, bleibt unklar. Wenn alles (Geist, Gedanken) physikalisch-chemische Vorg&#228;nge sind, was &#228;ndert das am Bestand des &#8220;freien Willens&#8221;? Allerdings ist die Argumentation von Nietzsche vor &#252;ber 100 Jahren wirklich raffiniert.<br />
Gelernt habe ich auch noch, dass es f&#252;r den Bildungswirt nicht nur &#8220;Vernunft&#8221;, sondern auch &#8220;Vern&#252;nfte&#8221; gibt, die inkommensurabel zu sein scheinen.</p>
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