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Kinder und Erziehungsplan

21. Mai 2008 · von Miller · 1 Kommentar Artikel drucken Artikel drucken

Children.

Kinder und Erziehung – haben die Erwachsenen tatsächlich einen Plan?
Was wissen sie von Kindern, ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen?

Welche Praxis wird gelebt, wo sind „Gefangene ihres Habitus“ feststellbar? Wie sehen pädagogische Visionen aus, die das Kind mit seiner individuellen Ganzheit in den Mittelpunkt stellt?

Wie ist der Ausbildungsstand des Personals in den Kindergärten? Fragen über Fragen.

Am Internationalen Kindertag am 1. Juni 2008 läuft der neue Film KINDER von Reinhard Kahl bundesweit in ausgewählten Kinos. Karten können kostenlos bestellt werden. Die ersten 10 Minuten des Films sind als Online-Video zu sehen.

Als Hintergrunddebatte kann ein großer konzeptioneller Entwurf Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen empfohlen werden. Die Leitgedanken und lerntheoretischen Annahmen sind tatsächlich auf der Höhe der Zeit. Bisher handelt es sich jedoch mehr um ein gutes Papier, eine Umsetzung mit solider Finanzierung in Hessen ist bisher nicht zu erkennen.

Die Lektüre rentiert sich schon deshalb, um Politiker immer wieder auf ihre eigenen Beschlusslagen hinzuweisen; z.B. die Ausführungen im Bildungs- und Erziehungsplan, S. 71-79 „Kreative, fantasievolle und künstlerische Kinder“ und „Lernende, forschende und entdeckungsfreudige Kinder“. Mann und Frau vergleiche diese Ziele und Inhalte mit der tatsächlich vorfindbaren Praxis in Kindergärten und Grundschulen. Weitere Informationen: Archiv der Zukunft – Netzwerk, Die Intelligenz der pädagogischen Praxis

Kategorien: Allgemein · Bildung · Bildungsstandards · Grundschule/Kindergarten · Unterricht

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Rainer Jung // 24 Mai 2008 um 16:21

    In der Tat ist der Bildungs- und Erziehungsplan zukunftsweisend – ist er aber vor dem Hintergrund der aktuellen Bezahlung sowie Arbeitsbelastung von Erzieherinnen und Erziehern auch einlösbar?
    Ein Blick in die Praxis zeigt Gruppengrößen von in der Regel 25 Kindern, dazu viele in der Ganztagsbetreuung, in der Obhut einer Vollzeit- und einer Teilzeitkraft je Gruppe. Hinzu kommen Wickelkinder (unter 3 Jahren), eine immer größere Zahl verhaltensauffälliger Kinder, Integrationsarbeit, Erarbeitung vom Elternhaus nicht mehr vermittelter Kulturtechniken sowie Eltern, die ihre Kinder nicht mehr erziehen können oder wollen, von der KiTa aber ein „Rundumsorglospaket“ erwarten. Das alles noch vor dem Hintergrund einer Eingruppierung und Bezahlung nach TVöD, die für ein solches Anforderungsprofil ein Hohn sind! Wo bleibt dann noch Zeit und Motivation für Kunst, Musik, Sport, Naturerfahrung, Zugang zu neuen Medien, Englisch, interkulturelle Arbeit, Vorbereitung auf die Grundschule?
    Bewundernswerterweise wird je nach KiTa viel davon auch jetzt schon geleistet. Dies verdient unsere Anerkennung und unseren Respekt!

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