Der Bildungswirt

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Der Bildungswirt bekommt Zuwachs

11. Juni 2008 · von frankmackay · Keine Kommentare

Der Bildungswirt bekommt Zuwachs

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In Hessen gibt es [fast] keine Studiengebühren (Gegner-Sprech) oder Studienbeiträge (Befürworter-Sprech) mehr. Vielleicht aus diesem Anlass (mehr Zeit) oder weil Frank Mackay mit dem Bildungswirt im Kaffeesatz stochern möchte… Auf jeden Fall freue ich mich eingeladen zu sein, hier meinen kleinen Kosmos auszulegen. Einige Gründe dafür gibt es bereits hier . Auch wenn es nicht unbedingt eskapistische Motive sind, aber ich wandel gerne zwischen Lernwelten und anderen Niederschlägen. Dabei gar zu beobachten, wie sich die demokratische Öffentlichkeit im Web emanzipiert oder auch nicht und den aktuellen medienjournalistischen Spielstand zwischen S. Niggemeier und H. M. Broder zu verfolgen oder auch zu kommentieren. Das wäre ein Anfang für den ständigen Wechsel zwischen Klick und Lese- sowie Erfahrensfreude.

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Tags: Allgemein · Uni · WEb 2.0

Unser Handwerk hat goldenen Boden

11. Juni 2008 · von Leo · Keine Kommentare

Unser Handwerk hat goldenen Boden

Aus NRW, woher sonst, schwillt immer neuer Bocksgesang herüber: Handwerkliche Fehler habe es gegeben beim Zentral-Abi, einige Klausuren sollen deshalb wiederholt werden. Die Holzaugen von der Hinterbank haben`s auch gemerkt. Recht so! Freud hat sich also verplappert, Mathematiker kennen keine Wahrscheinlichkeiten, Bezirksregierungen im Weltuntergang. Tja, Freunde: Nieten plus Nadelstreifen., das kann eben nicht gut gehen.
Danke, ihr Firmenchefs, Aufsichtsräte, Gebäudereiniger, Filialleiter und Taxiunternehmer, dass ihr die Gymnasien jahrelang mit Anwaltsbriefen gepiesackt habt, das habt ihr nun davon – ein kostenloses Zweitabitur, kos-ten-los!
Ja, ja, das Handwerk und seine Fehler. Da gibt es schon gewaltige Unterschiede: Ob nun ein Malerlehrling unstet Tapeten abrollt, die der Geselle vorher schief aufgebracht hat und der Meister die Blasen vom Türanstrich begutachtet, überall lauern sie, die handwerklichen Fehler . Elektro- , Wasser-, Autofritzen, nur der Abrechnungscomputer, der funktioniert bei euch immer – tadellos. Beschwert sich der Kunde, wird abgewiegelt – außer Spesen ….
Bei den Schulen ist es eben nicht viel anders, nur dass die Spesen im voraus berechnet werden, sozusagen im Geist von 68: Alle zahlen den Einheitspreis und dann ab in den Marsch der Institutionen, auf geht`s Freunde, kämpfen und siegen!

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Tags: Abitur · Dunkelkammer · Gymnasium

Das „Alles-wird-teurer-Gefühl“

11. Juni 2008 · von Miller · Keine Kommentare

Das „Alles-wird-teurer-Gefühl“

Die Deutschen fühlten immer schon, dass der Euro ein Teuro war, konnten es aber nicht beweisen. Das Statistische Bundesamt errechnet zurzeit eine Inflationsrate von 3%. Wir wissen aber, dass die Preise des täglichen Lebens für Lebensmittel (z.B. Milchprodukte, Bier, Brot), Gas, Benzin um 10 bis 30% gestiegen sind. Wir fühlen, dass da etwas nicht stimmt bei den offiziellen Zahlen aus Wiesbaden.

Der Ökonomie-Professor Hans Wolfgang Brachinger hat das Rätsel gelöst und berechnet deshalb den „Index der wahrgenommenen Inflation“ . In der Tat: der liegt zurzeit bei 12%! Als Gründe benennt er, dass wir Preiserhöhungen stärker wahrnehmen und wir eine „Verlustaversion“ haben. Fallende Preise, z.B. beim Computer oder beim Telefon, werden nur nebenbei registriert. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts werden nicht ernsthaft in Zweifel gezogen, doch jetzt die Pointe:

Da die tatsächlichen Konsumausgaben der Bürgerinnen und Bürger stark von der gefühlten Inflationsrate abhängig sind, führt eine negative Einschätzung zum Konsumstau, zur wirtschaftlichen Nachfragedrosselung und damit zur Konjunkturdämpfung. Steigende gefühlte Inflationsrate bedeutet steigende tatsächliche Sparquote und damit Konsumverzicht. Die Deutschen trauen der objektiven Lage nicht und verschärfen so unbewusst die Krise.

Prof. Brachingers „Index der wahrgenommenen Inflation“ hätte es verdient, sich in Bildungsstandards der Schule aller Schulformen wiederzufinden. Etwa so:
– “ Unterschiedliche Inflationsmessverfahren beschreiben, analysieren und ihre Auswirkungen interpretieren können“
oder
– “ Den Zusammenhang von subjektiv gefühlter Lage und objektivem Konsumverhalten in einer Volkswirtschaft erörtern können“.

Die psychologische Bedeutung von angeblich rationalen Entscheidungen gerät endlich ins Blickfeld.

Die Förderung sozioökonomischer Grundbildung ist längst überfällig.

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Tags: Allgemein · Berufsschule · Bildung · Gesamtschule · Gymnasium · Hauptschule · Unterricht