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Wo ist der Gartenzaun im Netz?

21. Juni 2008 · von frankmackay · Keine Kommentare Artikel drucken Artikel drucken

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Gezieltes Verleumden von Personen oder Personengruppen in StudiVZ oder weiteren sozialen Netzen, wie hier  beschrieben, stellt noch mal eine gute Zusammentragung von der Nutzung von Web 2.0 und dessen Spielarten, auch der Verletzung einer Person bis hin zu einem „Berufsverbot“, wegen Verstoßes gegen gesellschaftliche Konventionen dar.
Aber wenn es um die Auswirkungen geht, dann kann es nicht darum gehen Web-Sheriffs im Netz zu etablieren, die „böses“ Material herausfiltern. Nach meiner Auffassung gibt es im allgemeinen, zugänglichen und öffentlichen Raum des Internets auch eine anerkannte Privatheit. Als Beispiel dazu: Ein Haus mit einem Garten, ohne Zaun – hier kann der Hausbesitzer davon ausgehen, dass es für Fremde eine Grenze gibt, die im allgemeinen akzeptiert wird. Diese Akzeptanz erwächst auch(!) aus dem Desinteresse heraus, überhaupt gar keine Vorstellung zu haben, was mit dem fremden Garten oder Haus an zu fangen sei. Wenn nicht mit Mitteln der Werbung – vereinfacht gesehen –  geworben wird, klar – das wirkt anziehend. Diese „Gartengrenzen“ des Netzes sind sicher fließender, aber sie sind gegeben. Zum anderen, warum werden Gruppen und deren Geschwätz in Foren oder sozialen Netzen zu nächst nicht als Stammtisch oder Pausenhofgespräch abgetan betrachtet? Die Macht des Schriftwortes ist größer, klar. Aber verändert sich mit Web 2.0 und dessen Möglichkeiten nicht das Verhältnis zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit? Kommt es nun zu einer oberflächlichen Schriftlichkeit?

Beleidigen, Beschimpfen und Mobbing und dazu noch der Klau von der eigenen Identität, dann hilft vielleicht eine Open-ID, mehr dazu im Videopodcast der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen im Gespräch mit dem Datenexperten Ralf Bendrath:


 

Kategorien: Allgemein · WEb 2.0

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